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03.05.2017, 15:45Inaktiver User
AW: Flüchtlinge - Wie kann Integration gelingen?
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04.05.2017, 07:16Inaktiver User
AW: Flüchtlinge - Wie kann Integration gelingen?
Und wenn Einer zuhause ist, dann ist derjenige garantiert HartzIV-Empfänger?
Das gehört meiner Meinung nach wirklich ins Fassungslosforum.
Kannst du dir echt keinen Unterschied vorstellen - ob im Haushalt ein Mensch wenigstens nicht ganztags berufstätig ist?
Und dass das Leben nicht nur aus Arbeit ausser haus besteht?
Manchmal denke ich: Arbeit und Geld sind unsere neuen Götzen, die Religion überhaupt.
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04.05.2017, 08:02Inaktiver User
AW: Flüchtlinge - Wie kann Integration gelingen?
Du brauchst nicht fassungslos sein, ich hatte geschrieben:
Bei reichen Leuten kann auch immer gut einer zu Hause bleiben. Das hatte ich vergessen zu erwähnen. Die gibt's ja auch noch.Wenn die Leute ihren Unterhalt selbst erwirtschaften, genügt heute aber oftmals ein Einkommen leider nicht mehr, also müssen manchmal alle außer Haus gehen.
Und das mit dem Hartz4 habe ich ja schon erklärt.
Doch, das kann ich mir gut vorstellen. Nur geht es wirtschaftlich manchmal nicht, hatte ich ja bereits erwähnt. Es gibt sogar zunehmend Leute, die mehrfach außer Haus müssen, weil sie mehrere Jobs machen müssen, da einer sie nicht ernähren kann. Kommt jedenfalls inzwischen ab und an im Fernsehen. Wieviele das genau betrifft, weiß ich nicht.Kannst du dir echt keinen Unterschied vorstellen - ob im Haushalt ein Mensch wenigstens nicht ganztags berufstätig ist?
Und dass das Leben nicht nur aus Arbeit ausser haus besteht?
Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral (Brecht). Was erwartest Du, wenn Leute essen wollen, ihren Kindern mal ein Buch kaufen oder ein Eis?Manchmal denke ich: Arbeit und Geld sind unsere neuen Götzen, die Religion überhaupt.Geändert von Inaktiver User (04.05.2017 um 08:17 Uhr)
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04.05.2017, 08:35Inaktiver User
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04.05.2017, 14:52Inaktiver User
AW: Flüchtlinge - Wie kann Integration gelingen?
Und heute hat jedes Kind spätestens ab 8 ein Handy.
Und wer keine Markenklamotten trägt ist asozial.
Es gibt so viel überflüssigen Quatsch - und ausser haus zu arbeiten ist erst mal grundsätzlich teurer.
Wir verwaisen langsam.
Als einen der stabilsten und zuverlässigsten Menschen hab ich meine Oma kennen gelernt.
Nie ausser Haus gearbeitet.
Aber, immer als Erste auf und als Letzte im Bett.
Das sah als Kind dann so aus: in Zeiten von Ofenheizung ging bei ihr nie der Ofen aus, wortwörtlich.
Da war es immer warm.
Und nebenan - auf dem Grundstück lebte meine Tante die als Schneiderin arbeitete.
Ich wüsste nicht was daran so schädlich gewesen sein soll.
Soll ja nun nicht heißen dass alle zuhause bleiben sollen.
Aber, das es gleich mit Disziplinlosigkeit gleich gesetzt wird halte ich für verkehrt.
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04.05.2017, 15:03Inaktiver User
AW: Flüchtlinge - Wie kann Integration gelingen?
Ich glaube, jetzt verstehe ich, wo das Verständnisproblem ist. Ich sage ja nicht, daß es disziplinlos (oder Ähnliches) wäre, zu Hause zu bleiben. Ich finde es z.B. auch am Besten, wenn Mutter oder Vater zu Hause sind, wenn die Kinder noch kleiner sind (und auch noch länger als nur drei Jahre z.B.).
Was ich sagte, ist, daß es nur wenigen möglich ist, daß wenigstens einer zu Hause bleibt, selbst wenn sie es wollten. Aus wirtschaftlicher Sicht. Und daher sagte ich das mit Hartz4 Beziehern, sie haben einfach keine Arbeit, deshalb sind sie eh zu Hause (außer sie machen gerade eine Maßnahme etc., aber oft sind sie ja zu Hause). Aber das kann es ja nicht sein, daß man arbeitslos sein muß, damit einer zu Hause sein kann. Aber Berufstätige verdienen heute manchmal so wenig, daß sie keine Familie davon ernähren können, also müssen beide arbeiten, und keiner ist zu Hause.
Und Essen, Kleidung, Dach über dem Kopf, Bildung und so weiter für die Kinder, das geht eben vor.
Vielleicht war es so jetzt verständlicher.
Mir ging's auch darum, daß Du Armut ein wenig "verklärtest".
Das kann man m.E. nicht so pauschal sagen.
Es gibt wohl nicht so viele Berufsmöglichkeiten, mit denen man von zu Hause aus die Brötchen verdienen könnte.Es gibt so viel überflüssigen Quatsch - und ausser haus zu arbeiten ist erst mal grundsätzlich teurer.
Tja, früher. Früher war ja sogar die Zukunft besser.Wir verwaisen langsam.
Als einen der stabilsten und zuverlässigsten Menschen hab ich meine Oma kennen gelernt.
Nie ausser Haus gearbeitet.
Aber, immer als Erste auf und als Letzte im Bett.
Das sah als Kind dann so aus: in Zeiten von Ofenheizung ging bei ihr nie der Ofen aus, wortwörtlich.
Da war es immer warm.
Aber solche Omas gibt es auch heute noch zuhauf. Auch wenn sie nur noch selten einen Ofen schüren (müssen).
Es ist ja nicht schädlich, wenn es machbar ist, wo hast Du denn gelesen, daß das jemand schädlich fände? Schädlich für was überhaupt?Und nebenan - auf dem Grundstück lebte meine Tante die als Schneiderin arbeitete.
Ich wüsste nicht was daran so schädlich gewesen sein soll.
Aber selbst das Schneiderhandwerk kann man nicht so leicht von zu Hause aus ausüben. Da braucht man nämlich einiges an Platz, zur Lagerung der Stoffe, zum Aufstellen der Schneiderbüsten, ein großer Schneidertisch muß her, weitere Tische, auf denen die Maschinen stehen, eine Umkleidemöglichkeit für die Kunden braucht's, usw. usw. Professionelle Schneider haben eigentlich alle deshalb auch ein Atelier. Weil es im heimischen Wohnzimmer einfach nicht möglich ist.
Und dann, ganz allgemein: Nicht jeder ist selbstständig. (und die, die es sind, nicht immer mit was, was man auch nur theoretisch von zu Hause aus betreiben könnte). Sondern viele Leute sind irgendwo angestellt. Sicher, manche können Homeoffice machen. Aber stelle Dir vor, selbst so jemand kann vielleicht mal gekündigt werden, und die nächste Firma, da heißt es vielleicht doch wieder, aushäusig berufstätig sein.Geändert von Inaktiver User (04.05.2017 um 15:17 Uhr)
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04.05.2017, 15:07
AW: Flüchtlinge - Wie kann Integration gelingen?
“Sie haben kein Recht auf Ihre Meinung. Sie haben ein Recht auf Ihre fundierte Meinung. Niemand ist berechtigt zur Ignoranz.” Harlan Ellison.
Funkelnde:
Sternzeichen Espresso, Aszendent: Käsekuchen
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04.05.2017, 15:16Inaktiver User
AW: Flüchtlinge - Wie kann Integration gelingen?
Ja, gut.
Aber, ein wenig Fantasie und Mut und was weiß ich kann man schon von Menschen erwarten.
Ich persönlich glaube ja, dass weniger die finanziellen Belange eine Rolle spielen als die gesellschaftlichen.
Es gibt keine Rücksichtnahme mehr auf berufslose Zeiten, selber schuld.
Und es gilt ja mittlerweile fast als dumm sich temporär der Familie zu widmen.
Ich finde das einfach schade. Und spreche das auch immer an, und bin ganz erstaunt. Viele Frauen würden lieber kürzer treten und nicht ständig in Hektik leben.
Es muss ja auch nicht explizit nur die Frau sein.
Aber, Rollenwechsel und sich bewusst auch Zeit für sich und die Familie nehmen, kann ja auch die Mutti oder die Omi sein....empfinden nicht nur ich als eine Art Lebensqualität.
Dass da viele, viele Ängste erst mal überwunden werden müssen ist mir schon klar.
Mein größtes Glück ist heute wirklich keine Katastrophen bei meinen Kindern erlebt zu haben, mich an eine schöne Familienzeit erinnern zu können. Das sind Dinge die bleiben.
Aber jetzt nicht nur auf Familie bezogen.
Mein "süßer, nicht heterosexueller Freund" im Haus lebt schon länger so ein Down-shifting Leben und will das noch ausbauen. Der ist noch einer dem seine 95-jährige Oma was bedeutet, ist dreimal die Woche bei ihr.
Und allen geht es gut dabei.
PS: sorry, wo bin ich jetzt gelandet - so was von OT, ich gelobe Besserung....
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04.05.2017, 15:21Inaktiver User
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04.05.2017, 15:27Inaktiver User
AW: Flüchtlinge - Wie kann Integration gelingen?
Ach, bist Du jetzt wieder weg vom "arm macht glücklich"?

Die Frauen (um die geht es ja meist, wenn einer zu Hause bleibt, bei den Kindern z.B., oder auch so) sind mittlerweile darauf angewiesen, selbst ohne viel Unterbrechung berufstätig zu sein (verallgemeinert gesagt, das trifft nicht auf alle zu). Eine Heirat sichert sie nicht mehr ab. Gesellschaftlicher Wandel sozusagen. Kann man Gutes und Schlechtes dran finden.Es gibt keine Rücksichtnahme mehr auf berufslose Zeiten, selber schuld.
Und es gilt ja mittlerweile fast als dumm sich temporär der Familie zu widmen.
Ich finde es z.B. auch besser, wenn einer zu Hause bleiben kann, wenn Kinder da sind. Aber es geht eben häufig nicht mehr. Ist halt so. In Deutschland übrigens bleiben noch ziemlich viele Frauen mit Kindern dann zu Hause, habe ich mal irgendwo gelesen (im Vergleich mit manchen anderen Ländern).
Hier, auf die Schnelle einen Artikel gesucht dazu:
Der Papa in Vollzeit, die Mama in Teilzeit oder ganz raus aus dem Beruf - das ist Standard in den meisten deutschen Familien
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...a-1042242.html
Also ist es doch nicht so, wie ich dachte, daß es wirtschaftlich sehr häufig nicht mehr möglich wäre, mit Kindern zu Hause zu bleiben (einerder Eltern). Aber es ist auch nicht so, wie Du dachtest, daß es keiner tun möchte und nicht täte, weil ihm "der schnöde Mammon" wichtiger wäre.
Im Artikel gibt's auch weitere Zahlen:
Die Alleinverdiener-Ehe, in der der Mann arbeitet und die Frau viele Jahre ganz zu Hause bleibt, wird immer seltener. So war im Jahr 2005 noch genau die Hälfte der Mütter mit unter Sechsjährigen gar nicht berufstätig, 2015 sind es 41 Prozent. Die Zahl der Vollzeit arbeitenden Mütter ist von 14 auf 17 Prozent gestiegen.
Das ist m.E. so, weil es eben doch stimmt, was ich sagte. Eine Ehe sichert eine Frau ja nicht mehr ab, sie muß in gewisser Weise schon deshalb oft arbeiten (es gibt immer Ausnahmen). Und wie gesagt, daran kann man sowohl Gutes wie Schlechtes finden.
Und was geben sie Dir für einen Grund an, daß sie es nicht tun?Ich finde das einfach schade. Und spreche das auch immer an, und bin ganz erstaunt. Viele Frauen würden lieber kürzer treten und nicht ständig in Hektik leben.
Aber wie überwindet man die Angst vor Armut, wenn das Portemonnaie dann tatsächlich leer ist?Dass da viele, viele Ängste erst mal überwunden werden müssen ist mir schon klar.
Wie, nur dreimal die Woche? Und der Rest der Woche? Ich war jeden Tag bei meiner Oma. Dein "süßer Freund" soll sich ein Beispiel an mir nehmen.
Aber jetzt nicht nur auf Familie bezogen.
Mein "süßer, nicht heterosexueller Freund" im Haus lebt schon länger so ein Down-shifting Leben und will das noch ausbauen. Der ist noch einer dem seine 95-jährige Oma was bedeutet, ist dreimal die Woche bei ihr.
Und allen geht es gut dabei.
Geändert von Inaktiver User (04.05.2017 um 15:44 Uhr)



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