Hallo,
kann mir mal jemand verraten, wie Leute sich schnellstens integrieren sollen, die schwerstens kriegstraumatisiert sind?
Wie soll denn das eigentlich gehen. Die sind erstmal "geplettet" und müssen ihre schrecklichen Erlebnisse aus den zerbomten Gebieten, aus denen sie stammen, verarbeiten. Das kann über Jahre gehen.
Das geht doch nicht von heute auf morgen. Ich versuche, mich da gerade mal hineinzuversetzen. Was ich nicht kann, weil ich so etwas GottseiDank nie erlebt habe. Aber wenn die gesehen haben, wie ihre Familienmitglieder zu Tode gekommen sind, die Häuser alle zerstört sind......wer steckt das so schnell weg?
Niemand. Da hat man bestimmt den Kopf voll und da passen nicht noch deutsche Vokabeln rein. Gibt es überhaupt ausreichend Therapeuten hier im Lande? Wie hat Frau Merkel sich das vorgestellt? Das wirkt alles wie eine schier unlösbare Aufgabe. Denn das sind ja nicht 1oo Leute, sondern Tausende oder Hunderttausende.
Und was ist mit denen, die von vornherein gar nicht vorhaben, sich hier zu integrieren. Sei es aus Glaubensgründen oder anderen Gründen. Es gibt doch gar keine genauen Zahlen, wer für die Integration überhaupt in Frage kommt und was für Kapazitäten genau gebraucht werden.
Was bedeutet Integration im Einzelnen überhaupt? Das hiesse eben auch, dass man sich mit seiner neuen Heimat identifizieren sollte. Und wenn ich mir jetzt die Erdogan-Ja-Sager ansehe.......die sind hier teils geboren und trotzdem........schweifen sie in die Ferne. In die Heimat ihrer Eltern.
Ich weiss noch als Kind, als wir ein türkisches Mädchen in die Klasse bekamen. Ihre Eltern waren Gastarbeiter. Wir haben vorher eine "Einweisung" bekommen, wie wir alle dem Mädchen im Schulalltag und auch so, helfen könnten. Unser Lehrer damals war klasse. Die ganze Schulklasse hat sich ins Zeug gelegt und die neue Mitschülerin wurde gut aufgenommen.
Der Lehrer hatte uns Mädels auch geraten, sie nach der Schule auch zu besuchen und mit ihr zu lernen. Also waren wir bei ihr zu Hause und probierten das erste Mal sauscharfe Pepperonis. Das hat alles easy geklappt damals.......aber heute. Die grosse Anzahl.....das ist das Schwierige.
Viele Grüße
Cindy
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25.04.2017, 22:08
AW: Flüchtlinge - Wie kann Integration gelingen?
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25.04.2017, 23:01
AW: Flüchtlinge - Wie kann Integration gelingen?
Da geht der Quatsch doch schon los.
Bei mir (ich bin vermutlich deutlich älter) kamen Kinder von damaligen "Gastarbeitern" aus Jugoslawien, aus Italien, aus Griechenland in die Klasse. Wir wurden nicht extra vorbereitet oder gebrieft, die Kinder kamen einfach und waren da.
Was überhaupt kein Problem war. Kinder bauen keine Mauern auf, wenn sie nicht von den Eltern darauf dressiert sind.
Und genau deshalb wurde es später problematisch mit türkischen Kindern. Nicht, weil die deutschen Kinder ihnen von vornherein feindlich gegenüberstanden, aber weil sie sich selbst (vom türkischen Elternhaus programmiert) von vielem ausschlossen.
Vielleicht hätten sie sich sogar gern der Klassengemeinschaft angeschlossen, aber sie durften eben nicht.
Und wurden dann von den anderen Kindern ins Abseits gestellt.
Das sind meine Erinnerungen an meine Schulzeit. Ausländer oder fremdartiges Aussehen war überhaupt nicht das Problem. Fehlende Integrationsbereitschaft (leider oft von den jeweiligen Eltern erzwungen) hat sehr viel mehr Schaden angerichtet.
Und deswegen sind heute noch manche Zuwanderer in dem Abseits, das sie sich selbst erwählt haben. Und wenn sie noch so laut jammern... sie haben den Weg selbst gewählt.Bleiben Sie gesund und bleiben Sie bei Trost. (Lisa Feller)
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25.04.2017, 23:41
AW: Flüchtlinge - Wie kann Integration gelingen?
Das mit den Programmierern ist doch auch schon wieder so eine Sau, die durch das Dorf getrieben wird.
Vor 10 Jahren sind massig wirklich gute inländische IT-Leute von großen Industrieunternehmen "gegangen" worden, weil ihre Dienste in Indien billiger, wenn auch nicht besser, zu haben waren.
Und jetzt - seit ein paar Jahren sind ITler - auch aus dem Inland - wieder gefragt ohne Ende.
Die Leute, die damals gegangen wurden, hatten so richtig Know-how und nicht nur Potential - aber die waren zu teuer, vielleicht?
Die Leute, die damals gegangen wurden, konnten ein bisschen mehr als ganz pauschal gesagt "programmieren".
Es wurde halt Frischfleisch angestrebt.
Leute, die auf "clear" sind und neu gebootet werden können.Geändert von Zazu2 (25.04.2017 um 23:46 Uhr)
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26.04.2017, 06:38Inaktiver User
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26.04.2017, 07:46Inaktiver User
AW: Flüchtlinge - Wie kann Integration gelingen?
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26.04.2017, 07:51
AW: Flüchtlinge - Wie kann Integration gelingen?
Ach, meinst du, ich sollte doch lieber ein Ironie-Smilie dahinter setzen?
Hast Recht, ist wohl besser so, um nicht missverstanden zu werden.
Moderation:
Ich bitte nochmals darum zu beachten, dass es hier um gelingende Integrationsmaßnahmen gehen soll, nicht um nicht gelingende.
AnaluisaModeration in der Religion, der Politik und im Glücklicher Leben.
... und seit dem 16.11. unter demselben Nick bei Be Friends Online unterwegs
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26.04.2017, 07:56Inaktiver User
AW: Flüchtlinge - Wie kann Integration gelingen?
Wie ist das zu verstehen? Das man vermeintlich gelungene Integrationsprojekte nicht kritisch hinterfragen darf ?
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26.04.2017, 08:28Inaktiver User
AW: Flüchtlinge - Wie kann Integration gelingen?
wer lesen kann, ist klar im Vorteil ....
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26.04.2017, 10:09
AW: Flüchtlinge - Wie kann Integration gelingen?
(Hervorhebung von mir)
Ich habe keine Ahnung, wann und wo du zur Schule gegangen bist. Aber mitnichten sind türkische Gastarbeiter in einem deutlichen Zeitabstand von Griechen und Spaniern nach Deutschland gekommen (die Anwerbeverträge wurden innerhalb eines Jahres geschlossen). Sieben Jahre lagen zwischen den Verträgen mit der Türkei und Jugoslawien, allerdings waren die Jugoslawen später. Das erste Anwerbeabkommen der Bundesrepublik in den 50er Jahren lehnte übrgens eine Mehrheit von 50 Prozent der deutschen Bevölkerung ab. (Quelle)
In der Erinnerung an deine Schulzeit scheint sich da etwas verschoben zu haben. Aber vielleicht erinnerst du dich noch daran, dass damals in nahezu allen katholischen Gemeinden sehr viel unternommen wurde, um ihre Glaubensbrüder und -schwestern in die Kirchen zu holen, während Türken gerne in Siedlungen am Stadtrand untergebracht wurden, und es die deutsche Bevölkerung war, die an Kontakten, mal nett ausgedrückt, wenig interessiert war.
Um zum Strangthema zurück zu kommen: Die in meinem Ort angebotenen internationalen Spielgruppen für kleine Kinder in Begleitung ihrer Mütter halte ich deshalb für eine durchaus wichtige und gelungene Integrationsmaßnahme.
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26.04.2017, 10:23Inaktiver User
AW: Flüchtlinge - Wie kann Integration gelingen?
Familiennachzug war bei der ersten Welle der Gastarbeiter gar nicht vorgesehen. Die lebten in der Regel in Wohnheimen und sollten danach ja wieder gehen. Änderte sich erst, als klar wurde, dass ohne Gastarbeiter das Wirtschaftswunder nicht ausgebaut werden kann.
Wo die Türken, Jugoslawen, Griechen, Spanier oder Italiener eingesetzt wurden, ist regional ja sehr unterschiedlich gewesen. Es gibt von all diesen Ländern Enklaven in deutschen Städten. Aber wie das mal so ist, wenn junge Männer auf junge Frauen treffen. Wo die Liebe hinfällt, entstehen auch Familien. Gut so.


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