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    AW: Flüchtlinge - Wie kann Integration gelingen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ...aber den zukünftigen Rentnern und Hilfeempfängern. Und Arbeitnehmern. Und Studenten.
    Nur, falls man so weitermachen will, wie bisher. Was ja nicht immer und ewig gehen wird, egal ob mit oder ohne Flüchtlinge. Die Flüchtlinge machen die Frage nur etwas schneller dringend; aber meist ist ein Ende mit Schrecken besser als ein Schrecken ohne Ende, denn wenn man erst mal unter ein nicht mehr funktionierendes System einen Schlussstrich machte, kann man ein neues, besseres bauen.

    Wir, als nordeuropäische Gesellschaften, nutzen diese Flüchtlingskrise mal dazu, uns neu Gedanken darüber zu machen, was ein Staat denn alles so leisten soll, welche Gesellschaft wir wollen, und wie wir dies so hinkriegen, wie wir wollen. Das wär mal sinnvoll.

    gruss, barbara

  2. gesperrt

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    AW: Flüchtlinge - Wie kann Integration gelingen?

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Nein, Lonamisa, ich hab einen Goldesel im Stall, der mir auf Wunsch auch Euro und US-Dollar liefert, und wenn ich den Mund öffne, fliegen mir von selbst die gebratenen Täubchen rein.

    Scherz beiseite: ich rechne damit, bis ans Ende meiner Tage zu arbeiten; falls es etwas Rente geben sollte, die mir aushilft, gut, wenn nicht, auch gut. Und ich guck dafür, genug auf der Seite zu haben, um mir wahlweise eine Pistole mit Munition oder die Zugfahrt zu einer hohen Brücke leisten zu können, im Falle eines Falles.


    Grosszügigkeit und das Wenige, das man hat, mit anderen zu teilen, hat sich für mich allerdings besonders in den allerknappsten Zeiten als sehr wichtig und sinnvoll erwiesen. Kaum etwas ist wertvoller zu haben als Freunde... aber Freunde kriegt man nur, wenn man Leute freundlich behandelt. Was man in die Welt gibt, kommt zurück - nicht direkt, aber auf Umwegen immer. Und wer Geiz in die Welt gibt, wird auch Geiz rauskriegen... logischerweise. Das dürfen ja alle gern wählen, aber ich bitte nicht, so ein Leben ist mir viel zu eng.

    gruss, barbara

    Ja genau... und daran glaube ich genauso fest wie an den lieben Gott im Himmel...

    und kucke selbstverständlich weg und bin ganz für mich im stillen Gebet vertieft, wenn die Dealer im rL auch ins selbe Schulzentrum gehen und in die selbe Sporthalle gehen wie meine Kinder und sage nix, damit meine Reifen tatsächlich nicht zerstochen werden.



    Sorry, aber scheinbar klappt das mit der Geiz ist Geil-Mentalität tatsächlich besser, wenn man wirklich den Nachwuchs und dessen Versorgung zusätzlich zu dem eigenen ich zu bedenken hat ....

    Ginge es nur um mich .. ich läge schon lang mit meinem Burnout im Bett und würde mir die Zeit für mich nehmen.

    Ich kann dir ganz locker aufzählen, wo genau es eng wird... wann es egal wird, was du selbst möchtest und wie du etwas findest und wo du gar keine Wahl hast!

    Na, und wenigstens meine Pistole und Muniton habe ich schon sicher.



    Ich war mit dem System hier aber nie so unzufrieden, dass ich ein neues wollte ... hier war nix mit "auf die Barrikaden" und " ich such mir einen Revoluzzer so schön wie Che"...

    ich hatte bisher nicht das Bedürfnis mich den Pegidademos im Osten anzuschließen und die neue bessere Republik zu fordern!

    Mag ja sein, das nicht alles perfekt war und nicht alles Gold ist, was glänzt ... aber es wird nichts besseres nachkommen ...

    Das was wir z.B auch vom arabischen Frühling mitnehmen können, ist die Tatsache, dass nix besseres nachgekommen ist!

    Ich steh also nicht auf diesen Veränderungshype .. ich seh da nur die Gefahr und das Wegbrechen der Grundlagen für alle!

    Wenn Europa auch noch völlig instabil und komplett hinüber und dafür halbmuslimisch ist ... haben ich bzw mein Nachwuchs es nur schlechter und auf keinem Fall besser!


    Danke, ich verzichte lieber auf das Ende mit Schrecken ... denn das Schrecken ohen Ende hatten wir bisher hier nicht!


    Und ich denke, der Preis den wir dafür zahlen müssen ist eine klare europäische Haltung und einigkeit in der Flüchtlingsfrage, sichere Grenzen... konkrete Flüchtlingszwahlen, ausgewogene Kontingente und sehr wohl Obergrenzen.

    Integration .. ja, o.K... aber nicht unkontrolliert und in einem unüberblickbaren Ausmaß und ohen langfristigen soliden Plan!

    Hier ist nicht Utopia!

    Danke, mir genügen die Freunde, die ich bereits habe...
    ich gehöre nicht zu denen, die pausenlos neue und andere braucht und darauf setzen wollen,
    dass das Flüchtlingschaos mir neue Freundschaften und belastbare soziale Kontakte und die neue erstrebenswerte Gesellschaft beschert!
    Geändert von Lonamisa (31.12.2015 um 12:44 Uhr)

  3. Inaktiver User

    AW: Flüchtlinge - Wie kann Integration gelingen?

    mit erstaunen lese ich, wie groß die not in mitteleuropa ist, wie unerträglich das leben hier -
    und wie sehr all die aufrechten in diesem strang offenbar "schlecht behandelt" werden.

    es tut mir wirklich leid und ich habe das höchste mitgefühl für jene, die hier schreiben und deren leben so von hoffnungslosigkeit geprägt ist, dass sie alles vertrauen in den sozialstaat und in die eigene leistung verloren haben - anders kann ich mir das ausmaß an unzufriedenheit mit der eigenen situation und mit dem erleben im umfeld nicht erklären.

    ich wünsche euch allen geplagten und missverstandenen ein neues jahr, das besser ist!



    ich selbst allerdings bin dankbar, in einem land geboren worden zu sein, in dem ich -obwohl sicher nicht aus der oberschicht kommend - studieren konnte und so die voraussetzungen schaffen konnte, dass auch meine kinder studieren.
    (ich ertrage es sogar, dass ich all die deutschen medizinstudenten, deren notendurchschnitt nicht für ein studium im eigenen land reicht, mitfinanziere - mach ich doch gern!)
    ich bin dankbar dafür, dass ich die gelegenheit hatte, im burnout in krankenstand zu sein und bezahlt zu werden -damit ich meine kinder weiter ausbilden lassen kann.

    - das ist für mich nämlich solidarität: ich habe hilfe, die ich auch aktiv gesucht habe, bekommen, als ich sie gebraucht habe - und kann sie dann, wenn ich in der lage dazu bin, zurückgeben.
    ich bn dankbar dafür, dass ein verwandter von mir sozialhilfe in meinem land bekommt -und ich ihn nicht auch finanzieren muss, wie es in vielen ländern "üblich" wäre.

    und nicht zuletzt bin ich unendlich dankbar dafür, seit 50 jahren in einem land ohne krieg zu leben.
    das ist nicht selbstverständlich. ich hab glück gehabt, hier und zu diesem zeitpunkt geboren worden zu sein.


    aber ich ERWARTE von niemandem dankbarkeit -weder von staatsbürgern noch von jenen, die (noch) keine sind.
    ich erwarte hilfestellung, solidarität und auch ein wenig achtung und respekt allen gegenüber, die es gerade nötig haben - egal, woher sie kommen.

  4. Inaktiver User

    AW: Flüchtlinge - Wie kann Integration gelingen?

    Zitat Zitat von Lonamisa Beitrag anzeigen
    Mag ja sein, das nicht alles perfekt war und nicht alles Gold ist, was glänzt ... aber es wird nichts besseres nachkommen ...

    Das was wir z.B auch vom arabischen Frühling mitnehmen können, ist die Tatsache, dass nix besseres nachgekommen ist!

    Ich steh also nicht auf diesen Veränderungshype .. ich seh da nur die Gefahr und das Wegbrechen der Grundlagen für alle!



    Danke, ich verzichte lieber auf das Ende mit Schrecken ... denn das Schrecken ohen Ende hatten wir bisher hier nicht.
    hmmm... als 1989 das ostdeutsche Sozialsystem endgültig zusammenbrach, haben mich als Alleinerziehende ziemliche Existenzängste geplagt. Mein Studienabschluss stand auf dem Prüfstand, den Job den ich hatte, der wurde weg rationalisiert.
    Ja manchmal ging es bis an die Substanz, aber ich habe gelernt nicht mehr nur auf den Staat zu vertrauen und bei manchen Dingen, habe ich akzeptiert, das es nicht mehr so gehen kann wie früher.
    Insofern lösen Veränderungen immer Ängste aus, manchmal auch Krisen.
    Ich lebe und arbeite, habe ein eigenes Dach überm Kopf, fahre ein schnelles sportliches Auto, meine Kinder haben studiert und wir haben gelernt mit wenig Geld und keiner staatlichen Hilfe auszukommen und nicht zu verhungern.

    Und ich denke, der Preis den wir dafür zahlen müssen ist eine klare europäische Haltung und einigkeit in der Flüchtlingsfrage, sichere Grenzen... konkrete Flüchtlingszwahlen, ausgewogene Kontingente und sehr wohl Obergrenzen.

    Integration .. ja, o.K... aber nicht unkontrolliert und in einem unüberblickbaren Ausmaß und ohen langfristigen soliden Plan!

    Hier ist nicht Utopia!
    Das ist nicht der Preis, sondern das ist das, was tatsächlich gemacht werden muss, wenn es denn mit Plan gelingen soll.
    Im Grunde sind wir doch einer Meinung!

    Ich nehme mal ein allgemeineres Beispiel, ich lade mir Gäste ein und rechne mit 5 Personen, die sollen essen und trinken und auch bei mir übernachten. Ok, die Toleranz nach oben ist offen, ich kann problemlos noch 3 Leute mit verköstigen und Luftmatratzen sind auch schnell aufgeblasen. Doch dann stehen 10 Leute vor meiner Tür, ok das schaff ich auch noch ... aber es hört nicht auf mit Läuten und immer mehr kommen dazu, scheinbar kein Ende abzusehen...
    Spätestens jetzt brauche ich einen Plan, wohin mit den Gästen, denn im Regen will ich sie ja nicht stehen lassen.
    Und darum geht es.

  5. Inaktiver User

    AW: Flüchtlinge - Wie kann Integration gelingen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich nehme mal ein allgemeineres Beispiel, ich lade mir Gäste ein und rechne mit 5 Personen, die sollen essen und trinken und auch bei mir übernachten. Ok, die Toleranz nach oben ist offen, ich kann problemlos noch 3 Leute mit verköstigen und Luftmatratzen sind auch schnell aufgeblasen. Doch dann stehen 10 Leute vor meiner Tür, ok das schaff ich auch noch ... aber es hört nicht auf mit Läuten und immer mehr kommen dazu, scheinbar kein Ende abzusehen...
    Spätestens jetzt brauche ich einen Plan, wohin mit den Gästen, denn im Regen will ich sie ja nicht stehen lassen.
    Und darum geht es.
    schönes beispiel, hilly!

    aber ich glaube nicht, dass man davon ausgehen kann, dass alle das selbe wollen:

    die einen sagen: ok, ich lass die leute trotzdem nicht im regen stehen, weil sie wissen, dass sie nicht so einfach nach hause gehen können, wir "werden das schon schaffen" -und gehen davon aus, dass die zusätzlichen gäste eben nicht das haus ausrauben werden, sondern sich am vorbereiten beteiligen werden, sobald sie im warmen und trockenen sind-

    die anderen sagen:tut mir leid, ich habe so nicht geplant, kommt vielleicht wieder, wenn ich einen plan gemacht habe..

    und die dritten sind der meinung, dass die 5 geladenen gäste die einzigen sind, die das recht auf essen haben, dass es ihnen nicht zuzumuten ist, weniger komfort und ein wenig zusammenrücken "auszuhalten".

    (und dann gibt es noch den einen geladenen gast, der sagt: kein problem, und den anderen, der dich für eine schlechte gastgeberin hält, wenn er nun am sofa statt im bett nächtigen muss....)

  6. Inaktiver User

    AW: Flüchtlinge - Wie kann Integration gelingen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen





    Ich nehme mal ein allgemeineres Beispiel, ich lade mir Gäste ein und rechne mit 5 Personen, die sollen essen und trinken und auch bei mir übernachten. Ok, die Toleranz nach oben ist offen, ich kann problemlos noch 3 Leute mit verköstigen und Luftmatratzen sind auch schnell aufgeblasen. Doch dann stehen 10 Leute vor meiner Tür, ok das schaff ich auch noch ... aber es hört nicht auf mit Läuten und immer mehr kommen dazu, scheinbar kein Ende abzusehen...
    Spätestens jetzt brauche ich einen Plan, wohin mit den Gästen, denn im Regen will ich sie ja nicht stehen lassen.
    Und darum geht es.
    Das ist mal ein gutes Beispiel.

    Ab einer gewissen Anzahl ungeladener Gäste hast du das Recht, nein zu sagen, weil deine Bude überfüllt ist und von einer für beide Seiten angenehme Feier nicht mehr auszugehen ist. Es ist also keinem geholfen, weil alle sich unterversorgt fühlen.

  7. Inaktiver User

    AW: Flüchtlinge - Wie kann Integration gelingen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    aber ich ERWARTE von niemandem dankbarkeit -weder von staatsbürgern noch von jenen, die (noch) keine sind.
    ich erwarte hilfestellung, solidarität und auch ein wenig achtung und respekt allen gegenüber, die es gerade nötig haben - egal, woher sie kommen.
    Einer meiner Lebenslektionen ist ja, dass die Menschen nicht so sein müssen, wie ich das will.

    Wenn die Hilfestellung zur Verpflichtung wird, ohne das geschaut wird, ob der Helfende dazu überhaupt in der Lage ist (manchmal helfe ich gerne, manchmal bin ich zu erschöpft dazu), dann kann Überforderung entstehen.

    Außerdem glaube ich auch, dass Solidarität, Achtung und Respekt von alleine entstehen, wenn man sich diese selbst gewährt, weil man dann auch diese teilt, weil es selbstverständlich ist - im Sinne der Mitmenschlichkeit.

  8. Inaktiver User

    AW: Flüchtlinge - Wie kann Integration gelingen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Wenn die Hilfestellung zur Verpflichtung wird, ohne das geschaut wird, ob der Helfende dazu überhaupt in der Lage ist (manchmal helfe ich gerne, manchmal bin ich zu erschöpft dazu), dann kann Überforderung entstehen.
    das ist jetzt ein paradoxon- denn ich gehe ja davon aus, dass ich mal in der einen, dann in der anderen lage bin....

    außerdem erwarte ich das von einem staat (dessen teil ich bin), nicht unter aufopferung der eigenen ressourcen individuell.

    himmel!!!

    ich fürchte, du WILLST nicht verstehen, was ich meine -gut, ich gebs auf.
    ich bin nämlich der meinung, dass ich durchaus verständlich geschreiben habe, dass es um gegenseitigkeit und um die teilnahme aller geht -nicht ums gegenseitige aufrechnen der "hilfsbedürftigkeit"

  9. gesperrt

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    AW: Flüchtlinge - Wie kann Integration gelingen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Einer meiner Lebenslektionen ist ja, dass die Menschen nicht so sein müssen, wie ich das will.
    und eine meiner Lebenslektionen ist: nur weil andere Menschen doof, unhöflich, arrogant, geizig oder sonst auf die eine oder andere Weise unangenehm sind - muss ich selbst nicht so werden. Ich darf auch zu Geizigen grosszügig sein, und ich darf zu Unhöflichen höflich sein, und SIE können mich, egal was sie versuchen und egal wie sie mir kommen, mich nicht auf ihr Niveau runterzerren.

    Außerdem glaube ich auch, dass Solidarität, Achtung und Respekt von alleine entstehen, wenn man sich diese selbst gewährt, weil man dann auch diese teilt, weil es selbstverständlich ist.
    Offenbar ist da vieles nicht selbstverständlich.

    gruss, barbara

  10. Inaktiver User

    AW: Flüchtlinge - Wie kann Integration gelingen?

    @zwischenrose

    nein, das hat nichts mit verstehen wollen zu tun, ich glaube, wir verstehen uns einfach nicht oder wenig. Dann ist das halt so und da es dein strang ist, zieh ich mich jetzt zurück. noch gutes Integrationsgelingen. Vor allen Dingen deiner eigenen solidarischen, respektierenden und achtenden Anteile gegenüber Andersdenkenden.

    @Bae
    nur kurz zu deiner Rückmeldung: Nivea ist immer so eine Sache. Wenn ich mich auf einen anderen zeige, zeige ich dann nicht unbewußt auch auf mich selbst? Und ja, manchmal: MANCHMAL bin ich auch doof, arrogant, geizig und unangenehm. Gar nicht mal so, dass (ich hoffe), dass es oft vorkommt, einfach weil ich ein Mensch bin und fehlerhaft. Wenn du nie so bist, dann freut mich das sehr!

    Ich werde mal wieder Arno Grün "Der Fremde in uns" lesen und dann in den anderen Strängen weiterschreiben.

    Euch allen ein frohes neues und gesundes 2016

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