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    AW: Bürgerkrieg im Gaza

    Ich krieg das mit den zitieren nicht hin. So muss ich versuche auf diese Art zu antworten.

    1. Genau der Beitrag von Nekos war sehr wichtig. Hier ging es um die Informationen an die Kinder und Jugendlichen in den Pä.-G. Dort beginnt ja schon das Drama. Wenn sie falsch infomiert werden, und dann nicht einmal die Möglicheit haben, sich weiter zu informieren, wird der Hass nun einmal immer größer. Ich war einmal bei einer Veranstaltung einer Palästinenserin. Sie sagte, bevor sie zum studieren nach Deutschl. kam, wußte sie nichts von dem Holocaust.

    Ehrlichkeit und Gerechtigkeit für beide von beiden. Da ist die Kernaussagen. Es gibt nun einmal Fanatiker auf beiden Seiten. Da sind wir uns einig. Die Ultraortodoxen und viele Siedler sind genauso fanatisch wie viele Muslime. Wen schon gerecht, dann auch bitte richtig.

    (man du schreibst aber auch viel zu so später Stunde!) Nicht schon wieder besetzte Gebiete usw. 1948 finden die arabischen Staaten rings um das gerade ausgerufene kleine Israel einen erbitterten Kampf an. Jordanien besetzte Samarien und Jerusalem, Agypten den Gazastreifen. 1967 kam es dann zum wiederholtem Male zum Krief mit den arab. Nachbarn. Infolge Israel Samarien eroberte (eroberte!!). Israel hat sich aus Gaza zurückgezogen, von der Sinaihalbinsel und wird sich auch, wenn die Sicherheit es zulässt, aus Samarien zurückziehen. Aber die sicherheit der Bürger geht nun einmal vor.
    "Jeder Traum hat eine Hoffnung, ein Lächeln und eine Träne.
    Jeder von uns hat einen Traum, den er berühren möchte" R.E.

  2. Inaktiver User

    AW: Bürgerkrieg im Gaza

    Zitat Zitat von neko
    Das kommt ja wohl stark auf die Situation an
    In einem Gefecht könnte man der Logik ja noch folgen. Aber wenn die Soldaten 19jährige Wehrpflichtige sind, die grad rumsitzen und Pizza essen?
    Was dem Widerstand von Europäern und anderer Recht ist, muß dem Widerstand der Palästinenser billig sein.

    Einzig bei der Frage nach dem Ort würde ich eine Überlegung anstellen. Sind die Soldaten auf israelischem Boden?
    Da ich das Existensrecht Israels nie in Frage stellen würde, wäre für mich eine Tötung auf israelischem Boden nicht zwangsläufig Widerstand.

    Zu den Wehrpflichtigen, es ist eine israelische Entscheidung, wen sie wann, wohin schicken.

  3. Inaktiver User

    AW: Bürgerkrieg im Gaza

    @ nessia

    Ja, ich bin "nachtaktiv", aber im Gegensatz zu manch anderen, lese ich alle Beiträge die tagsüber gepostet wurden.

    Zu Gaza, seien wir ehrlich, es waren Kostengründe die Sharon dazu bewegten Gaza zu räumen. Es sind Kostengründe warum der Zaun gebaut wurde. Es sind aber auch Fakten damit gesetzt worden. Fakten die vielen Palästinensern nicht gefallen und vielen Israelis auch nicht.
    ABER. Man könnte daraus "etwas" machen. Es wird jetzt darauf ankommen wie man weiter miteinander umgeht.

    Ich mag und mochte Sharon nicht, aber das er "seine" (???) Idee rigeros umgesetzt hat, Hut ab. Leider halte ich die jetztige Regierung für, ich versuch es mal diplomatisch, unklug in ihren Entscheidungen und nicht fähig.

    Zu den Schulbüchern, sie waren schon schlimmer, wie ja schon in einem meiner Links erwähnt wurde, sie könnten besser sein, keine Frage. Aber sie lernen Englisch und sie sind nicht dumm. Wir leben in einer Medienwelt, Satelittenschüsseln überall, auch dort wo sie verboten sind, da stehen sie eben im Wohnzimmer und nicht auf dem Balkon. Wer Englisch kann, kann auch BBC verstehen, wer versteht der wird begreifen das es eine Welt ist und nicht drei oder hunderte, das es Menschen sind die Kriege machen und Menschen die Frieden machen. Wie diese jungen Mädchen sich entscheiden zu leben, ob sie als Mutter eines Selbstmordattentäter einen guten Platz im Paradies bekommen möchten, oder ob sie für Frieden eintreten und für gute Nachbarschaft mit Israel. Das hängt auch davon ab, ob wir weiter alle Muslime über einen Kamm scheren, ob wir wie Einat Wilf ihre, die muslimische Kultur und oder ihren Glauben ständig diffamieren.
    DESHALB rege ich mich so auf!

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    AW: Bürgerkrieg im Gaza

    Hallo Nessia,

    Meistens schreibe ich etwas im Forum und denke eher, es liest überhaupt niemand. Jetzt ist es richtig ungewohnt, wenn ich sehe, dass mich mal jemand zitiert. Aber ich möchte einschränken, dass ich die Kleinen nicht gezielt ausgefragt habe was sie denn nun wissen. Ich hatte nur den Eindruck, sie seien noch ganz "unschuldig", weil sie zB zu meinen schienen, jeder käme aus den USA, und ganz andere Fragen wie die Älteren gestellt haben (ob ich auch Spielzeug habe, zur Schule gehe, eine Schwester habe und so - und mir lang und breit erklärt wie alt wer ist und in welche Klasse sie gehen. Echt süss )
    viele Grüße, Neko
    Geändert von neko (17.02.2007 um 02:30 Uhr)

  5. Inaktiver User

    AW: Bürgerkrieg im Gaza

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Was dem Widerstand von Europäern und anderer Recht ist, muß dem Widerstand der Palästinenser billig sein.
    Wie lange schon praktizieren die Palästinenser diese Art von Widerstand?

    Was hat es ihnen bis jetzt gebracht?

    Während der Friedensverhandlungen (!!) in Mekka verübte ein Palästinenser aus dem Gaza einen Terroranschlag in einem Einkaufszentrum in Eilat.

    ... laut seiner Familie ging damit ein großer Wunsch des Täters in Erfüllung:
    "We knew that he was waiting and praying for this moment. He always said, 'If only I could be a shahid, if only I could carry out an attack.' And here Allah gave him the privilege," he told Ynet.


    …während der palästinensische Journalist Fadi Abu Sada Israel bittet, Gaza zu bombardieren und den Zivilisten die verheerenden Auswirkungen eines Bürgerkrieges zu ersparen (Israel should bomb Gaza quickly to stop infighting):

    "Israel wägt eine Antwort auf den Eilat-Anschlag ab; es könnten Luftangriffe oder Artilleriebeschuß sein, oder vielleicht versuchen sie, palästinensische Widerstandsführer zu ermorden, von dem wir ironischerweise wirklich wollen, daß dies schnell geschieht. Es könnte die einzige Lösung sein, das Blutvergießen zwischen Brüdern im Gazastreifen zu beenden....

    Wir können nicht länger alles bedauern, was bereits jede Gefühlsregung abtötet; wir werden es nicht bedauern, wenn wir mehr Qualen erleiden; und wenn Israel Häuser in Gaza angreifen würde und versuchte, die Führer des palästinensischen Widerstandes ins Ziel zu nehmen; dies wäre die einzige Lösung, die Kämpfe zu beenden.

    Die große Tragödie wäre, wenn Israel nicht täte was wir uns erhoffen; ich weiß nicht, wohin der fortwährende Zyklus von Blut und Rache uns führen wird; nicht einer reagierte auf die dringenden Bitten von Bürgern, auf die Straßen zu gehen, um das Blutvergießen zu beenden; und dies bestätigt den Verlust jeglicher Wahrnehmungsfähigkeit."

    Nun, Olmert hat die Palästinenser enttäuscht, denn trotz aller anderslautenden Unkenrufen beschließt Israel so gut wie nie die mythologischen "Vergeltungsschläge".

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    AW: Bürgerkrieg im Gaza

    Hallo Eusebia,

    Widerstand ist ein schönes edles Wort!
    Aber das Szenario nach dem ich gefragt hatte ist ja nun für niemandens Widerstand Recht und billig und ist auch nie so praktiziert oder aufgefasst worden, weder für Europäer noch sonstwo auf der Welt. Auch heutzutage nicht für die Tibeter, die nun wirklich in einer extremen Lage sind.

    Nach allgemeiner Auffassung sind auch Soldaten "trotzdem" gleichzeitig Menschen; und wenn es nicht in einer Gefechts-Konfrontation passiert, ist es Mord, hinzugehen und einen "einfach so" umzubringen, egal welche langen inneren Erwägungen einen dazu bewogen haben mögen.
    Und mehrere "mitzunehmen" ist Massenmord. Wenn Du sagst, es herrsche aber Kriegszustand, dann wären es eben Kriegsverbrechen.

    Ich sage jetzt bevor ich missverstanden werde dazu, dass ich auch meine, dass es ein Kriegsverbrechen ist und die Menschenrechte verletzt, einen echten oder mutmaßlichen Terroristen-Führer nebst Chauffeur und Entourage in seinem Auto zu "liquidieren".

    viele Grüße,
    Neko

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    AW: Bürgerkrieg im Gaza

    Ich habe mir gerade denn ganzen Strang angeschaut und moechte gerne noch was anfuegen:

    Vor ein paar Wochen hat mich eine Freundin aus D besucht und ich habe sie gebeten mir eine deutsche Weltkarte mitzubringen. Sie brachte mir dann doch eine englische weil auf keiner der deutschen Karten Palaestina ueberhaupt angedeutet war. Laut Karten gibt es nur Israel und Jordanien. Auf der englischen Karte gibt es wenigsten eine duenne gepunktete Linie ohne einen Namen zunennen.

    Wenn wir in Nationalstaaten denken dann gab es bis zum Fall des Osmanischen Reiches weder Syrer, Tuerken, Libanesen, Iraqer noch Jordanier. Bis in die spaeten 40ziger Jahre gab es weder Israelis noch Palaestinenser.
    Bis vor einigen Jahren gab es nur Yugoslawen und keine Bosnier, Kroaten, Serben, Macedonier, Montenegriener.

    Wenn man dem Argument folgt dass es keine Palaestinenser gaebe weil sie vor 1946 keinen eigenen Staat hatten wuerde es genauso bedeuten dass es keine Israelis gaebe weil es bis dato keinen israelischen Staat gegeben hatte. Die Palaestinenser vereint ihre Sprache und Herkunft sowie die Erfahrung der Vertreibung. Ich erwaehne hier extra nicht die Religion weil es christliche Palaestinenser gibt die immer gerne vergessen werden. Die ersten Israelis hatten weder eine gemeinsame Sprache (Iwrit, das moderne Hebraeisch musste muehsam gelernt werden) noch eine gemeinsame Herkunft sondern ihre Religion oder ethnische Abstammung (fuer die Atheisten und Sozialisten) und die gemeinsame Erfahrung der Vernichtung entkommen zu sein.
    Fuer mich sind beide Nationen gleichberechtigt sich als Nation zubegreifen.


    Zu behaupten es gaebe keine Palaestinenser ist ein Unding. Wenn es um Vertreibung und Enteignung geht muss man nicht mehr als eine Generation zurueck gehen. Es geht um die Menschen die jetzt unter dem Unrecht leiden.

    Araber haben in Palaestina schon vor der Ankunft Muhammads viele Jahrhunderte in Palaestina und Syrien gelebt. Die Geschichte ist uebrigens recht gut erforscht. Und viele Araber haben damals schon in festen Haeusern und Staedten gewohnt. Petra war eine arabische Siedlung, die Nabataer waren fruehe Araber. Die Oasenstadt Palmyra in Syrien war auch eine arabische Siedlung. Nicht alle Araber waren Nomaden, Mekka und Medina bestanden auch aus festen Haeusern, sowie die Staedte des Jemen.
    Wenn das Wort Nomaden benutzt wird, suggeriert das immer irgendwie herumtreibende Horden. Die meisten Nomaden leben aber in festumrissenen Gebieten und wechseln zwischen Sommer und Winterweide.
    Nach den Roemern war Byzanz fuer einige Jahrhunderte der Machthaber. Kurz vor der Eroberung durch die Muslime gab es einen Krieg in der Region zwischen den persischen Sasaniden und Byzanz, den Byzanz verlor. Jerusalem und andere Staedte wurden von den Persern gepluendert und erst einige Jahre spaeter von dem Kalifen Umar relativ friedlich erobert. Unter relativ friedlich verstehe ich dass der Stadt die Moeglichkeit gegeben wurde sich zu ergeben, Pluenderungen fanden nicht statt und Religionsfreiheit wurde zugesagt. (Hierzu gibt es griechische und hebraeische Quellen).
    Es wird ueberliefert das der griechisch-orthodoxe Patriarch (griechisch steht fuer die Religion, nicht die Herkunft des Einzelnen) den Kalifen vor der Stadt begruesste. Auf den Wunsch Umars hin zeigte der Patriarch dem Feldherren heilige Orte der Bibel. Zum Schluss besuchten sie gemeinsam den Tempelberg und Umar bat darum einen abgetrennten Teil der Kirche fuer das Freitagsgebet nutzen zuduerfen.

  8. User Info Menu

    AW: Bürgerkrieg im Gaza

    Ich habe Nomaden überhaupt nicht despektierlich gemeint. In Israel gibt es tatsächlich Nomaden, ich habe zwischen Jerusalem und dem Toten Meer ja selbst welche gesehen. Die Familien sahen aber schrecklich ärmlich aus, mit Tourismus hatte das nichts zu tun. Ich frage mich, wer diese Leute derart "hinten runter fallen" lässt.

    Ich habe nicht den Eindruck, die Geschichte sei gut erforscht. Neulich hatte ich ein archäologisches Seminar zum antiken Palästina und fand die Quellenlage ziemlich dünn. (Bei einem Professor für islamische Kunst, um Misstrauen wir seien da einseitig informiert worden vorzubeugen)
    Ich bezieh mein Wissen nicht aus Wikipedia, sondern der "Dictionary of World Art", "History of Art", Reallexikon Antike und Byzanz, usw.
    Kann sein, dass es anders aussieht, sobald man Arabisch kann und arabische Historiker lesen kann. Das kann ich nicht, in den Hauptseminaren für Magister/Doktorkandidaten ist es Pflicht.
    Wenn ich mich nicht irre, Cassis, kannst Du ja Arabisch, deswegen hast Du da sicher einen anderen Einblick.

    Ich sehe niemanden so argumentieren, dass es keine Palästinenser gäbe. Das wäre ja ziemlich durchgeknallt. Ich habe nur darauf hingewiesen, dass deren Geschichte nicht erforscht ist.
    Und es stört mich, wenn aus der Namensgleichheit Palästina-Palästinenser die Analogie gezogen wird, mit dem palästinensischen Staat der Zukunft sei gemeint, einfach einen Nationalstaat, den es vor der bösen unrechtmässigen Gründung von Israel gegeben hätte, wiederherzustellen. Es ist eben viel komplizierter, das müssten eigentlich gar nicht wir uns hier so um die Ohren hauen weil wir es im Grunde genommen ja glaube ich alle wissen, sondern man könnte es den verfeindeten Parteien in Nahost nicht oft genug sagen.

  9. Inaktiver User

    AW: Bürgerkrieg im Gaza

    Zitat Zitat von neko
    Zoraya, ich poste hier nicht so oft und deswegen weiß ich nicht, was Dir hier nicht passt und wofür Du Dich hier umsonst engagiert siehst.
    Hatte eigentlich nicht vor hier noch mal zu posten, aber hier doch noch mal eine Info:

    http://israelforum.ch/index.php?op=D...00701&blogId=1

    U. a. aus diesem Forum stellen unsere Dampf-Israel-Poster 1:1 die gleichen Beiträge ein. Und das wahrscheinlich nicht nur in der Bricom. Man braucht nur ein wenig zu googeln, und schon ist alles klar.

    Das einzige, was mich wundert, ist, dass solche Trolle hier derart geduldet werden. Woanders wird da sofort gesperrt.

  10. Inaktiver User

    AW: Bürgerkrieg im Gaza

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Wie lange schon praktizieren die Palästinenser diese Art von Widerstand?

    Was hat es ihnen bis jetzt gebracht?
    Gute Frage. Warum sind wohl die Kosten für den Schutz der Siedlungen so hoch?

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