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  1. Inaktiver User

    AW: die nächste Baustelle - unsere Bundeswehr in Mali

    Zitat Zitat von Lukulla Beitrag anzeigen
    Ich verstehe nicht ganz, worauf Du hinaus willst.
    Koi-Nobori wirft Frankreich vor, aufgrund ihrer AKWs verstärktes Interesse an Uran zu haben. Soweit d'accord. Uran ist nun aber auch Bodenschatz Nr. 1 für Atombomben etc (unabhängig davon, dass ich keine Ahnung davon habe, ob genau dieses Uran dafür verwendet werden kann). Würdest du es gut finden, dass genau dieser Bodenschatz in den Händen von Terroristen fallen würde, um es a) selbst zu verwenden oder b) an andere zu veräußern?

  2. Inaktiver User

    AW: die nächste Baustelle - unsere Bundeswehr in Mali

    Frankreich und USA haben Krieg gegen Libyen geführt, um die Kontrolle über das Land zu bekommen. Dieser Krieg wurde als humanitärer Einsatz maskiert, aber das Verhalten der Kriegsgewinner nach erfolgreichem Sturz von Gadafi zeigt, dass es ihnen um die Menschen nicht geht. Die sind inzwischen in einer Situation, die weit schlimmer ist, als sie unter Gadafi je war.

    Im Zuge dieses Kriegs haben Tonnen von Waffen ihren Weg nach Mali und Nigeria gefunden, denn die in Libyen an Söldner und Rebellen verteilten Waffen sowie die aus libyschen Regierungsbeständen geraubten Waffen wurden nach dem Krieg nicht etwa eingesammelt, nicht gesichert, nicht an eine funktionierende Staatsmacht übergeben, sondern jeder Söldner, jeder testosterongesteuerte Mann konnte sich mehr oder weniger ungehindert bedienen.

    Deshalb haben sich inzwischen der IS u.a. islamistische Organisationen in Libyen breit gemacht, einem Land, das unter Gadafi vergleichsweise sehr weltlich und modern war. Und deshalb ist ein beträchtlicher Teil dieser Waffen in andere islamistische Organisationen (Mali, Nigeria) diffundiert.

    Es ist höchst unwahrscheinlich, dass dies beabsichtigt war. Nichtsdestotrotz sind Frankreich und USA dafür verantwortlich.
    Und sie nutzen diese Situation nun erneut als Legitimation für einen Krieg. Erneut geht es vordergründig um die armen Menschen und unsere Sicherheit, erneut stecken handfeste Eigeninteressen dahinter.

    Deutschland soll mitmachen, soll nicht mehr "nur" im Hindukusch, sondern auch am Niger verteidigt werden.
    Der im Strang verlinkte Artikel des Springerblatts "Welt" enthält regelrechte Kriegspropaganda.
    Dieses Spiel kennt man inzwischen zu Genüge - aus Ukraine, aus Syrien.
    Man möge mir daher verzeihen, dass ich den offiziellen Verlautbarungen und den sichtlich um Kriegshetze bemühten Zeitungen äußerst skeptisch gegenüber stehe.
    Geändert von Inaktiver User (27.11.2015 um 23:45 Uhr)

  3. Inaktiver User

    AW: die nächste Baustelle - unsere Bundeswehr in Mali

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Koi-Nobori wirft Frankreich vor, aufgrund ihrer AKWs verstärktes Interesse an Uran zu haben. Soweit d'accord. Uran ist nun aber auch Bodenschatz Nr. 1 für Atombomben etc (unabhängig davon, dass ich keine Ahnung davon habe, ob genau dieses Uran dafür verwendet werden kann). Würdest du es gut finden, dass genau dieser Bodenschatz in den Händen von Terroristen fallen würde, um es a) selbst zu verwenden oder b) an andere zu veräußern?
    Eine Atombombe baut man nicht mal eben so. Uran ist ein Erz, das man aus dem Boden buddelt. Tieflader voll Gesteinsbrocken werden dann mit hohem technischen Aufwand zu waffenfähigem Material verarbeitet. Nur weil die Islamisten vielleicht in diesem Gebiet sitzen, heißt das noch lange nicht, dass sie an eine Atombombe kämen. Sie hätten allerdings die Macht das Uran zu dem Preis zu verkaufen, den sie für angemessen halten.

  4. Inaktiver User

    AW: die nächste Baustelle - unsere Bundeswehr in Mali

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Eine Atombombe baut man nicht mal eben so. Uran ist ein Erz, das man aus dem Boden buddelt. Tieflader voll Gesteinsbrocken werden dann mit hohem technischen Aufwand zu waffenfähigem Material verarbeitet. Nur weil die Islamisten vielleicht in diesem Gebiet sitzen, heißt das noch lange nicht, dass sie an eine Atombombe kämen. Sie hätten allerdings die Macht das Uran zu dem Preis zu verkaufen, den sie für angemessen halten.
    Natürlich baut man es nicht so einfach. Aber du hast schon verstanden, worauf ich hinaus will, oder? Gerade in der post-sowjetischen Zeit gab es versuchte Deals, angereichertes Uran zu verkaufen. Die Kontrolle über Uran ist politisch, und diesen Bodenschatz in den Händen von Terroristen zu wissen, ist nicht gerade angenehm. Einnahmequelle. Geht mit Öl übrigens ähnlich. Nicht umsonst werden die Öl-Produktionsstätten nach längerer Zeit wieder bombadiert.

    Ich finde übrigens die ewige Quellenzitiererei aus Medien ziemlich ermüdend. Als Infoquelle gut, aber als Beweisführung miserabel. Als ob die irgend etwas beweisen würden oder bedingungslos wahr wären.

  5. Inaktiver User

    AW: die nächste Baustelle - unsere Bundeswehr in Mali

    Zitat Zitat von Lukulla Beitrag anzeigen
    Ich befürworte den Eingriff Frankreichs und den von Deutschland in Mali.
    Das ist keine Überraschung. Du warst auch für den Ukraine-Krieg, ebenso für den Syrien-Krieg, und wenn ich mich recht erinnere, galt das gleiche in früheren Zeiten auch für den Irakkrieg. Das heißt nur, dass du immer den gleichen Fehler machst.

    Dass Frankreich veritable wirtschaftliche Interessen in Mali hat, ist Tatsache. Die meisten Kriege und Eroberungen werden aus wirtschaftlichen Gründen geführt.
    Ah ja. Und du findest das also gut.

    Für uns ist es eine Art Bündnispflicht innerhalb der EU. Wir können uns nicht aussuchen, ob wir nun hier mitmachen und dort nicht.
    Wenn das so wäre, dann wäre das ein Grund den umgehenden Austritt aus der EU zu fordern. Aber so ist es nicht. Wir haben eine Wirtschafts- und Währungsunion, keine Kriegs-Union. Außerdem ist die EU nicht die Nato.

    Und: offiziell ist die Nato ein Verteidigungsbündnis.
    Und da liegt genau der Hase im Pfeffer: Da werden wirtschaftliche und strategische Interessen einfach mit der Behauptung bemäntelt, man werde angegriffen, man müsse sich verteidigen.

    Wirklich sehr clever. Inzwischen sind über Syrien mindestens 5 Nato-Mächte sowie Russland zugange, alle mit Bombern und Jägern, und nicht etwa miteinander, in heroischem Kampf gegen das Böse, sondern mit Spannungen untereinander.
    Wir können gottfroh sein, wenn das nicht in einen Weltkrieg mündet.

    Aber immer noch reicht es nicht. Man macht nun die nächste Baustelle auf. Und dann, in 2,3 Jahren kommt noch Iran dazu.
    Das wird die Islamisten wirklich sehr erfolgreich zurückdrängen; das haben wir ja gesehen, wie erfolgreich die diesbezügliche Politik in den letzten 12 Jahren war: ab 9/11 lief der War on Terror, und heute gibt es viel mehr Islamisten als je zuvor.


    Wir kritisieren zu Recht die Selektionspraktiken anderer EU Länder bei der Aufnahme von Flüchtlingen. Daher sollte es uns eine absolute Pflicht sein, für die EU einzustehen, auch wenn uns das nicht immer gefällt.
    Unfassbar ... Da bin ich ziemlich sprachlos ...
    Die EU wurde als Instrument der Friedenssicherung gegründet und gerechtfertigt, und nun soll die EU eine Militärmacht sein, und es sei unsere Pflicht Angriffskriege zu führen?
    Geändert von Inaktiver User (27.11.2015 um 23:49 Uhr) Grund: gekürzt

  6. Inaktiver User

    AW: die nächste Baustelle - unsere Bundeswehr in Mali

    *unwichtig*
    Geändert von Inaktiver User (27.11.2015 um 22:41 Uhr)

  7. Moderation

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    AW: die nächste Baustelle - unsere Bundeswehr in Mali

    Ich geb hier gern die Blöde, denn die Einsätze in Mali verstehe ich überhaupt nicht.
    Mali hat eine Regierung, wenn mich nicht alles täuscht. Wenn, dann hat eventuell der französiche Einsatz eine Berechtigung, wenn Mali Frankreich um Hilfe gebeten hat.
    Aber mit welcher "offiziellen" Berechtigung muss Deutschland mitmischen? Wurde es auch von Mali gebeten?

    Den Zusammenhang mit der EU verstehe ich drei Mal nicht. Nato ja, aber EU? Gibt es in den Verträgen denn Klauseln für militärischen Beistand? Wenn ja, für welche Fälle?

    Zur Not kann ich noch diesen sog. Hybrid-Krieg gegen die Kernlager des IS verstehen. Einsätze in Syrien aber schon nicht mehr.

    Frieden wird dadurch weder in Afrika noch in Nahost geschaffen. Nur noch mehr kaputte Staaten und Terroristen. So jedenfalls die bisher gemachte Erfahrung. Also warum?
    *
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  8. Inaktiver User

    AW: die nächste Baustelle - unsere Bundeswehr in Mali

    Ein wahllos herausgegriffener Artikel von vielen, hier vom Deutschlandfunk:

    Frankreich rüstet sich für den Krieg gegen den Terror

    Präsident Hollande vor den in Versailles zum Kongress versammelten Senatoren und Abgeordneten:

    "Frankreich befindet sich im Krieg. Die Attacken vom Freitagabend in Paris und am Stade de France sind Kriegshandlungen. Mindestens 129 Menschen sind dabei getötet worden, viele wurden verletzt. Das ist ein Angriff auf unser Land, auf unsere Werte, auf die Jugend und unseren Lebensstil."


    (Ich übersetze mal ins Amerikanische: War on Terror. They attacked our country, our values, our people, and our American Way of Life.)

    Das hier ist kein Krieg der Kulturen. Denn die Terroristen haben keine Kultur. Wir befinden uns im Krieg gegen den Dschihadismus, der die ganze Welt bedroht und nicht nur Frankreich."

    (Ich übersetze wieder: This is no war of cultures, this is a war on Islamic Terror and those terrorists don't have any kind of culture. They threaten the United States of America, and not only the United States of America, but the free world ...)

    Wir werden den Terrorismus auslöschen, weil wir der Freiheit verbunden sind

    (Wer hat bei solchen Formulierungen nicht Dabbelju im Ohr ...?)



    Frankreich hat die EU-Menschenrechtskonvention ausgesetzt.
    Das wird durchaus gemeldet, aber gleichzeitig wird so getan, als wenn das völlig harmlos wäre. Wenn das so ist, warum haben wir die EU-Menschenrechtskonvention dann überhaupt? Wieso ist deren Unterzeichnung eine Voraussetzung für den EU-Beitritt?

    Es wird in Frankreich zum bereits existierenden strengsten Überwachungsgesetz Europas noch ein weiteres Sicherheitsgesetz geben, mit erweiterten Befugnissen zum Kampf gegen den Terror - sprich: ein französischer Patriot Act.

    Links wie den obigen kann man zuhauf finden. Man musste aber gar nicht im Internet suchen; wie gesagt: selbst auf ARD und ZDF war der Tenor dieses Mini-Napoleons deutlich vernehmbar berichtet worden. Deshalb finde ich es sehr befremdlich, wenn die Erwähnung des französischen War on Terror und der geplanten frz. Version des Patriot Act als "bizarre Verschwörungstheorie" bezeichnet wird.

    Und die Leute schlucken es. Sie schlucken ein Datenschutzgesetz, das die Abschaffung des Datenschutzes zum Inhalt hat. Sie schlucken einen Patriot Act, der willkürliche Verhaftungen erlaubt. Schon wird von Haft für "Gefährder" gesprochen, also von staatlicher Freiheitsberaubung ohne Vorliegen eines Gesetzesverstoßes.

    Die gleichen Leute, die es als unerträgliche Einschränkung ihrer persönlichen Freiheit empfänden, wenn man auf deutschen Autobahnen Tempo 100 einführen und damit Tausenden von Menschen jedes Jahr das Leben retten würde, sind sofort einverstanden für eine vermeintlich höhere Sicherheit ihre Bürgerrechte aufzugeben.
    Geändert von Inaktiver User (27.11.2015 um 23:53 Uhr)

  9. User Info Menu

    AW: die nächste Baustelle - unsere Bundeswehr in Mali

    Zitat Zitat von ganda55 Beitrag anzeigen
    Zur Not kann ich noch diesen sog. Hybrid-Krieg gegen die Kernlager des IS verstehen. Einsätze in Syrien aber schon nicht mehr.
    Was sind Kernlager des IS und warum meinst Du, hätte das nichts mit Syrien zu tun?
    Wenn man den Meldungen der letzten Tage glauben darf, sind führende Kräfte des IS anscheinend inzwischen nach Mossul verlegt worden.
    Vorher zumindest war die "Hauptstadt" des "Kalifats" in Rakka, also in Syrien. Ich gehe davon aus, daß dort sowohl Amts- als auch konfiszierte Privathäuser genutzt werden und der IS nicht in "Lagern" haust.

    lg lenita
    Je suis Charlie.

  10. Inaktiver User

    AW: die nächste Baustelle - unsere Bundeswehr in Mali

    .
    Geändert von Inaktiver User (28.11.2015 um 01:23 Uhr) Grund: ot

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