Waffen vielleicht, aber die Kämpfer werden u.a. von Ex-Gia-Leuten aus dem algerischen Bürgerkrieg der 90er angeführt.
Und Tuareg-Separatistenbewegungen gibt es auch schon seit Jahrzehnten, neu war evtl. daß teils konkurrierende islamistische Bewegungen (Aqmi/ https://de.wikipedia.org/wiki/Al-Qaida_im_Maghreb, https://de.wikipedia.org/wiki/Ansar_Dine) dazugekommen sind.
In Timbuktu jedenfalls sind letztere durch ähńlich "bilderstürmische" Zerstörungen aufgefallen wie der IS in Palmyra und sind bei der lokalen muslimischen Bevölkerung, die natürlich auch "falsch betet" etc. nicht unbedingt beliebt.
lg lenita
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Ergebnis 11 bis 20 von 93
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26.11.2015, 12:15
AW: die nächste Baustelle - unsere Bundeswehr in Mali
Geändert von lenita (26.11.2015 um 12:41 Uhr)
Je suis Charlie.
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26.11.2015, 12:18
AW: die nächste Baustelle - unsere Bundeswehr in Mali
Nö, für islamistische Terrorbewegungen in Nordafrika/Sahelzone kann man Frankreich meiner Meinung nach nicht verantwortlich machen.
Ich erinnere auch daran, daß der algerische FLN der Dekolonialisierung eher links inspiriert und auch eher rußlandfreundlich war.
Und gegen eben den haben in den 90ern die maghrebinischen Islamisten (FIS mit bewaffnetem Arm GIA) opponiert.
Hauptgegner der Islamisten in Mali sind im übrigen erstmal die Schwarzafrikaner im südlichen Landesteil (da haben die früheren Sklaven nämlich jetzt die gesamtstaatliche Macht) und nicht die Franzosen.
lg lenitaGeändert von lenita (26.11.2015 um 12:36 Uhr)
Je suis Charlie.
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26.11.2015, 12:19Inaktiver User
AW: die nächste Baustelle - unsere Bundeswehr in Mali
Und wie ist der Rest der Antwort?
Zitat von Inaktiver User
Aber wir können ja auch warten bis es eine Flut von afrikanischen "Wirtschaftsflüchtlingen" gibt. Hat im Fall von Syrien auch super geklappt.
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26.11.2015, 12:34Inaktiver User
AW: die nächste Baustelle - unsere Bundeswehr in Mali
Algerien ist in der gleichen ungemütlichen Situation wie Mali, also ebenfalls immer noch französische Kolonie - mit dem Unterschied, dass Frankreich in Algerien obendrein wirklich in Blut gewatet ist.
Da muss man sich also über gar nichts wundern.
Die Tuareg sind nicht seit Jahrzehnten, sondern seit Jahrhunderten auf Raubzügen unterwegs. Früher haben sie Karawanen überfallen, später dann Sahara-Reisende. Die Tuareg waren also ein lokales Problem, mehr nicht.Und Tuareg-Separatistenbewegungen gibt es auch schon seit Jahrzehnten, neu war evtl. daß teils konkurrierende islamistische Bewegungen dazugekommen sind.
Wenn jetzt Islamisten die Bevölkerung "befreien" wollen, ist das eine völlig andere Qualität und absolut nicht vergleichbar mit den Tuareg-Problemen.
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26.11.2015, 12:37Inaktiver User
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26.11.2015, 12:39
AW: die nächste Baustelle - unsere Bundeswehr in Mali
Warum schreibst Du so etwas?
Zum besseren Verständnis stelle ich mal einen Artikel der "Welt" von 2013 ein:
Intervention in Mali: Der Islamismus ist im Weltkrieg gegen den Westen - DIE WELTFluctuat nec mergitur
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26.11.2015, 12:43Inaktiver User
AW: die nächste Baustelle - unsere Bundeswehr in Mali
Doch. Zum einen sind sie schuld, dass die Länder immer noch Kolonien sind, gedemütigt und unterdrückt - somit anfällig für Befreiungsideologien aller Art. Zum anderen haben sie (zusammen mit USA) einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg auf Libyen geführt und hinterher die Waffen herumliegen lassen, die dann nach Mali bzw. Nigeria weitergereicht wurden.
Das erinnert mich irgendwie an Afghanistan, wo Islamisten gegen Russland bewaffnet wurden. Ich weiß nicht, ob das hier genauso war, aber zumindest würde ich es nicht ausschließen.Ich erinnere auch daran, daß der algerische FLN der Dekolonialisierung eher links inspiriert und auch eher rußlandfreundlich war.
Und gegen eben den haben in den 90ern die maghrebinischen Islamisten (FIS mit bewaffnetem Arm GIA) opponiert.
Im Norden ist nur Sand, und vielleicht ein paar Bodenschätze, keine Ahnung. Der südliche Landesteil ist der Landesteil, in dem die Musik spielt, sprich: wo die Menschen leben. Deswegen kann es nicht stimmen, dass dort die Franzosen keine Macht haben.Hauptgegner der Islamisten in Mali sind im übrigen erstmal die Schwarzafrikaner im südlichen Landesteil (da haben die früheren Sklaven nämlich jetzt die gesamtstaatliche Macht) und nicht die Franzosen.
Im Gegenteil: der Norden bis in die Gegend um Timbuktu war es, der nie so richtig in der Hand der Regierung in Bamako und somit auch nicht in der Hand der Franzosen war.Geändert von Inaktiver User (26.11.2015 um 12:51 Uhr)
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26.11.2015, 12:46
AW: die nächste Baustelle - unsere Bundeswehr in Mali
Tja, komisch, daß die drei Bewegungen da eine Weile auch zusammengearbeitet haben, als gemeinsame Tuaregbefreiungsfront.
Und den Zusammenhang, was Frankreich damit zu tun hat, daß die algerische Befreiungsfront nach 30 Jahren Regierung mit den Islamisten in einen Bürgerkrieg eingestiegen ist, müßtest Du vielleicht auch noch mal ausführen.
Oder Deine doch etwas holzschnittartige Frankreichaversion nochmal etwas überprüfen.
lg lenitaJe suis Charlie.
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26.11.2015, 12:48Inaktiver User
AW: die nächste Baustelle - unsere Bundeswehr in Mali
Weil es stimmt. Deinen Springerverlags-Link werde ich vielleicht lesen, aber sicher mit äußerster Skepsis.
Ich war übrigens auch mal in Mali - wenn auch nur für wenige Wochen, und das ist auch schon lange her. Aber dadurch kenne ich mich in der Region vielleicht ein kleines Bisschen besser aus als der deutsche Durchschnittsbürger.
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26.11.2015, 12:57Inaktiver User
AW: die nächste Baustelle - unsere Bundeswehr in Mali
Es kann ja nicht jeder so humanistisch sein wie z.B. China und einfach ganze Ressourcen in Afrika aufkaufen, um den Menschen dort zu helfen.
Mal im Ernst. Natürlich geht es hier auch um wirtschaftliche und nationale Interessen. Stellt sich aber auch die Frage, was daran jetzt so falsch ist. In Frankreich leben aber auch größere Gruppen aus den emsigen Kolonien und Spannungen in Mali, Senegal, Usw. schlagen sich so früher oder später auch in Frankreich und Europa durch.



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