Ich finde, es ist eine Sache, zu politischen, wirtschaftlichen, historischen oder gesellschaftlichen Umständen eine Meinung oder Überzeugung zu haben, oder diesbezüglich die letztendliche Entscheidung treffen zu müssen.
Ist man in einer solchen Situation, bleibt häufig nur, den kleinstmöglichen Kompromiss mit der ureigenen Meinung oder eben Überzeugung einzugehen. Kommt immer drauf an, wie stark die Position ist, die man gegenüber den Verhandlungspartnern darstellt. Und wenn manchmal nicht mehr bleibt, als die bittere Pille zu schlucken ... nun ja, dann muss man eben anschliessend den Kopf in den Sturm halten.
Und ich finde, Helmut Schmidt hat sowas gut hinbekommen.
Oder glaubt jemand, Helmut Schmidt bzw. die Bundesrepublik Deutschland wäre in den 80ern in der Position gewesen, sich allzu kritisch oder gar ablehnend z.B. dem berühmten Nato-Doppelbeschluss gegenüber zu zeigen?! In den frühen 80ern war der kalte Krieg noch voll im Gange ... Gorbatschow trat erst 1985 langsam wirklich in Erscheinung. Erst mit ihm wurden die Karten völlig neu gemischt.
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Thema: Altkanzler Helmut Schmidt
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13.11.2015, 14:00Inaktiver User
AW: Altkanzler Helmut Schmidt
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13.11.2015, 14:04
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13.11.2015, 14:11Inaktiver User
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13.11.2015, 14:11
AW: Altkanzler Helmut Schmidt
@Kholja: Ich sehe, wir "erkennen" unseren Humor
- Virginia Satir / Ich bin ich, ein Stück Lebensphilosophie -
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13.11.2015, 14:16Inaktiver User
AW: Altkanzler Helmut Schmidt
Tomsten was glaubst Du denn, was passiert wäre, wenn die Europäer sich dem Nato-Doppelbeschluss verweigert hätten?
Die amerikanische Invasion????????
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13.11.2015, 14:17Inaktiver User
AW: Altkanzler Helmut Schmidt
Oje wir reden aneinander vorbei

Verständnisfrage: die anderen "Gedenkposts" findest du also sind die "beschönigenden" Nachrufe?
Das war ja meine Frage, welches sind die "beschönigenden" Posts?
Das ist ja quasi ein Urteil deinerseits über andere Posts.
Aber ich will mich hier jetzt auch nicht als Erbsenschalenvoninnenpolierer hervortun.
Wie gesagt, Opelius hat das verstanden und meine Frage mit "ja" beantwortet: Man redet nicht schlecht über Verstorbene. Ich hätte also laut "Opelius" schönreden, d.h. nicht kritisieren sollen.[/QUOTE]
?
Sollen? So habe ich Opelius nicht verstanden.
Generell ist es wohl eher einfach unüblich, dass z.B. jemand einen Nachruf veröffentlich über seinen ungeliebten Nachbarn, in dem steht "Endlich ist Heinz Eduard von Schmidtchenshausen weg, sein Hund hat mich genervt und die Farbe seiner Sonnenschirme mochte ich nicht".
Dafür gibt wohl einfach niemand Geld aus, bzw. es würde mehr über den Verfasser aussagen als über den Gestorbenen.
Aber ok, OT Ende...
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13.11.2015, 14:20Inaktiver User
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13.11.2015, 14:24Inaktiver User
AW: Altkanzler Helmut Schmidt
Ich finde es müssig, über den Schnee von gestern zu diskutieren.
Viel eher könnte heute gefragt werden, wie viel 'autarker' Deutschland denn seitdem (fast schlappe 40 Jahre) wurde. Nicht viel.
Was ich nicht leiden kann, ist hier zu lesen ist, Schmidt werde/wurde angeblich von der Presse 'schöngeredet' wird. Das stimmt so nicht.
Er fiel durch Entscheidungen auf. Eine Fähigkeit, die mittlerweile verloren ging. Insbesondere von der aktuellen Regierung.
Dazu gehören sicherlich auch einmal 'falsche' Entscheidungen. Das ist es ja, weshalb sie heute weitgehend vermieden werden - aus der Angst, Fehler zu machen. Hier passt dann 'feige' durchaus. Schmidt zog sie dann durch. Und nicht auf schmierige Art, sondern offen.
Kholja, wer ist denn in deiner Meinung nach ein 'tadelloser' Politiker?
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13.11.2015, 14:25
AW: Altkanzler Helmut Schmidt
Gut dass sich die "Nachruf"-Frage geklärt hat.
Von wegen "unüblich": Wie gesagt, ich kannte HS nicht persönlich, mein Nachruf galt dem Politiker, der Entscheidungen getroffen hat, die Auswirkungen auf viele, viele Menschen hatten und haben.
Mein Nachbar einschliesslich seines nervigen Lumpi ist harmlos und würde auch von mir gemäß Knicke schöngeredet.
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13.11.2015, 14:27Inaktiver User
AW: Altkanzler Helmut Schmidt


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