Genauso, wie man es hinnehmen muss, dass Schüler Hausarbeiten und Referate runterladen, statt sie selbst zu erstellen. Man kann es halt nicht verhindern. Deshalb ist es noch lange nicht wünschenswert.
Aktive Wissensaneignung und intellektuelle Auseinandersetzung mit einem Thema sieht anders aus.
Für Dich zweifellos.Im Rahmen von Internetdiskussionen halte ich Wikipedia für nahezu unverzichtbar.
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Ergebnis 21 bis 30 von 221
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25.10.2015, 19:55Inaktiver User
AW: Guter Dokumentarfilm über "Die dunkle Seite der Wikipedia"
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25.10.2015, 20:33Inaktiver User
AW: Guter Dokumentarfilm über "Die dunkle Seite der Wikipedia"
"Spicken" ist in der Schule nie wünschenswert; aber das macht den Spickzettel nicht inhaltlich falsch.
Daran hapert es leider bei vielen Leuten, ganz unabhängig davon, was sie von Wikipedia halten.Aktive Wissensaneignung und intellektuelle Auseinandersetzung mit einem Thema sieht anders aus.
Was willst du damit sagen?Für Dich zweifellos.
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25.10.2015, 20:48Inaktiver User
AW: Guter Dokumentarfilm über "Die dunkle Seite der Wikipedia"
Ein Spickzettel setzt wenigstens noch voraus , dass man Kerninhalte erkennt und komprimiert zusammen fassen kann, also das Thema zumindest grundsätzlich erfasst hat.
Wie mein alter Lehrer sagte: Macht einen Spickzettel, aber benutzt ihn nicht.
Irgendetwas aus dem Internet nachplappern bzw. abschreiben allerdings nicht. Das ist reine Rezitation.
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25.10.2015, 21:24Inaktiver User
AW: Guter Dokumentarfilm über "Die dunkle Seite der Wikipedia"
Auch auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen, es kommt doch immer darauf an, dass man mit einem Medium richtig umgeht und die Möglichkeiten und Grenzen einschätzen kann.
Wikipedia ist ein Nachschlagewerk und bietet eine ganz gute Möglichkeit, sich einen ersten Überblick zu verschaffen und Literatur aufzufinden. Wer sich vertieftes Wissen zu einem Thema aneignen will, der muss natürlich zu den Primärquellen gehen. Aber es ist ja auch nicht Sinn und Zweck eines Lexikons, Expertenwissen zu vermitteln oder ein Studium zu ersetzen.
Zu meiner Schulzeit sind Referate entstanden, indem jemand die zwei Bücher zum Thema ausgeliehen hat, die in der Stadtbibliothek verfügbar waren. Und den Inhalt einigermaßen sinnvoll zusammengefasst hat. Eine wirklich fundierte intellektuelle Auseinandersetzung war da auch nicht zu erwarten. Aber ein Schülerreferat ist schließlich keine wissenschaftliche Hausarbeit.
Ich sehe keinen Grund zu der Annahme, dass Wissen in Zeiten der Wikipedia-Recherche zwangsläufig verflacht. Entscheidend ist, dass man selbstkritisch genug ist, Halb- und Viertelwissen auch als solches zu erkennen.
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25.10.2015, 21:26Inaktiver User
AW: Guter Dokumentarfilm über "Die dunkle Seite der Wikipedia"
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26.10.2015, 08:44Inaktiver User
AW: Guter Dokumentarfilm über "Die dunkle Seite der Wikipedia"
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Geändert von Inaktiver User (26.10.2015 um 08:47 Uhr) Grund: doppelt
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26.10.2015, 08:45Inaktiver User
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26.10.2015, 08:46Inaktiver User
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26.10.2015, 09:04Inaktiver User
AW: Guter Dokumentarfilm über "Die dunkle Seite der Wikipedia"
Ich sehe immer noch nicht, warum man das der Wikipedia anlasten sollte. Das Phänomen gab es doch im Vor-Internet-Zeitalter auch schon. Gerade Menschen, die keine besonders gute Allgemeinbildung haben, neigen oft dazu, ihren Wissensstand zu überschätzen, und treten dann auch in Diskussionen teilweise besonders penetrant auf.
Es gibt auch Zeitgenossen, die sich für Experten in mittelalterlicher Geschichte halten, nachdem sie "Die Wanderhure" gelesen haben. Oder ihren Arzt von oben herab belehren, nachdem sie ein dünnes populärwissenschaftliches Büchlein zum Thema Krebs und Ernährung gelesen haben. In Papierform.
Da ist doch ein Wikipedia-Eintrag, der von einem Onkologen verfasst worden ist, vergleichsweise keine schlechte Quelle.
Ich sehe jedenfalls nicht, dass die Diskussionen hier zwangsläufig deutlich gehaltvoller werden würden, wenn man sämtliche Links auf Wikipedia weglassen würde.
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26.10.2015, 11:04Inaktiver User
AW: Guter Dokumentarfilm über "Die dunkle Seite der Wikipedia"
Ja, das Phänomen gab es auch früher schon, aber m.E. nicht in der Penetranz wie heute. Da wußten die Leute nämlich schlichtweg oft einfach nix mehr zu sagen, wenn sie zu einem Sachthema nichts wußten - politische Themen wie die Regulierung der Weltökonomie o.Ä. mal ausgenommen.
Heute wird mal kurz gegoogelt und schon hat man ein paar Floskeln, mit denen man weiter pseudoschlau daherschwätzen kann.
Ich habe ja nichts gegen Wikipedia, ab und zu gucke ich da auch rein. Aber dieses Phänomen, dass viele Zeitgenossen meinen, sich da in 5 min zu jedem Thema schlau machen zu können, fördert sie nun mal. Und das finde ich einen bedenklichen Trend.
Sicher. Nur kommen auf einen "Experten", der "Krebs mag keine Himbeeren" oder ähnlich gehaltvolle wissenschaftliche Werke gelesen hat, 100, die nicht mal das tun - aber meinen, 5 min googeln bringe sie auf den Top-Stand.Es gibt auch Zeitgenossen, die sich für Experten in mittelalterlicher Geschichte halten, nachdem sie "Die Wanderhure" gelesen haben. Oder ihren Arzt von oben herab belehren, nachdem sie ein dünnes populärwissenschaftliches Büchlein zum Thema Krebs und Ernährung gelesen haben. In Papierform.
Ja- nur garantiert leider keiner, dass das ein Onkologe geschrieben hat. Und wenn ja, dass der geneigte Leser das versteht. Und selbst die Meinung von Onkologe Dr. Müller gibt dessen ärztliche Einschätzung wieder ..... Die sich von der 10 anderer Onkologen unterscheiden mag.Da ist doch ein Wikipedia-Eintrag, der von einem Onkologen verfasst worden ist, vergleichsweise keine schlechte Quelle.
Wenn mich Leute zu so Themen um Rat fragen, schicken ich ihnen links zu wissenschaftlichen Guidelines und ähnlichem, die den derzeitigen Stand der Wissenschaft seriös und im Consent der führenden Experten zu Thema X zusammenfassen, nebst Therapieempfehlungen.



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