Antworten
Seite 2 von 23 ErsteErste 123412 ... LetzteLetzte
Ergebnis 11 bis 20 von 221
  1. Inaktiver User

    AW: Guter Dokumentarfilm über "Die dunkle Seite der Wikipedia"

    Zitat Zitat von Letho Beitrag anzeigen
    Wo schaust du denn was nach? Oder hast du das gesamte Wissen der Menschheit schon mit der Muttermilch aufgesogen?

    Dass man nicht vorbehaltlos alles glauben soll, was irgendwo geschrieben steht, ist klar. Aber es gibt immer die Möglichkeit mehrere Quellen zu Rate zu ziehen. Ob die dann seriöser sind als Wikipedia ist allerdings fraglich.
    Für mich hat das vor allem mit der Tiefe zu tun, mit der man sich mit einem Thema befasst.
    Wenn mich ein Thema interessiert, lese ich in der Tat ein bis mehrere - zu manchen Themen auch sehr viele - seriöse Sachbücher dazu.

    Das kann man nicht zu jedem Thema, klar. Aber ich würde nie im Leben auf die Idee kommen, dass ich mich mit einem Thema auskenne, weil ich gerade mal einen Wikipedia-link dazu gelesen habe, in 15 min.

    Viele user scheinen das aber zu denken, jedenfalls treten sie hier so auf.

    Wikipedia bzw. der Umgang damit trägt so m.E. zur Verflachung des Wissens bei.

  2. Inaktiver User

    AW: Guter Dokumentarfilm über "Die dunkle Seite der Wikipedia"

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ja. Besonders liebe ich Diskussionen hier, wenn eigentlich deutlich ist, dass Gesprächspartner X mit Thema Y beruflich befasst ist bzw. dies studiert hat, andere aber trotzdem meinen, mit ihrem 'Wissen' aus Wikipedia-links dagegen halten zu können. Obwohl sie offenbar nicht den geringsten Schimmer vom Thema haben.
    Das ist doch aber ganz offenkundig nicht ein Problem der Wikipedia, sondern ein Problem desjenigen, der mit der Wikipedia nicht vernünftig umgeht.

    Oft habe ich persönlich auch das Problem, dass ich meine Aussagen nicht mit schönen links belegen kann, weil ich einen Großteil meines Wissens tatsächlich aus Büchern - Ältere erinnern sich vielleicht: so viereckige Papierdinger mit geschriebenen Worten drin- habe. Damit disqualifiziert man sich für manche Bricom - Diskussionspartner leider.
    Die ganz alten unter uns werden sich daran erinnern, dass man auch Wissen, das in Buchform vorliegt, als Quelle angeben kann. Der Vorgang nennt sich "zitieren".

    Götz Huschenreuter. "Die Transzendentale Ästhetik in Kants Kritik der reinen Quadratur des Kreises und ihr Einfluss auf Ernst Jüngers Gedichte" in: Willmann und Martin (Hg.) "Zeichen der Zeit". Vierte aktualisierte Ausgabe, 2009.

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Ich befasse mich einen nicht unerheblichen Teil meiner Freizeit mit Forschung und halte mein Wissens / Erfahrungs - Konglomerat so aktuell. Da ich gelernt habe, wie man sich neue Themengebiete auf vielfältige Weise erschliesst, und dabei einen kritischen Blick auf Quellen und den Aspekt des cui bono wirft, bin ich nicht auf aufbereitetes Wissen und links angewiesen, und deshalb auch nicht sonderlich anfällig für Propaganda oder gezielte Meinungsmache.
    Wie schön für Dich. Ich befasse mich einen überhaupt nicht unerheblichen Teil meiner Berufstätigkeit mit Forschung.

    Da mein Dasein auf Erden zeitlich begrenzt ist, ist mir bewusst, dass man auf den Gebieten, auf denen man nicht Grundlagenforschung betreibt, immer auch auf Zusammenfassungen und aufbereitetes Wissen angewiesen sein wird. Kein lebender oder toter Mensch hat ein "Wissenskonglomerat", mit dem er auch nur einen Bruchteil aller Themengebiete abdecken könnte.

    Die Stärke der Wikipedia ist (wie gesagt), dass die Primärquellen, auf die sich die Tatsachenbehauptungen stützen, angegeben sind. Auch dann, wenn die Primärquellen in Buchform vorliegen (Das sind so viereckige Papierdinger mit geschriebenen Worten drin.)

    Nicht alle Artikel sind auf einem guten Niveau, aber man kann das Niveau anhand der Diskussionen und Quellenlage recht gut einschätzen.

  3. Inaktiver User

    AW: Guter Dokumentarfilm über "Die dunkle Seite der Wikipedia"

    Steh Dir doch frei, so vorzugehen. Ich behalte mir trotzdem vor, vieles für unseriös zu halten, und würde nicht auf Wikipedia zurück greifen.

  4. Inaktiver User

    AW: Guter Dokumentarfilm über "Die dunkle Seite der Wikipedia"

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    [...]
    Das kann man nicht zu jedem Thema, klar. Aber ich würde nie im Leben auf die Idee kommen, dass ich mich mit einem Thema auskenne, weil ich gerade mal einen Wikipedia-link dazu gelesen habe, in 15 min.

    Viele user scheinen das aber zu denken, jedenfalls treten sie hier so auf.

    Wikipedia bzw. der Umgang damit trägt so m.E. zur Verflachung des Wissens bei.
    Dass die kurze Lektüre in einem Nachschlagewerk kein Studium ersetzt, war auch schon zu Zeiten des Brockhaus so.

    Die Schlussfolgerung, dass Lexika oder gar Bücher zur Verflachung des Wissens beitragen, ist trotzdem nicht richtig. Dass viele Menschen keine ausgeprägte Medienkompetenz haben, ist ja nun wirklich nicht die Schuld des Mediums.

  5. Inaktiver User

    AW: Guter Dokumentarfilm über "Die dunkle Seite der Wikipedia"

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Steh Dir doch frei, so vorzugehen. Ich behalte mir trotzdem vor, vieles für unseriös zu halten, und würde nicht auf Wikipedia zurück greifen.
    Auch hier gilt: Eine konkrete Auseinandersetzung mit inhaltlichen Gesichtspunkten wäre deutlich konstruktiver.

    "Ich halte für unseriös...", "Ich halte mein Wissenskonglomerat aktuell...", "Ich bin nicht anfällig für Propaganda...", "Ich denke selber..." oder " [die anderen Leute sind] auf dem Niveau von Fünfjährigen" sind jetzt nicht unbedingt schlagende Argumente, die schonungslos irgend welche Schwachstellen in der Wikipedia aufzeigen.

  6. Inaktiver User

    AW: Guter Dokumentarfilm über "Die dunkle Seite der Wikipedia"

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Auch hier gilt: Eine konkrete Auseinandersetzung mit inhaltlichen Gesichtspunkten wäre deutlich konstruktiver.

    "Ich halte für unseriös...", "Ich halte mein Wissenskonglomerat aktuell...", "Ich bin nicht anfällig für Propaganda...", "Ich denke selber..." oder " [die anderen Leute sind] auf dem Niveau von Fünfjährigen" sind jetzt nicht unbedingt schlagende Argumente, die schonungslos irgend welche Schwachstellen in der Wikipedia aufzeigen.
    Diesen Anspruch verfolge ich doch gar nicht. Ich nehme mir schlicht heraus, eine Meinung zu Wikipedia zu haben, und mir ist dabei wurscht, wie andere diese finden, denn die können für sich doch selbst entscheiden, wie sie was einordnen. Jedenfalls wenn sie selber denken können und wollen .

  7. Inaktiver User

    AW: Guter Dokumentarfilm über "Die dunkle Seite der Wikipedia"

    Die englische Wikipedia hat in einigen Bereichen doch eine so gute Qualität erreicht, dass man es in den Einstieg für manche Themen halte und man kann schnell sehen, nach welchen Begriffen man weiter suchen kann. Wenn es um objektive Begriffe geht.

    Aber dann gibt es auch sehr viele Schattenseiten. Mobbing gegen weibliche Wikipedia-Autoren. Sockenpuppen. Die lächerlichen Relevanzkriterien der deutschen Wikipedia. "Edit-Wars".
    Irgendwie lustig, dass man dann ausgerechnet über einen "9/11-Historiker" dann darüber eine Debatte aufziehen möchte.

  8. Inaktiver User

    AW: Guter Dokumentarfilm über "Die dunkle Seite der Wikipedia"

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Die ganz alten unter uns werden sich daran erinnern, dass man auch Wissen, das in Buchform vorliegt, als Quelle angeben kann. Der Vorgang nennt sich "zitieren". .
    Das tue ich auch. .... Gestern erst zu einem (Sub)Thema, mit dem sich 99 % der user noch nicht auseinander gesetzt haben dürften. Dazu habe ich mich auf eine in Buchform publizierte wissenschaftliche Arbeit berufen, die ich gelesen habe.

    Trotzdem kommt dann binnen 5 min (!) ein Posting, das sich auf Wikipedia bezieht und das in Abrede stellt. In dem Fall sogar noch mit einer Info, der der meinigen gar nicht mal widersprach, aber nicht durchdacht wurde.

    Natürlich ist das vornehmlich ein falscher Gebrauch von Wikipedia. Aber ich finde schon, dass dieses Tool genau dazu verführt - mal 5 min reinzuschaun und dann zu denken, man kenne sich aus. In der Zeit liest man mit Sicherheit auch nicht die ganzen verlinkten Stellen.

    Nicht umsonst knallen manche user in jedes 2. Posting einen Wikipedia-link, um besonders kompetent zu wirken.

    Auf mich macht das leider den exakt entgegen gesetzten Eindruck. ... Den einer Person, die nicht in die Tiefe geht, sondern über alle Themenfelder mal so weg huscht.

    Ich schreibe hier auch nicht nur hochgeistige Elaborate..... Aber ich bemühe mich schon, kenntlich zu machen, ob ich mich zu Thema xy auskenne - oder eine Laieneinschätzung abgebe. Z.B. durch Formulierungen a la "Ich bin keine Anwältin, aber m.W. ist das soundso" und ähnlich.
    Geändert von Inaktiver User (25.10.2015 um 16:47 Uhr)

  9. User Info Menu

    AW: Guter Dokumentarfilm über "Die dunkle Seite der Wikipedia"

    Ich habe erst via der Brigitte gelernt, wie ernst man Wikipedia in Deutschland nimmt.
    Unserious finde ich Wiki nicht, denn sie verheimlichen ja nicht die Quelle ihrer Informationen.

    Ausserdem steht es jedem frei von wem er seine Info bezieht.
    Los lassen ist einer der besten Geschenke die man sich geben kann.

    Mckenzie

  10. Inaktiver User

    AW: Guter Dokumentarfilm über "Die dunkle Seite der Wikipedia"

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich frage mich eher, warum offenbar so viele Menschen Wikipedia als eine seriöse Quelle und noch dazu eine Art Wissens-Basis betrachten?
    Wikipedia ist tatsächlich eine Art Wissensbasis; sie basiert auf der sogenannten Schwarmintelligenz.

    Wenn ich sehe, dass jemand seine Argumentation über Wikipedia-links untermauert, hat derjenige für mich ungefähr das Gesprächspartner-Niveau eines Fünfjährigen.
    Selbst in Schulen wird Internetrecherche mittels Wikipedia heutzutage als selbstverständlich betrachtet. Das ist heute einfach eine andere Zeit als jene, in der man sich durch Karteikarten und Enzyklopädien in der Bibliothek quälte.

    Im Rahmen von Internetdiskussionen halte ich Wikipedia für nahezu unverzichtbar. Es bleibt zudem jedem Leser unbenommen die Quellen auf Wikipedia selbst zu prüfen, aber meine Erfahrung sagt mir, dass das kaum jemand tut. Dabei ist Wikipedia auch für die unmittelbare Quellenarbeit sehr nützlich.


    Von daher - meinetwegen können diejenigen, die dort Texte verfassen, die Quadratur des Kreises hinlegen - ich denke noch selbst .
    Diese Aussage ist ein bisschen seltsam.
    Selber denken - gut und schön. Aber dazu bedarf es Informationen. Woher nimmst du die? Ich bin dankbar für Tipps.
    Bis ich eine bessere Wissensbasis finde, werde ich weiterhin auf Wikipedia zugreifen. Das ist bequem, umfassend und aktuell. Das Selberdenken wird dadurch nicht abgeschaltet - eher im Gegenteil.

    Das hier behalte ich freilich immer im Hinterkopf. Mein Gefühl sagt mir, dass das Wissen um derartige Machenschaften noch sehr brisant und aktuell werden wird - auch im Zusammenhang mit Wikipedia.

    P.S.: Sehr aufschlussreich ist mitunter die auf den entsprechenden Wikipedia-Seiten hinterlegte Diskussion.
    Geändert von Inaktiver User (25.10.2015 um 19:44 Uhr)

Antworten
Seite 2 von 23 ErsteErste 123412 ... LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •