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  1. Avatar von auxout
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    AW: Rechtsradikale Hetze & Gewaltzunahme

    Zitat Zitat von hillary Beitrag anzeigen
    Vielleicht könnte man das ja auch anders formulieren, statt alle in "Schuldhaft" zu nehmen.
    Ich sehe nämlich nicht ein, warum ich mich zum Beispiel für meinen Nachbarn schämen soll, der AfD wählt und Arbeitslager für nichtarbeitswillige junge Straftäter, gern auch Deutsche, in Sibirien gut finden würde. Ich diskutiere mit dem auch nicht mehr, macht mich nur krank. Manchmal frag ich mich, ist der erst so geworden oder war der schon immer so?
    Ich merke jedenfalls je unzufriedener die Leute mit sich selbst und den Umständen sind, umso dringender suchen sie einen Sündenbock. Hauptsächlich wohl, um nicht bei sich selber anfangen zu müssen. Könnte aber durchaus an der Gesellschaft liegen.
    Vielleicht machst Du es genau richtig als eine(r) von 8 Wähler(innen). Wenn die anderen 7 Wähler, die auch nicht AFD wählen, um Deinen Nachbarn einen Bogen machen würden, ihn deswegen ausgrenzen.
    Soziale Ausgrenzung halten Menschen nicht gut aus.
    Vollkasko war gestern - ab heute zählt Verantwortung und Solidarität.

  2. Inaktiver User

    AW: Rechtsradikale Hetze & Gewaltzunahme

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Du unterstellst also jemandem, derartige Taten verharmlosen zu wollen, nur weil er sich fragt, warum ein Mensch zum Täter wird??
    Nein.

    Ich unterstelle das jemandem, der augenscheinlich anderen Gründen mehr Gewicht zuschreibt, als den offensichtlich rechtsradikalen Motiven. Jemandem, der rechtspopulistische Medien nicht wahrnimmt, obwohl sie existieren, und im Gegenzug überwiegend linkspopulistische Medien wahrgenommen haben möchte, in einer Art, wie sie nicht existieren. Jemandem, der die Diskussion hier weg vom eigentlichen Thema und hin zu möglichen harmloseren Ursachen führt, als das Kind beim Namen zu nennen.

    Das ist für mich Verharmlosung.

  3. Avatar von luftistraus
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    AW: Rechtsradikale Hetze & Gewaltzunahme

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Es ist eine logische Entwicklung, durch Vereinsamung in die rechtsradikale Ecke zu rutschen?

    .
    Sorry, da hab ich mich nicht klar ausgedrückt bzw. nicht richtig zitiert.

    Ich finde die Entwicklung logisch, das es Rechtsradikale Hetze & Gewaltzunahme gibt.

    Mit Vereinsamung hat das für mich nichts zu tun und mag in diesem Fall nur ein zufällige Sache sein.
    Before you argue with someone, ask yourself, is that person even mentally mature enough to grasp the concept of different perspectives. Because if not, there's absolutely no point.

    Grab nicht zu weit in dem Mist rum, dann stinkt's nur noch mehr. Geh davon weg, und merk dir, wie's gerochen hat, damit du beim nächsten Verlierer früher Lunte riechst. (Zitat Wildwusel)

  4. Inaktiver User

    AW: Rechtsradikale Hetze & Gewaltzunahme

    Aber der Rechtsradikalismus ist doch kein Virus, mit dem man sich zufällig ansteckt. Der ist für uns alle gleich präsent, es muss doch Gründe geben wieso die einen darauf anspringen und die anderen nicht.

    Und selbst da gibt es Unterschiede, die einen reden viel, würden aber niemals jemanden töten, andere eben schon.

    Das muss man doch alles verstehen, wenn man sich nicht bloß empört zeigen will sondern dem wirklich entgegenwirken.

  5. Avatar von auxout
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    AW: Rechtsradikale Hetze & Gewaltzunahme

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Aber der Rechtsradikalismus ist doch kein Virus, mit dem man sich zufällig ansteckt. Der ist für uns alle gleich präsent, es muss doch Gründe geben wieso die einen darauf anspringen und die anderen nicht.
    In gewisser Hinsicht ist es schon ein Virus.
    Vielleicht würde ein Nachrichtenstopp über radikale politische Gewalttaten helfen. Jedenfalls würde man denen damit die Bühne wegnehmen.
    Vollkasko war gestern - ab heute zählt Verantwortung und Solidarität.

  6. Moderation Avatar von frangipani
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    AW: Rechtsradikale Hetze & Gewaltzunahme

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Unterschreib.

    Vor allem diese deutsche Selbstgeisselung geht mir wirklich auf den Zeiger. Rassismus ist nun wirklich kein deutsches Phänomen.

    Ich verstehe die Ängste, die angesprochen wurden, das Gefühl nicht sicher zu sein ist entsetzlich.

    Aber ehrlich, das hab ich, so als Weisse, auch verloren, wenn ich auf einem Weihnachtsmarkt damit rechnen muss zu Tode zu kommen, oder an einer Strandpromenade in Nizza, oder in einem Pariser Club oder Kinder in einem Feriencamp.

    Das ist alles gleich schrecklich.
    Richtig. Rassismus gibt es überall, Gewalttaten gegen Andersaussehende und Menschen, die 'anders agieren als man selbst' auch. Deshalb muss es ja auch überall angesprochen werden.
    In diesem Fall geht's aber ja um Deutschland, da bringt es nicht so sonderlich viel zu sagen 'woanders ist es aber doch auch so'. Tut vielleicht im Moment gut, hilft aber nicht der Situation vor Ort. (Das Gleiche könnte ich umgekehrt sagen, wenn Dinge in meinem Land nicht angepackt werden, wenn es 'woanders doch auch nicht besser ist'. Da gibt es hier auch genug Themen).

    Allgemein: Ich seh diese Selbstanklagen auch nicht als Selbstgeisselung, sondern eher als Flucht in Entschuldigungen, als Ausweichen. Weil möglicherweise erkannt wird, dass sich doch in den letzten 70 Jahren nicht so schrecklich viel geändert hat.
    Deutschland hat nun mal sein Erbe zu schleppen, so wie andere Länder ihr eigenes zu schleppen haben. Man verdrängt den Holocaust und den Fremdenhass nicht durch Sätze wie 'nun muss aber auch langsam mal genug sein'.
    Solange da nicht grundsätzlich eine Veränderung in der Gesellschaft passiert ist, so dass sie es schafft, ihre Angreifer in Schach zu halten und die Gesellschaft demokratisch stark zu halten, wird das auch so weitergehen.
    Es geht nicht mehr, dass sich Menschen damit entschuldigen, nichts zu tun, weil sie ja nicht direkt betroffen sind, keine Schwarzen sind, keine Juden, keine Muslims, keine Behinderten, keine Schwulen.

    Zitat Zitat von auxout Beitrag anzeigen
    In gewisser Hinsicht ist es schon ein Virus.
    Vielleicht würde ein Nachrichtenstopp über radikale politische Gewalttaten helfen. Jedenfalls würde man denen damit die Bühne wegnehmen.
    Nein, denn das wäre unter den Teppich kehren. Weggucken. Den Opfern keine Stimme geben. Die Opfer verleugnen.
    Menschen, die wissentlich und willentlich gegen andere Menschen Gewalt anwenden, die sich gegen die Demokratie stellen, müssen damit konfrontiert werden. Das muss eine gesund demokratische Gesellschaft sich trauen und aushalten.
    Lichterketten und Gebete helfen da wenig.
    “We cannot confront these issues alone, none of us can. But the answer to them lies in a simple concept that is not bound by domestic borders, that isn’t based on ethnicity, power base or even forms of governance. The answer lies in our humanity." Jacinda Ardern, 29.3.19

    Moderatorin in den Reiseforen und bei der Eifersucht, bei den Selbständigen, Arbeiten im Ausland und im Kunstforum.

  7. Inaktiver User

    AW: Rechtsradikale Hetze & Gewaltzunahme

    Zitat Zitat von Zwekke Beitrag anzeigen
    Mal endlich damit anzufangen, "die Bedrohung, die der Rassismus darstellt, aus Sicht der Betroffenen [zu] betrachten" hältst du für keine gute Idee?
    Wer sagt, dass ich das nicht eh schon tue, auch ohne so einen schwurbeligen Artikel? Wer hier im Strang mitliest, kann erkennen, dass viele von „uns Weißen“ (allein diese Ausdrucksweise ) sich Sorgen machen, große Sorgen. Denn es hörte 33-45 nämlich nicht bei den Juden auf, sondern Behinderte, ja auch „weiße“ Behinderte, Kommunisten, SPDler, Polen, Schwule, Transsexuelle, Russen, Franzosen, Farbige... wer wurde da nicht alles an Unliebsamen/„Nicht-Ariern„ ins KZ oder ins Arbeitslager gesteckt? Wer im Geschichtsunterricht aufgepasst hast, braucht keine Belehrung, was von Rassismus zu halten ist.

    Von daher - ich lese sinnfreies, blind Vorwürfe machendes Betroffenheits-Blabla aber nichts Konkretes.

    Besser gefällt mir der von @Sortie_Echo im Thüringen-Strang #1710 verlinkte Kommentar von Paul Schreyer, der der AfD mal ganz sachlich die Maske runterzieht. Leider werden dem nicht so viele zuhören, fürchte ich. Allein weil er nicht in den Mainstreammedien erscheint.

    Und ich halte Ausgrenzung für die schlechteste aller Ideen. Mit den Menschen reden, ihnen zuhören und sie ernst nehmen - nicht in ihrem Rassismus, sondern in dem, was dahinter steckt: Politikverdrossenheit, nicht-gesehen-werden, sich-nicht-ernst-genommen-fühlen... dagegen muss etwas getan werden, und zwar von unseren „Volksvertretern“, die sich lieber ständig die Diäten erhöhen um danach jahrelang um eine wirklich lächerlich-jämmerliche „Mindestrente“ zu streiten..
    Geändert von Inaktiver User (23.02.2020 um 07:13 Uhr)

  8. Inaktiver User

    AW: Rechtsradikale Hetze & Gewaltzunahme

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und ich halte Ausgrenzung für die schlechteste aller Ideen. Mit den Menschen reden, ihnen zuhören und sie ernst nehmen - nicht in ihrem Rassismus, sondern in dem, was dahinter steckt: Politikverdrossenheit, nicht-gesehen-werden, sich-nicht-ernst-genommen-fühlen... dagegen muss etwas getan werden, und zwar von unseren „Volksvertretern“, die sich lieber ständig die Diäten erhöhen um danach jahrelang um eine wirklich lächerlich-jämmerliche „Mindestrente“ zu streiten..
    Dein Idealismus in allen Ehren, aber: Ich komme aus dem südlichen Brandenburg. Ich rede seit den späten 90er mit Rassisten - ich kann's einfach nicht mehr hören. Ich will die nicht mehr verstehen.
    Und: meine Oma mit ihren paar Euro Rente nach einem ganzem Leben voller Arbeit, die ist keiner von ihnen. Man wird nicht zum Rassisten, weil Politiker sich zu hohe Diäten genehmigen.
    Ich halte es letztens Endes für eine Charakterfrage, vielleicht noch Erziehung. Da kann man nicht viel machen, außer dagegenzuhalten, außer sie mit aller Macht daran zu hindern das zu tun, was Nazis eben so tun, wenn man sie lässt.

  9. Inaktiver User

    AW: Rechtsradikale Hetze & Gewaltzunahme

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Dein Idealismus in allen Ehren, aber: Ich komme aus dem südlichen Brandenburg. Ich rede seit den späten 90er mit Rassisten - ich kann's einfach nicht mehr hören. Ich will die nicht mehr verstehen.
    Und: meine Oma mit ihren paar Euro Rente nach einem ganzem Leben voller Arbeit, die ist keiner von ihnen. Man wird nicht zum Rassisten, weil Politiker sich zu hohe Diäten genehmigen.
    Ich halte es letztens Endes für eine Charakterfrage, vielleicht noch Erziehung. Da kann man nicht viel machen, außer dagegenzuhalten, außer sie mit aller Macht daran zu hindern das zu tun, was Nazis eben so tun, wenn man sie lässt.
    Sie gar nicht erst zum Nazis bzw. AfD-Wähler werden lassen. Mehr Lehrer, mehr Jugendarbeit, „mehr Netto vom Brutto“, mehr Ausbildungsplätze, mehr Polizisten, mehr Alten- und Krankenpfleger, mehr günstige Kinderbetreuung, mehr bezahlbarer Wohnraum, höhere Renten, Sicherheitspolitik,.... Solche Banalitäten fallen unseren Politikern aber nicht ein, maximal im Wahlkampf. Damit werden nicht alle Nazis „entnazifiziert“ - aber ein Großteil der Wähler würde weniger Rechts wählen.

  10. VIP Avatar von xanidae
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    AW: Rechtsradikale Hetze & Gewaltzunahme

    Ich hatte hier schon einen Artikel dazu verlinkt. In der DDR wurde das Thema 33-45 komplett ignoriert. Viele Bereiche, die du benennst sind von Rechtsradikalen unterlaufen. Eine Studie zu gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit stellte einen Anteil von um die 20 Prozent in den Bereichen Antisemitismus und Ausländerfeindlichkeit fest.

    Es gibt viele Menschen, denen geht es schlecht und die wenden trotzdem nicht die Radfahrer-Metapher an.
    „We know how to bring the economy back to life.
    What we don‘t know ist how to bring people back to life“
    President Akufo-Addo

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