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  1. Inaktiver User

    AW: Demokratie. Zuviel und zu häufig?

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen

    Aber das muss definitiv nicht der Staat die einzelnen Gruppen sponsern! Was ist das denn für eine absurde Idee! Warum sollte der Staat sowas tun? Die Parteien und Interessengruppen müssen halt selbst für ihr Fundraising schauen.
    So absurd fände ich es nicht. Die mit einer zahlungskräftigen Lobby hinter ihrer Meinung haben dann ja schon evtl. Vorteile.

  2. gesperrt

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    AW: Demokratie. Zuviel und zu häufig?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    So absurd fände ich es nicht. Die mit einer zahlungskräftigen Lobby hinter ihrer Meinung haben dann ja schon evtl. Vorteile.
    So leicht lassen sich Menschen nicht kaufen. Das muss auch die rechtspopulistische SVP immer wieder mal erleben, dass auch das Zupflastern der ganzen Schweiz mit Plakaten nicht unbedingt dazu führt, eine Abstimmung zu gewinnen.

    Parteien und Interessengruppen sollen sich lieber bemühen, ihre Meinungen und Positionen zu verbreiten (wir haben heute schliesslich das Internet und das ist billig), und nicht, Anträge für Staatshilfe auszufüllen.

    gruss, barbara

  3. Inaktiver User

    AW: Demokratie. Zuviel und zu häufig?

    Das klingt schon gut , Bae. Was am Besten ist, die Schweiz ist ja ein reales Beispiel, daß es funktioniert.

  4. Inaktiver User

    AW: Demokratie. Zuviel und zu häufig?

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Direkte Demokratie ja/nein bzw Föderalismus ja/nein sind zwei unterschiedliche Dimensionen, die in allen Varianten miteinander kombiniert werden können.[...]
    Theoretisch ja, nur sieht es praktisch anders aus. Die Idee des Föderalismus steht derzeit nicht sonderlich hoch im Kurs, weshalb auch der Begriff der direkten Demokratie im konkreten politischen Diskurs eine andere Bedeutung bekommt.

    Weil es schwieriger ist, ein paar Millionen Menschen persönlich zu bearbeiten, statt ein paar hundert Parlamentarier. Das scheint mir nun wirklich nicht schwer zu verstehen.
    Wieso kommst du darauf? Ich habe Kampagnen gesehen, die in den USA zur Abwahl eines Politikers per Volksabstimmung nur Monate nach seiner Wahl geführt haben. Wer das finanziert hat ist immer noch undurchsichtig, da die Presse weitreichende Freiheiten in dieser Hinsicht geniesst. Ich kann nicht verstehen, wie man das so naiv betrachten kann.

    nicht, dass er in parlamentarischen Systmen transparent wäre .
    Insofern transparenter, als dass man eine Einflussnahme über einen begrenzten Zeitraum auf eine begrenzte Anzahl von Politikern leichter kontrollieren kann.

  5. Inaktiver User

    AW: Demokratie. Zuviel und zu häufig?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das klingt schon gut , Bae. Was am Besten ist, die Schweiz ist ja ein reales Beispiel, daß es funktioniert.
    Aber die Schweiz ist auch nur ein Beispiel. Ebenso stellt die Schweiz in anderer Hinsicht (kleiner Staat, nicht in supranationale Organisation eingebunden) eine Ausnahme dar, so dass ich sehr vorsichtig wäre, von der Schweiz auf andere Länder schliessen zu wollen.
    Geändert von Inaktiver User (22.10.2015 um 15:28 Uhr)

  6. Inaktiver User

    AW: Demokratie. Zuviel und zu häufig?

    nochmal zur transparenz und zum lobbiismus von interessensgemeinschaften.

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Weil es schwieriger ist, ein paar Millionen Menschen persönlich zu bearbeiten, statt ein paar hundert Parlamentarier. Das scheint mir nun wirklich nicht schwer zu verstehen.
    parlamentarier müssen zumindest in deutschland offen legen von wem sie oder ihre partei spenden bekommen. ich erinnere da nur an mövenpick und co.

    aber.. ich ereinnere auch an die flughafen tempelhof volksabstimmung, bei der im nachhinein durch recherche heraus kam, dass einige gut betuchte, deren privatjets in tempelhof standen, zehntausende € für eine große kampagne, die unter einem anderen namen ablief, gaben. in ihrer kampagne haben sie mitnichten berichtet, dass es um ihre eigenen flugzeuge ging.

    kleine gruppen, die keine wirtschaftliche kraft hinter sich stehen haben, haben dann weniger chancen.
    bilder machen es eben und wahlkampf oder volksabstimmungskampf kostet.

  7. gesperrt

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    AW: Demokratie. Zuviel und zu häufig?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Theoretisch ja, nur sieht es praktisch anders aus. Die Idee des Föderalismus steht derzeit nicht sonderlich hoch im Kurs, weshalb auch der Begriff der direkten Demokratie im konkreten politischen Diskurs eine andere Bedeutung bekommt.
    in den USA mag das so sein, in der Schweiz ist es nicht so. Da gehören sowohl Föderalismus wie Instrumente direkter Demokratie (Initiative, Referendum) beides zur Grundausstattung.

    Wieso kommst du darauf? Ich habe Kampagnen gesehen, die in den USA zur Abwahl eines Politikers per Volksabstimmung nur Monate nach seiner Wahl geführt haben. Wer das finanziert hat ist immer noch undurchsichtig, da die Presse weitreichende Freiheiten in dieser Hinsicht geniesst. Ich kann nicht verstehen, wie man das so naiv betrachten kann.
    Man kann Politiker per Volksabstimmung abwählen? Was für eine Schnapsidee. Das ist nicht der Sinn von Abstimmungen. Abstimmungen sind dazu geeignet, Sachfragen zu beantworten und zwar in allgemeiner Form: also nicht "darf Herr Müllers Apfelbaum seine Äste auf die Strasse rausstrecken?", sondern "dürfen Apfelbäume ihre Äste auf die Strasse rausstrecken?"

    Kampagnen können auch nach hinten losgehen. in Basel wurde eine grüne Politikerin, Sibel Arslan, vom hiesigen Leitmedium "Basler Zeitung" in den letzten Jahren kräftig durch den Kakao gezogen. Bis zum Punkt, dass sie eine Stelle, wo sie den Vertrag schon unterschrieben hatte, nicht antreten konnte. Letzes Wochenende dann kam die Retourkutsche: sie wurde neu in den Nationalrat gewählt. Das Volk hatte offenbar dieses mediale Werfen mit Dreck nicht goutiert.


    Insofern transparenter, als dass man eine Einflussnahme über einen begrenzten Zeitraum auf eine begrenzte Anzahl von Politikern leichter kontrollieren kann.
    Das ist aber nur vorteilhaft für die Lobbyisten, sonst für niemanden.

    gruss, barbara

  8. gesperrt

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    AW: Demokratie. Zuviel und zu häufig?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Aber die Schweiz ist auch nur ein Beispiel. Ebenso stellt die Schweiz in anderer Hinsicht (kleiner Staat, nicht in supranationale Organisation eingebunden) eine Ausnahme dar, so dass ich sehr vorsichtig wäre, von der Schweiz auf andere Länder schliessen zu wollen.
    ob 8 oder 80 Millionen spielt für die staatliche Organisation nur insofern eine Rolle, als es womöglich noch eine Ebene mehr braucht statt nur die drei in der Schweiz die da sind: kommunal, kantonal, national.

    In supranationale Organisationen ist natürlich auch die Schweiz eingebunden, und hat sogar europäische Sitze von ein paar von denen - geh mal nach Genf.

    gruss, barbara

  9. gesperrt

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    AW: Demokratie. Zuviel und zu häufig?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    aber.. ich ereinnere auch an die flughafen tempelhof volksabstimmung, bei der im nachhinein durch recherche heraus kam, dass einige gut betuchte, deren privatjets in tempelhof standen, zehntausende € für eine große kampagne, die unter einem anderen namen ablief, gaben. in ihrer kampagne haben sie mitnichten berichtet, dass es um ihre eigenen flugzeuge ging.
    ich würde sagen, da haben die Journalisten in ihrer Aufgabe versagt, eben solche Dinge zu recherchieren.

    Und natürlich fragt sich der Stimmbürger bei grossen Kampagnen, wer da wohl dahinter steht und warum es diesen Leuten so viel wert ist, ein bestimmtes Ergebnis zu erreichen?


    kleine gruppen, die keine wirtschaftliche kraft hinter sich stehen haben, haben dann weniger chancen.
    bilder machen es eben und wahlkampf oder volksabstimmungskampf kostet.
    Stimmt. Aus diesem Grund bin ich dagegen, die Unterschriftenzahl für Volksinitiativen zu erhöhen. Die aktuell 100'000 sind auch für kleine Idealisten gerade so zu stemmen; es ist nicht leicht, aber möglich.

    gruss, barbara

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