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    AW: Demokratie. Zuviel und zu häufig?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und ich halte es nicht für gut aus Prinzip nichts verändern zu wollen.
    Keine Frage, jede Änderung des Grundgesetzes will gut überlegt sein, aber die Welt dreht sich weiter.
    Die geopolitische Lage hat sich verändert, unser soziales Umfeld verändert sich ...
    Ein stures festhalten an einer Gesetzgebung, die unter völlig anderen Umständen, unter dem Eindruck des zweiten Weltkrieges entstanden ist, halte ich für einen Fehler.
    Erinnert mich irgendwie an die Haltung der Katholischen Kirche.
    Dafür ist die kath. Kirche der älteste internationale Konzern, weil er sich nicht jedem Zeitgeist anpasst -im Gegenteil zur evangelischen Kirche, die hat alle Zeitgeister durch.

    Volksbastimmungen sind sehr nett, auf Kommunalebene, aber dort bisher nicht sehr erfolgreich, die Bürger nehmen nämlich nicht teil. Ergo: sie wollen es nicht.
    Und wer das nicht bedenkt, sollte besser nicht nach Volksabstimmungen rufen. Denn da würde immer zählen, wer hat die BILD hinter sich hat.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

  2. Inaktiver User

    AW: Demokratie. Zuviel und zu häufig?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Bei Volksabstimmungen muss man davon ausgehen, dass sehr viele der Abstimmenden wenig Durchblick haben über das, was sie da gerade abstimmen, dass sie z.T. stark emotionsgesteuert abstimmen, dass Propaganda eine große Rolle spielt usw.
    Natürlich. In der Schweiz ist das in den letzten Jahren immer mehr der Fall. Die "Einwanderungsinitiative" von 2014 ist so ein Beispiel. Die Schweizer Regierung hat bis heute keine Ahnung, wie sie das umsetzen soll, ohne alle bilateralen Verträge mit der EU aufs Spiel zu setzen.

    Ich halte Volksabstimmungen auf kommunaler Ebene für ein sinnvolles Instrument. Auf nationaler Ebene finde ich sie problematischer und wenn dadurch internationale Verträge tangiert werden, sind sie völlig ungeeignet.

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Werden sie etwa dadurch richtig entschieden, weil eine geringe Anzahl Menschen (zB Regierung, Parlament) sie für richtig halten?
    Das Parlament wird in der Schweiz nicht vom Volk gewählt?

  3. Inaktiver User

    AW: Demokratie. Zuviel und zu häufig?

    Ich finde fünfjährige Legislaturperioden gut, wenn dafür KanzlerInnen nur noch 2 Perioden lang ihr Amt bekleiden dürfen, in diesem Fall dann maximal 10 Jahre. Zudem würde ich Volksentscheide auf Bundesebene begrüßen. Begründung: Kaum eine Partei hält sich an ihr Wahlprogramm, bzw. ihre Versprechen, die sie vor der Wahl getätigt hat. Das muss meiner Meinung nach ein Ende finden. Es ist nicht verwunderlich, dass das Volk wahlmüde geworden ist. Und ich sehe auch keine wirkliche Demokratie mehr in unserem Land.

    Wobei ich mir tendenziell ohnehin die Frage stelle, ob Demokratien angesichts der steigenden Weltbevölkerungszahlen und Um- und Zuwanderungen in der Zukunft so haltbar sind, wie sie heute definiert werden. (Nicht, dass ich auf Demokratie verzichten wollte!)

  4. Inaktiver User

    AW: Demokratie. Zuviel und zu häufig?

    Was glaubst Du zu gewinnen, wenn KanzlerInnen nur noch maximal 10 Jahre im Amt bleiben rden?

    Was Deine Zweifel an der Demokratie betrifft: Ich habe jede Menge davon, aber mir ist noch keine bessere Lösung eingefallen. Und allen, mit denen ich bisher gesprochen habe, auch nicht.

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    AW: Demokratie. Zuviel und zu häufig?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Zudem würde ich Volksentscheide auf Bundesebene begrüßen. Begründung: Kaum eine Partei hält sich an ihr Wahlprogramm, bzw. ihre Versprechen, die sie vor der Wahl getätigt hat. Das muss meiner Meinung nach ein Ende finden. Es ist nicht verwunderlich, dass das Volk wahlmüde geworden ist. Und ich sehe auch keine wirkliche Demokratie mehr in unserem Land.

    Wobei ich mir tendenziell ohnehin die Frage stelle, ob Demokratien angesichts der steigenden Weltbevölkerungszahlen und Um- und Zuwanderungen in der Zukunft so haltbar sind, wie sie heute definiert werden. (Nicht, dass ich auf Demokratie verzichten wollte!
    Wir hatten in den letzten Jahrzehnten immer Koalitionsregierungen. Insgesamt 23. Entsprechend konnten nie alle Wahlversprechen 1 : 1 umgesetzt werden. Es wurde das umgesetzt, was in den Koalitionsverhandlungen festgeschrieben wurde. Wenn wir als Wahlvolk alle ein und die selbe Meinungen zu allem hätten, könnten wir ja mal eine Partei mit absoluter Mehrheit wählen. Tun wir aber nicht.

    Und ich empfinde es als Hohn, wenn fast die Hälfte der Wahlberechtigten überhaupt nicht mehr wählen gehen, aber lauthals nach Volksabstimmungen rufen. Das klappt auf der lokalen Ebene schon nicht, wie soll es landesweit denn klappen?
    Klingt für mich wie : immer der ist der Rasen des Nachbarn grüner.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

  6. Inaktiver User

    AW: Demokratie. Zuviel und zu häufig?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Was glaubst Du zu gewinnen, wenn KanzlerInnen nur noch maximal 10 Jahre im Amt bleiben rden?

    Was Deine Zweifel an der Demokratie betrifft: Ich habe jede Menge davon, aber mir ist noch keine bessere Lösung eingefallen. Und allen, mit denen ich bisher gesprochen habe, auch nicht.
    Ich nehme an, Du hast mich angesprochen?

    Nun, erst einmal habe ich in meinen 48 Lebensjahren beobachtet, dass Menschen, die zu lange „an der Macht sind“ offenbar den Überblick und vor allem die Bodenhaftung verlieren, was das „gemeine Volk“ angeht. Zudem ist die Verstrickung zur Wirtschaft (inkl. Banken) so tief und teils abhängig, dass ich mich durchaus frage, wie viele Entscheidungen am Ende tatsächlich dem Volk zugute kommen und wie viele reiner Eigennutz sind. Zudem sollten Politiker nicht nebenher Ämter in Konzern-Vorständen und -Aufsichtsräten innehaben dürfen. Das kann nur zu Konflikten zwischen den Ämtern führen.



    Zur Demokratie: Ich habe auch keine Lösung, die spektakulär wäre. Wäre dem so, säße ich mindestens als Beirat an der Spitze und würde daher keine Austausch in Foren suchen, weil keine Zeit.

  7. Inaktiver User

    AW: Demokratie. Zuviel und zu häufig?

    Zitat Zitat von Opelius Beitrag anzeigen
    Wir hatten in den letzten Jahrzehnten immer Koalitionsregierungen. Insgesamt 23. Entsprechend konnten nie alle Wahlversprechen 1 : 1 umgesetzt werden. Es wurde das umgesetzt, was in den Koalitionsverhandlungen festgeschrieben wurde. Wenn wir als Wahlvolk alle ein und die selbe Meinungen zu allem hätten, könnten wir ja mal eine Partei mit absoluter Mehrheit wählen. Tun wir aber nicht.
    Das ist schon klar. Doch gibt es ja nun zunächst doch stets eine Partei (in der Historie CDU/CSU oder SPD oder auch anders herum, Reihenfolge also beliebig), die überhaupt befähigt ist, sich einen Koalitionspartner zu suchen, weil alle anderen Parteien zusammen ohne diese niemals eine Mehrheit hätten erreichen können. Diese Partei hat am Ende doch die Mehrheit der Stimmen des Wahlvolkes gehabt. Und daher kann und darf ich erwarten, dass sie zumindest versucht, sich an ihren Plan zu halten. Das habe ich leider bisher noch nie gesehen.

    Und ich empfinde es als Hohn, wenn fast die Hälfte der Wahlberechtigten überhaupt nicht mehr wählen gehen, aber lauthals nach Volksabstimmungen rufen. Das klappt auf der lokalen Ebene schon nicht, wie soll es landesweit denn klappen?
    Klingt für mich wie : immer der ist der Rasen des Nachbarn grüner.
    Dass diejenigen, die nach Volksabstimmung rufen diejenigen sind, die gar nicht wählen gehen, ist ohne belegbare Quellen eine reine Behauptung Deinerseits und damit für den Moment zu vernachlässigen.
    Geändert von Inaktiver User (11.10.2015 um 20:13 Uhr)

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    User Info Menu

    AW: Demokratie. Zuviel und zu häufig?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das Parlament wird in der Schweiz nicht vom Volk gewählt?
    doch, natürlich, aber das heisst ja nicht, dass sich die Gewählten dann an Wahlversprechen halten. Für die meisten dürfte es sowieso schwer sein, überhaupt eine Person zu finden, wo die politischen Positionen auch nur einigermassen übereinstimmen; eine Wahl ist da oft die Wahl des kleinsten Übels.

    Es ist eine Initiative in Vorbereitung, die den Nationalrat via Zufall bestimmen will und nicht mehr per Wahl, um eine bessere Repräsentation des Volks zu erreichen und die Macht der Lobbyisten einzuschränken.

    Wieso dass winzige Eliten alle Rechte haben sollen (und das dann womöglich noch "Demokratie" geschimpft wird), leuchtet mir von kommunal bis planetar gleichermasse nicht ein.

    gruss, barbara

  9. Inaktiver User

    AW: Demokratie. Zuviel und zu häufig?

    Das Parlament einfach auslosen....die Idee ist genial!

  10. Inaktiver User

    AW: Demokratie. Zuviel und zu häufig?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das Parlament einfach auslosen....die Idee ist genial!
    Und wrnn man nicht eill?
    Ich fand meinen Beruf deutlich interessanter als Politikerin zu sein.

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