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    AW: Droht Deutschland die Islamisierung?

    Zitat Zitat von donnamobile Beitrag anzeigen
    Siehst du eine moderne und zeitgemäße, weltoffene Auslegung des Islams? Ich nicht.
    Ich hatte in den letzten Monaten wiederholt mit einer Islamwissenschaftlerin zu tun, die sich genau dafür sehr einsetzt. Die als Kopftuchträgerin erkennbar gläubige Muslimin ist u. a. ehrenamtlich tätig in einer von einem katholischen Theologen gegründeten Stiftung und angestellte Mitarbeiterin der evangelischen Kirche. Ich frage mich, woran es liegt, dass ich über solche Begegnungen berichten kann, aber nicht über irgendwelche Meckereien muslimischer Frauen in der Öffentlichkeit.
    Meine Rechte sehe ich nicht beschränkt oder bedroht. Ich sehe mich bedroht durch Rechte und Beschränkte. Und lieber glaube ich Wissenschaftler/innen, die sich auch mal irren, als Irren, die glauben sie seien Wissenschaftler.
    Netzfund

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    AW: Droht Deutschland die Islamisierung?

    Zitat Zitat von Linda-Linda Beitrag anzeigen
    Hallo Agathe danke daß du mir das so beantwortet hast. Ich dachte daß du vielleicht selbst Muslima bist. Vielleicht gibt es Muslime die dir nahe stehen?
    Ich arbeite mit Menschen aus verschiedensten Kulturkreisen zusammen. Wenn ich lese, wie manche über Moslems schreiben und dann an meinen langjährigen Kollegen denke, dessen Eltern aus der Türkei kamen, der hier geboren ist, schwäbisch redet, den Ramadan einhält, zu Gunsten der Kindererziehung seinen Job reduziert hat, keinen Alkohol trinkt, aber dabei ist, wenn wir welchen trinken... oder an den Kollegen aus Jordanien, mit dem ich mich seit dem ersten Tag ohne Worte verstehe, weil wir exakt gleich denken... oder an den extrem freundlichen, gerade gegenüber Frauen besonders höflichen Kollegen aus dem Jemen, alle drei hochgebildet - dann finde ich das einfach nur schrecklich, traurig, grauenvoll. Und hoffe, dass sie nie erfahren, wie manche Leute über sie denken, die sie gar nicht kennen. Gleichzeitig weiß ich aber auch, dass sie es sehr wohl wissen, weil sie nämlich alle entsprechende Erfahrungen gemacht haben.

    Gut find ich das auch nicht daß so viele Menschen von überallher (nicht nur Muslime) kommen und ihr Dasein hier komplett finanziert bekommen.
    Sie bekommen es so lange finanziert, wie sie es nicht selbst können, und als Flüchtlinge bekommen sie weniger als vergleichbare Deutsche. Die allermeisten würden sich nichts mehr wünschen, als einen Job und ihre Familie und Frieden.

    In einer bestimmten Größenordnung wäre das noch akzeptabel für mich aber es sind zu viele Menschen.
    Rate mal, was alle Flüchtlinge in Deutschland pro Jahr die deutsche Bevölkerung kosten, also pro Kopf?

    Mir macht mehr die Tendenz zu schaffen die offensichtlich ist. Wo immer mehr Menschen einwandern wird sich auch immer mehr ihre Kultur durchsetzen und daß wir da sehr defensiv auf die progressiven Strenggläubigen treffen, besser sie auf uns wird dazu führen daß unsere Kultur immer mehr verschwindet.
    Bis hierher hab ich noch alles nachvollziehen können, aber jetzt geht es schon wieder in eine Richtung, die ich nicht verstehe.

    Ich sehe beim besten Willen nicht, warum unsere Kultur verschwinden sollte? Das ist sie mit den Gastarbeitern nicht und das wird sie auch jetzt nicht. Stattdessen haben wir jetzt Pizza und Döner in unserem Speiseplan, das war vor 60 Jahren noch nicht so.

    Meinst du es wird sich friedlich vermischen? Es wird tolerant nebeneinander klappen? Ich kann mir vorstellen dass du das glaubst oder hoffst.
    Tu mir doch bitte einen Gefallen und wirf mal eine Blick hier hinein:

    https://edoc.hu-berlin.de/bitstream/...s_thesen_1.pdf

    Das zeigt, dass der Trend bei Migranten hin zu einer "Verwestlichung", zur Integration geht. Ich habe das Buch schon x mal hier verlinkt, offenbar möchte keiner mal reinschauen, daher zitiere ich mal:

    Kopftuchtragen hat abgenommen

    Entgegen der geäußerten Annahmen von Thilo Sarrazin, dass das
    Kopftuch über die Generationenfolge in Deutschland zunehme, nimmt
    die Häufigkeit des Kopftuchtragens in der zweiten Generation
    signifikant ab. 70 Prozent der Frauen mit muslimischem Migrations-
    hintergrund tragen kein Kopftuch. Fast 23 Prozent geben an, immer
    ein Kopftuch zu tragen.

    [..]

    Bildungsanstieg bei zweiter Generation
    Empirisch ist nachweisbar, dass bei sämtlichen Zuwanderungs-
    gruppen mit muslimischem Migrationshintergrund, die Angehörigen
    der zweiten Generation deutlich häufiger als ihre Elterngeneration das
    deutsche Schulsystem mit einem Schulabschluss verlassen. Dies
    widerspricht der These Sarrazins, dass es auch über die
    Generationenfolge hinweg keine positive Entwicklung gäbe.

    [..]

    Nachbarschafts- und Freundschaftskontakte
    Obwohl Sarrazin sich vertiefende Parallelgesellschaften und
    Abschottung prognostiziert, werden die Kontakte von „Muslimen“ zu
    Personen deutsch-deutscher Herkunft in der Nachbarschaft empirisch
    als zahlreich dargestellt; in fast allen Gruppen der Muslime haben
    mehr als drei Viertel der Befragten häufig Freundschafts- oder
    Nachbarschaftskontakte. Auch die Kontakte am Arbeitsplatz sind
    hoch. Das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen (KFN)
    hat gemessen, dass die Personen mit türkischem Migrations-
    hintergrund sich am liebsten deutsche Nachbarn wünschen, während
    bei der Gruppe der deutsch-Deutschen der Wunsch nach türkischen
    Nachbarn an letzter Stelle rangiert.

    Außerdem ist belegt, dass die Geburtenrate mit der Zunahme von Wohlstand und Bildung sinken, auch bei Einwanderern aus muslimischen Ländern.

    Das Buch ist mittlerweile mehr als 10 Jahre alt und einige Dinge haben sich sicher geändert. Aber auch damals schon, als Sarrazin sein Buch veröffentlicht hat, wurde ja die angebliche Bedrohung durch den Islam schon thematisiert.

    Das Thema orientalischer Prinz haben wir so ungefähr gerade im Kollegenkreis weil eine Kollegin IMMER Partner at die aus dem Ausland kommen. Sie ist verzückt von den dunklen Augen, den langen Wimpern und diversen anderen Dingen, somit sehr körperlich fixiert. Sie hat schon zwei Kinder von Afrikanern, beide sind weg, also die Väter. Aber sie macht immer weiter.
    Ob dieses Phänomen dazu führt daß manche Frauen so stark Partei ergreifen?
    Merkst du, wie respektlos das ist, was du da schreibst? Das wäre so, als würde ich sagen, dass Frauen, die Moslems kritisieren, sicherlich nur zu hässlich sind, um einen orientalischen Prinzen abzubekommen.

    Religion sollte wie ein Hobby angesehen werden. Wir haben das immer so gehandhabt aber jetzt ist alles anders.
    Was genau ist denn ganz konkret für dich jetzt anders?

    Zitat Zitat von donnamobile Beitrag anzeigen
    Auch wenn der Islam im Grundsatz eine friedliche Religion ist... auch da gibt es aber unterschiedliche Auslegungen... ändert es nichts daran, dass im Namen des Islams oder von Allah Greueltaten verübt werden. An Frauen, an "Ungläubigen".
    Das passiert im Namen so ziemlich aller Religionen.

    Nordirlandkonflikt - Protestanten und Katholiken bekriegen sich blutig über Jahrzehnte.
    Kanada - Kirchliche Schulen versuchen Kinder der Natives zu missionieren und umzuerziehen, um den Preis, dass sie massenweise sterben und in Massengräbern verscharrt werden
    Irland - Ledige Mütter werden in Arbeitshäuser gesteckt, ihre Kinder sterben massenhaft und werden in Sickergruben versenkt

    Und das sind nur Beispiele aus der Gegenwart. Ich rede noch gar nicht von Kreuzzügen, Inquisition, Kolonialismus, Judenverfolgung etc.

    Im Islam findet man nichts von Ehrenmorden, stimmt. Warum geschehen sie dann? Ist es nicht egal, was im Islam niedergelegt ist, sondern was Menschen heute im 21. Jahrhundert daraus machen? Siehst du eine moderne und zeitgemäße, weltoffene Auslegung des Islams? Ich nicht.
    Im Zusammenhang mit der Diskussion um den Muezzin-Ruf habe ich unlängst erfahren, dass zumindest die Türkei so tolerant ist, dass dort Kirchenglocken läuten dürfen - während hier in D wegen des Muezzins der Aufstand geprobt wird. Auch in anderen Ländern mit muslimischen Mehrheiten herrscht relative Toleranz, beispielsweise in Zentralasien.
    Darüber wird halt nicht so viel berichtet wie über krasse Beispiele wie Saudi-Arabien oder Afghanistan.

    Der Islam sorgt mich nicht. Aber die Entwicklung, die derzeit nicht zu übersehen ist. Nicht nur seit der Machtübernahme der Taliban. Schau in den Iran, Saudiarabien, Türkei.. alles rückwärtsgewandt. Wobei, in Saudiarabien dürfen manche Frauen jetzt schon alleine Autofahren

    • Gerade im Iran sind große Teile der Bevölkerung gerade nicht besonders religiös, sehr pro-westlich, siehe die dort stark verbreitete Frauenbewegung mit der Ablehnung des Hijab/Tschador.
    • Auch in Saudi-Arabien geschieht etwas in Richtung Öffnung - erstmals öffnet sich das Land für Touristen, Frauen dürfen Autofahren, ich meine, es hätten mittlerweile sogar Kinos eröffnet. (Nachtrag: Stimmt.)
    • Die Entwicklung in der Türkei sehe ich eher Erdogan-getrieben. Wer ihn wählt, tut es - nach meinem Wissen - eher, weil er lange Zeit für wirtschaftlichen Fortschritt gesorgt hat.


    Ich sehe also nicht, wo du gerade einen Rückschritt siehst, der auch in der Bevölkerung verankert wäre, der sich also nach Europa ausbreiten könnte, wenn Menschen von dort hierher migrieren.

    Solange Menschen glauben, ihre Religion sei die einzige richtige, solange Männer das Sagen haben in den islamischen Kulturkreisen, solange wird es auch keinen friedlichen Islam geben. Und ich wüsste nicht, wie sich das in absehbarer Zukunft ändern sollte.
    Oben sagst du noch, dass nicht der Islam das Problem sei, sondern wie er gelebt wird, hier setzt du alles wieder gleich.

    Ich habe vor kurzem in einem öffentlichen Verkehrsmittel einer kopftuchtragenden Frau "Gesundheit" gewünscht, als sie laut und vernehmlich nießen musste. Ich hab mir einen derartigen Rüffel eingefangen, wie ich mir erlauben kann, diesen Wunsch zu äußern. Das sei in ihrem Glauben nicht üblich
    Was sagt das aus?
    Ich saß neulich im Eiscafé, da kam ein goldiger Hund ohne Leine angelaufen. Ich hab ihm meine Hand hingehalten, damit er schnüffeln kann, und ihm gesagt, dass er ein ganz Süßer ist. Ich habe ihn nicht berührt, er kam gar nicht zum Schnuffeln, denn binnen einer Sekunde kam das Frauchen angeschossen, hebt ihn hoch und faucht mich an: Was bilden Sie sich eigentlich ein, meinen Hund anzufassen? Das dürfen Sie nicht!

    Was soll ich davon halten?

    Die Türkei ist aus dem Abkommen zum Schutz für Frauen ausgestiegen. Warum??

    Die Zahl der Frauenmorde in der Türkei steigt. http://https://www.amnesty.de/inform...n-einzelfaelle
    Wenn ich mich recht entsinne, ist die Rate der Femizide in lateinamerikanischen Ländern noch deutlich höher. Was für mich sagt, dass das Problem Patriarchat heißt und nicht Islam

    Zitat Zitat von Zwekke Beitrag anzeigen
    Ich überlege tatsächlich, ob es nicht gut wäre, wenn der Staat auch muslimische Geistliche bezahlen würde. Ich denke, dann hätten z. B. Organisationen wie DITIB deutlich weniger Zulauf und der deutsche Staat mehr Einflussmöglichkeiten auf die Ausbildung und nötigen Voraussetzungen, die die Imame mitbringen müssten. Angefangen von deutschen Sprachkenntnissen bis zur uneingeschränkten Anerkennunng der staatlichen Gesetzgebung.
    Unter anderem aus diesem Gedanken heraus wurde ja die Imam-Ausbildung in Deutschland ermöglicht durch die Einführung eines Studiengangs Islamische Theologie - übrigens mit vielen weiblichen Studierenden.
    Geändert von agathe13 (22.10.2021 um 20:35 Uhr)
    "Never take things personally. [...] Always give the benefit of doubt, until evidence to the contrary. Never assume malice. We are all going through things and you never know the inner battles some of us fight, so it‘s best to check your ego at the door.“

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    AW: Droht Deutschland die Islamisierung?

    Zitat Zitat von Zwekke Beitrag anzeigen
    ... Mir wurde mal in einem Vier-Augen-Gespräch in einer großen Moschee glaubhaft versichert, dass dort allein die Finanzen der Grund für die DITIB-Zugehörigkeit seien.
    Ja, das mag ja so sein...

    aber ich vermute mal das Gehalt des Imams macht nur einen Teil der Kosten einer Moschee aus , so eine Moschee muss ja auch abgesehen von dem Gehalt eines einzelnen unterhalten werden... und da Muslime keine Kirchensteuer (oder wie auch immer man das in dem Fall nennen könnte) zahlen, die wenigstens einenTeil der Kosten abdechen könnte, bleibt es dabei das die Moscheen zu großen Teilen aus dem Ausland finanziert werden. Deshalb denke ich es wird schwer sein den Gemeinden einfach einen in DE ausgebildeten Imam "vorzuschreiben".
    Das dumme an Halbwahrheiten ist, dass man meist die falsche Hälfte glaubt

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    AW: Droht Deutschland die Islamisierung?

    Zitat Zitat von Analuisa Beitrag anzeigen
    Going_to, niemand erwartet, dass du hier privat erlebte Geschehnisse erzählst, aber wenn du schon damit anfängst, will ich's auch verstehen

    Du sprichst von Elternabenden und sagst dann: "Ich habe da meinen Standpunkt vertreten". Auf dem Elternabend, meinst du? Und welchen Standpunkt?
    Es ging darum ,dass kein Kindergottesdienst einmal die Woche in der Kirche stattgefunden hat und ich wollte verstehen, warum?Das gab auf dem Elternabend nur ein sehr unbefriedigendes Angstdebakel von seiten der nicht deutsch sprechenden Mütter und praktisch keine Erklärung wirklich.

    Zitat Zitat von Analuisa Beitrag anzeigen
    Die Kinder seien in "hysterisches Heulen" ausgebrochen - wann, wo? Warum? Es muss doch einen Grund dafür gegeben haben? War es, weil ihnen christliche Glaubensinhalte vermittelt wurden, wie Flau vermutet? Oder aus anderem Grund? Warum konnten die Erzieherinnen nicht angemessen mit dem Weinen der Kinder umgehen?

    Was genau heißt, sie sind eingeknickt?
    Die Chefin ,die ich dann anschliessend darauf ansprach , erklärte mir ,dass die muslimischen Kinder in der Kirche einfach nonstop laut geweint hätten und sich nicht beruhigen konnten und manche da auch nicht mehr reinwollten wegen dem Kreuz.
    Um Inhalte ging es nicht, es ging um den Ort.

    Das ging von einer Woche auf die Nächste sozusagen.
    Daraufhin gab es keinen Kindergottesdienst mehr und auch sonst keine wirklich kirchlichen Aktivitäten ausser natürlich die Feiertage , Weihnachten wurde dann schon mitgemacht und gebastelt aber jetzt auch eher gebremst leidenschaftlich.

    Das war ein alt eingesessener Kindergarten und deshalb verstehe ich auch ,dass die nicht zumachen wollten , die haben dort frisch und sehr gut gekocht und hatten ein riesiges Areal zum Spielen und eben auch Arbeitsplätze zu verlieren.
    Vielleicht haben sie auch gehofft, dass es irgendwann mal wieder anders wird?

    Ich habe gerade mal geschaut, die Kita gibt es noch und heute ist das da angesagt und vielleicht auch wieder gemischter dadurch?

    Ich wollte noch mal nachtragen ,die waren vorbildhaft ansonsten und auch das zählt gerade bei Kindern aus großen Familien ,die vielleicht auch manchmal anders zu kurz gekommen sind.
    Auch das ist ein christlicher Ansatz, jedenfalls konnte ich das so sehen .
    Geändert von going_to (22.10.2021 um 21:11 Uhr)

  5. Moderation

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    AW: Droht Deutschland die Islamisierung?

    Going_to, danke für die Erklärungen. Einmal pro Woche ging man bis zu diesem Zeitpunkt mit dem ganzen Kindergarten in die Kirche zum Kindergottesdienst? Hm, das nenne ich ambitioniert.

    Wobei ich mir schon vorstellen kann, dass ein großes Kreuz mit hängendem Jesus dran kleinen Kindern Angst machen kann - kommt wohl drauf an, wie es gestaltet ist.

    Ob das nun ein Beispiele für unser Thema ist, ich weiß nicht ... immerhin haben offenbar sehr viele muslimische Eltern ihre Kinder in einen dezidiert christlichen Kindergarten geschickt, das finde ich erstaunlich. Ich kann mir kaum vorstellen, dass christliche Eltern das umgekehrt in großer Zahl täten.
    Moderation in der Religion, der Politik und im Glücklicher Leben.

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    AW: Droht Deutschland die Islamisierung?

    Zitat Zitat von Analuisa Beitrag anzeigen
    Going_to, danke für die Erklärungen. Einmal pro Woche ging man bis zu diesem Zeitpunkt mit dem ganzen Kindergarten in die Kirche zum Kindergottesdienst? Hm, das nenne ich ambitioniert.

    Wobei ich mir schon vorstellen kann, dass ein großes Kreuz mit hängendem Jesus dran kleinen Kindern Angst machen kann - kommt wohl drauf an, wie es gestaltet ist.

    Ob das nun ein Beispiele für unser Thema ist, ich weiß nicht ... immerhin haben offenbar sehr viele muslimische Eltern ihre Kinder in einen dezidiert christlichen Kindergarten geschickt, das finde ich erstaunlich. Ich kann mir kaum vorstellen, dass christliche Eltern das umgekehrt in großer Zahl täten.
    So schlimm kann es nicht gewesen sein ,denn alle ohne Koranschule hatten das Problem nicht.
    Ich denke, da ist schwer gehetzt und den Kindern Angst gemacht worden.Das kann ich nicht positiv finden und dafür ist auch sonst niemand verantwortlich zu machen.
    Passte in die Zeit und auch in die Entwicklung ,wo stündlich junge Frauen das Kopftuch nahmen. Da herrschte ein immenser sozialer Druck in dieser Community im Umfeld.

    Wenn man einen christlichen Kindergarten so umbauen kann , dass er behagt, dann geht das schon.
    Im Prinzip habe ich genau das getan ,mein Kind in eine fast komplette Muslimgruppe gegeben, denn das Sozialverhalten der Kinder war natürlich auch etwas anders.
    Ich fand das aber okay für mein Kind ,denn das war ohnehin schon vorher auch mehrheitlich im Ausland aufgewachsen und ich fand es auch gut zu lernen , tolerant und interkulturell agieren zu können.
    Deswegen braucht man mir auch mit "islamophob" tatsächlich nicht kommen...
    Geändert von going_to (22.10.2021 um 22:38 Uhr)

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    AW: Droht Deutschland die Islamisierung?

    Zitat Zitat von agathe13 Beitrag anzeigen
    Ich arbeite mit Menschen aus verschiedensten Kulturkreisen zusammen. Wenn ich lese, wie manche über Moslems schreiben und dann an meinen langjährigen Kollegen denke, dessen Eltern aus der Türkei kamen, der hier geboren ist, schwäbisch redet, den Ramadan einhält, zu Gunsten der Kindererziehung seinen Job reduziert hat, keinen Alkohol trinkt, aber dabei ist, wenn wir welchen trinken... oder an den Kollegen aus Jordanien, mit dem ich mich seit dem ersten Tag ohne Worte verstehe, weil wir exakt gleich denken... oder an den extrem freundlichen, gerade gegenüber Frauen besonders höflichen Kollegen aus dem Jemen, alle drei hochgebildet - dann finde ich das einfach nur schrecklich, traurig, grauenvoll. Und hoffe, dass sie nie erfahren, wie manche Leute über sie denken, die sie gar nicht kennen. Gleichzeitig weiß ich aber auch, dass sie es sehr wohl wissen, weil sie nämlich alle entsprechende Erfahrungen gemacht haben. (.)
    Agathe, ich denke, wir schreiben hier ganz oft aneinander vorbei. Ich kenne auch einige sehr nette Muslime und habe auch manchmal ganz nette kleine Begegnungen mit Musliminnen oder Muslimen. Ich denke auch, dass es einen großen Anteil unter ihnen gibt, die hier einfach in Ruhe und Frieden leben wollen. Um die geht es mir hier in diesem Islamisierungsstrang aber gar nicht.

    Was ich bedenklich finde, ist der Teil der Muslime, der politisch agiert und unser Land verändern will. Und das ist eine bedenklich große Gruppe. Um die geht es. Die sind weitgehend aus ihren Ursprungsländern gesteuert und haben das Ziel, unser Land zu islamisieren. Was ihre Ziele sind und wie sie das durchkriegen wollen, darüber hat Frau Schröter in ihrem Vortrag berichtet, den Du Dir aber leider nicht anschauen willst. Frau Schröter schätzt ihren Anteil auf 15 % unter den hier lebenden Muslimen.

    Im Verfassungsschutzbericht 2020 steht, dass das "islamistische Personenpotenzial" in Deutschland sich von 2011 von 3.800 auf 12.150 erhöht hat. Das ist mehr als eine Verdreifachung innerhalb von neun Jahren. (Seite 208). Das Islamismuspotenzial wird mit insgesamt 28.715 Personen beziffert. (Seite 196)

    Zum Vergleich: die Zahl der Rechtsextremisten beträgt 33.300 (Seite 53). Das ist von der Anzahl der Personen nicht weit voneinander entfernt. Wegen der Rechtsextremisten wird ein Riesenalarm gemacht und täglich in mehreren Medien gewarnt und es wird viel Geld in die Hand genommen, um Programme gegen Rechtsextremisten durchzuführen. Wieso aber hört und liest man kaum etwas über den Kampf gegen Islamisten?

    Und dann gibt es, wie von mir schon mehrfach geschrieben, das legalistische Spektrum in Deutschland.

    Während jihadistische Gruppierungen wie der IS oder „al-Qaida“
    einen gewaltsamen Umsturz unter anderem mithilfe terroristi-
    scher Anschläge anstreben, agieren andere islamistische Gruppen
    in Deutschland legalistisch. Sie verfolgen ihre jeweiligen Ziele – in
    der Regel eine langfristige Veränderung des in Deutschland auf
    der freiheitlichen demokratischen Grundordnung beruhenden
    gesellschaftlichen und politischen Systems
    – auf Grundlage der
    hiesigen Gesetze. Zu ihnen zählen beispielsweise die der „Muslim-
    bruderschaft“ (MB) nahestehenden Organisationen, schiitische
    Vereine wie das „Islamische Zentrum Hamburg e.V.“ (IZH), unter-
    schiedliche Gruppierungen der „Millî Görüş“-Bewegung sowie die
    „Furkan Gemeinschaft“.

    Neben personellen Verflechtungen gibt es enge strukturelle
    und ideologische Verbindungen der „Deutschen Muslimischen
    Gemeinschaft e.V.“ (DMG) zur MB, die damit als Teil des welt-
    weiten MB-Netzwerks und als deren zentrale Organisation in
    Deutschland anzusehen ist. Sie teilt damit die langfristige Stra-
    tegie der MB zur Durchdringung der Gesellschaft und zur per-
    spektivischen Errichtung eines auf der Scharia basierenden gesell-
    schaftlichen und politischen Systems.

    (Seite 229, Hervorhebungen von mir)

    Diese Leute sitzen nicht bei Dir im Integrationskurs oder im Nähkränzchen. Sie sitzen bei Politikern oder in staatlichen Institutionen als Verhandlungspartner und flüstern den Entscheiden ein, was sie im Namen der Toleranz alles tun müssen, damit die Integration gelingen kann. Dabei wollen sie das genaue Gegenteil, spalten und Schritt für Schritt ihrem Ziel näher kommen. Und sie sind erfolgreich. Sie erhalten sogar Steuermittel für die Erreichung ihrer Ziele. So sehr seifen sie ihre Verhandlungspartner ein. Sie bekommen sogar Auszeichnungen bis hin zum Bundesverdienstkreuz. Sie streben in Positionen, in denen sie Einfluss haben und bei ARD und ZDF nimmt man sie gerne auf. Auch im Außenministerium wollte Maas eine Islamistin beschäftigen. Das ganze ist ein Skandal. Auch Kirchenvertreter arbeiten gerne mit ihnen zusammen und lassen sich vor ihre Karren spannen im Namen der Religionsfreiheit. Dabei geht es ihnen um knallharte, politische Ziele und um Macht.

    Hier noch der Link zum Verfassungsschutzbericht 2020 *klick*

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    AW: Droht Deutschland die Islamisierung?

    Zitat Zitat von going_to Beitrag anzeigen
    Es ging darum ,dass kein Kindergottesdienst einmal die Woche in der Kirche stattgefunden hat und ich wollte verstehen, warum?
    Das finde ich interessant, wie unterschiedlich Kindergärten mit kirchlichen Trägern sein können.

    Ich bin auf dem Land aufgewachsen. protestantisch und altpietistisch geprägt. Es gab nur evangelische Kindergärten. Die Kindergärtnerin war Schwester Gertrude eine Diakonisse in Tracht. Doch bei uns gab es nie einen Kindergottesdienst. Wir sind nie mit dem Kindergarten in den Gottesdienst. Kindergottesdienst war immer vor/nach dem Gottesdienst am Sonntag.

    Sorry für das OT. Als Landpomeranze hätte ich nie Berlin und kirchlicher Kindergarten mit viel Kindergottesdienst verbunden. Eher das Gegenteil. Da sieht man wie eine Bild von einer Stadt und den Menschen auch eine gedankliche Meinung bildet, die Realität aber ganz anders sein kann

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    AW: Droht Deutschland die Islamisierung?

    Zitat Zitat von Monaline Beitrag anzeigen
    Was ich bedenklich finde, ist der Teil der Muslime, der politisch agiert und unser Land verändern will. Und das ist eine bedenklich große Gruppe.
    Das sind die Herausforderungen einer Demokratie. Eine gesunde Demokratie muss Ränder verkraften. Ob politisch oder religiös. Denn sie gehören genauso zum Spektrum der Bevölkerung.

    Mir macht - um ehrlich zu sein - der rechte Rand viel mehr Sorgen.
    Wenn ich mich hier auf dem deutschen Land unterhalte gibt es keine Stimme des politischen Islams aber es gibt einige Stimmen des rechten Randes die schon sehr in die Mitte vorgerückt sind.

    Aber auch hier gilt eine gesunde Demokratie muss sich dagegen wehren können.

    Am meisten Sorgen macht mir aber der Hass und die Hetze im Internet sowie die ganzen verschwurbelten Theorien die sich durch social Media rasant verbreiten.

    Und da bin ich mir nicht so sicher ob die Demokratien wirklich so gesund sind.

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    AW: Droht Deutschland die Islamisierung?

    Zitat Zitat von Monaline Beitrag anzeigen
    ...
    Zum Vergleich: die Zahl der Rechtsextremisten beträgt 33.300 (Seite 53). Das ist von der Anzahl der Personen nicht weit voneinander entfernt. Wegen der Rechtsextremisten wird ein Riesenalarm gemacht und täglich in mehreren Medien gewarnt und es wird viel Geld in die Hand genommen, um Programme gegen Rechtsextremisten durchzuführen. Wieso aber hört und liest man kaum etwas über den Kampf gegen Islamisten?
    ...
    Deshalb
    Meine Rechte sehe ich nicht beschränkt oder bedroht. Ich sehe mich bedroht durch Rechte und Beschränkte. Und lieber glaube ich Wissenschaftler/innen, die sich auch mal irren, als Irren, die glauben sie seien Wissenschaftler.
    Netzfund

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