Hi Gizmo,
ich kann Deinem Posting weiter oben (Nr. 11) nicht ganz folgen. Liegen Dir Details zur besagten Studie vor? Wieso zweifelst Du deren Wissenschaftlichkeit an? Der Prof. ist ja an sich bekannt und renommiert. Da wuerde ich grundsaetzlich schon davon ausgehen, dass das Ergebnis valide und reliabel ist.
Du beklagst, dass der Fragestil suggestiv war. Das finde ich ganz ehrlich nicht. Gerade weil die Statements so klar der rechten Ecke zuzuordnen sind, muesste doch selbst der letzte Depp gemerkt haben, worum es ging. Im uebrigen wissen wir (weiss ich) viel zu wenig ueber den Rest des Fragebogens, um behaupten zu koennen, dass die Zusammenstellung der Fragen unausgewogen war und von vornherein nur ein bestimmtes Ergebnis zuliess. Erscheint der Bericht nicht sogar in regelmaessigen Abstaenden? D.h. es muesste sogar Zeitreihendaten geben. Bin mir da aber nicht sicher.
Also wenn Du den Fragenkatalog hast, wuerde mich das auch interessieren. Waere nett, wenn Du ihn posten koenntest.
Untersuchungen zum Thema Islamismus gibt es in letzter Zeit doch haufenweise. Wie kommst Du darauf, dass sowas unter den Teppich gekehrt werden koennte? Im Gegenteil, es kommt doch eigentlich kaum aus den Schlagzeilen - und das international.
In dieser Studie ging es nun einmal um eine andere Fragestellung. Nur weil es nicht Dein Lieblingsthema war, macht das die Befragung doch nicht unserioes.
LG
Aviva
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Ergebnis 21 bis 30 von 660
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16.12.2006, 19:01
AW: Immer mehr Deutsche haben Angst vor Muslimen
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16.12.2006, 20:04
AW: Immer mehr Deutsche haben Angst vor Muslimen
@ Aviva,
es geht mir dabei um die Interpretation der Fragen. Wenn man mich fragt:
"Finden Sie, dass der Islam eine bewundernswerte Kultut ist?"
Und ich antworte darauf mir nein, dann lasse ich mir dafür keine NaziIdeologie oder Islamophobie unterstellen und schon garkeine "gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit", wie es Heitmeyer in seiner "Analyse" getan hat.
Fragt man mich, ob ich dafür sei, die Migration aufgrund von hoher Arbeitslosigkeit einzudämmen und ich bejahe dies, bin ich auch ein "Menschenfeind" ..???
Ein zunehmendes rechtsextremes Gedankengut wird von ihm mit dem Schwenken von Fahnen bei der WM begründet - ich bitte dich ...
Heitmeyers Diffamierungen basieren auf der Ignoranz legitimer ökonomischer Gründe wie Steuerlasten und Konkurrenz um Arbeitsplätze als Anlaß einer Ablehnung der bisherigen Zuwanderungspraxis. Doch er deutet bewußt und willkürlich diese Motive um als rassistisch anrüchige Fremdenfeindlichkeit.
Aber natürlich hast du Recht, dass eine kritische Berichterstattung über islamische Kreise nicht zu vermissen sind, wie hier z. B. über den verbreiteten Antisemitismus in islamischen "Kulturen":
http://www.welt.de/data/2006/12/16/1146933.html
oder hier über die Dominanz moslemischer Jugendlicher als Intensivstraftäter:
http://www.faz.net/s/RubCF3AEB154CE6...~Scontent.html
Wenn man dann besonders nach dem letzten ARtikel gewisse Ressentiments gegen bei uns lebende Bevölkerungsschichten hegt, so wie der absolute Großteil unserer Bevölkerung ja auch andere Faschisten in unserem Land verurteieln, dann sind wir plötzlich "Islamophob" und damit "menschenfeindlich" ...
Bin ich auch ein "Menschenfeind" , weil ich NeoNazis verurteile?
Aber was sind dann diejenigen, die heute in Deutschland gegen Juden hetzen und eine ausgeprägte Deutschfeindlichkeit aufweisen?
Das bleibt Herr Meitmeyer uns leider schuldig - was will der Mann denn überhaupt? Eine ignorante unreflektierte Sicht auf die "Kultur des Islams"... Sowas hatten wir schonmal ... nur damals war es nicht der Islam, sondern eine anders motivuierte faschistische Geisteshaltung.
Gerade ioch als Frau lasse mir meine besondere Obacht in Bezug auf den islam nicht nehmen - auch auf die Gefahr hin, dass ich dann als "Menschenfeind" vor Herrn heitmeyer dastehe!Geändert von Gizmo (16.12.2006 um 20:19 Uhr)
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16.12.2006, 21:08Inaktiver User
AW: Immer mehr Deutsche haben Angst vor Muslimen
[quote=Inaktiver User]
Weißt du der Irrsinn wird eigentlich erst klar wenn man sich die Mühe macht sich mit dieser Religion und ihrem Propheten zu beschäftigen.
Zitat von Inaktiver User
Mohamed hatte nur Töchter!, wie kann also ein Prophet mit Töchtern soo frauenfeindlich sein?
Es ist einfach so, so wie in und aus der Bibel alles von Hexenverbrennung über Unterdrückung der Frau, etc. von MÄNNERN "heraus gelesen " wurde oder eingefügt usw. so geschieht es heute mit dem Koran.
Erschwerend kommt beim Islam hinzu das schon früh 1. ein Streit über die Nachfolge ausbrach, 2. schon damals "eingefüht" "ausgelegt" wurde, angeblich zum besseren Verständnis, u.a. die Hadithe.
Ja es gibt eine islamische Kultur, es gab auch eine islamische Blütezeit, das war zu der Zeit als im Christentum die übelsten Sachen passierten im Namen Gottes.
Dieses bewundere ich.
Ich bewundere die Zeit der islamischen Kultur als Frauen eigene Geschäfte hatten, ihre eigenen Chefs waren, das war zu der Zeit als im Christentum Frauen das Eigentum ihrer Männer bzw. Väter waren. pater familias im Übrigen keine "christliche" Erfindung sondern römischen Ursprunges.
Ich bewundere die Möglichkeit ein Todesurteil aufzuheben durch das Vergeben des Opfers, bzw. der Hinterbliebenen, was in den christlichen USA z.B. nicht möglich ist.
Und nicht zuletzt bewundere ich die Muslime die tapfer gegen die Vorstellungen der Islamisten halten, was ihnen fehlt ist Unterstüzung und nicht Angst.
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16.12.2006, 22:48Inaktiver User
AW: Immer mehr Deutsche haben Angst vor Muslimen
Indem Töchter nicht als "vollwertige" Kinder bzw. Menschen angesehen wurden? Ist ja auch heute noch sehr weit verbreitet! Eine Tochter zählt doch nix!
Zitat von Inaktiver User
In China und Indien droht eine humane Katastrophe wegen Frauenmangels. So viele weibliche Föten und Mädchen wurden umgebracht, dass jetzt schon 20 % Männerüberschuss herrscht. Und Männer, die nix zum Poppen kriegen können - na ja, da hilft auch ein Kopftuch nix als Schutz vor begehrlichen Blicken.
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16.12.2006, 22:56Inaktiver User
AW: Immer mehr Deutsche haben Angst vor Muslimen
Heute und auch NUR bei "bestimmten" Muslimen.
Zitat von Inaktiver User
Es fehlen in Asien ca. 100 Milionen Frauen, zur gleich Zeit leben aber in China ca. 4 Milionen Frauen/Mädchen die es "gar nicht gibt", weil ihre Mütter sie bekommen haben aber eben heimlich, auf Grund der ein Kind Politik in China.In China und Indien droht eine humane Katastrophe wegen Frauenmangels. So viele weibliche Föten und Mädchen wurden umgebracht, dass jetzt schon 20 % Männerüberschuss herrscht. Und Männer, die nix zum Poppen kriegen können - na ja, da hilft auch ein Kopftuch nix als Schutz vor begehrlichen Blicken.
Wäre ja auch mal einen Strang wert, die Frage was passiert ohne "genug" Frauen in Asien?
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17.12.2006, 00:00
AW: Immer mehr Deutsche haben Angst vor Muslimen
Hallo Gizmo,
worauf beziehst Du denn jetzt Deine Kritik? Doch nicht etwa auf den Artikel in der Welt?! Da steht ueber die Studie selbst doch nicht sonderlich viel drin. Und selbst das, was drinsteht, gibst Du hier - mit Verlaub - etwas verdreht wieder. *huestel* Z.B. heisst es dort nicht, dass man Fremdenfeindlichkeit am Flaggeschwenken erkennt, sondern dass der neue Wohnzimmerpatriotismus in bestimmten Bevoelkerungskreisen offenbar die fremdenfeindlichen Tendenzen verstaerkt hat.
Wie gesagt, es waere interessant, die Studie selbst zu lesen. Die Kritik ausschliesslich am extrem skizzenhaften Zeitungsartikel auszurichthen, halte ich fuer wenig fundiert.
Das Argument, die boesen Auslaender naehmen den armen Deutschen ihre Arbeitsplaetze weg, hat mein Grossvater schon vor Jahrzehnten angebracht. Noch schlimmer, die boesen Emanzen nehmen den armen Maennern die Arbeit weg. Wenn ein Auslaender (oder eine Frau) besser qualifiziert ist fuer den Job, dann ist es doch legitim, wenn danach die Stelle vergeben wird.
Die Tatsache, dass im Einwanderungsland Deutschland Auslaender gewissenhaft in die Steuerkasse zahlen, wird mal wieder unter den Tisch fallen gelassen. Ebenso wie die Tatsache, dass viele Arbeitgeber oft gute Gruende haben, auslaendische Arbeitnehmer den deutschen vorzuziehen (besser motiviert, besser qualifiziert, flexibler...).
Ich bin einigermassen entsetzt, in welche Richtung auch dieser Thread wieder abdriftet. Hat hier bisher jemand die zunehmende rechtsradikale Gewalt erwaehnt? Die Tatsache, dass man sich mit dunkler Hautfarbe offenbar nicht mehr in bestimmte Landstriche trauen darf? Kuemmert es niemanden, dass so viele Deutsche der Aussage, in ihrem Land lebten zu viele Auslaender, zustimmen? Aber halt, daran sind sie ja selbst Schuld, die Auslaender.
Ich finde es ziemlich krass, wie auch hier wieder (damit beziehe ich mich nicht ausschliesslich auf Dich, Gizmo) Fremdenfeindlichkeit schoen geredet wird. Mehr noch, offenbar, so darf ich hier lesen, ist man implizit frauenfeindlich und antisemitisch eingestellt (hach, welch Ironie...), wenn man nicht das gerade wieder in Mode kommende fremdenfeindliche Gedankengut vertritt.
Natuerlich gibt es weltweit ein Problem mit islamistisch-politischem Terror. Und ja, das ist eine sehr reale Bedrohung, auch in Deutschland. Aber im Gegensatz zu Dir, liebe Gizmo, traue ich der deutschen Bevoelkerung ein gewisses Mass an Differenzierungsfaehigkeit zu. Aber vielleicht bin ich da zu naiv. (Ich hoffe nicht...).
Nix fuer Ungut
Aviva
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17.12.2006, 00:14Inaktiver User
AW: Immer mehr Deutsche haben Angst vor Muslimen
Dass China und Indien hauptsächlich zum islamischen Kulturkreis zählen, willst Du uns hier doch wohl nicht weismachen? Was hat denn die Ein-Kind-Politik Chinas mit dem Islam zu tun?
Zitat von Inaktiver User
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17.12.2006, 09:05
AW: Immer mehr Deutsche haben Angst vor Muslimen
JEDES Einwanderungsland passt die Zahl/Qualifikation etc. der pot. Einwanderer am Bedarf des eigenen Landes an! In Ländern die dies nicht praktizieren gibt es für Einwanderer keinerlei soziale Absicherung, dh die Dauer des Aufenthaltes richtet sich nach der Dauer des Arbeitsverhältnisses oder eben des Geldbeutels (wie für jeden nichtarbeitenden Urlauber).
Sind dann alle Länder dieser Welt rechtsradikal?
Wie behandeln denn die reichen arabischen Staaten ihre Gastarbeiter? Gibt es da irgendein Recht auf Aufenthalt, Arbeitsschutz, Abschiebeschutz, Familiennachzug etc. - UND wie hoch sind die Löhne für Hilfsarbeiter aus Ägypten, Pakistan etc. - ja doch wohl so um die € 2000,--/Mo für die muslimischen Brüder - ODER etwa nicht!
Wenn Einwanderungsland, dann bitte so wie in Kanada oder Australien. In Australien gibt es ein Punktesystem. Nur Höchstpunktzahlen in fast allen Bereichen versprechen eine Chance auf einen Daueraufenthalt, also
-Vermögen über 100.000 A$
-Studium/Ausbildung in benötigten Berufen
-verheiratet/Kinder
-sehr gute Sprachkenntnisse
-Nachweis eines Arbeitsvertrages
etc.etc.
Dann bin ich in D auch dafür, JEDER der vergleichbare Kriterien erfüllt darf einwandern, unabhängig von Rasse, Herkunft, Religion etc., oder ist Australien auch rechtsradikal?
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17.12.2006, 09:18
AW: Immer mehr Deutsche haben Angst vor Muslimen
Zitat von Nadine2
Na auf jeden Fall!!!
Sieh dir die doch mal bei der WM an!!! Eine Flagge nach der anderen - ... kein Wunder! Einige stehen noch beim Erklingen der nationalhymne auf ... DAS STELLE MAN SICH MAL VOR .... diese Nazis!
In unserem Einwanderungsland Deutschland haben wir massivste Zuwanderung in unsere Sozialsysteme. Wenn wir hochqualifizierte Positionen besetzen wollten, weil unser eigener Nachwuchs aufgrund von leeren Staatskassen nicht mehr gut genug ausgebildet werden kann, ist das eine Sache.So ist es aber nicht! Wir verteilen fleißig Sozialhilfe und bieten kostenlose Sprachkurse an, die kaum genutzt werden ...
Zudem sollte man sich aufgrund der Geburtenrate mal fragen, wie das in diesem Land weitergehen soll. Geburtentrate unter Deutschen: 1,25
unter Migranten mit islamischem Kulturkreis: 3,5
In einigen Bereichen des Berliner Bezirks Neukölln ist kein bisschen Deutschland mehr, und Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky malt ein düsteres Bild von seinem Bezirk.
http://deutschlandradio.blogspot.com...h/label/BerlinGeändert von Gizmo (17.12.2006 um 09:28 Uhr)
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17.12.2006, 15:35Inaktiver User
AW: Immer mehr Deutsche haben Angst vor Muslimen
Damit reiht sich D in die Verhältnisse aller Einwanderungsländer dieser Welt ein. Zuwanderer schliessen sich in eigenen Wohnvierteln zusammen, Ghettos wenn man so will. Amerika kennt das. Ozeanien ebenso. Dass Einwanderer ihre eigene Herkunft zu bewahren suchen, ist kein typisch deutsches Problem.
Zitat von Gizmo
Kauf Dir ein Ticket, und gehe in New York oder L.A. durch einige Viertel. Oder in Sydney und Melbourne. Du hast das Gefühl in Shanghai oder Bangkok zu sein.
Das Märchen vom Schmelztiegel bleibt ein Märchen. Überall in der Welt.


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