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    AW: Versandhandel, Internetkauf, Schnäppchen, Lebensmittel, faire Löhne

    Zitat Zitat von Lukulla Beitrag anzeigen
    Danke.

    Wüsste jetzt nicht, was in diesen Beiträgen meinen Aussagen widerspricht?


    Leider zeichnet Sasapi ein etwas positives Bild von der Kälberhaltung. Es gibt es immer noch, dass Kälber gleich getrennt werden und einzeln!!! in Boxen gehalten werden an Stricken, ohne Auslauf und Sozialkontakt und die Mich (oder was auch immer) von dem Arbeiter aus einem Einer bekommen. Kann man sehen, wenn man übers Land fährt.
    Aber das wird hier langsam auch ot.

    Ich zeichne das Bild der Kälberhaltung, die ich in meiner Umgebung sehe. Ich wohne in Niedersachsen. Wenn Du bei Deinen Fahrten übers Land eher in Süddeutschland unterwegs warst, dann wirst Du vermutlich etliche kleine Betriebe gesehen haben, die noch mit Anbindehaltung in ganz alten Ställen arbeiten.
    Ich zweifle Deine Beoachtungen gar nicht an.

    Ich kann nur für "mein" Bundesland sprechen. Hier gilt- das allerdings auch bundesweit: Keine neue Genehmigung von Ställen mit Anbindehaltung, Laufställe mit vorgeschriebener Mndestfläche sind Pflicht.

    Allerdings gibts einen Bestandsschutz für alte, schon bestehende Ställe.

    Niedersachsen ist ein "Flächenland", ich lebe in Ostfriesland, wo es noch sehr viel Weideflächen auch in Hofnähe gibt. Da ist das Umsetzen von Veränderungen vielleicht auch leichter- wenn die Weide direkt neben dem Stall liegt, der Stall neu und nach modernen Maßstäben von Wirtschaftlichkeit (wozu auch der Arbeitseinsatz des Landwirts gehört) gebaut ist, ist das an Stricken anbinden und separieren von Kälbern nicht so nötig.
    Wobei- ich habe schon eine Kälberweide hinter dem Haus und auch ein "Iglu", in dem die Kleinen Schutz vor Sonne und Kälte etc. suchen können. Eine Herde Kälber ist wie eine Kindergartengruppe- irgendeines hat immer gerade Durchfall oder hustet, dann trennt man es von den anderen Kühen- sonst haben es bald alle.

    Auch in Landwirtskreisen- bzw. unter den Bäuerinnen, denn Milchvieh ist überwiegend Frauenarbeit- gibts immer noch sows wie "Glaubenskriege"- die Verfechter der Anbindehaltung gegen die Verfechter der modernen offenen Laufstallhaltung.

    In Süddeutschland findest Du auch mehr Kleinbetriebe, in denen Mutterkühe ( also...die Milchlieferantinnen), Kälber UND Bullen auf einem Hof gehalten werden.
    Gibts in Niedersachsen mit einer durchschnittlichen Herdengröße von 120 Milchkühen so nicht- da werden die männlichen Kälber zügig an Mäster weiterverkauft, weil man sich hier schon seit Jahrzehnten auf eine Betriebsform spezialisiert.

    Also- nicht alle Kühen samt Kälbern gehts super und alles ist nur Panikmache. Es gibt weiß, schwarz mit sämtlichen Graubereichen. Und das Ideal habe ich auch noch nirgends gesehen.

    Ich habe allerdings einen Vertrag mit der Molkerei, der mir höhere Milchgeldzahlungen bei hohen Werten an Eiweiß und Fettsäuren garantiert. In meinem Fall würde ich mit schlechten Haltungsbedingungen Geld verlieren. Die wirken sich nämlich tatsächlich direkt auf die Milch aus- sowohl auf die Menge als auch auf die Qualität.

  2. gesperrt

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    Ich bin ein glühender Verfechter der eigenen Tomate, die auf dem Balkon gedeiht oder auf der Terrasse. Mir geht es weniger um die Komplettversorgung. Die ist mit einer Pflanze nämlich nicht möglich. Aber als "Bauer" bekomme ich mit, wie lange die Frucht zum Reifen braucht. Das lehrt mich immer wieder, dass ich Lebensmittel nicht verschwende.
    Und genau das wünsche ich mir bei allen anderen Menschen auch: Bitte keine Verschwendung mehr.


    In Deutschland haben sich die Ausgaben verschoben: Früher, d.h. z.B. 1900 gingen noch 50% des Einkommens für Lebensmittel drauf. Ab 1950, also nach dem Krieg, wurden Lebensmittel günstiger. Gleichzeitig zogen die Mieten an. Wenn jeder für die Miete tatsächlich nur 15 bis 20 Prozent ausgeben muss, kauft er wahrscheinlich höherpreisige und bessere Lebensmittel.
    Aber muss es sein, dass wir jederzeit frische Erdbeeren kaufen können müssen? So ein Angebot ist nur mit hohen Preisen, extremen Transportwegen und CO2-Luftbelastung der Fliegerei zu ermöglichen. Da müsste doch Tiefkühlkost ausreichen, wenn es heiße Erdbeeren geben soll.

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