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  1. User Info Menu

    AW: Poststreik

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    War das jetzt schwarz oder weiß?
    Nein, ich beziehe mich nicht auf dein Einkaufsverhalten (du scheinst ja natürlich alles richtig zu machen), sondern z.B. auf diese Aussage von dir, die für mich schwarz-weiß ankam:

    Eines der reichsten Länder Europas und damit eines der reichsten der Welt geizt ausgerechnet beim Essen und ist noch stolz darauf. Das ist dann wohl die deutsche Version des 'Savoir Vivre'
    .

    Wenn ich die Nuss-Nougat-Creme im Angebot (Kalkulationsrechnen/Gewinnspanne- natürlich wird der Händler durch das Angebot trotzdem nicht arm), kaufe ich im Gegenzug dazu sehr wohl auch Lebensmittel, die nicht im Angebot sind. Ich geize also nicht bei Essen, nur weil ich ab und an die Angebote nutze. Im Gegenteil- mein Einkaufsverhalten unterscheidet sich nicht so sehr von deinem.

    Und sollte meine geliebte Nuss-Nougat-Creme mir doch mal ausgehen, kaufe ich sie sogar zum Normalpreis- denn ohne die läuft nix.

  2. Inaktiver User

    AW: Poststreik

    Zitat Zitat von Sasapi Beitrag anzeigen
    Discounter bieten ein Grundsortiment- und das ist das, was die meisten Verbraucher kaufen.
    Als ich das letzte Mal in einem solchen Laden war, habe ich nicht annähernd das gefunden, was ich als Grundsortiment bezeichnen würde. Das ist aber zugegebenermaßen schon mindestens 10 Jahre her. Hat sich da etwas geändert?

    Und was die Milch angeht- ich kenne die Werte der von meinen Kühen produzierten Milch, da liegen die Omega 3- Werte ziemlich hoch. Und ich weiß auch, dass die diese Milch- bei identischen Werten - sowohl für Aldi und Lidl als auch für Landliebe abgefüllt wird. Ich weiß ja, welche Marken meine Molkerei vertreibt.
    Du hast auf Ökotest verwiesen; ich habe aus Ökotest zitiert, und wie gesagt: das klingt nicht wirklich verlockend.

    Im Zusammenhang mit der Diskussion über Discounter wird oft in diese Richtung argumentiert: "kommt doch alles aus dem gleichen Haus". Ich glaube nicht, dass ein Hersteller nur eine Qualität, nur eine Rezeptur bei seinen Waren haben kann. Dies gilt insbesondere für große Unternehmen, die viele Produktionsstätten und Zulieferer haben.

    Außerdem ist es nicht gleichbedeutend mit Qualität, wenn ein Name bekannt und in allen Supermärkten vertreten ist. So heißt es mitunter, No-Name-Konfitüre stamme doch auch vom "Markenhersteller Schwartau". - Ich glaube gern, dass hier Rezeptur und Herkunft der Früchte identisch ist, aber Schwartau-Konfitüre kaufe sie weder mit noch ohne Namensaufdruck, weil sie mir nicht schmeckt. Da hilft auch nichts, wenn die Firma für die Markenpflege Geld ausgibt.

    Die Verpflichtung, kein Soja zu verfüttern ( es wird soviel als gentechnikfrei zertifiziertes Soja angeboten, dass es alleine von der Menge her schon nicht sein KANN- aber man hat das Zertifikat....)
    Das sehe ich anders. Die meisten Hersteller schweigen sich bezüglich Gentechnik eher aus. Ich werde derartige Angaben daher auch weiterhin beachten.

    Im konventionellen Bereich gibts das gar nicht. Da unterscheidet sich die teure Markenmilch nicht vom No-Name - Produkt.
    Ich habe das schon ausgetestet und meinem Mann Milch und Milchprodukte vorgesetzt, die von verschiedenen Herstellern kam (also Blindtest). Er konnte gute Milch von weißem Wasser geschmacklich gut unterscheiden. Ähnlich bei Joghurt und Sahne. Oft - nicht immer - schmecken wir den Unterschied.

    Wobei auch der Biobereich durchaus Gurken aus dem Ausland, Kartoffeln aus Ägypten anbietet- nur halt mit Bio-Label. Lange Transportwege haben die allemal.....
    Auch im Biobereich will man rund ums Jahr Gemüse anbieten können; manche Produkte wachsen bei uns auch gar nicht. Aber gerade Gurken, Kartoffeln, Möhren sind nun wirklich nichts, was man nicht mühelos auch regional finden könnte. Ein gut geführter Bioladen wird regionale Ware immer bevorzugen.
    Laut Ökotest kommt beim Discounter die Ware deshalb besonders weit her, weil diese ihre Lieferanten massiv unter Druck setzen. Wenn die Schmerzgrenze überschritten ist, suchen sie sich billigere Lieferanten. Solches Geschäftsgebahren unterstütze ich nicht.

    Wenn eine Ware von weither kommt, wird sie von mir besonders kritisch unter die Lupe genommen. Das bedeutet nicht, dass ich sie grundsätzlich ablehne, aber ich sehe z.B. keinen Grund Butter aus Irland zu kaufen. Sie schmeckt nämlich nicht besser als einheimische. Wozu also der weite Transport?

    Fakt ist jedenfalls- gerade bei Milch unterscheidet sich die Markenmilch qualitativ kaum von den No-Name - Milch. Die teuren Marken - wie Bärenmarke und Weihenstephan - weisen derzeit die niedrigsten Omega-3-Fettwerte auf. Warum soll der Verbraucher dann deutlich mehr ausgeben- für Marketing und Werbung??
    Weihenstephan ist eine Versuchsanstalt, und auf Versuche im Bereich der Grundnahrungsmittel kann ich bestens verzichten.
    Vor vielen Jahren, als wir das noch nicht wussten, haben wir übrigens auch mit Weihenstephan-Milch einmal einen Geschmacks-Blindtest gemacht. Das Ergebnis war negativ.
    Geändert von Inaktiver User (13.06.2015 um 12:12 Uhr)

  3. gesperrt

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    AW: Versandhandel, Internetkauf, Schnäppchen und faire Löhne

    Ob die Milch schmeckt, hängt vor allem davon ab, wieviel Fett man ihr lässt und wie sie behandelt wird. Es liegt nicht so sehr an der Kuh.

  4. gesperrt

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    AW: Versandhandel, Internetkauf, Schnäppchen und faire Löhne

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Als ich das letzte Mal in einem solchen Laden war, habe ich nicht annähernd das gefunden, was ich als Grundsortiment bezeichnen würde. Das ist aber zugegebenermaßen schon mindestens 10 Jahre her. Hat sich da etwas geändert?
    Weihenstephan ist eine Versuchsanstalt, und auf Versuche im Bereich der Grundnahrungsmittel kann ich bestens verzichten.
    Zum Grundsortiment gehören Milchprodukte wie Milch, Joghurt, Sahne, Käse und Quark - ohne Zusatzstoffe und in wenigen Geschmacksrichtungen. Getreideprodukte wie Mehl, Gries, Teigwaren und Brot - aber auch nicht in 500 unterschiedlichen Ausführungen. Obst und Gemüse je nach Saison. Dazu auch Tiefkühlprodukte wie Gemüse und Obst. Soßen im Glas. Zucker, Öl, Essig. Niemand braucht wirklich 50 verschiedene Joghurtsorten von jeweils fünf Herstellern.

    Wer einen schmalen Geldbeutel hat, kann sich mit den Lebensmitteln aus dem Discounter, abwechslungsreich, gesund und günstig ernähren. Voraussetzung ist aber, dass er frisch kocht und so wenig wie möglich an Fertigpackungen verwendet.

    Weihenstephan ist seit 200 Jahren das Institut, das sich für gesunde Lebensmittel einsetzt. So viele Jahre an Erfahrung hat kein anderes.

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    AW: Versandhandel, Internetkauf, Schnäppchen und faire Löhne

    Als ich das letzte Mal in einem solchen Laden war, habe ich nicht annähernd das gefunden, was ich als Grundsortiment bezeichnen würde. Das ist aber zugegebenermaßen schon mindestens 10 Jahre her. Hat sich da etwas geändert?
    O Ja! frische Backwaren, frisches Obst, frisches abgepacktes Fleisch, gelegentlich sogar Gourmet. Ich kenne Familien, die sich ausschließlich bei Aldi, Lidl und Netto versorgen, nicht so sehr aus Sparsamkeit als wegen der Nähe zum Laden. Billig sind die Ketten inzwischen auch nicht mehr, aber heizen immer wieder der Konkurrenz ein - sehr zum Leidwesen der Milchbauern.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

  6. gesperrt

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    AW: Versandhandel, Internetkauf, Schnäppchen und faire Löhne

    Ich bevorzuge Discounter. Jeder hat gewisse Dinge, in denen er stark ist. Deswegen wechsle ich die auch ab. Montags Aldi, donnerstags Lidl und samstags Penny oder Netto, das ist so mein Programm. Dazu noch ab und zu Edeka. Ich klappere die nicht jede Woche alle ab, meist lasse ich einen oder zwei aus, die kommen dann in der Folgewoche dran. Mein Freund geht zu Real. Er liebt den Laden. Die Mischung machts.

  7. Inaktiver User

    AW: Poststreik

    Zitat Zitat von -leni- Beitrag anzeigen
    Nein, ich beziehe mich nicht auf dein Einkaufsverhalten (du scheinst ja natürlich alles richtig zu machen), sondern z.B. auf diese Aussage von dir, die für mich schwarz-weiß ankam:

    Eines der reichsten Länder Europas und damit eines der reichsten der Welt geizt ausgerechnet beim Essen und ist noch stolz darauf. Das ist dann wohl die deutsche Version des 'Savoir Vivre'
    .
    Das ist nicht Schwarz-Weiß, sondern durch Studien belegt. Dieses Thema wird außerdem regelmäßig diskutiert, wenn es zu Lebensmittelskandalen kommt. Von daher sollte es eigentlich bekannt sein.

    *klick* und *klick*

  8. User Info Menu

    AW: Poststreik

    Mich erstaunt nur das gigantische Anwachsen des Bio-Marktes. Kein Discounter verzichtet darauf und sonst keine Lebensmittelhändler. Es gibt dafür, wenn ich das richtig sehe, 15 verschiedene Qualitätssiegel.

    Für Städter, die noch nie eine Kartoffel ausgegraben , noch einen Äpfel oder Kirschen gepflückt oder Hühnereier gesammelt haben, scheint es so was wie Gewissensberuhigung zu sein. Und lassen sich so ziemlich alles für teuer Geld andrehen, was sich Bio schimpft. Aber mit Bio-Fans kann man nicht diskutieren, denn das ist eine Religion.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

  9. Inaktiver User

    AW: Poststreik

    Du hast natürlich Recht diese vielen Siegel anzuzweifeln, zumal der Markt mit echten oder angeblichen Bioprodukten regelrecht geflutet erscheint. Skepsis ist angebracht. Andererseits gab es schon immer Leute, die Bio-Qualität nicht anerkannten, egal, mit welchem Siegel.

    Bio - eine Religion? Auf jeden Fall ist es z.T. eine Frage der Weltanschauung, ob man auf Antibiotika und gentechnisch manipulierte Organismen in der Tiermast verzichtet, den Tieren Auslauf gewährt bzw. einen freundlichen Stall baut, regional erzeugte Futtermittel verwendet, überlange Transporte vermeidet und ähnliches.

    Der Grund, weshalb das Angebot zunimmt: Da man von den Preisen konventioneller Ware kaum noch leben kann und Brüssel Bio-Anbau fördert, stellen immer mehr Landwirte um - wenn auch oft nur aus ökonomischen, weniger aus ökologischen ("religiösen") Gründen - was dann zu fragwürdigen Labels und sogar zu Betrug führt.

    Es werden aber auch immer mehr Anbauflächen für die europäische Öko-Landwirtschaft geschaffen - sei es in Ostdeutschland (bereits nach dem Mauerfall), sei es in Osteuropa, z.B. in Rumänien nach EU-Beitritt, wo ein Geschäftemacher (ehemaliger Schweizer Banker) sich seit einigen Jahren riesige Ländereien zusammenmauschelt, um dort für ein bekanntes Label "Bio" anbauen zu lassen - oft unter Verdrängung der traditionellen Landwirtschaft (!!!) - oder die Flächen auch nur gewinnbringend weiter zu verscherbeln. Hier passieren die fragwürdigsten Dinge.

    Außerdem hat längst im Rahmen von "Bio" eine Intensivierung der Landwirtschaft stattgefunden. Mag sein, dass "handgestreichelte" Kühe, wie manche spotten, für die meisten Leute ohnehin nicht bezahlbar sind, aber wie lange bleibt "Bio" bei der Intensivierung eigentlich noch "Bio"?

    Auch sonst sind die Begriffe 'Qualität' und 'Bio' nun wirklich nicht identisch. Einerseits sind viele traditionellen Betriebe genauso gut wie Bio ("traditionell" ist nicht gleichbedeutend mit "konventionell"). - Andererseits kaufe ich in "meinem" Bioladen kein Fleisch, da dieses sehr nass, d.h. nicht ausreichend abgehangen ist. Die Verarbeitung von Lebensmitteln ist nämlich genauso wichtig wie die Erzeugung der Grundsubstanzen. Und nicht alles, was § 4711 eines Biosiegels nicht erfüllt, ist deshalb schlechtere Ware. Oft sind sehr engagierte Kleinerzeuger im Slowfood-Sektor genauso gut oder besser - aber sicher nicht billiger; im Gegenteil.
    Geändert von Inaktiver User (13.06.2015 um 14:14 Uhr)

  10. Inaktiver User

    AW: Poststreik

    Zitat Zitat von Opelius Beitrag anzeigen
    was sich Bio schimpft.
    Du vertust Dich. Bio ist kein Schimpfwort.

    Aber mit Bio-Fans kann man nicht diskutieren, denn das ist eine Religion.
    Du vertust Dich erneut. Es hat ganz simple Vernunftgründe, wenn Bio gerne gekauft wird.

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