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  1. Inaktiver User

    AW: FIFA und Politik

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Die pseudofeministische Anklage gegen "alte Männer" ist lächerlich und off-Topic. Damit befasse ich mich nicht.
    Keine Anklage, eine Feststellung, und weder pseudofeministisch noch feministisch. Die Frauen haben es eben noch nicht an die Futtertröge geschafft. Und ein gewisses Alter ist nötig, um dahin zu kommen, wo Blatter ist.
    Übrigens habe ich auch die älteren Männer erwähnt. Aber ich will nicht so streng sein.


    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Es sind extrem begehrenswerte Tätigkeiten/Positionen:
    Diese Leute sind auf der ganzen Welt zu Hause. Ihnen stehen alle Türe offen. Sie haben internationale Kontakte aller Art, Zugang zu Regierungschefs, Ministern, Industriellen, Spitzensportlern und Gleichgesinnten aller Nationalitäten, Mentalitäten und Kulturen. - Das ist ungeheuer interessant. Außerdem werden sie gut bezahlt, umgarnt, umschmeichelt, hofiert und verwöhnt.
    Selbstverständlich hat ein Sepp Blatter viele Neider.
    Dass Blatter viele Neider hat, glaube ich unbesehen. Und dass im Türen (wenn auch nicht alle) offenstehen, glaube ich auch, die stehen den meisten Leuten mit ausgedehnten Netzwerken und entsprechenden Mitteln, die gegeben und genommen werden, offen. Ja, und dass es Gleichgesinnte gibt, selbstverständlich, in allen möglichen Branchen arbeiten Leute wie Blatter.

  2. Inaktiver User

    AW: FIFA und Politik

    Zitat Zitat von ganda55 Beitrag anzeigen
    Blatter ist 79, in seiner Funktion eine Supermacht, lange im Amt und praktisch unangreifbar. Aber OT ...
    Für mächtig halte ich ihn nur deswegen, weil er wahrscheinlich viele Namen nennen könnte.
    Aber unangreifbar?

  3. Inaktiver User

    AW: FIFA und Politik

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Für mächtig halte ich ihn nur deswegen, weil er wahrscheinlich viele Namen nennen könnte.
    Heute abend kam im ARD das Interview mit einem Journalisten, der einige Monate "auf den Spuren von Sepp Blatter" war.
    Die FIFA hat mehr Mitglieder als die UNO, aber Blatter kennt offenbar jeden Fußballverbandschef jedes einzelnen kleinen Landesverbands persönlich und mit Namen. Sie wenden sich mit Anliegen direkt an ihn. (Da ist also offenbar niemand, der den hohen Herrn abschirmt und nur "wichtige Leute" zu ihm vorlässt.)

    Er hat offenbar eine sehr hohe Sozialkompetenz, ist ein brillianter Netzwerker und setzt sich für die kleinen Verbände, insbesondere in Afrika, Asien und Ozeanien sehr ein. Sie verdanken ihm viel und haben ihm die Treue gehalten. Sie haben es auch abgelehnt die Verbandswahlen zu verschieben, wie es z.B. der britische Premierminister Cameron, der sich neuerdings brennend für Fußball interessiert, gefordert hatte.

    Der blasse Gegenkandidat war ein Halbbruder des jordanischen Königs. Sein Vorzug bestand vor allem darin nicht Blatter zu sein. Es ist bezeichnend, wer den wählte: rein zufällig waren das die USA, Australien und das politische "Westeuropa". Seine eigener Kontinentalverband stand nicht hinter ihm.
    Geändert von Inaktiver User (31.05.2015 um 10:33 Uhr)

  4. Inaktiver User

    AW: FIFA und Politik

    Es gibt übrigens ein interessantes Interview mit dem Korruptionsbekämpfer Mark Pieth, veröffentlicht im Berliner Tagesspiegel.

    Ein Zitat daraus:

    Tagesspiegel: Hatten Sie in Ihrer Funktion als Leiter des unabhängigen Reformgremiums Blatter von einer fünften Amtszeit nicht abgeraten?

    Mark Pieth: Doch, das haben wir getan. Wir haben Blatter gesagt, dass wir eine erneute Kandidatur von ihm für keine gute Idee halten. Er hat sich das angehört. Mehr nicht. Wissen Sie, der Mann kann vieles wegstecken. Aber das Problem war ja ein anderes.

    Tagesspiegel: Welches?

    Mark Pieth: Die Uefa war mit gewissen Reformvorschlägen nicht einverstanden. So waren es die europäischen Verbandschefs im Fifa-Exekutivkomitee, die einstimmig gegen eine Amtszeitbeschränkung im Exko votierten. Und dass Blatter nicht als Einziger des Vorstandes eine Amtszeitbeschränkung aufgebrummt haben wollte, das konnte sogar ich verstehen.

    Tagesspiegel: Die europäischen Verbandschefs kleben also offenbar selbst an ihrem Stuhl im Fifa-Exekutivkomitee. Dabei pochen gerade die Funktionäre aus Europa und besonders aus Deutschland auf Reformen in der Fifa.

    Mark Pieth: Ja, und die Amtszeitbeschränkung war nicht der einzige strittige Punkt. Auch die Integritätsprüfung der Vorstandmitglieder bekamen wir nicht durch, hier gab es ebenfalls Vorbehalte – wieder aus Europa. Ich vermute, dass die Europäer befürchteten, dass Blatter einige von ihnen mittels der Integritätsprüfung entfernen wollte.


    Tja.


    Und weiter:

    Tagesspiegel: (...) der Staatsanwalt Michael Garcia, der die Korruption im Verband aufdecken sollte, ist im Dezember 2014 zurückgetreten. Er war der Ansicht, dass der deutsche Richter Joachim Eckert seine Ermittlungsergebnisse nicht entsprechend vollstreckte. (...)

    Mark Pieth: (...) Was Garcia und Eckert angeht: Das war auch ein kulturelles Problem. Ein sehr politisch denkender Jurist aus den USA traf da auf einen sehr formellen, sehr korrekten deutschen Richter.
    Die im Garcia-Bericht beschuldigten Personen sind nicht angehört worden. Strafen auf der Grundlage des Berichts wären vermutlich anfechtbar gewesen.


    Ist doch eine recht interessante Beschreibung des Unterschieds zwischen dem US-Staatsanwalt und dem deutschen Richter, oder?
    Geändert von Inaktiver User (31.05.2015 um 19:22 Uhr)

  5. gesperrt

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    AW: FIFA und Politik

    Sepp Blatter ist ja ein Phänomen, und ich beneide die Person keineswegs, die nach seinem Rücktritt (der vermutlich mit seinem Tod zusammenfallen dürfte, vorher will er garantiert nicht abtreten) diesen Bude übernehmen wird.

    Dass die Fifa nicht koscher ist, pfeifen die Spatzen ja schon seit längerem von den Dächern, neu ist das nicht. Dass aber US-Leute zu einem beliebigen Zeitpunkt X sich dafür zu interessieren beginnen, was schon längst jeder wusste oder zumindest plausibel ahnen konnte, im Groben und Grossen, ist sicher auch durch verborgene Sachverhalte motiviert.

    gruss, barbara

  6. Inaktiver User

    AW: FIFA und Politik

    So verborgen nun auch wieder nicht. Es ist sogar ziemlich offensichtlich, wie die Asia Times feststellt.

    SPON ist schon intensiv engagiert: heute wird Sepp Blatter in fetten Lettern sogar "Pate" genannt. (Ebenso in Focus, n-TV, Bild, BR, u.a. Medien, die ihre Texte aus den gleichen Quellen beziehen.)

    Wenn ein Satz wie: "Ich vergebe jedem, aber ich vergesse nicht" als 'Drohung' bezeichnet wird und nach einer gewonnenen Wahl von der "Wut" des Siegers die Rede ist, dann kann man sich vorstellen, in welcher Weise die transatlantisch fest eingebundenen Medien von 'Bild' über 'Spiegel' bis 'Zeit' in den nächsten Wochen, Monaten und vielleicht Jahren zu berichten gedenken.

    Sepp Blatter, oder besser gesagt: die politische Unabhängigkeit der FIFA ist angezählt.
    Geändert von Inaktiver User (30.05.2015 um 15:57 Uhr)

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    AW: FIFA und Politik

    Sepp Blatter ist eben von seinem Posten zurück getreten!

    Es trifft keinen Armen.
    Er wird in seiner Amtszeit 100e Millionen Privateinnahmen gescheffelt haben.
    Körperlich Distanz
    Sozial zusammen


    You'd have to be here
    I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
    It's northerly facing and close to an open fjord
    The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
    Calling so slowly from summer's before

    Kari Bremnes

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    AW: FIFA und Politik

    Geändert von Papervenn (02.06.2015 um 19:27 Uhr)

  9. Inaktiver User

    AW: FIFA und Politik

    Den besten Kommentar las ich unter der Meldung auf Facebook:
    Blatter soll stattdessen Bischof von Limburg werden!



    Ich denke, ihm wurde schlicht klar gemacht (von wem auch immer) dass er inzwischen eine Gefahr für die Gelddruckmaschine FIFA darstellt.

    Oder ihm wurde zugetragen (auch wieder, von wem auch immer) dass er besser in Deckung gehe, da jemand inzwischen etwas hätte, um ihm RICHTIG ans Bein zu pinkeln ...

  10. gesperrt

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    AW: FIFA und Politik

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Oder ihm wurde zugetragen (auch wieder, von wem auch immer) dass er besser in Deckung gehe, da jemand inzwischen etwas hätte, um ihm RICHTIG ans Bein zu pinkeln ...
    wohl eher das.

    Musste grad nochmal aufs Datum schauen, ob heute nicht etwa der 1. April ist. Blatter zurücktreten! Das ist ja ungefähr, als würde der Papst zum Buddhismus konvertieren.

    gruss, barbara

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