Genau so ist es. Aber möchtest du einem Lebensmittelhersteller stattdessen vorschlagen, auf Milchflaschen, Joghurtgläser etc. den Warnhinweis aufzudrucken: "aus technischen Gründen für Kleinkinder und Senioren nur bedingt geeignet" ?
Diese Bargläser werden umgehend wieder verwendet. Falls kleinere Mengen an Keimen an den Gläsern verblieben sein sollten, haben diese keine Zeit sich zu vermehren.Wobei in Bars Gläser nach wie vor von Hand gespült werden dürfen (also max. 40°C, Konzentration des Spülmittels Pi mal Daumen). Komisch, ne?
Außerdem pflegen Kinder, Greise und gesundheitlich labile Menschen selten in Bars abzuhängen.
Wenn man liest, dass die Ökobilanz von Glas/Keramik nur dann besser ist als die von Einwegbechern, wenn sie nur nach jedem fünften (!) Gebrauch gespült werden, dann braucht man eigentlich gar nicht mehr weiter zu lesen. Das ist völlig inakzeptabel.
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Thema: Steuer auf Einweg Pappbecher
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31.05.2015, 18:43Inaktiver User
AW: Steuer auf Einweg Pappbecher
Geändert von Inaktiver User (31.05.2015 um 18:50 Uhr)
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31.05.2015, 18:51Inaktiver User
AW: Steuer auf Einweg Pappbecher
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31.05.2015, 18:55Inaktiver User
AW: Steuer auf Einweg Pappbecher
Nein, möchte ich nicht, und ist auch völlig unnötig, denn früher gab es deswegen auch keine Probleme. Im Gegenteil: Früher gab es wesentlich weniger Allergiker.
Übrigens sterben bei 98° statt bei 100° die Keime auch.
Die Senioren kommen übrigens noch heil aus der Nummer, aber die Kleinkinder werden aller Voraussicht nach mit Mikroplastik so viele Probleme bekommen, dass sie sich wünschen würden, in ihrer Kindheit mit "unsicher" gewaschenen Gefäßen verbracht zu haben.
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31.05.2015, 18:56Inaktiver User
AW: Steuer auf Einweg Pappbecher
Die Schweiz macht es nochmal ganz anders: dort kauft man Gebührenmarken (Kiosk, Supermarkt, Post) und klebt sie auf spezielle Abfallsäcke. Je mehr Müll man produziert, desto mehr zahlt man. Wenn 10 Leute weniger Müll verbrauchen als 2 Leute, dann zahlen sie eben auch weniger. Gerechter geht es nicht.
Ich weiß, bei uns würde das nicht funktionieren, sondern zu einer erhöhten Vermüllung der Landschaft führen. In der Schweiz jedoch funktioniert es.
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31.05.2015, 19:03Inaktiver User
AW: Steuer auf Einweg Pappbecher
Da ist was dran. Es hat schon seine Gründe, warum es auf dem Land weniger Allergiker gibt als in der Stadt, wo nicht wenige Mütter den Haushalt in Sagrotan tränken.
Aber früher hätte man allenfalls mit den Schultern gezuckt, wenn ein alter Mensch starb, heute zieht man vor Gericht, wenn irgendwem irgend ein Verschulden nachweisbar ist. Heute will jeder auf Nummer Sicher gehen.
Damit kenne ich mich nicht aus. Weder weiß ich, mit welchen Temperaturen diese Anlagen arbeiten, noch weiß ich, welche Temperatur für die sichere Abtötung von Keimen erforderlich ist. Das ist ein Thema für Fachleute.Übrigens sterben bei 98° statt bei 100° die Keime auch.
Da stimme ich dir durchaus zu.Die Senioren kommen übrigens noch heil aus der Nummer, aber die Kleinkinder werden aller Voraussicht nach mit Mikroplastik so viele Probleme bekommen, dass sie sich wünschen würden, in ihrer Kindheit mit "unsicher" gewaschenen Gefäßen verbracht zu haben.
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31.05.2015, 19:08Inaktiver User
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31.05.2015, 19:38Inaktiver User
AW: Steuer auf Einweg Pappbecher
Natürlich ist es vernünftig, etwas gegen den Einwegwahn zu unternehmen. In dem Artikel, mit dem du den Strang eröffnet hast, ging es allerdings gar nicht primär darum, dass man die Pappbecherplage (der Umwelt zuliebe) eindämmen soll, sondern vielmehr darum, dass die Müllberge "ein echtes Problem für Stadt [Berlin] und Einwohner" und ein "Ärgernis"geworden sind:
Würden die Coffee-to-go-Trinker ihre Pappbecher nicht überall rumliegen lassen, sondern sie ordnungsgemäß entsorgen, dann würde sich die Berliner SPD kaum für den Einwegwahn interessieren. Das Müllproblem, um das es hier geht, beseitigt man aber nicht, indem man Pappbecher besteuert, sondern indem man genügend Mülltonnen zur Verfügung stellt.
Zitat von Inaktiver User
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31.05.2015, 20:03Inaktiver User
AW: Steuer auf Einweg Pappbecher
Eben. dann kommt ja immer noch gleich das Argument, die Leute sollten ihren Müll mit nach hause nehmen, da komme er schliesslich her. Hey Touris, nehmt euern Müll mit nach Australien! oder bleibt gleich dort, was wollt ihr eigentlich hier?
Sehe ich ganz oft im Treptower Park. Früher gabs richtige Container für die Eisschlecker und Currywurstesser und Coffee-to-go Trinker. Heute hängt da ein Mülleimerchen, halb so gross wie ein Schulranzen. Der ist natürlich ruck zuck voll. Dann schmeissen die Leute den Müll daneben. Das zeigt auch, dass sie den eben nicht gedankenlos wegschmeissen, sondern einen Mülleimer suchen, der ist dann voll und dann legen sie's eben daneben. Und der Minieimer wird erst dienstags abgeholt oder auch erst nächste Woche, je nachdem wieviel Geld das Gartenamt ausgeben will. Meistens will es gar nichts ausgeben und entfernt die Mülleimer einfach. Dann kann man sich prima aufregen über die blöden Touristen und Besucher, die überall essen und trinken müssen und immer alles liegen lassen. Als nächstes verbietet man den Currywurst, Eis und Kaffeeverkauf. Wegen des Mülls. Dann kommen keine Besucher mehr und das Problem ist gelöst.
Dann bleiben wir schön alle zu Hause, bereiten unser Eis selbst zu, kaufen kein abgepacktes, trinken Tee dazu oder selbst aufgebrühten Kaffee in spülbaren Tassen und der Treptower Park gehört wieder den Hasen und den Eichhörnchen.
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31.05.2015, 20:05Inaktiver User
AW: Steuer auf Einweg Pappbecher
man könnte es auch den touristen aufbrummen mit einem euro pro tag,machen andere städte auch...
pfingsten waren hier angeblich 2 millionen in der stadt, letztes We bestimmt auch eine menge touris. berlin ist im vergleich immer noch so günstig ,dass die touristen das sicher nicht wirklich fertig machen würde...schliesslich nutzen die oft auch dieses essen auf der strasse...
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31.05.2015, 20:08Inaktiver User
AW: Steuer auf Einweg Pappbecher
Bei uns gibt es ein Spülmobil, das offensichtlich der Lebensmittelkontrollmafia genügt und auf Volksfesten eingesetzt wird. Funktioniert wunderbar. Ich hoffe, dass derartige Beispiele Schule machen.




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