Antworten
Seite 17 von 19 ErsteErste ... 71516171819 LetzteLetzte
Ergebnis 161 bis 170 von 189
  1. Inaktiver User

    AW: Steuer auf Einweg Pappbecher

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    hm... doch... Mikroplastik irgendwie schon...

    "Mikroplastik gefährdet die Umwelt"


    aus dem Artikel:

    "Es steckt in Hunderten Kosmetikprodukten wie Sonnencremes, Bodylotions, Make-up, Mascara, Shampoo oder Handcremes. Mit bloßem Auge zu erkennen ist es als Kügelchen in Peelings. Auf der Verpackung versteckt es sich hinter Bezeichnungen wie Polyethylen (PE) oder Acrylate (ACS). Gemeinsam firmieren die Stoffe unter dem Sammelbegriff Mikroplastik - Partikel, die kleiner als fünf Millimeter sind. Das Problem: Die kleinen Teilchen können in Kläranlagen nicht gefiltert werden und gelangen über das Abwasser in Flüsse und in Nord- und Ostsee. Über den Klärschlamm landet das Mikroplastik auf Äckern. Die Folgen für die Umwelt sind nach Einschätzung von Experten dramatisch."

    aber... du hast Recht... das ist kein wirkliches Argument für die Pappbecher-Steuer in Berlin.
    danke fürs verlinken!

  2. Inaktiver User

    AW: Steuer auf Einweg Pappbecher

    Zitat Zitat von Lukulla Beitrag anzeigen


    In dem Fall haben sie es ausprobiert und ganz schnell wieder gelassen. Du glaubst ja nicht, was Menschen alles mit sich rumschleppen oder im Auto dabei haben, was sie dann schnell mal weg schmeissen.

    Die Theorie es wäre doch egal, ob es in dem öffentlichen Eimer oder in dem privaten Eimer landet, ist nicht richtig. Den öffentlichen bezahlen wir Steuerzahler und den privaten der Private je nach Verbrauch.
    eigentlich ist es egal,denn müll der anfällt ,muß entsorgt werden. anders umverteilt...
    wenn menschen den müll in öffentlichen mülltonnen werfen, dann fällt der bei ihnen zuhause nicht in die tonne. nun könnte man argumentieren ,dass bei hauseigentümern ,dann eben nur die kleinste menge an müll bezahlt wird und die das dann so nutzen ,um geld zu sparen.man könnte denen ja eine pauschale abnehmen,die das auf jeden fall deckt.
    vielleicht sollte man das einfach anders lösen ,dass man einen größeren etat für die öffentliche müllentsorgung stellt ,denn durch diese kultur im stehen und laufen zu essen und zu trinken , fällt wahrscheinlich mehr müll unterwegs an als in den mietshäusern.
    ich kann das auch bei uns sehen.unsere mülltonnen immer halbleer...und wir zahlen für volle..

    deshalb so kleine mülleimer zu befestigen ,wo dann die hälfte daneben liegt ,im sommer auch noch widerlich riecht und vom wind schön verteilt wird ,ist auf jeden fall ein beispiel für kleingeistigkeit ,denn eine lösung ist das nicht.

  3. Inaktiver User

    AW: Steuer auf Einweg Pappbecher

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Aber die Verkäuferin erklärte mir, sie müsse das jetzt, weil sie die Tassen nicht mehr einfach im Becken spülen darf. sie braucht eine extra Spülmaschine und die kauft Tchibo nicht. Lohnt sich auch nicht für die paar Tassen.
    Das ist dem aus meiner Sicht hochkriminellen Lebensmittelüberwachung zu verdanken, der schon viele gute Umweltinitiativen in die Tonne getreten hat. Über Jahrmillionen hat man von Hand gespült, ohne dass das die Menschheit beeinträchtigt hätte. Aber plötzlich gilt das als unhygienisch und Einwegzeug muss her. Dass das Einwegzeug im Gegensatz zur Spülbürste auf Dauer viel größere gesundheitliche Schäden nach sich zieht, interessiert die nicht. Auch die Entsorgung (Verbrennung) erstklassiger Lebensmittel statt deren Verteilung an Bedürftige geht auf deren Konto. Oder elende Viehtransporte, weil kleine, z.T. seit Jahrhunderten existierende Schlachtereien plötzlich als unhygienisch gelten und die Tiere dort nicht verwertet werden dürfen. Kaum eine Behörde richtet so viel Schaden an und hält sich selber derartig bedeckt.

  4. User Info Menu

    AW: Steuer auf Einweg Pappbecher

    Die Mülltonnengrösse (eigentlich heisst es ja Abfalltonnen) wird bei privaten Haushalten ermittelt über das Abfallaufkommen bzw. es werden von der Gemeinde bestimmte Grössen zur Verfügung gestellt.

    Wenn es regelmässig so ist, dass eine Tonne nur halb voll ist, muss man (selber als Hausbesitzer oder die Hausverwaltung) eine nächst kleinere Tonne beantragen.
    Körperlich Distanz
    Sozial zusammen


    You'd have to be here
    I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
    It's northerly facing and close to an open fjord
    The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
    Calling so slowly from summer's before

    Kari Bremnes

  5. User Info Menu

    AW: Steuer auf Einweg Pappbecher

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das ist dem aus meiner Sicht hochkriminellen Lebensmittelüberwachung zu verdanken, ... Auch die Entsorgung (Verbrennung) erstklassiger Lebensmittel statt deren Verteilung an Bedürftige geht auf deren Konto. Oder elende Viehtransporte, weil kleine, z.T. seit Jahrhunderten existierende Schlachtereien plötzlich als unhygienisch gelten und die Tiere dort nicht verwertet werden dürfen. Kaum eine Behörde richtet so viel Schaden an und hält sich selber derartig bedeckt.
    100% Zustimmung. Vor allem die Verarbeitung und Herstellung regionaler Produkte wird da unerhört gedeckelt. Handkäsereien und die von Dir erwähnten Hofschlachtereien, wo es deutlich humaner zugeht als in einem Schlachtgrossbetrieb.

    Das hat es sogar bis nach Indien geschafft (keiner Exkurs) Dort dürfen Kadaver von verendeten Tieren, heilige Kühe unsw, nicht länger ausserhalb der Stadt aufs Feld gelegt werden, was für zahlreiche andere Wildtiere ein willkommenes Fressen war und deren Überleben sicherte, weil es unhygienisch ist. Nun müssen diese Kadaver verbrannt werden.

    Man darf auch hier wegen der Hygiene Vorschriften nicht sein eigenes Packerl über die Theke reichen, um Fleisch oder Kuchen darin zu transportieren, weil es Keime über die Theke schaffen könnten auf das frische Lebensmittel!
    Körperlich Distanz
    Sozial zusammen


    You'd have to be here
    I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
    It's northerly facing and close to an open fjord
    The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
    Calling so slowly from summer's before

    Kari Bremnes

  6. Inaktiver User

    AW: Steuer auf Einweg Pappbecher

    Zitat Zitat von Lukulla Beitrag anzeigen
    Zitat Zitat von Mr_McTailor Beitrag anzeigen
    Wie schön wäre es, wenn Müllvermeidung und ökologischer Fußabdruck zwei Gäule wären, die in dieselbe Richtung ziehen. Also erzählt man die Geschichte so. Aber so ist es eben nicht zwingend. Die Vermeidung von Müll kann durchaus mit höherem Energieaufwand für Produktion und Erhalt langlebiger Verpackungen bezahlt werden müssen. Allerdings, sobald der Anteil regenerativer Energien ausreichend hoch ist ändert sich das. Bis dahin bleibt es Lüge oder Ignoranz.
    Zustimmung. Man hat aber oft den Eindruck, in der Politik wären, ausser bei den Grünen, solche Kreislaufmechanismen unbekannt.
    Mr_McTailors Posting habe ich anscheinend völlig anders verstanden als du.
    Ich stimme ihm zu:
    Müllvermeidung bedeutet eben keineswegs, dass dabei zwangsläufig auch weniger Umweltresourcen verbraucht werden.
    Ein Beispiel dafür war der Vergleich Pappbecher vs. Keramik/Glas: zwar vermeidet man mit der Verwendung von Keramik/Glas entsprechenden Papierabfall, die ökologische Gesamtbilanz ist bei Keramik/Glas aber negativer als beim Pappbecher:
    die Herstellung von Keramik/Glas erfordert mehr Energie als die Herstellung von Pappbechern, hinzu kommt der umweltschädliche Transport, der Verbrauch von Trinkwasser und Chemie fürs Spülen und nochmals der Transport.

    Dass Müllvermeidung und Umweltfreundlichkeit nicht zwangsläufig zusammengehen, gilt nach Meinung von Mr_McTailor zumindest, bis der Anteil regenerativer Energie ausreichend groß sei - und an diesem Punkt würde ich ihm widersprechen:
    dabei wird weiterhin nicht berücksichtigt, dass beim Spülen große Mengen an Wasser und Chemie benötigt werden. Ich glaube auch nicht, dass man LKW so schnell auf umweltfreundlichen Strombetrieb umstellen wird; vorläufig verbrauchen sie nicht gerade wenig fossile Energie. Damit ist der Transport der ach-so-umweltfreundlichen, aber ziemlich schweren und voluminösen Glas- und Keramikbehälter umweltschädlicher als der Transport von Pappbechern und Pappbecher-Abfall.

    Apropos Strom: der kommt ja bekanntlich aus der Steckdose das gilt auch für Strom, der aus regenerativen Energiequellen gewonnen wird. Fragt sich nur: wie kriegt man ihn in die Steckdose. Auch und gerade die grün regierten Bewohner des schwäbischen Ländle wehren sich nämlich vehement gegen Staubecken und Stromtrassen.
    Geändert von Inaktiver User (31.05.2015 um 18:37 Uhr)

  7. Inaktiver User

    AW: Steuer auf Einweg Pappbecher

    Zitat Zitat von Lukulla Beitrag anzeigen
    Die Mülltonnengrösse (eigentlich heisst es ja Abfalltonnen) wird bei privaten Haushalten ermittelt über das Abfallaufkommen bzw. es werden von der Gemeinde bestimmte Grössen zur Verfügung gestellt.

    Wenn es regelmässig so ist, dass eine Tonne nur halb voll ist, muss man (selber als Hausbesitzer oder die Hausverwaltung) eine nächst kleinere Tonne beantragen.

    tja, genau da liegt auch der haken.

    ein nachbar von uns, mit 5 erwachsenen personen hat die kleinste (!) mülltonne die es gibt,
    wir dagegen, 2 erwachsene, haben eine grosse mülltonne, die immer gefüllt ist.

    nun kann man darüber nachdenken, fachsimpeln, wie der müll für 5 erwachsene, der unweigerlich anfällt, ansonsten entsorgt wird?

    in einem anderen bundesland wo wir schon lebten,
    war es so, dass pro person gerechnet wurde, also nicht, WIE jemand selbst sein müllaufkommen einschätzt
    und die grösse des mülleimers bei der gemeinde beantragt.
    DAS war auf jeden fall realistischer.

    ich rede jetzt jeweils davon, wie es auf dem dorf gehandhabt wird.

  8. Inaktiver User

    AW: Steuer auf Einweg Pappbecher

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    die Herstellung von Keramik/Glas erfordert mehr Energie als die Herstellung von Pappbechern, hinzu kommt der umweltschädliche Transport, der Verbrauch von Trinkwasser und Chemie fürs Spülen und nochmals der Transport.
    Auch das haben wir den Lebensmittelhygieneverbrechern zu verdanken. Früher haben auch kleine Abfüllereien ihre Flaschen selber gewaschen. Nun darf Leergut "aus hygienischen Gründen" nur noch in Spülanlagen gespült werden, die die Wassertemperatur und die Sodakonzentration aufs Grad genau einhalten. Das sind sehr komplizierte Hi-Tech-Anlagen, die sich kleine Betriebe nicht leisten können. Deswegen muss Leergut über hunderte von Kilometern zu einem Großbetrieb gekarrt werden, der eine Lizenz zum Spülen hat.
    Wobei in Bars Gläser nach wie vor von Hand gespült werden dürfen (also max. 40°C, Konzentration des Spülmittels Pi mal Daumen). Komisch, ne?

  9. Inaktiver User

    AW: Steuer auf Einweg Pappbecher

    Zitat Zitat von Lukulla Beitrag anzeigen
    Das hat es sogar bis nach Indien geschafft (keiner Exkurs) Dort dürfen Kadaver von verendeten Tieren, heilige Kühe unsw, nicht länger ausserhalb der Stadt aufs Feld gelegt werden, was für zahlreiche andere Wildtiere ein willkommenes Fressen war und deren Überleben sicherte, weil es unhygienisch ist. Nun müssen diese Kadaver verbrannt werden.
    OMG! In Indien ist ja schon die Verbrennung von menschlichen Leichen ein Problem, weil arme Familien oft nicht genug Holz und Brennstoff dafür haben. Und jetzt eine ganze Kuh? Und wie bekommt man die an den Verbrennungsplatz?
    In Indien sind übrigens die Geier vom Aussterben bedroht. Die Umweltgifte raffen sie hin. Ohne Geier sind halbverbrannte Leichen und Kadaver ein echtes Problem.
    OT fertig.

  10. User Info Menu

    AW: Steuer auf Einweg Pappbecher

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Mr_McTailors Posting habe ich anscheinend völlig anders verstanden als du.
    Ich stimme ihm zu:
    Müllvermeidung bedeutet eben keineswegs, dass dabei zwangsläufig auch weniger Umweltresourcen verbraucht werden.
    Ok, den Punkt habe ich anders aufgefasst.
    Nämlich dass Müllvermeidung auch mit einer hohen oder höheren Verbrauch von Material/Technik/Energie etc. einhergehen kann, es sich aber auf die Nutzungszeit umgerechnet, trotzdem lohnt, langlebige Produkte dezentral zu produzieren als kurzlebige Einwegprodukte zentral mit einem entsprechenden Aufwand an Um die Welt Transporte.

    Ein Beispiel dafür war der Vergleich Pappbecher ... Papierabfall
    Der Pappbecher besteht ja nicht (nur) aus Pappe, sondern aus Beschichtungen aus Kunststoff und Farben und ist damit nicht sortenrein, sondern ein Verbundstoff. Das ist ja das Problem.
    Körperlich Distanz
    Sozial zusammen


    You'd have to be here
    I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
    It's northerly facing and close to an open fjord
    The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
    Calling so slowly from summer's before

    Kari Bremnes

Antworten
Seite 17 von 19 ErsteErste ... 71516171819 LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •