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Thema: Steuer auf Einweg Pappbecher
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31.05.2015, 14:58Inaktiver User
AW: Steuer auf Einweg Pappbecher
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31.05.2015, 15:51Inaktiver User
AW: Steuer auf Einweg Pappbecher
eigentlich ist es egal,denn müll der anfällt ,muß entsorgt werden. anders umverteilt...
wenn menschen den müll in öffentlichen mülltonnen werfen, dann fällt der bei ihnen zuhause nicht in die tonne. nun könnte man argumentieren ,dass bei hauseigentümern ,dann eben nur die kleinste menge an müll bezahlt wird und die das dann so nutzen ,um geld zu sparen.man könnte denen ja eine pauschale abnehmen,die das auf jeden fall deckt.
vielleicht sollte man das einfach anders lösen ,dass man einen größeren etat für die öffentliche müllentsorgung stellt ,denn durch diese kultur im stehen und laufen zu essen und zu trinken , fällt wahrscheinlich mehr müll unterwegs an als in den mietshäusern.
ich kann das auch bei uns sehen.unsere mülltonnen immer halbleer...und wir zahlen für volle..
deshalb so kleine mülleimer zu befestigen ,wo dann die hälfte daneben liegt ,im sommer auch noch widerlich riecht und vom wind schön verteilt wird ,ist auf jeden fall ein beispiel für kleingeistigkeit ,denn eine lösung ist das nicht.
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31.05.2015, 15:57Inaktiver User
AW: Steuer auf Einweg Pappbecher
Das ist dem aus meiner Sicht hochkriminellen Lebensmittelüberwachung zu verdanken, der schon viele gute Umweltinitiativen in die Tonne getreten hat. Über Jahrmillionen hat man von Hand gespült, ohne dass das die Menschheit beeinträchtigt hätte. Aber plötzlich gilt das als unhygienisch und Einwegzeug muss her. Dass das Einwegzeug im Gegensatz zur Spülbürste auf Dauer viel größere gesundheitliche Schäden nach sich zieht, interessiert die nicht. Auch die Entsorgung (Verbrennung) erstklassiger Lebensmittel statt deren Verteilung an Bedürftige geht auf deren Konto. Oder elende Viehtransporte, weil kleine, z.T. seit Jahrhunderten existierende Schlachtereien plötzlich als unhygienisch gelten und die Tiere dort nicht verwertet werden dürfen. Kaum eine Behörde richtet so viel Schaden an und hält sich selber derartig bedeckt.
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31.05.2015, 16:12
AW: Steuer auf Einweg Pappbecher
Die Mülltonnengrösse (eigentlich heisst es ja Abfalltonnen) wird bei privaten Haushalten ermittelt über das Abfallaufkommen bzw. es werden von der Gemeinde bestimmte Grössen zur Verfügung gestellt.
Wenn es regelmässig so ist, dass eine Tonne nur halb voll ist, muss man (selber als Hausbesitzer oder die Hausverwaltung) eine nächst kleinere Tonne beantragen.Körperlich Distanz
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31.05.2015, 17:27
AW: Steuer auf Einweg Pappbecher
100% Zustimmung. Vor allem die Verarbeitung und Herstellung regionaler Produkte wird da unerhört gedeckelt. Handkäsereien und die von Dir erwähnten Hofschlachtereien, wo es deutlich humaner zugeht als in einem Schlachtgrossbetrieb.
Das hat es sogar bis nach Indien geschafft (keiner Exkurs) Dort dürfen Kadaver von verendeten Tieren, heilige Kühe unsw, nicht länger ausserhalb der Stadt aufs Feld gelegt werden, was für zahlreiche andere Wildtiere ein willkommenes Fressen war und deren Überleben sicherte, weil es unhygienisch ist. Nun müssen diese Kadaver verbrannt werden.
Man darf auch hier wegen der Hygiene Vorschriften nicht sein eigenes Packerl über die Theke reichen, um Fleisch oder Kuchen darin zu transportieren, weil es Keime über die Theke schaffen könnten auf das frische Lebensmittel!Körperlich Distanz
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31.05.2015, 18:14Inaktiver User
AW: Steuer auf Einweg Pappbecher
Mr_McTailors Posting habe ich anscheinend völlig anders verstanden als du.
Ich stimme ihm zu:
Müllvermeidung bedeutet eben keineswegs, dass dabei zwangsläufig auch weniger Umweltresourcen verbraucht werden.
Ein Beispiel dafür war der Vergleich Pappbecher vs. Keramik/Glas: zwar vermeidet man mit der Verwendung von Keramik/Glas entsprechenden Papierabfall, die ökologische Gesamtbilanz ist bei Keramik/Glas aber negativer als beim Pappbecher:
die Herstellung von Keramik/Glas erfordert mehr Energie als die Herstellung von Pappbechern, hinzu kommt der umweltschädliche Transport, der Verbrauch von Trinkwasser und Chemie fürs Spülen und nochmals der Transport.
Dass Müllvermeidung und Umweltfreundlichkeit nicht zwangsläufig zusammengehen, gilt nach Meinung von Mr_McTailor zumindest, bis der Anteil regenerativer Energie ausreichend groß sei - und an diesem Punkt würde ich ihm widersprechen:
dabei wird weiterhin nicht berücksichtigt, dass beim Spülen große Mengen an Wasser und Chemie benötigt werden. Ich glaube auch nicht, dass man LKW so schnell auf umweltfreundlichen Strombetrieb umstellen wird; vorläufig verbrauchen sie nicht gerade wenig fossile Energie. Damit ist der Transport der ach-so-umweltfreundlichen, aber ziemlich schweren und voluminösen Glas- und Keramikbehälter umweltschädlicher als der Transport von Pappbechern und Pappbecher-Abfall.
Apropos Strom: der kommt ja bekanntlich aus der Steckdose
das gilt auch für Strom, der aus regenerativen Energiequellen gewonnen wird. Fragt sich nur: wie kriegt man ihn in die Steckdose. Auch und gerade die grün regierten Bewohner des schwäbischen Ländle wehren sich nämlich vehement gegen Staubecken und Stromtrassen.
Geändert von Inaktiver User (31.05.2015 um 18:37 Uhr)
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31.05.2015, 18:24Inaktiver User
AW: Steuer auf Einweg Pappbecher
tja, genau da liegt auch der haken.
ein nachbar von uns, mit 5 erwachsenen personen hat die kleinste (!) mülltonne die es gibt,
wir dagegen, 2 erwachsene, haben eine grosse mülltonne, die immer gefüllt ist.
nun kann man darüber nachdenken, fachsimpeln, wie der müll für 5 erwachsene, der unweigerlich anfällt, ansonsten entsorgt wird?
in einem anderen bundesland wo wir schon lebten,
war es so, dass pro person gerechnet wurde, also nicht, WIE jemand selbst sein müllaufkommen einschätzt
und die grösse des mülleimers bei der gemeinde beantragt.
DAS war auf jeden fall realistischer.
ich rede jetzt jeweils davon, wie es auf dem dorf gehandhabt wird.
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31.05.2015, 18:26Inaktiver User
AW: Steuer auf Einweg Pappbecher
Auch das haben wir den Lebensmittelhygieneverbrechern zu verdanken. Früher haben auch kleine Abfüllereien ihre Flaschen selber gewaschen. Nun darf Leergut "aus hygienischen Gründen" nur noch in Spülanlagen gespült werden, die die Wassertemperatur und die Sodakonzentration aufs Grad genau einhalten. Das sind sehr komplizierte Hi-Tech-Anlagen, die sich kleine Betriebe nicht leisten können. Deswegen muss Leergut über hunderte von Kilometern zu einem Großbetrieb gekarrt werden, der eine Lizenz zum Spülen hat.
Wobei in Bars Gläser nach wie vor von Hand gespült werden dürfen (also max. 40°C, Konzentration des Spülmittels Pi mal Daumen). Komisch, ne?
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31.05.2015, 18:39Inaktiver User
AW: Steuer auf Einweg Pappbecher
OMG! In Indien ist ja schon die Verbrennung von menschlichen Leichen ein Problem, weil arme Familien oft nicht genug Holz und Brennstoff dafür haben. Und jetzt eine ganze Kuh? Und wie bekommt man die an den Verbrennungsplatz?
In Indien sind übrigens die Geier vom Aussterben bedroht. Die Umweltgifte raffen sie hin. Ohne Geier sind halbverbrannte Leichen und Kadaver ein echtes Problem.
OT fertig.
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31.05.2015, 18:40
AW: Steuer auf Einweg Pappbecher
Ok, den Punkt habe ich anders aufgefasst.
Nämlich dass Müllvermeidung auch mit einer hohen oder höheren Verbrauch von Material/Technik/Energie etc. einhergehen kann, es sich aber auf die Nutzungszeit umgerechnet, trotzdem lohnt, langlebige Produkte dezentral zu produzieren als kurzlebige Einwegprodukte zentral mit einem entsprechenden Aufwand an Um die Welt Transporte.
Der Pappbecher besteht ja nicht (nur) aus Pappe, sondern aus Beschichtungen aus Kunststoff und Farben und ist damit nicht sortenrein, sondern ein Verbundstoff. Das ist ja das Problem.Ein Beispiel dafür war der Vergleich Pappbecher ... PapierabfallKörperlich Distanz
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