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18.05.2015, 13:08Inaktiver User
AW: Erben: Reich ohne zu arbeiten
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18.05.2015, 13:12
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18.05.2015, 13:12Inaktiver User
AW: Erben: Reich ohne zu arbeiten
Jemand der etwas erbt hat allerdings automatisch mehr Möglichkeiten einen höheren Abschluss und die Durststrecke der ersten 10 Jahre Berufsleben durchzustehen.
andere parken sich freiwillig davor auf den sicheren aber unlukrativen (ideel & finanziel) Jobs , damit sie ihre Familie durchbekommen. Und die Kinder von xy Leitungsmensch haben sowieso mehr Chancen auf einen guten Bildungsabschluss als die von Arbeiter abc. Das wird dann mit 10 Jahren festgelegt.
Frage ist, ob man das will?
Da geht es um wesentlich mehr als um eine Festlegung der Erbschaftssteuer.
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18.05.2015, 13:12
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18.05.2015, 13:19Inaktiver User
AW: Erben: Reich ohne zu arbeiten
Für mich ist mit der Frage nach dem Erbe vor allem die Frage nach dem Wert von Arbeit verbunden. Wenn ich es richtig verstanden habe, wurde bei Jauch so argumentiert, dass weder die, die arbeiten müssen, noch die, die aufgrund des geerbten Vermögens dem Müßiggang frönen können, den Wert von Arbeit richtig bemessen. Erstere, weil sie so gut wie keine Chance mehr haben, sich "hochzuarbeiten", letztere, weil sie nicht mehr arbeiten müssen.
Ich halte diese Schlussfolgerung aus mehreren Gründen für fatal. Zunächst einmal ist Arbeit kein Wert an sich. Die jeweilige Gesellschaft bestimmt die Wertigkeit, und es gibt Beispiele für Gesellschaften (in der Vergangenheit wie in der Gegenwart), bei denen der Arbeit kein sehr hoher Stellenwert zugesprochen wird.
Wir in D sind noch sehr von leistungsethischen Gedanken geprägt und gestehen es uns immer noch nicht zu, darüber nachzudenken, dass unsere Gesellschaft dies schon lane nicht mehr trägt. Man wird sich Gedanken über alternative Lebenskonzepte machen müssen, da Vollbeschäftigung in unserer Gesellschaft nicht umsetzbar bleiben wird.
Darüber hinaus meine ich aber, dass auch Leute ohne Erbe oder sonstiges Vermögen gern arbeiten und in ihren Berufen aufgehen. Sie haben eine andere (möglicherweise sogar die gesündere) Motivation, einer Beschäftigung nachzugehen. Andererseits ruhen sich längst nicht alle Erben auf ihrem Vermögen aus. Wer eine Firma geerbt hat, muss ganz schön rudern, um sie konkurrenzfähig zu halten. Nicht von ungefähr ist die Literatur voll von Geschichten, wo spätestens in der dritten Generation der Abstieg deutlich wird (Thomas und Christian Buddenbrook lassen grüßen).
Noch zur Frage der Erbschaftssteuer und ob es gerecht ist, bei von den Eltern Ererbtem höhere Freibeträge zu haben: Ich lese hier zum Beispiel im Eigenheimforum von persönlichen Berichten, dass User als Kind das elterliche Vermögen mit aufgebaut haben, indem sie auf Urlaub, teure Freizeitvergnügen, Musikinstrument, neue Kleidung und Spielsachen usw. verzichteten, weil die Eltern ein Haus abbezahlten oder Vater eine Selbständigkeit aufbaute. Sie sind die direkte Linie und haben das auch direkt mitgetragen. Warum sollen sie dann nicht den Ertrag erben?
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18.05.2015, 13:24
AW: Erben: Reich ohne zu arbeiten
Ja, finde ich auch. Aber das Erben ist in vielen Familien ein heikles Thema. In fast jeder Familie in meinem Umkreis, fühlt sich irgendwer und sei es die Cousine dritten Grades, der eine Brosche oder ein Bild versprochen wurde, übervorteilt.
Die Freibeträge sind ziemlich hoch, es geht nicht um der Oma ihr Häuschen.
Wie mir ein Vater erzählt hat, wird sein einziger Sohn einmal 5 Häuser bzw. Eigentumswohnung erben. Von seinen Großeltern väterlicher- und mütterlicherseits sowie von zwei unverheirateten Tanten und seinen Eltern. Der Freibetrag gilt jeweils einzeln. Es sei ihm von Herzen gegönnt, aber warum soll er über die Freigrenzen hinaus nicht genau so viele Steuern zahlen wie jemand der arbeitet?Gruß dingsda
Die wichtigste Stunde ist immer die Gegenwart.
Der bedeutendste Mensch ist immer der, der Dir gegenübersteht.
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18.05.2015, 13:27
AW: Erben: Reich ohne zu arbeiten

Genau aus diesem Grund habe ich das Grundeinkommen ins Spiel gebracht.
Ich glaube immer mehr, dass das ein sinnvoller Ansatz ist.
Da reden wir aber wieder über "Betriebsvermögen".
Ich finde, das muss man ohnehin gesondert behandeln.
Naja das kann so sein (dass die Kinder das durch Verzicht "miterarbeitet" haben) - muss aber nicht.
Das Vermögen meines Onkels fußt nicht unerheblich auf den Verdiensten meines Großvaters.
Nun ging ein Teil davon an meinem Onkel, der keine Kinder hat und deshalb geht anschließend sehr viel davon an den Fiskus.
Kann man fair finden, muss man aber nicht.
Ich finde die Diskrepanz zwischen 400.000 € Freibetrag und 20.000 € schon extrem.
Aber mit Einzelfällen zu argumentieren, führt ohnehin nicht weiter.
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18.05.2015, 13:28Inaktiver User
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18.05.2015, 13:30



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