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    AW: Erben: Reich ohne zu arbeiten

    Zitat Zitat von frank60 Beitrag anzeigen
    Wir verteilen immer mehr leistungslose Geldgeschenke an die sich die Leute gewöhnen.
    Wir haben ja leider das Problem der massiven Überproduktion von allem, zumindest an materiellen Gütern. Es ist allerhöchste Zeit, Begriffe wie Geld, Leistung, Verdienst, Anspruch... ganz neu zu denken.

    nein, sozialistische Zentralverteilungspläne halte ich nicht für sinnvoll, aber das an Paulus inspirierte "wer nicht arbeitet, soll nicht essen" ist unter heutigen Umständen genauso wenig sinnvoll.



    Je mehr aus dem Staat anstrengungslos herauszuholen ist, desto maßloser und unzufriedener werden ausgerechnet diejenigen, die mehr von der Gemeinschaft bekommen, als sie hineingeben.
    Anstrengungslos herauszuholen ist gar nicht, keine Bange. Dafür sorgen die ganzen Ämter schon, dass man vor dem Erhalt von irgendwelchen Ressourcen erst mal wie ein braver Untertan schön unten durch muss.

    gruss, barbara

  2. Inaktiver User

    AW: Erben: Reich ohne zu arbeiten

    Zitat Zitat von frank60 Beitrag anzeigen
    Von der sozialen Marktwirtschaft sind wir sehr weit abgerückt, aber nicht in Richtung Raubtierkapitalismus, sondern Sozialismus.
    Davon bemerke ich nichts. Lebst du in Deutschland?

    Der Vormarsch der Linken, gemeinsam mit den Grünen ist unübersehbar. Wir verteilen immer mehr leistungslose Geldgeschenke an die sich die Leute gewöhnen.
    Über 'leistungslose' Geldgeschenke diskutieren wir hier im Strang in der Tat - denn 'erben, ohne zu arbeiten' impliziert, dass eine Gegenwert zur Leistung fehlt.


    Je mehr aus dem Staat anstrengungslos herauszuholen ist, desto maßloser und unzufriedener werden ausgerechnet diejenigen, die mehr von der Gemeinschaft bekommen, als sie hineingeben.
    Win-/Win-Situationen mögen tatsächlich fehlen. Die aufgeblasenen Bürschlein der 'anderen' Seite, die bisher in ihrem Leben ebenfalls nichts leisteten, außer zufällig auf der 'richtigen' Seite geboren zu sein - und als Lenker von morgen ausgebildet werden - sie bekommen im Endeffekt von der Gemeinschaft ebenfalls mehr als sie geben.

    Es ist also müssig, hier wieder den Fokus auf den angeblich herrschenden überbordenden Sozialstaat Deutschland zu lenken. Er existiert nicht. Es ist ein unsicheres Navigieren durch stürmische Gewässer (im wahrsten Wortsinn), die an der Grenze Deutschland nicht halt machen, sondern ein größeres Problem darstellt, dass alle auf diesem Globus tangiert. Denn es resultiert aus Ausbeutung.

  3. gesperrt

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    AW: Erben: Reich ohne zu arbeiten

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Es ist also müssig, hier wieder den Fokus auf den angeblich herrschenden überbordenden Sozialstaat Deutschland zu lenken. Er existiert nicht. Es ist ein unsicheres Navigieren durch stürmische Gewässer (im wahrsten Wortsinn), die an der Grenze Deutschland nicht halt machen, sondern ein größeres Problem darstellt, dass alle auf diesem Globus tangiert. Denn es resultiert aus Ausbeutung.

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    AW: Erben: Reich ohne zu arbeiten

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ja, diese Mittelständler zeigen sich als großzügige Spender, Stifter und Sponsoren. Was nicht mehr beweist, als dass genuegend Vermoegen vorhanden ist.
    Eben. Und durch das Errichten von gemeinnützigen Stiftungen werden auch Steuern gespart.

    Das Errichten von Familienstiftungen dient zu einem Teil dazu, die eigenen Nachfahren über Generationen hinweg abzusichern. Familienstiftungen müssen darüber hinaus keinen gemeinnützigen Zweck haben, die darf man nicht mit gemeinnützigen Stiftungen verwechseln. Pikant finde ich auch, dass die Zuwendungen daraus in den 70er/80er-Jahren gar nicht versteuert werden mussten. Das hat bestimmt auch dazu beigetragen, dass die soziale Ungleichheit gewachsen ist. Heute zahlt man nur die Abgeltungssteuer von 25 % darauf.
    Geändert von MarieEdwige (27.05.2015 um 10:19 Uhr) Grund: Fehler verbessert

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    AW: Erben: Reich ohne zu arbeiten

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Es ist also müssig, hier wieder den Fokus auf den angeblich herrschenden überbordenden Sozialstaat Deutschland zu lenken. Er existiert nicht. Es ist ein unsicheres Navigieren durch stürmische Gewässer (im wahrsten Wortsinn), die an der Grenze Deutschland nicht halt machen, sondern ein größeres Problem darstellt, dass alle auf diesem Globus tangiert. Denn es resultiert aus Ausbeutung.
    Ganz genau. Wobei wir alle an der Ausbeutung ärmerer Länder beteiligt sind. Dafür sind nicht nur die oberen 10 Prozent unserer Gesellschaft oder die Erben verantwortlich.

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    AW: Erben: Reich ohne zu arbeiten

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das ist so ein Thema, bei dem ich sehr zwiegespalten bin.

    Omas Häuschen - kein Gesprächsbedarf. Klar, über die Höhe der Freibeträge kann man immer diskutieren, aber ich finde, wer ein Haus im Wert von 2 Millionen erbt, wird auch einen Weg finden, die Steuer zu zahlen, oder soll eben verkaufen und sich über den Restbetrag freuen: "Was du ererbt von deinen Vätern hast, erwirb es, um es zu besitzen." Oder anders gesagt, vom Steuernzahlen ist noch keiner arm geworden.

    Aber gerade bei den großen Unternehmen in Familienbesitz kribbelt es mich schon manchmal in der roten Socke, sozusagen. Da arbeiten oft Tausende Menschen dafür, dass einige wenige, die schon in zweiter oder dritter Generation hauptberuflich Erben sind, alljährlich quasi eine Apanage bekommen. Da solche Unternehmen aber nicht selten die besten, zuverlässigsten Arbeitgeber sind, weiß ich auch keinen besseren Weg. Außer eben strenge Kontollen der Erbvorgänge (zb bei Stiftungen) und die Besteuerung der Kapitalerträge.

    Die Welt ist eben nicht gerecht. Tröstlich der Gedanke, dass das Lebensglück nicht vom Einkommen abhängt, wenn der Grundbedarf erstmal gedeckt ist.
    Danke :-)

    Ich denke, dass wir so etwas wie ein solides Mindesteinkommen brauchen, aber auch ein Höchsteinkommen. Auf Dauer wird nach meiner Ansicht die Gesellschaft sonst zerbrechen. Am Bildungssektor kann man sehr gut erkennen, dass wir uns grade auf dem falschen Dampfer befinden. die Gesellschaft entwickelt sich auseinander und soziale Unruhen treten jetzt schon auf. Wird man dem nicht Einhalt gebieten, wird es vermehrt zu Unruhen kommen.
    Wenn es ein Höchsteinkommen gibt, erübrigt sich auch die Frage nach dem Erbe ;-)
    LG

  7. Inaktiver User

    AW: Erben: Reich ohne zu arbeiten

    Ein interessantes Gedankenspiel: wie wäre es mit einem Höchstbetrag, den ein Mensch einem anderen vererben darf - zum Beispiel eine Million? Dann müsste man ein großes Vermögen immer aufteilen, an die entferntere Verwandtschaft, für caritative Zwecke oder an den Gesangsverein ...

    Da ist immer noch genug Ungerechtigkeit drin, um den Ehrgeiz anzustacheln, aber diese ganz krassen Fälle von Vermögensanhäufung gäbe es nicht mehr.

    PS: Ist jetzt nur so vor mich hin gesponnen.

  8. Inaktiver User

    AW: Erben: Reich ohne zu arbeiten

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ein interessantes Gedankenspiel: wie wäre es mit einem Höchstbetrag, den ein Mensch einem anderen vererben darf - zum Beispiel eine Million? Dann müsste man ein großes Vermögen immer aufteilen, an die entferntere Verwandtschaft, für caritative Zwecke oder an den Gesangsverein ...

    Da ist immer noch genug Ungerechtigkeit drin, um den Ehrgeiz anzustacheln, aber diese ganz krassen Fälle von Vermögensanhäufung gäbe es nicht mehr.

    PS: Ist jetzt nur so vor mich hin gesponnen.
    Die Idee ist gar nicht so abwegig und ließe sich ganz einfach verwirklichen: durch einen entsprechenden Steursatz.

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    AW: Erben: Reich ohne zu arbeiten

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Über 'leistungslose' Geldgeschenke diskutieren wir hier im Strang in der Tat - denn 'erben, ohne zu arbeiten' impliziert, dass eine Gegenwert zur Leistung fehlt.


    Win-/Win-Situationen mögen tatsächlich fehlen. Die aufgeblasenen Bürschlein der 'anderen' Seite, die bisher in ihrem Leben ebenfalls nichts leisteten, außer zufällig auf der 'richtigen' Seite geboren zu sein - und als Lenker von morgen ausgebildet werden - sie bekommen im Endeffekt von der Gemeinschaft ebenfalls mehr als sie geben.

    Es ist also müssig, hier wieder den Fokus auf den angeblich herrschenden überbordenden Sozialstaat Deutschland zu lenken. Er existiert nicht. Es ist ein unsicheres Navigieren durch stürmische Gewässer (im wahrsten Wortsinn), die an der Grenze Deutschland nicht halt machen, sondern ein größeres Problem darstellt, dass alle auf diesem Globus tangiert. Denn es resultiert aus Ausbeutung.
    Absolute Gerechtigkeit wird es nicht geben. Wer das Erben übermäßig beschneiden möchte, muss das Grundgesetz ändern. Die Diskussion fühlt sich gerade so an, als ob die „Benachteiligten“ oder die sich dafür halten, sich einfach nur falsch „eingereiht“ hätten, bei der Vermögensverteilung. Hinter Vermögen steht auch Leistung. Vielleicht macht sich mal jemand die Mühe und rechnet den fiktiven Firmenwert durch, der zur Wertermittlung des Unternehmens und letztlich zur Erbschaftssteuer herangezogen wird. Dazu kommt, dass diese Erben selbst bereits den Lebensabend erreicht haben und sich diese Lasten nicht noch antun würden. Sie werden in Zukunft verkaufen und das Geld in eine Stiftung in Nirwana stecken.

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    AW: Erben: Reich ohne zu arbeiten

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Die Idee ist gar nicht so abwegig und ließe sich ganz einfach verwirklichen: durch einen entsprechenden Steursatz.
    Stimmt, die Steuern und Abgaben waren noch nie so hoch, da ist immer noch etwas Luft nach oben.

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