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  1. Inaktiver User

    AW: Erben: Reich ohne zu arbeiten

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Es glaubt doch wohl kein Mensch, dass es IN DEUTSCHLAND vor allem den "Superreichen" ans Portemonnaie ginge?!
    Warum nicht. Die Grünen machen sich darüber gerade Gedanken.

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    AW: Erben: Reich ohne zu arbeiten

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Warum nicht. Die Grünen machen sich darüber gerade Gedanken.
    Sollen sie, sie werden nichts damit ändern. Denn wer sehr viel Geld hat, kann seinen Wohnsitz problemlos nach Monaco verlagern.
    Solange wir über Firmenbesitz in Privathand sprechen, sollten wir ganz vorsichtig mit Beschneidungen des Erbes umgehen. Gerade bei uns in Ostwestfalen-Lippe gibt es eine Menge weltbekannter Firmen, die im Familienbesitz sind. Sie sind die begehrtesten Arbeitgeber, weil eine Menge Fürsorge dabei ist, sie sind großzügige Spender, Stifter und Sponsoren. Und denken selten über Geschäftsverlagerung in Billiglohnländer nach - im Gegensatz anderer Firmen.

    Möchten wir sozialistische Gleichmacherei? Die hat auch nur theoretisch gegolten.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

  3. Inaktiver User

    AW: Erben: Reich ohne zu arbeiten

    Zwischen Gedanken machen und Gedanken umsetzen (können und wirklich wollen) liegt ne ziemlich grosse Wegstrecke.

  4. Inaktiver User

    AW: Erben: Reich ohne zu arbeiten

    Zitat Zitat von Opelius Beitrag anzeigen
    Sollen sie, sie werden nichts damit ändern. Denn wer sehr viel Geld hat, kann seinen Wohnsitz problemlos nach Monaco verlagern.
    Natürlich. Allerdings muss man dann auch bereit sein mehr als 50% des Jahres außerhalb Deutschlands in diesem elitären Kuhkaff zu verbringen.
    Sich dort einfach nur eine (maßlos überteuerte) Eigentumswohnung in einer der Hochhaus-Hühnerställe zu kaufen und dem deutschen Fiskus zu erklären künftig dort zu wohnen, genügt nämlich nicht, um in Deutschland steuerbefreit zu sein. Diese bittere Erfahrung musste auch Boris Becker machen.
    Nebenbei bemerkt ist man auch bei - korrekter - Verlegung des Wohnsitzes nicht etwa in Deutschland steuerbefreit: man bleibt "beschränkt steuerpflichtig" mit dem Einkommen, das in Deutschland erwirtschaftet wird.

    Möchten wir sozialistische Gleichmacherei?
    Traurig, dass man heutzutage den Unterschied zwischen "sozial" und "sozialistisch" nicht mehr zu kennen scheint.
    Den Jüngeren sei verziehen - sie wissen vielleicht nicht, dass es in Deutschland einst (lang, lang ist's her) sowas wie die "soziale Marktwirtschaft" gab; sie kennen nur die "marktkonforme Demokratie".
    Die Älteren müssten es allerdings besser wissen.
    Geändert von Inaktiver User (26.05.2015 um 20:24 Uhr) Grund: Link nachgereicht

  5. Inaktiver User

    AW: Erben: Reich ohne zu arbeiten

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Sasapi, in meiner Gegend kostet schon so eine Schuhschachtel, die sich 'Reihenhaus' nennt und jeder Pups des Nachbarn zu hören sein dürfte, ab 250 Tausend aufwärts. Ohne Erbe als Grundkapital sollte es schwer sein, das jemals abzustottern.
    Auch nicht schwerer als früher, als die gleiche Schuhschachtel ab 70.000 (?) DM aufwärts kostete und ein durchschnittliches Einkommen z.B. bei brutto 1.000 (?) DM lag.
    Hinzu kam ein Hypothekenzins von 6% und mehr - statt 1-1,5% wie derzeit.

    Das Problem ist doch die Erwartungshaltung. Mir kommen viele Bundesbürger heute wie verzogene Kleinkinder vor, die erwarten, das Omelett zu kriegen und das Ei zu behalten, eine Rieseninvestition zu machen, diese aber im Handumdrehen finanziert zu haben - möglichst ohne auf Urlaub, die neuesten Elektronikspielzeuge, das 25. Paar Schuhe etc. zu verzichten.
    Geändert von Inaktiver User (26.05.2015 um 12:04 Uhr)

  6. VIP

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    AW: Erben: Reich ohne zu arbeiten

    Zitat Zitat von Opelius Beitrag anzeigen
    Sollen sie, sie werden nichts damit ändern. Denn wer sehr viel Geld hat, kann seinen Wohnsitz problemlos nach Monaco verlagern.
    Und hier sollte Europa sein Steuerrecht ändern: Steuern werden nach Staatsangehörigkeit in dem Land bezahlt, wie in den USA. Da müssen alle mit US-Pass Steuern in den USA zahlen, auch wenn sie ihren Wohnsitz z. B. in Deutschland haben und sich dort hauptsächlich aufhalten. Dies gilt auch bei doppelter Staatsbürgerschaft.
    Es gibt einen hohen Freibetrag (90000$), der den Normalverdiener entgegen kommt. Alle die darüber liegen, müssen ihre Steuern in den USA abführen.
    Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
    Die Ärzte

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    AW: Erben: Reich ohne zu arbeiten

    Zitat Zitat von Opelius Beitrag anzeigen
    Solange wir über Firmenbesitz in Privathand sprechen, sollten wir ganz vorsichtig mit Beschneidungen des Erbes umgehen. Gerade bei uns in Ostwestfalen-Lippe gibt es eine Menge weltbekannter Firmen, die im Familienbesitz sind. Sie sind die begehrtesten Arbeitgeber, weil eine Menge Fürsorge dabei ist, sie sind großzügige Spender, Stifter und Sponsoren. Und denken selten über Geschäftsverlagerung in Billiglohnländer nach - im Gegensatz anderer Firmen.
    Solche Firmen bringen ihr Vermögen recht häufig in Form von Familienstiftungen in Sicherheit. So wird verhindert, dass die Firma von den Erben aufgeteilt wird. Die Erben erhalten dann laufende und einmalige Zuwendungen aus diesen Stiftungen, die sie als Einkünfte aus Kapitalvermögen versteuern, d. h. sie zahlen die Abgeltungssteuer von 25 Prozent auf diese Zuwendungen. Ein Vorteil solcher Stiftungen ist, dass im Todesfall keine Erbschaftssteuer fällig wird. Stattdessen muss die Stiftung eine Erbersatzsteuer zahlen - alle dreißig Jahre, wobei das Betriebsvermögen geschützt ist.

    Der Würth-Konzern z. B. hat das Firmenvermögen in den achtziger Jahren in mehrere Familienstiftungen eingebracht. Die Aldi-Brüder haben bereits in den siebziger Jahren Familienstiftungen gegründet. Götz Werner, der Gründer der dm-Märkte, hat sein Betriebsvermögen inzwischen auch in eine Stiftung überführt.

    Bei solchen Steuer-Gestaltungsmöglichkeiten mache ich mir überhaupt keine Sorgen um den Fortbestand der Familienunternehmen der reichen Bevölkerungsschichten.

  8. Inaktiver User

    AW: Erben: Reich ohne zu arbeiten

    Zitat Zitat von xanidae Beitrag anzeigen
    Und hier sollte Europa sein Steuerrecht ändern: Steuern werden nach Staatsangehörigkeit in dem Land bezahlt, wie in den USA. Da müssen alle mit US-Pass Steuern in den USA zahlen, auch wenn sie ihren Wohnsitz z. B. in Deutschland haben und sich dort hauptsächlich aufhalten. Dies gilt auch bei doppelter Staatsbürgerschaft.
    Es gibt einen hohen Freibetrag (90000$), der den Normalverdiener entgegen kommt. Alle die darüber liegen, müssen ihre Steuern in den USA abführen.
    Gleichzeitig ist es aber keineswegs so, dass die USA auf Steuern der Ausländer verzichten, die mit Green Card in ihrem Land arbeiten. Die Logik ist also keineswegs durchgängig und fair.

    Wer als deutscher Staatsbürger im Ausland lebt, auf Dauer oder vorübergehend, tut das in der Regel nicht deswegen, weil er dort Steuern spart, sondern aus beruflichen oder privaten Gründen. Umgekehrt leben Polen, Türken und Spanier nicht deshalb in Deutschland, um polnische, türkische bzw. spanische Steuern zu sparen.
    Wer in einem Land lebt - egal in welchem - nutzt dort die öffentliche Infrastruktur und hat dafür einen angemessenen Beitrag zu leisten - gegebenenfalls abhängig vom Einkommen, aber nicht abhängig vom Reisepass.

    Die USA setzen sich über internationale Regeln und den gesunden Menschenverstand hinweg, um ihre Interessen durchzuboxen. - Warum? Weil sie es können.
    Wir müssen ihnen aber wirklich nicht alles nachmachen - nicht in der Welt und schon gar nicht innerhalb Europas.
    Geändert von Inaktiver User (26.05.2015 um 18:25 Uhr)

  9. Inaktiver User

    AW: Erben: Reich ohne zu arbeiten

    Zitat Zitat von Opelius Beitrag anzeigen
    Sollen sie, sie werden nichts damit ändern. Denn wer sehr viel Geld hat, kann seinen Wohnsitz problemlos nach Monaco verlagern.
    Solange wir über Firmenbesitz in Privathand sprechen, sollten wir ganz vorsichtig mit Beschneidungen des Erbes umgehen. Gerade bei uns in Ostwestfalen-Lippe gibt es eine Menge weltbekannter Firmen, die im Familienbesitz sind. Sie sind die begehrtesten Arbeitgeber, weil eine Menge Fürsorge dabei ist, sie sind großzügige Spender, Stifter und Sponsoren. Und denken selten über Geschäftsverlagerung in Billiglohnländer nach - im Gegensatz anderer Firmen.

    Möchten wir sozialistische Gleichmacherei? Die hat auch nur theoretisch gegolten.
    Ja, diese Mittelständler zeigen sich als großzügige Spender, Stifter und Sponsoren. Was nicht mehr beweist, als dass genuegend Vermoegen vorhanden ist.

    Ich glaube auch nicht, dass es mit sozialistischer Gleichmacherei zu tun hat, auf diese angesprochene Entwicklung von Erben-Generationen ein besonderes Augenmerk zu legen. Es wird irgendwann definitiv verstärkt das Thema 'soziale Gerechtigkeit' in diesem Land auf den Tisch kommen.

    Dem Argument, das entsprechende Klientel würde dann in's Ausland ausweichen, kann ich ebenfalls wenig abgewinnen. Von mir aus können diese Herrschaften dies sehr gerne tun - und bitte auch dort bleiben.

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    AW: Erben: Reich ohne zu arbeiten

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Traurig, dass man heutzutage den Unterschied zwischen "sozial" und "sozialistisch" nicht mehr zu kennen scheint.
    Den Jüngeren sei verziehen - sie wissen vielleicht nicht, dass es in Deutschland einst (lang, lang ist's her) sowas wie die "soziale Marktwirtschaft" gab; sie kennen nur die "marktkonforme Demokratie".
    Die Älteren müssten es allerdings besser wissen.
    Von der sozialen Marktwirtschaft sind wir sehr weit abgerückt, aber nicht in Richtung Raubtierkapitalismus, sondern Sozialismus.
    Der Vormarsch der Linken, gemeinsam mit den Grünen ist unübersehbar. Wir verteilen immer mehr leistungslose Geldgeschenke an die sich die Leute gewöhnen. Je mehr aus dem Staat anstrengungslos herauszuholen ist, desto maßloser und unzufriedener werden ausgerechnet diejenigen, die mehr von der Gemeinschaft bekommen, als sie hineingeben.

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