So ist es. Aber, wenn die Menschen allein das haben dürfen, was sie in ihren Gebieten ernten und erzeugen können, reicht das zum Überleben, vielleicht sogar für ein wenig Wohlstand, sicherlich aber für ein besseres Dasein, als das derzeitige.
Und ohne hier auf sehr bekannten Fakten herumreiten zu wollen, alleine die Mengen an Nahrungsmitteln, die bei uns weggeworfen werden, machen schon einen gewaltigen Prozentsatz unseres Luxuslebens aus.
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21.04.2015, 17:21Inaktiver User
AW: Flüchtlingskatastrophe auf dem Mittelmeer: Wie kann die Situation verbessert werd
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21.04.2015, 17:25Inaktiver User
AW: Flüchtlingskatastrophe auf dem Mittelmeer: Wie kann die Situation verbessert werd
Es könnte schon um einiges besser werden, wenn z. B. die EU ihre Überproduktionen in Entwicklungsländern nicht unter regionalem Preisniveau verkaufen würden, so dass lokale Produzenten mit ihren eigenen Waren keine Chance haben, wenn z. B. die EU für afrikanische Waren den Markteintritt vereinfachen würden, Konzerne nicht hemmungslos die Rohstoffe (Stichwort seltene Erden) ausbeuten dürften etc. etc. Der Westen kann sehr wohl sehr viel machen. China ist z. B. in Afrika ganz anders unterwegs.
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21.04.2015, 17:37Inaktiver User
AW: Flüchtlingskatastrophe auf dem Mittelmeer: Wie kann die Situation verbessert werd
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21.04.2015, 17:38
AW: Flüchtlingskatastrophe auf dem Mittelmeer: Wie kann die Situation verbessert werd
Wäre die Dramatik nicht so gross, könnte man fast darüber lächeln. Aber das war sicher eine unfreiwillige Komik.
Klar ist, dass kein Land der Welt allein oder Europa alle Flüchtlinge und Fluchtwillige und Immigranten aufnehmen kann, die es momentan in der Welt gibt. Die Mittelmeer Menschen, die es auf dem Weg versuchen, sind ja nur ein Teil der Katastrophe.
Fotos von Leichen direkt vor der Küste Italiens sind ausserdem spektakulärer als Videos von dunkelhäutigen Menschen in Nigeria, die gerade von der Boko Haram abgeschlachtet wurden oder Fotos aus Flüchtlingslager in der Türkei, wo Zehntausende Syrier mit nur einem Koffer ihrer ehemaligen Habe sitzen.
Ja, Europa kann nicht die Welt von Afrika retten und alle die weggehen wollen und müssen aufnehmen.
Was also tun?
Ich weiss gar nicht, ob wirklich die europäischen Politiker so viel Macht haben, die Dinge zu verändern. Die kommen und gehen, deren Programme unterscheiden sich oft nur marginal.
Die wirkliche Mach liegt doch in den Händen der Unternehmer, die all das produzieren und anschaffen, was zum Untergang der Menschen in Afrika beiträgt. Ölbohrungen in Nigerdelta, Pharmaversuche in diversen Ländern an "Freiwilligen", Dünge- und Saatmittel mit genmanipulierten Gut, Waffen, Munition, Tiervernichtungsindustrie, Gift/Fallen/Waffen, Elektroschrottimporte, Altkleider und Schuhimporte, Säure- und Atommüllimporte und Lagerung.
Afrika ist der dankbarste und beste Abnehmer für den ganzen Schrott. Verhandelt wird mit meist mit Diktatoren und/und korrupten Machtinhabern, die sich ihr Ja dazu vergolden lassen und europäische Unternehmer sind froh, so viel rechtsfreien Raum zu haben.
Unter dem Deckmantel der Entwicklungshilfe ist auch vieles möglich. Rechtfertigen kann man mit diesem Argument sehr vieles.
Wie schon gesagt, die Leichen vor unseren Stränden wo wir im Sommer baden gehen möchte sind gruselig, da wird sich gerne aufgeregt und solche Helfer Menschen, wie der im Eingangspost erwähnte, erhalten viel Zuspruch. Die Leichen der anderen, die z.B. gerade in Jemen rumliegen, sind nicht so schick. Daher werden sie nicht gezeigt und es gibt darüber auch keinen Betroffenheitssermon.
Natürlich ist es auf der einen Seite bedenklich, dass diese Menschen 1000€ oder mehr übrig haben, um es einem "Kapitän" zu geben, der ein Boot hat, während sie auf der anderen Seite sagen, sie könnten nicht in ihrem Land leben, weil sie zu arm sind. Mittlerweile müsste sich rumgesprochen haben, dass viele ertrinken, viele abgewiesen werden und nur ein winzig kleiner Rest Aufnahme findet. Warum geben sie dem Kapitän trotzdem soviel Geld?
Hauptsache: weg aus Afrika?
Wenn also so viele Menschen weggehen wollen/müssen und das als einzigen Ausweg sehen, dann liegt es an dem Land, wo sie leben und nicht an den nicht vorhandenen Verheissungen anderer Länder, wohin sie gehen wollen.
Wer hat dafür gesorgt, dass es in weiten Teilen Afrikas keine Lebensgrundlage für die Einheimischen gibt?Körperlich Distanz
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21.04.2015, 17:41
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21.04.2015, 17:43Inaktiver User
AW: Flüchtlingskatastrophe auf dem Mittelmeer: Wie kann die Situation verbessert werd
Wie soll es denn sonst funktioieren? Menschen, die nach deutschem oder europäischem Recht einen Rechtsanspruch* (!) auf Asyl haben, müssen natürlich die Möglichkeit haben diesen Antrag irgendwo zu stellen, sonst ist unser verfassungsrechtlich garantiertes Asylrecht für die Tonne.
Von außerhalb, z.B. bei einer deutschen Botschaft im Ausland, geht das nämlich nicht.
Deshalb sieht es heute so aus, dass man sich mit Hilfe der Schlepper auf den gefährlichen Weg über das Meer machen muss, um einen Antrag stellen zu können.
Die gegenwärtige Abschottung Europas zwingen die Menschen zu diesem Schritt, wie in der letzten Hart-aber-fair-Sendung von einer Betroffenen nüchtern erklärt wurde.
*) Lassen wir Wirtschaftsflüchtlinge mal beiseite, denn die haben keinen Anspruch auf Asyl und würden gegebenenfalls umgehend zurückgeschickt werden.
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21.04.2015, 17:47
AW: Flüchtlingskatastrophe auf dem Mittelmeer: Wie kann die Situation verbessert werd
Hühner. In unseren Massenquälhaltungsfabriken werden soviel Hühner produziert, dass ein so grosser "Überschuss" da ist, dass tiefgefrorenes Huhnteil nach Afrika gekarrt, verschifft, und geflogen wird. Diese Teile werden dann in Kühllager gelagert, die vorher vom Westen produziert und nach Afrika verkauft wurden.
Der dörfliche Hühnerhalter hat gegen diese billigen Massen an Fleisch keine Chance. Also gibt er seinen bescheiden Hof auf und wird Lagerist. In dem Hühnertiefkühlager.
Eine tolle Sache für die Unternehmer aus Europa: Hühnerquäler, Logistiker und Kühlschrankhersteller sind alle auf der Gewinnerseite.Körperlich Distanz
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21.04.2015, 17:51
AW: Flüchtlingskatastrophe auf dem Mittelmeer: Wie kann die Situation verbessert werd
Ziemlich genau so ist es.
Ja. Nein.Die Forderungen nach Öffnung, Umverteilung usw. sind völlig lebensfremd und wirklichkeitsverdrängend.
Ist einfach ne Frage von Mehrheiten.
Die Mehrheit der Bürger in den reichen Ländern Europas ist ja noch nicht mal bereit auf 35% Bequemlichkeit und Überfluss zu verzichten.
VanDyckEs gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
dann durchfluten sie mich wie Regen ...
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Nothing in life is as important as you think it is, while you are thinking about it.
Daniel Kahneman
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21.04.2015, 17:59
AW: Flüchtlingskatastrophe auf dem Mittelmeer: Wie kann die Situation verbessert werd
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21.04.2015, 18:31Inaktiver User



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