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  1. Inaktiver User

    AW: Monica Lewinskys TED Rede: 'Online Bullying and Online Compassion '

    Zitat Zitat von Lukulla Beitrag anzeigen
    Zynisch gesprochen wird bei diesen Personen fast vorausgesetzt, dass sie gemobbt werden, wobei die Schwulenszene in gewissen westlichen Staaten inzwischen solche hysterisch bejahenden Zügen angenommen, dass ein Mann fast einen Orden umgelegt bekommt, wenn er sagt, er wäre schwul.

    Wir erinnern uns daran, dass unsere Bundeskanzlerin das Outing eines Fussballers als mutig und richtig kommentierte. Was nicht ihre originäre Aufgabe ist.

    Gerade eine schöne Frau mit allen scheinbaren Privilegien wie Monica ist doch ein Paradebeispiel, wie grausam es sein kann, wenn Menschen im Netz zuschlagen.
    Hitzlsperger hat ganz bewusstb bis zu seinem Karriereende gewartet mit seinem "mutigen und richtigen" Outing. Wenn man dann die Äußerungen von Sportjournalisten und Kollegen hörte, war das besser so. Sonst gibt es keine weiteren Outings in der Bundesliga. Den Orden will anscheinend niemand.
    Der von M. Lewinsky erwähnte Homosexuelle hat sich umgebracht. Ein anderes bekanntes Cyberbulling Opfer wäre Amanda Todd.

  2. Inaktiver User

    AW: Monica Lewinskys TED Rede: 'Online Bullying and Online Compassion '

    Es gilt in solchen Fällen wohl, das Netz zu meiden und - wie auch im realen Leben - ist es wohl nicht möglich von 'allen' Mitmenschen gemocht zu werden.

    Womit ich Cyber-Mobbing keineswegs entschuldigen möchte. Es ist widerlich. Ebenso widerlich wie reales Mobbing, das aus den unterschiedlichsten Gründen geschieht, und nicht selten mit dem Verlassen einer 'Gruppe' endet. Rückzug ist dann die Lösung.

    Ich persönlich empfand Frau Lewinsky nie als Hure, Schwachsinn so etwas zu behaupten. Doch Idioten gibt es eben überall. Doch - sie trägt auch Mitverantwortung. Und - ich kann nur wiederholen - hatte 17 Jahre Zeit, sich ein Image zuzulegen bzw. ein Leben, dass Clinton im Hintergrund hätte zu einem Zwerg schrumpfen lasssen können. Tat sie aber nicht, sondern 'profitiert' auch heute scheinbar noch von dieser Beziehung.

    Sonst würde sie auch nicht zu diesem Thema geladen worden sein. Wo ihr übrigens viel Beifall sicher war - ergo scheint es in der Tat zumindest eine Teilmenge Menschen zu geben, die sie schätzen. Vielleicht sollte sie den Fokus darauf richten.

    Meines Erachtens ist sie dennoch nicht das beste Beispiel, um dieses durchaus wichtige Thema zu repräsentieren. Mir ist hier zu viel Opferhaltung zu spüren und vielleicht ein Tick zuviel der äußerlichen Glätte, die auch den Beleidigern zugeschrieben wird.


    Über Bill liesse sich separat diskutieren. Und auch über die Tatsache, dass die Mächtigen in einer solchen Situation meistens die Oberhand behalten. Dies geschieht auch schon im kleinen, persönlichen Alltag. Dass Bill log, war der Hammer. Dass die Leute dennoch seine Bücher kaufen - scheint daran zu liegen, dass sie selbst wenig reflektiert sind.

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    AW: Monica Lewinskys TED Rede: 'Online Bullying and Online Compassion '

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Über Bill liesse sich separat diskutieren. Und auch über die Tatsache, dass die Mächtigen in einer solchen Situation meistens die Oberhand behalten. Dies geschieht auch schon im kleinen, persönlichen Alltag. Dass Bill log, war der Hammer. Dass die Leute dennoch seine Bücher kaufen - scheint daran zu liegen, dass sie selbst wenig reflektiert sind.
    Das kann u. a. daran liegen, dass Clinton natürlich schon eine Biografie hatte, als die Sache aufgedeckt wurde. Zudem wird nach wie vor die Frau anders betrachtet, als der Mann. Clinton sieht man getrennt von der Affäre. Lewinsky ist und bleibt die Affäre von Clinton. Auch hier. Es wird nicht diskutiert, was sie über das Thema sagt. Sofort springt man auf den Zug auf: "Ach, die ..."


  4. Moderation

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    AW: Monica Lewinskys TED Rede: 'Online Bullying and Online Compassion '

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Womit ich Cyber-Mobbing keineswegs entschuldigen möchte. Es ist widerlich. Ebenso widerlich wie reales Mobbing, das aus den unterschiedlichsten Gründen geschieht, und nicht selten mit dem Verlassen einer 'Gruppe' endet. Rückzug ist dann die Lösung..
    (Markierung von mir)

    Nein, das sehe ich anders. Rückzug ist keine Lösung. Wenn den Opfern geraten wird, sich zurückzuziehen, wird den Tätern das Feld überlassen.

    Online- und Offlinewelt vermischen sich doch schon lange. Sobald es um konkrete Morddrohungen geht (so wie im Fall der weiblichen Spieledesigner) oder sobald es auf dem Schulhof und per Telefon weitergeführt wird, ist es nicht damit getan, das Internet zu meiden.
    "I don't want to be part of a world where being kind is a weakness" - Keanu Reeves

    Moderatorin in den Reiseforen und bei der Eifersucht, bei den Selbständigen, Arbeiten im Ausland und im Kunstforum.

  5. Inaktiver User

    AW: Monica Lewinskys TED Rede: 'Online Bullying and Online Compassion '

    Zitat Zitat von frangipani Beitrag anzeigen
    (Markierung von mir)

    Nein, das sehe ich anders. Rückzug ist keine Lösung. Wenn den Opfern geraten wird, sich zurückzuziehen, wird den Tätern das Feld überlassen.
    Monika Lewinsky halte ich wirklich für kein Opfer. Sie mag aber eine Opferhaltung haben, das ist mein Gefühl.

  6. Inaktiver User

    AW: Monica Lewinskys TED Rede: 'Online Bullying and Online Compassion '

    Zitat Zitat von Fourthhandaccount Beitrag anzeigen
    Das kann u. a. daran liegen, dass Clinton natürlich schon eine Biografie hatte, als die Sache aufgedeckt wurde. Zudem wird nach wie vor die Frau anders betrachtet, als der Mann. Clinton sieht man getrennt von der Affäre. Lewinsky ist und bleibt die Affäre von Clinton. Auch hier. Es wird nicht diskutiert, was sie über das Thema sagt. Sofort springt man auf den Zug auf: "Ach, die ..."
    Am schlimmsten an der Sache fand ich tatsächlich Clintons Leugnungsversuch - d. h. seine Lüge.

    Was sie zum Thema sagt, kann gerne diskutiert werden. Ich habe wenig Interessantes gehört.

  7. Moderation

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    AW: Monica Lewinskys TED Rede: 'Online Bullying and Online Compassion '

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Monika Lewinsky halte ich wirklich für kein Opfer. Sie mag aber eine Opferhaltung haben, das ist mein Gefühl.
    Ich hatte dich bei dem oben Zitierten so verstanden, dass du über Cybermobbingopfer allgemein sprichst.
    "I don't want to be part of a world where being kind is a weakness" - Keanu Reeves

    Moderatorin in den Reiseforen und bei der Eifersucht, bei den Selbständigen, Arbeiten im Ausland und im Kunstforum.

  8. Inaktiver User

    AW: Monica Lewinskys TED Rede: 'Online Bullying and Online Compassion '

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Monika Lewinsky halte ich wirklich für kein Opfer. Sie mag aber eine Opferhaltung haben, das ist mein Gefühl.
    In dem Vortrag ging es weniger um sie selbst, sondern um Cybermobbing und Online-Bullying. Da hat sie ein paar persönliche Erfahrungen einfließen lassen. Die Organisatoren haben den Vortrag auch auf Facebook veröffentlicht. Prompt ging die Trollerei und der Hass los. Und eine Debatte darüber, ob ein Entfernen dieser Kommentare unter Zensur fällt und das Meinungsfreiheit ist. Want to help prevent online bullying? Comment on Facebook | ideas.ted.com

    Ich glaube nicht, dass Monica Lewinsky etwas getan hat, das diesen Hass und diese Trollerei rechtfertigt.

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    AW: Monica Lewinskys TED Rede: 'Online Bullying and Online Compassion '

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Womit ich Cyber-Mobbing keineswegs entschuldigen möchte. Es ist widerlich. Ebenso widerlich wie reales Mobbing, das aus den unterschiedlichsten Gründen geschieht, und nicht selten mit dem Verlassen einer 'Gruppe' endet. Rückzug ist dann die Lösung.
    Tatsächlich gibt es immer nur 2 Wege: Widerspruch oder Abwanderung.
    Wer die Nerven und Unterstützer hat, wählt den ersten.

    Über Bill liesse sich separat diskutieren. Und auch über die Tatsache, dass die Mächtigen in einer solchen Situation meistens die Oberhand behalten. Dies geschieht auch schon im kleinen, persönlichen Alltag. Dass Bill log, war der Hammer.
    Es ist auffallend, dass oft vor dem Netzsturm eine reale Person den Anfang macht, mit einem "das Feld ist offen, der Mensch ist frei zum Beschimpfen".

    Das war bei Monica so, bei Wulff, bei dem hier verlinkten Beispiel der jungen Amanda.

    Zitat Zitat von Fourthhandaccount Beitrag anzeigen
    Lewinsky ist und bleibt die Affäre von Clinton. Auch hier. Es wird nicht diskutiert, was sie über das Thema sagt. Sofort springt man auf den Zug auf: "Ach, die ..."
    Ja. Sie selber hat es in dem Vortrag zum Thema gemacht, also reden wir darüber.
    Hat sie eine andere Biografie? Das ist nicht ironisch gemeint.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    In dem Vortrag ging es weniger um sie selbst, sondern um Cybermobbing und Online-Bullying. Da hat sie ein paar persönliche Erfahrungen einfließen lassen.

    Ich glaube nicht, dass Monica Lewinsky etwas getan hat, das diesen Hass und diese Trollerei rechtfertigt.
    Aber sie selber lenkt über eine lange Strecke den Fokus darauf, ich habe es objektiv verfolgt und mir ging das naive "was habe ich falsch gemacht, ich habe mich mit 24 Jahren in einen älteren Mann verliebt und der war mein Boss" ein bisschen auf die Nerven. Sie dreht da länger an dieser Spirale.

    Sie hat nichts getan, was Hass auch nur im Entferntesten gerechtfertigt. Sie war grenzenlos naiv und alle haben sie Regen stehen lassen. Das war aber die reale Welt. Die Ermittler, fast alle männlich, die Journalisten, fast alle männlich, und der Geliebte.
    Körperlich Distanz
    Sozial zusammen


    You'd have to be here
    I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
    It's northerly facing and close to an open fjord
    The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
    Calling so slowly from summer's before

    Kari Bremnes

  10. User Info Menu

    AW: Monica Lewinskys TED Rede: 'Online Bullying and Online Compassion '

    Zitat Zitat von frangipani Beitrag anzeigen
    Lukulla, das ist ein TED Talk. Die gibt es seit einigen Jahren weltweit.
    Danke.

    Den Unterschied zu dem schwulen Studenten, der keinen anderen Ausweg sah, als von der Brücke zu springen, sowie den meisten Cyberbullying-Opfern und ML sehe ich darin, dass die Ersteren oft keine Zuhörer (oder die Möglichkeit, sich zu äussern) finden.
    Keine Unterstützer. Oder sich keine suchen.
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