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  1. Inaktiver User

    AW: Monica Lewinskys TED Rede: 'Online Bullying and Online Compassion '

    Was wird der Grund gewesen sein, Frau Lewinsky zu dieser Veranstaltung einzuladen? Ihre schneeweißen Zähne und gutes Aussehen (womit sie sich nicht wesentlich von vielen anderen Frauen abhebt) oder ihre 'Vergangenheit', sprich': gälte sie als dasselbe 'Opfer' wäre es nicht Bill Clinton gewesen, mit dem sie ein Verhältnis hatte?

    Ich finde es wirklich erstaunlich, dass es ihr nach einer so langen Zeit nicht gelungen ist, eine andere Präsenz aufzubauen. Dafür nun die Medien zu beschuldigen und sich selbst als 'Opfer' zu stilisieren - findet mein Verständnis nicht. Ich meine vielmehr weiterhin, dass es auch an der Persönlichkeit der Dame liegen muss, nicht 'weiter' gekommen zu sein.

    Davon zu sprechen, dass die Einflußmöglichkeiten der Familie nicht groß genug seien, ihr eine Anstellung zu besorgen treibt mir nun keine Tränen in die Augen, ich empfinde es eher als Beleg einer merkwürdig verdrehten Anspruchshaltung und eines eher peinlichen Outings. Eher scheint das Ross zu hoch, auf dem sie reitet. Wäre eine Karthasis erfolgt, hätte Frau Lewinsky auch einen entsprechenden Job gefunden, möglicherweise aber auf Kosten der Prominenz, von der sie sich offenbar nährt. Die nun aber widerum sehr wichtig zu sein scheint - war es auch kein geringerer als Mr. President, mit dem die Affäre stattfand. Die ich ihr übrigens durchaus gönne. Doch - mit einem solchen 'Fehler' ist ein anderer Umgang möglich, wenn er die Vitae nicht dominieren soll.

    Insofern berührt mich ihre Geschichte in Hinsicht auf das Thema nicht. Sie ist nicht wirklich 'echt' und nicht reflektiert. Für mich ergäben somit auch eher ein schwuler Collegestudent oder eine dicke College-Studentin oder viele andere, die Cybermobbing erlebten und erleben authentische Stellvertreter für die grundsätzlich notwendige Auseinandersetzung mit der Thematik. Frau Lewinsky unterstelle ich, Mittel und Wege gefunden haben zu können, sich nicht weiterhin als Opfer darstellen zu müssen.
    Geändert von Inaktiver User (31.03.2015 um 09:02 Uhr) Grund: typos

  2. Inaktiver User

    AW: Monica Lewinskys TED Rede: 'Online Bullying and Online Compassion '

    Wie? Monica Lewinsky ist nicht glaubwürdig, wenn sie über "Online Harassment" schreibt?

    Wie sieht es denn mit Lindy West What happened when I confronted my cruellest troll | Society | The Guardian (Autorin für Guardian, GQ und Jezebel) aus?
    Oder Anita Sarkeesian (Stichwort Gamergate)
    Geändert von Inaktiver User (31.03.2015 um 11:54 Uhr)

  3. Moderation

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    AW: Monica Lewinskys TED Rede: 'Online Bullying and Online Compassion '

    Stimmt. Anita Sarkeesian. Gamergate. Genauso wie Brianna Wu.


    Macht Monica Lewinsky's Vergangenheit und die Art, wie sich in den letzten 17 Jahren präsentiert hat, die Angriffe auf sie online weniger schlimm?
    "I don't want to be part of a world where being kind is a weakness" - Keanu Reeves

    Moderatorin in den Reiseforen und bei der Eifersucht, bei den Selbständigen, Arbeiten im Ausland und im Kunstforum.

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    AW: Monica Lewinskys TED Rede: 'Online Bullying and Online Compassion '

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Was wird der Grund gewesen sein, Frau Lewinsky zu dieser Veranstaltung einzuladen? Ihre schneeweißen Zähne und gutes Aussehen (womit sie sich nicht wesentlich von vielen anderen Frauen abhebt) oder ihre 'Vergangenheit', sprich': gälte sie als dasselbe 'Opfer' wäre es nicht Bill Clinton gewesen, mit dem sie ein Verhältnis hatte?

    Ich finde es wirklich erstaunlich, dass es ihr nach einer so langen Zeit nicht gelungen ist, eine andere Präsenz aufzubauen. Dafür nun die Medien zu beschuldigen und sich selbst als 'Opfer' zu stilisieren - findet mein Verständnis nicht.

    […]

    Insofern berührt mich ihre Geschichte in Hinsicht auf das Thema nicht.
    Mir ging es anders. Ich war schnell "erwischt" von der Rede. Weil sie mich augenblicklich in 1998 schmiss - und mich daran erinnerte, dass mich damals verdutzte, wie "überall" das Ding über Monica Lewinsky und Clinton damals war. Wieviel in wie kurzer Zeit über neue Kanäle mit wie wenigen Anstandsfiltern davor ich über eine einzelne Person erfuhr. Überall beim alltäglichen Herumlaufen. Das www war hier in D gerade dabei, sich warmzuspielen und ich hab mich dem nicht entzogen, sondern genauso fasziniert wie alle um mich rum mitgenommen, was ich auf so neue Weise griffbereit angespült bekam. Aber ich kann mich erinnern, das erste Mal das Gefühl gehabt zu haben, es auch immer schwerer vermeiden zu können, nicht auf das zu starren, was man mir noch an klitzefitzekleinsten Unapettitlichkeiten vor die Augen hängt - und genau so vor die Augen hängen möchte. Völlig wurscht, was es für das schwächste Glied (Alter, Erfahrung, Machtposition) in dieser Politkrimisoap bedeutet.

    Charles' Tampongate war dagegen ein Witz.

    Eine verantwortliche Selbstbefragung - Was bewirken meine Worte bei dem, den sie zum Gegenstand haben? Was richtet meine Veröffentlichungswut bei dem an, der sie ungefragt hinnehmen muss? Wem nützt, wem schadet, was ich von mir selbst berauscht über einen anderen Menschen "auspacke"? Wie hängen mein Wissensvorsprung und Wissensmissbrauch zusammen? - nicht mehr vorschalten zu wollen oder zu können und es im Öffentlichkeitsverständnis noch nicht mal zu müssen, ist das Neue, noch nicht wirklich Begriffene an "Online Harassment". Ich wüsste jedenfalls kein anderes Phänomen in westlichen Zivilräumen, bei dem zwischenmenschliche Standards in so kurzer Zeit - und so bizarr unsanktioniert - runtergeregelt sind.

    Erfreulich genug, dass sich das (im Schneckentempo) ändert.

    Gruß,
    Aen
    Geändert von Aen (31.03.2015 um 11:23 Uhr)
    Eine Krise kann jeder Idiot haben. Was uns zu schaffen macht, ist der Alltag. -- A. Tschechow

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    AW: Monica Lewinskys TED Rede: 'Online Bullying and Online Compassion '

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Sie ist für mich schon auch ein wenig 'tragische' Figur, denn auch wenn es wirklich schon recht lange her ist, gelang es ihr nicht, aus den Köpfen der Menschen, die Zigarrenszene auszublenden.
    Und das liegt nicht zuletzt auch daran, dass das Internet nichts vergisst. Früher gab es zum "Jubiläumstag" noch einmal einen Zeitungsartikel, heute bleibt es auf ewig für alle jederzeit abrufbar und kommentierbar stehen. Umso wichtiger, das Thema anzugehen.


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    AW: Monica Lewinskys TED Rede: 'Online Bullying and Online Compassion '

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Davon zu sprechen, dass die Einflußmöglichkeiten der Familie nicht groß genug seien, ihr eine Anstellung zu besorgen
    Falls Du meinen Kommentar dazu meinst, falsch. Es wurde davon gesprochen, sie solle sich nicht so anstellen, da ihr Background doch so gut sei. Der kann weder die Vergangenheit ungeschehen machen, noch für einen Job sorgen, in dem sie nicht durch die Mangel genommen wird. Selbst, wenn sie dort nicht online auftauchen würde, das Grinsen im Büro ist ihr doch gewiss.


  7. Inaktiver User

    AW: Monica Lewinskys TED Rede: 'Online Bullying and Online Compassion '

    Zitat Zitat von Fourthhandaccount Beitrag anzeigen
    Der kann weder die Vergangenheit ungeschehen machen, noch für einen Job sorgen, in dem sie nicht durch die Mangel genommen wird. Selbst, wenn sie dort nicht online auftauchen würde, das Grinsen im Büro ist ihr doch gewiss.
    Wie wahr und in welch spießiger verkorkster Zeit leben wir eigentlich?
    Nicht nur im Netz, auf den Plakatwänden, in Zeitungen und Zeitschriften können Menschen (und hier vornehmlich Frauen) nicht nackter als nackt dargestellt, Intimleben nicht noch offenherziger beschrieben werden, ein ehemaliger IWF-Präsident lebt ungeniert seine sexuellen an Brutalität grenzenden Bedürfnisse aus, und M.L. wird von ihrer "Vergangenheit" nicht losgelassen.
    Worin bestand die Vergangenheit? In der Verliebtheit eines halben Kindes in einen einflussreichen und nicht eben hässlichen Mann. Was die erotischen Spielereien betrifft, so ausgefallen scheinen die nicht gewesen zu sein, hört, liest und sieht frau, wie es da und dort zugeht. Wenn überhaupt, ist hier eher Clinton zu verurteilen, er war zu alt für sie (bzw. sie zu jung für ihn), verheiratet, und sie war seine Angestellte. Außerdem ist das alles Schnee von gestern.
    Wenn demnach doofe Leute in irgendwelchen Büros doof grinsen, dann sollten sie sich selbst an der Nase nehmen und Innenschau betreiben.
    Ich habe das Video mit Anita Sarkeesian angesehen. Gruselig. Sie scheint mir ihrer Arbeit einer Menge Leute Furcht einzuflößen, die schlagen dann auf typische Art zurück.
    So oder so, sie ist einfach toll. Klug, unternehmerisch. Bewundernswert.

  8. Inaktiver User

    AW: Monica Lewinskys TED Rede: 'Online Bullying and Online Compassion '

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich habe das Video mit Anita Sarkeesian angesehen. Gruselig. Sie scheint mir ihrer Arbeit einer Menge Leute Furcht einzuflößen, die schlagen dann auf typische Art zurück.
    So oder so, sie ist einfach toll. Klug, unternehmerisch. Bewundernswert.
    Kleine oder auch größere Jungs reagieren gereizt, wenn man ihr Spielzeug wegnehmen möchte und Anita Sarkeesian verdient nach deren Meinung auch noch viel Geld mit diesen "Lügen". Ein guter Einstieg ist doch ihr Auftritt bei Stephen Colbert. Anita Sarkeesian/ Colbert Report
    Lustigerweise soll es bei "gamergate" um "ethics in journalism" gehen.
    Geändert von Inaktiver User (31.03.2015 um 13:54 Uhr)

  9. Inaktiver User

    AW: Monica Lewinskys TED Rede: 'Online Bullying and Online Compassion '

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich habe das Video mit Anita Sarkeesian angesehen. Gruselig. Sie scheint mir ihrer Arbeit einer Menge Leute Furcht einzuflößen, die schlagen dann auf typische Art zurück.

    So oder so, sie ist einfach toll. Klug, unternehmerisch. Bewundernswert.
    Anita ist großartig!

  10. User Info Menu

    AW: Monica Lewinskys TED Rede: 'Online Bullying and Online Compassion '

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Für mich ergäben somit auch eher ein schwuler Collegestudent oder eine dicke College-Studentin .
    Zynisch gesprochen wird bei diesen Personen fast vorausgesetzt, dass sie gemobbt werden, wobei die Schwulenszene in gewissen westlichen Staaten inzwischen solche hysterisch bejahenden Zügen angenommen hat, dass ein Mann fast einen Orden umgelegt bekommt, wenn er sagt, er wäre schwul.

    Wir erinnern uns daran, dass unsere Bundeskanzlerin das Outing eines Fussballers als mutig und richtig kommentierte. Was nicht ihre originäre Aufgabe ist.

    Gerade eine schöne Frau mit allen scheinbaren Privilegien wie Monica ist doch ein Paradebeispiel, wie grausam es sein kann, wenn Menschen im Netz zuschlagen.


    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wenn überhaupt, ist hier eher Clinton zu verurteilen, er war zu alt für sie (bzw. sie zu jung für ihn), verheiratet, und sie war seine Angestellte.
    Es ist fatal und wirklich bitter, dass Clinton nichts davon abgekommen hat, und dass die gesamte Last des "Schlimmen" seine Ex-Geliebte immer noch zu tragen hat.

    Hätte er sich in der ersten Minute der Nachfrage vor sie gestellt und gesagt: wir haben uns verliebt, wir hatten eine Affäre, sie ist jetzt beendet und den Rest kläre ich mit meiner Frau, wäre die Geschichte anders verlaufen. So ein feiger **************!

    "I do not have a sexuell relationsship with that woman"

    Nun muss sie ein Leben lang die Bürde tragen und er reist als elder statesman durch die Galaxis und kassiert horrende Honorare für seine Vorträge und wird gefeiert. Sie ist immer noch die "Hure".
    Geändert von Lukulla (01.04.2015 um 15:16 Uhr)
    Körperlich Distanz
    Sozial zusammen


    You'd have to be here
    I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
    It's northerly facing and close to an open fjord
    The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
    Calling so slowly from summer's before

    Kari Bremnes

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