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    AW: Monica Lewinskys TED Rede: 'Online Bullying and Online Compassion '

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Nun, sie hat versucht, daraus eine Karriere zu bauen. Wäre sie ausserhalb des Medienbereichs tätig, so hätten wir diese Diskussion nicht.
    Es besteht seit einiger Zeit der Trend mittels eigener Präsenz in den Medien, die Definition über die eigene Darstellung zu übernehmen. Ich denke da an den Fall der dänischen Journalistin, die eigene Nacktfotos ins Netz stellte, nachdem ihr Exfreund aus Rache Pornos von ihr gepostet hatte und sie von Unbekannten mit gemailten Drohungen und Forderungen verfolgt wurde. Dänische Journalistin postet Nacktfotos nach Racheporno vom Ex - Panorama | STERN.DE
    Ich finde das zwar eine eigenartige Möglichkeit der Gegenwehr, vielleicht betrachtet Monika Lewinsky ihre Präsenz in den Medien als ähnlichen Versuch. Dieser Vortrag, der hier verlinkt wurde, ist es in jedem Fall, stellvertretend für andere Opfer über ihre Gefühle zu sprechen.

    Ich will gar nicht mal sagen, das ich kein Mitgefühl für sie habe, nur ist es halt ein Klagen auf höchstem Niveau. Die Anzahl von Menschen, um die ich mich in diesem Lande eher sorge, ist eine zwei- bis dreistellige Millionenzahl.
    Andersherum betrachtet, wenn jemand mit weit mehr Möglichkeiten als der Durchschnittsamerikaner leidet, ist das Leiden eines einfachen Collegestudenten, der zudem einer Minderheit angehört um so stärker nachvollziehbar. Es braucht immer eine Galionsfigur, eine interessante Geschichte als Aufhänger, um Menschen für ein schwieriges Thema zu interessieren und Mitgefühl zu wecken.

  2. Inaktiver User

    AW: Monica Lewinskys TED Rede: 'Online Bullying and Online Compassion '

    Nein, bei Monica ist das anders. Niemand will von ihr hören, d.h. sie wäre längst in Vergessenheit geraten, wenn sie nicht selbst die Geschichte in regelmässigen Abständen aufwärmt. Im Gegensatz zur dänischen Journalistin hat sie diese Aufmerksamkeit selbst verursacht, und trägt eigenständig dazu bei, dass es nicht in Vergessenheit gerät.

    Eine Bekannte meinerseits arbeitete an der Rezeption eines Restaurants in NYC. Meine Bekannte ist jünger, und mit dem damaligen Skandal nicht vertraut. Eine Frau namens "Monica" fragte nach ihrer Reservierung, und wurde pampig, als meine Bekannte sie nicht sofort erkannte.

    Ich habe Mitgefühl mit einer Collegestudentin, aber bei Monica Lewinsky halte ich dies zumindest zum Teil für einen Publicity Stunt.

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    AW: Monica Lewinskys TED Rede: 'Online Bullying and Online Compassion '

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Sie kommt aus einer sehr wohlhabenden und einflussreichen Familie, und hat einen Master von der London School of Economics. Diese Frau ist nicht gerade ein Sozialfall.
    Die Familie ist augenscheinlich nicht einflussreich genug, ihr einen Job zu besorgen, wie Du sicher weißt, Du wirst die Rede sorgfältig verfolgt haben. Die Unternehmen wollen sie nicht einstellen. Was sich eventuell nach dieser Rede ändern könnte.


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    AW: Monica Lewinskys TED Rede: 'Online Bullying and Online Compassion '

    Buckeye, wir werden wohl keinen Konsens finden, die Person Monika Lewinyky scheint Dir zuwider. Die Gründe, die Du bislang angeführt hast, kann ich nicht nachvollziehen, dafür hat mich diese Affäre mit Clinton wohl nicht genügend betroffen gemacht.
    Und es reicht ja auch, wenn Du Mitgefühl mit einem schwulen Collegestudenten hast, der von seinem homophonen Mitbewohner bloßgestellt wird. Ich fürchte, es wird noch viele vergleichbarer Fälle geben, ob es dann genügend Stimmen gibt, die,sich dem allgemeinen Tenor entgegen zu stellen wagen?

  5. Inaktiver User

    AW: Monica Lewinskys TED Rede: 'Online Bullying and Online Compassion '

    Zitat Zitat von Fourthhandaccount Beitrag anzeigen
    Die Familie ist augenscheinlich nicht einflussreich genug, ihr einen Job zu besorgen, wie Du sicher weißt, Du wirst die Rede sorgfältig verfolgt haben. Die Unternehmen wollen sie nicht einstellen. Was sich eventuell nach dieser Rede ändern könnte.
    Sagen wir mal so: Sie ist in den USA keine Sympathieträgerin, d.h. die Medienbranche wird sich mit Sicherheit vor ihr scheuen. Die Medien haben es zwar mit ihr versucht, aber es blieb bei Versuchen.

    Ich glaube nicht, dass die Frau bei ihrer Bildung generell ein Problem hat einen Job zu bekommen, der nichts mit der Öffentlichkeit zu tun hat.

  6. Inaktiver User

    AW: Monica Lewinskys TED Rede: 'Online Bullying and Online Compassion '

    Zitat Zitat von -Olena- Beitrag anzeigen
    [...]
    Und es reicht ja auch, wenn Du Mitgefühl mit einem schwulen Collegestudenten hast, der von seinem homophonen Mitbewohner bloßgestellt wird. Ich fürchte, es wird noch viele vergleichbarer Fälle geben, ob es dann genügend Stimmen gibt, die,sich dem allgemeinen Tenor entgegen zu stellen wagen?
    Ich stimme der Sache an sich zu, nur bin ich der Meinung, dass Monica Lewinsky als eine sehr kontroverse Persönlichkeit hier dem Zweck eher schadet als nützt. Würde sich ein schwuler Collegestudent dazu äussern, hätte er meine volle Unterstützung.

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    AW: Monica Lewinskys TED Rede: 'Online Bullying and Online Compassion '

    Zitat Zitat von frangipani Beitrag anzeigen
    Sie hat meinen grössten Respekt dafür, sich der Öffentlichkeit zu stellen und das Problem beim Namen zu nennen.
    Ja und die Art, wie sie das tut, ist klasse. Auf den ersten Blick.

    Leider leider () muss ich sagen, dass sie eine extrem attraktive Frau ist und so schön, und so ein schönes attraktives Gesicht hat und so wunderschöne Zähne und so toll redet. Ich hoffe, das wird mir nicht als chauvinistisch ausgelegt. Es führt dazu, dass man ihrer Botschaft etwas mehr Beachutng schenkt.

    Leider geiselt sie sich ein bisschen zu sehr. Sie hätte einen Fehler gemacht. Hat sie das? Der Verliebtheit nachzugehen?

    Mir ist nicht ganz klar, auf welcher Veranstaltung sie das tut. Das Video beginnt unvermittelt. Redet nur sie oder auch andere?

    Insgesamt ist ihre Rede zu sehr darauf fokussiert, dass sie einen Fehler gemacht hat und leiden musste, weil man Hohn und Spot über sie geschüttet hat. Die Zuhörer möchten das nicht hören.

    Es wäre vielleicht besser, etwas mehr Sachlichkeit reinzubringen und Daten und Fakten zu dem Thema Internet/ Beschimpfung zu nennen.

    Unsere virtuelle Welt verlangt schon lange nach Regeln. Es ist äuserst schwer, das überall zu implantieren. Selbst hier, wo es recht gut funktioniert, gibt es immer wieder diese Überreaktionen.
    Körperlich Distanz
    Sozial zusammen


    You'd have to be here
    I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
    It's northerly facing and close to an open fjord
    The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
    Calling so slowly from summer's before

    Kari Bremnes

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    AW: Monica Lewinskys TED Rede: 'Online Bullying and Online Compassion '

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Würde sich ein schwuler Collegestudent dazu äussern, hätte er meine volle Unterstützung.
    *Seufz* Schon wieder? Ich kann es nicht mehr hören.
    Körperlich Distanz
    Sozial zusammen


    You'd have to be here
    I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
    It's northerly facing and close to an open fjord
    The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
    Calling so slowly from summer's before

    Kari Bremnes

  9. Moderation

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    AW: Monica Lewinskys TED Rede: 'Online Bullying and Online Compassion '

    Lukulla, das ist ein TED Talk. Die gibt es seit einigen Jahren weltweit.
    Entstanden aus "Technology-Entertainment-Design"-Präsentationen sind das inzwischen Vorträge zu allen möglichen Themen, die die Menschen bewegen. Guck mal auf die Seite, da finden sich teilweise ausgezeichnete Vorträge (die Veranstaltung gibts auch in einigen Städten Deutschland).
    Jeder Vortrag dauert 20 Minuten.


    Den Unterschied zu dem schwulen Studenten, der keinen anderen Ausweg sah, als von der Brücke zu springen, sowie den meisten Cyberbullying-Opfern und ML sehe ich darin, dass die Ersteren oft keine Zuhörer (oder die Möglichkeit, sich zu äussern) finden.
    "I don't want to be part of a world where being kind is a weakness" - Keanu Reeves

    Moderatorin in den Reiseforen und bei der Eifersucht, bei den Selbständigen, Arbeiten im Ausland und im Kunstforum.

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    AW: Monica Lewinskys TED Rede: 'Online Bullying and Online Compassion '

    Zitat Zitat von Lukulla Beitrag anzeigen
    *Seufz* Schon wieder? Ich kann es nicht mehr hören.
    Genau das wäre die typische Reaktion, die zu erwarten ist, wenn ein unmittelbar Betroffener im Moment des Betroffenseins solch eine Rede halten würde. Niemand will sich wirklich mit denen, die leiden, befassen. Bei Lewinsky war das Leiden Lehrgängen, eine gut aussehende, gepflegte Frau, da kann man es riskieren zuzuhören.

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