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  1. Inaktiver User

    AW: Flugzeugabsturz in Südfrankreich: Was wird uns da eigentlich verheimlicht?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Häufige Arztbesuche und erst recht häufige Besuche beim Psychiater bzw. beim Psychologen führen in der Regel nicht zu einer AU.
    Als nächste "simple Änderung" wird dann gefordert, wer dreimal beim Psychiater war, wird von der Krankenkasse(!) zwangskrankgeschrieben.

  2. Inaktiver User

    AW: Flugzeugabsturz in Südfrankreich: Was wird uns da eigentlich verheimlicht?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    "Ein paar simple Änderungen" könnten gar nichts verhindern. Mich hat noch nie ein Arzt eigenmächtig krankgeschrieben. Ich werde immer gefragt, ob ich eine AU brauche. Wenn ich sage, nein, ich brauche keine, dann bekomme ich auch keine.
    Nun ist Herr L. aber nachweislich AU gewesen, hat diese nicht an seinen AG weitergeleitet, sondern ist im AU-Status trotzdem zur Arbeit erschienen und hat als Pilot in der Maschine gesessen. Man könnte dieses Missverhältnis der Kommunikation halt aushebeln, indem Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen über die Krankenkasse zum AG geleitet würden. Das wäre für den AN eine Erleichterung, er müsste nix mehr schicken und für den Arzt kein wirklicher Mehraufwand und allgemein würde der AN besser fahren, weil weder Diagnose, noch der behandelnde Arzt preisgegebwn würden.

  3. Inaktiver User

    AW: Flugzeugabsturz in Südfrankreich: Was wird uns da eigentlich verheimlicht?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Als nächste "simple Änderung" wird dann gefordert, wer dreimal beim Psychiater war, wird von der Krankenkasse(!) zwangskrankgeschrieben.
    Nützt diese Polemik irgendwem was?

    Dass die Verfahren andere sind, wird wohl so gut wie jeder aus eigener Erfahrung bezeugen können, sodenn er/sie nicht im Schilde führt, was dem Gesetz entgegen spricht.

  4. VIP

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    AW: Flugzeugabsturz in Südfrankreich: Was wird uns da eigentlich verheimlicht?

    Ich bin durchaus schon "eigenmächtig" krank geschrieben worden, weil der Arzt es nicht verantworten wollte, dass ich trotz meiner Beschwerden arbeiten ging.

    Ob ich die AU dann weiterleite... tja... das ist dann doch wieder in meiner Verantwortung. Blöd ist, wenn mir in der Zeit der AU ein Arbeitsunfall passiert, dann fliegt die Chose auf. Aber gut, von meiner Arbeit hing kein Leben ab, nur Geld.

    Ich habe viele Jahrzehnte in einem großen Industriebetrieb gearbeitet, in dem im Laufe der Zeit mehrfach in großem Umfang Umstrukturierungen und entsprechender Personalabbau stattfanden. Entsprechend groß war phasenweise die Angst vor Arbeitsplatzverlust und jedesmal ging der Krankenstand statistisch tief in den Keller.
    Keiner kann wirklich glauben, dass die Mitarbeiter vor lauter Angst plötzlich pumperlgesund waren.
    Sie haben ihre Beschwerden/Krankheiten vor Angst verschwiegen und ganz sicher ist so manche AU im heimischen Mülleimer verschwunden.

    Ob das für die Gesundheit immer so fördernd war, bezweifele ich. Aber unter dem Druck, unter dem viele Arbeitnehmer auch heute stehen, ist es verständlich.
    Trotzdem: Hier die ärztliche Schweigepflicht direkt oder indirekt aufzugeben und direkte Meldungen an den AG zu geben, halte ich für kritisch, denn dann gehen diese Leute nicht mal mehr zum Arzt.

    Ich bleibe dabei:
    So eine Katastrophe, wie sie Herr Lubitz verursacht hat, ist schlimm und tragisch. Aber es ist ein Einzelfall und darf nicht dazu führen, dass wir künftig alle völlig gläsern den Arbeitgebern und dem Staat ausgeliefert werden.

    Nicht jede Katastrophe, nicht jedes menschliche Versagen, nicht jedes psychische Problem und seine Folgen sind vorhersehbar und zu verhindern.

    Ein Generalverdacht für alle Bürger darf daraus nicht abgeleitet werden.
    Bleiben Sie gesund und bleiben Sie bei Trost. (Lisa Feller)



  5. Inaktiver User

    AW: Flugzeugabsturz in Südfrankreich: Was wird uns da eigentlich verheimlicht?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Nun ist Herr L. aber nachweislich AU gewesen, hat diese nicht an seinen AG weitergeleitet, sondern ist im AU-Status trotzdem zur Arbeit erschienen und hat als Pilot in der Maschine gesessen. Man könnte dieses Missverhältnis der Kommunikation halt aushebeln, indem Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen über die Krankenkasse zum AG geleitet würden. Das wäre für den AN eine Erleichterung, er müsste nix mehr schicken und für den Arzt kein wirklicher Mehraufwand und allgemein würde der AN besser fahren, weil weder Diagnose, noch der behandelnde Arzt preisgegebwn würden.
    Noch mal zum Mitschreiben:
    Wenn die AU gleich an den Arbeitgeber weiter geleitet würde hätte er mühelos verhindern können, dass er eine bekommt.

  6. Inaktiver User

    AW: Flugzeugabsturz in Südfrankreich: Was wird uns da eigentlich verheimlicht?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ein paar simple Änderungen der AU-Weiterleitungen könnten das verhindern künftig. Und die würden nicht einmal in die Privatsphäre eingreifen, gegenteilig sogar die Rechte des Einzelnen deutlich besser schützen.
    Ein paar simple Änderungen greifen in die Persönlichkeitsrechte ein.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Als nächste "simple Änderung" wird dann gefordert, wer dreimal beim Psychiater war, wird von der Krankenkasse(!) zwangskrankgeschrieben.
    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Nützt diese Polemik irgendwem was? .
    Ich sehe da keine Polemik, sondern eine Gefahr die ganz schnell real werden kann

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Noch mal zum Mitschreiben:
    Wenn die AU gleich an den Arbeitgeber weiter geleitet würde hätte er mühelos verhindern können, dass er eine bekommt.
    Und genau das wäre zu befürchten
    Wenn man Angst hat der Arbeitgeber erfährt, dass man beim Arzt war weil man Hilfe, wofür auch immer, holen will, geht erst gar nicht zum Arzt. Schon gar nicht wenn man Suizidgedanken hat
    Die Gefahr finde ich um ein vielfaches höher.

  7. Inaktiver User

    AW: Flugzeugabsturz in Südfrankreich: Was wird uns da eigentlich verheimlicht?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wenn man Angst hat der Arbeitgeber erfährt, dass man beim Arzt war weil man Hilfe, wofür auch immer, holen will, geht erst gar nicht zum Arzt.
    Oder man geht zum Arzt und erfindet einen plausiblen Grund, warum man keine AU braucht. Man sei arbeitslos. Oder man/frau sei Hausfrau/Hausmann. Mein Hausarzt zum Beispiel weiß gar nicht, was ich beruflich mache. Er hat mich noch nie danach gefragt. Warum sollte er? Er fragt nur, ob ich eine AU brauche. In der Regel brauche ich keine. Einen Arzt, der mir, wie der Hausarzt von Rotfuchs, eine AU aufzwingt, würde ich sofort wechseln.

  8. Inaktiver User

    AW: Flugzeugabsturz in Südfrankreich: Was wird uns da eigentlich verheimlicht?

    All diese "Sicherheitsforderungen" gehen immer vom Normalfall aus oder von dem, was an "Unnormalität" bisher bekannt wurde - und versucht, zweiteres zu verhindern.

    Das nützt aber dummerweise nur bei den eh schon "Braven". Andere werden auch Verschärfungen umgehen können - z.B. eben durch Nichtaufsuchen des Arztes, Täuschung mit Namen/Versichertenkarte undundund.

    Verschärfungen würden qua Sicherheit der Freiheit den Hals umdrehen und in einem Überwachungs-, Bevormundungs-, sprich: Nannystaat enden, in dem wir alle nur geführte Kindlein von Papa Staat wären, gefahrfrei eingehegt im Kinderparadies.

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