Das sehe ich ganz genauso
Und gerade das Beispiel von Psik, zeigt doch, Gefahren für die Allgemeinheit durch Mitarbeiter lauern fast überall.
Ich möchte meine Freiheit zum Arzt zu gehen, wenn ich das Bedürfniss haben, ohne die Angst im Hintergrund, mein Chef bekommt meine Diagnostik mitgeteilt. Ich sehe darin sogar die Gefahr, dass mit Wissen der eventuellen Weiterleitung, erst gar nicht Hilfe gesucht wird.
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29.04.2016, 16:50Inaktiver User
AW: Flugzeugabsturz in Südfrankreich: Was wird uns da eigentlich verheimlicht?
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29.04.2016, 16:54Inaktiver User
AW: Flugzeugabsturz in Südfrankreich: Was wird uns da eigentlich verheimlicht?
Und Piloten schon immer auf Alkohol und Drogen, jedes Jahr plus einiges noch an Gesundheitscheck. Führungszeugnis, sowie den Nachweis dass man (2009 waren es drei Punkte) wieviel Punkte man in Flensburg hat. Ab einer bestimmten Punktzahl, darf man die Flugschule in Bremen erst gar nicht besuchen.
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29.04.2016, 18:08
AW: Flugzeugabsturz in Südfrankreich: Was wird uns da eigentlich verheimlicht?
Okay - ich hatte das Augenmerk mehr auf der Formulierung "Mitarbeiter im Verkauf" als auf "Tankstelle", sorry.

Eine komplette Aufhebung der ärztlichen Schweigepflicht für bestimmte Berufsgruppen halte ich auch für vollkommen indiskutabel. Das würde das Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient untergraben und dazu führen, dass Hilfebedürftige womöglich keinen Arzt mehr aufsuchen.
Die Frage wäre, ob man ein "Hinweissystem" aufbauen könnte, ohne dass die Diagnose dabei weitergegeben werden dürfte.
Ähnlich wie Pacifique schreibt:
Inetts Vorschlag:
Damit wäre gewährleistet, dass die AU beim Arbeitgeber ankommt, allerdings braucht dieser bürokratische Weg u.U. ein paar Tage.
Ein ähnliches Problem besteht ja, wenn ein Arzt einen Patienten nicht mehr für fahrfähig hält. In dem Fall wären keine Hunderte von Menschen gefährdet, aber doch einige. Ich weiß tatsächlich nicht, wie die rechtliche Lage da aussieht, also ob ein Arzt seine Schweigepflicht brechen darf oder sogar muss, wenn er die Allgemeinheit durch seinen Patienten (bzw. dessen Erkrankung) gefährdet sieht. In einem SPON-Artikel, den ich in einer Diskussion im Angehörigenforum, wo es um das Thema Fahrfähigkeit geht, verlinkte, heißt es über einen Chefarzt in Stuttgart:
Derzeit darf er nicht mal die Führerscheinstelle alarmieren, wenn er bei einem Patienten Demenz feststellt. "Die Schweigepflicht hat hier Vorrang", sagt er mit Bedauern.
Quelle
Ich will ich dieses Thema hier nicht hereintragen, schreibe das nur, um zu zeigen, dass es eben wirklich ein Konflikt ist, der schwer zu lösen ist.Moderation in der Religion, der Politik und im Glücklicher Leben.
... und seit dem 16.11. unter demselben Nick bei Be Friends Online unterwegs
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29.04.2016, 22:39Inaktiver User
AW: Flugzeugabsturz in Südfrankreich: Was wird uns da eigentlich verheimlicht?
Natürlich kann man sich nicht gegen alles schützen, das ist klar. Ein gewisses Grundvertrauen kann man den Menschen, die ihren Beruf ausüben - zum Beispiel also Piloten, Zugführern usw. - immer entgegen bringen. Ich denke eigentlich "nur" dran, wenn ich mich ins Flugzeug setze, dass ich mich jetzt total ausliefere (ja, ich weiß, es ist übertrieben, aber meine Flugangst leistet dem noch Vorschub). Wenn ich in einem Zug sitze oder mich von einem Busfahrer kutschieren lasse, habe ich dieses Gefühl nicht.
Es ist auch verdammt schwer, eine Lösung zu finden, die allem und allen Seiten gerecht wird.
Aber warum sollte es nicht möglich sein, eine Krankschreibung dem Arbeitgeber zuzuleiten? Vielleicht über den Umweg über die Krankenkasse. Arzt schreibt krank, leitet dies an die Krankenkasse und die an den Arbeitgeber. Damit würde verhindert werden, dass der Arbeitgeber weiß, welcher Arzt krank geschrieben hat. (Natürlich müsste das schnell gehen bei besonderer Krankheit.)
Falls ich jetzt Kontras hervorrufe: es ist nur eine Idee.
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29.04.2016, 23:45Inaktiver User
AW: Flugzeugabsturz in Südfrankreich: Was wird uns da eigentlich verheimlicht?
Danke, dass Du meinen Beitrag nochmal aufgegriffen hast, Analusia!

Wir könnten die Bürokratie in der Gesetzgebung einfach noch etwas erweitern, vier oder fünf Tage sollten reichen für den Postweg. Die allgemeine Vernetzung allerdings kennt doch ohnehin schon kaum noch Grenzen. Warum also nicht elektronische Wege einführen, zwischen Ärzten und KK gibt es sie ohnehin schon, der Weg müsste nur noch von KK zu den Arbeitgebern erweitert werden.
Die Meldepflicht des Arbeitnehmers sollte dabei bestehen bleiben, die Arbeitsunfähigkeit muss dem Arbeitgeber bis 09.00 h des selben Tages angezeigt werden. Und dass man sich nach dem Arztbesuch nochmals beim Arbeitgeber meldet, ist doch sowieso schon gegeben, wie sonst sollte der Arbeitgeber weitere Planungen vornehmen können…
Was die Weiterleitung der Ursache der AU betrifft (im Klartext eine Diagnose) so finde ich das schwierig. Das greift meiner Meinung nach extrem in die Persönlichkeitsrechte des Einzelnen ein. Man darf halt auch nicht vergessen, dass immer zwei Beteiligte dabei sind, mindestens. Ein Arzt, ein Therapeut, ein Pfarrer der die Beichte abnimmt… Nach meinem Empfinden sollte gemeldet werden, wenn jemand explizit ausführt, dass er am Tag X Handlung Y vornehmen und dabei soundso viele Menschen umbringen wird. Das schützt die betreffende Person ebenso wie mutmaßliche Opfer, wird aber auch so praktiziert, oder? Alle anderen Einlassungen ohne konkretisierte Ziele sollten außen vor bleiben. Die Meldung der Arbeitsunfähigkeit ohne Benennung von Gründen sollte bestehen bleiben, damit weiß der Arbeitgeber, was er wissen muss, nämlich, dass sein Angestellter xy nicht arbeitsfähig ist. Sollte dieser Arbeitnehmer dennoch im Betrieb/Unternehmen erscheinen, wird er nach Hause geschickt. Eine Rückmeldung an die Krankenkasse könnte doch aber dann auch erfolgen, so dass diese KK sich wieder mit dem Arzt in Verbindung setzt und ggf. mal genauer geschaut wird, was mit diesem Menschen nicht stimmt, dass er trotz AU bei der Arbeit erscheint?
@Parcifique: Du wirst bestimmt nicht gesteinigt für Deine Idee, die hatte ich nämlich schon im Posting #3308 und darauf kam bis zu dem von Analusia jetzt kein einziger Kommentar dazu. Ich freue mich allerdings, dass nicht nur ich allein so denke.
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29.04.2016, 23:57Inaktiver User
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30.04.2016, 00:01Inaktiver User
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30.04.2016, 09:58Inaktiver User
AW: Flugzeugabsturz in Südfrankreich: Was wird uns da eigentlich verheimlicht?
Und gesteinigt wird hier ohnehin niemand.
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30.04.2016, 16:44Inaktiver User
AW: Flugzeugabsturz in Südfrankreich: Was wird uns da eigentlich verheimlicht?
Meine Fragen beantwortest Du mir allerdings gar nicht
Dann nochmals meine Frage
Bei welchen Berufen hättest Du das gerne mehr Kontrollen?
Und was genau soll untersucht werden?
Und was möchtest Du, soll an den Arbeitgeber weitervermittelt werden?
Und wie soll so ein Psychologischer Test aussehen?
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30.04.2016, 17:33
AW: Flugzeugabsturz in Südfrankreich: Was wird uns da eigentlich verheimlicht?
Es geht nicht um Gefahren, die lauern und nicht um Straftäter, die bewusst eine Straftat begehen und nicht um Amokläufer oder Bombenleger.
Es geht bei meinem Vorschlag um Personen, die aufgrund ihres Jobs jeden Tag direkte Verantwortung für 100e oder 1000e Menschen haben. Das sind Piloten, U-S-Bahn/Zugführer und Ärzte. Es gibt sicher noch mehr Berufsgruppen, aber die jetzt Genannten sollen erst mal exemplarisch dafür stehen.
Es ist diesen arbeitenden Menschen nicht gestattet, mit Drogen, hier insbesondere Alkohol, oder in das Nervensystem eingreifende Medikamente den Dienst anzutreten. Sie müssen nüchtern sein. Wenn sie Medikamente nehmen, die ihre Eignung zum Führen von Maschinen herab setzen oder beeinträchtigen, müssen sie das bei Dienstbeginn anzeigen.
Das ist alles schon Vorschrift und kann nur durch Prüfung kontrolliert werden. Bis jetzt erfolgt eine solche Prüfung auf Verdacht oder stichprobenartig.
Medikamente, die Depressionen und Burnout und Erschöpfungszustände behandeln, greifen in das Nervensystem ein und beeinträchtigen die Wahrnehmung. Ein Mensch, der an Depressionen leidet, und in Behandlung ist und medikamentös eingestellt ist, ist daher zu einem wie oben beschriebenen Dienst nicht oder nur eingeschränkt fähig.Körperlich Distanz
Sozial zusammen
You'd have to be here
I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
It's northerly facing and close to an open fjord
The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
Calling so slowly from summer's before
Kari Bremnes



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