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05.04.2015, 20:46
AW: Flugzeugabsturz in Südfrankreich: Was wird uns da eigentlich verheimlicht?
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05.04.2015, 21:17Inaktiver User
AW: Flugzeugabsturz in Südfrankreich: Was wird uns da eigentlich verheimlicht?
@Lukulla
Ich habe Brausepaul und Lora-rennt nichts weiter hinzuzufügen.
Damit ist Dein an mich gerichtetes „falsch“ und „Makulatur“ erledigt.
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05.04.2015, 22:41
AW: Flugzeugabsturz in Südfrankreich: Was wird uns da eigentlich verheimlicht?
Ich habe meinen Beitrag mit dem Satz gekennzeichnet: das ist meine private Meinung.
Meine Moderation oder meine Tätigkeit als VIP hat damit nichts zu tun.
Keine meiner Äusserungen ist falsch.
Es gab keine frühe Phase, sondern nur Punkt X nach der PK. Ab dem Zeitpunkt war mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit klar, dass der Täter der CoPilot ist, der 150 Menschen absichtlich getötet hat.
nur darauf hindeuten = drückt eine Ausschließlichkeit aus; nichts anderes als; niemand, nicht anders als (Duden)
Habe ich gesagt, dass das irrelevant ist? Nein.
Sie haben spekuliert.Und wieso haben französische Ermittler - die nunmal für Robin arbeiten - einen technischen Defekt vor der Auswertung des Datenrekorders nicht ausgeschlossen, wenn doch alles so klar war?
Offensichtlich = klar [erkennbar], [sehr] deutlich, offenkundig (Duden)Alle bekannten Parameter waren mit der Auswertung des Datenrekorders bekannt - nicht vorher.
Wie kann ein "es es sieht offensichtlich so aus" und "darauf deuten" für Dich ein Faktum sein?
und: s.o.
ich schrieb nur darauf hindeuten = drückt eine Ausschließlichkeit aus; nichts anderes als; niemand, nicht anders als (Duden)
Das sind Fakten.Körperlich Distanz
Sozial zusammen
You'd have to be here
I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
It's northerly facing and close to an open fjord
The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
Calling so slowly from summer's before
Kari Bremnes
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05.04.2015, 22:57Inaktiver User
AW: Flugzeugabsturz in Südfrankreich: Was wird uns da eigentlich verheimlicht?
Ich schließe mich dem Beitrag 2756 von Lukulla in vollem Umfang an.
Ergänzen möchte ich noch, was ich auch schon mal schrieb: mir ist es vollkommen egal, warum er das getan hat. Für mich ist entscheidend, DASS er es getan hat.
Für mich war ganz von Anfang an, schon als ich die Nachricht hörte, der Absturz vollkommen absurd. Ich habe schon irgendwo weiter vorn geschrieben, dass es für mich unvorstellbar ist, auf der kurzen Strecke, in einem Flugzeug einer deutschen Fluggesellschaft so etwas passiert. Ich fliege regelmäßig, zweimal jährlich diese Strecke, zwar nicht genau die Strecke Barcelona-Düsseldorf, aber auch über die französischen Alpen. Klar, es kann immer mal was passieren, aber hier kam mein Bauchgefühl ins Spiel, das da sagte: nein, das kann nicht sein. Ist zwar auch irgendwie doof, aber ich habe Recht behalten...Dass da der Mensch ins Spiel kam, der das vorsätzlich herbeigeführt hat, war für mich irgendwie nur logisch. (Das können die User vielleicht nicht nachvollziehen, aber ich empfinde so.)
Alles, was geschrieben worden ist über das Warum und so weiter und so fort ist für die Opfer letzten Endes egal.
Ich denke, dass manche Menschen sich davor scheuen zu akzeptieren, dass es auch solche Menschen wie den Co-Piloten gibt. Denn NICHTS, absolut nichts, rechtfertigt seine Entscheidung, 149 Menschen in den Tod zu stürzen.
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05.04.2015, 23:08Inaktiver User
AW: Flugzeugabsturz in Südfrankreich: Was wird uns da eigentlich verheimlicht?
PS. Ich weiß auch nicht, warum einige User immer wieder die Ermittlungsergebnisse anzweifeln. Ein Drittland hat die Untersuchungen geführt. Man möchte meinen, dass das dann auch neutral geschieht.
Der Fluggesellschaft selbst ist mit keinem Ergebnis gedient. Weder ein technischer Defekt noch menschliches Versagen und erst recht nicht die Vorgänge um den Co-Piloten. Es gibt keine Ursache des Absturzes, die Lufthansa/Germanwings in ein besseres Licht rücken könnte.
Warum also sollen die Ermittlungsergebnisse nicht stimmen?
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05.04.2015, 23:12Inaktiver User
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05.04.2015, 23:14Inaktiver User
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05.04.2015, 23:59
AW: Flugzeugabsturz in Südfrankreich: Was wird uns da eigentlich verheimlicht?
Ohne zu der Diskussion hier Stellung zu nehmen, möchte ich gerne einfach mal mein ganz subjektives Empfinden zu dem ganzen schrecklichen Ereignis zum Ausdruck bringen.
Von Anfang an hat mich der Absturz noch mehr erschüttert als es andere vergleichbare Katastrophen tun, weil für mich persönlich der Identifizierungsgrad höher ist (ich hätte jederzeit selber die Strecke fliegen können, bin erst vor wenigen Monaten von Spanien mit Germanwings geflogen, kenne sowohl Düsseldorf als auch Haltern recht gut, bin selber an einer Schule tätig ... ).
Als am Donnerstag die dem Voice Recorder entnommenen Informationen veröffentlicht wurden, war ich wie alle anderen sprachlos und noch fassungsloser (wobei das - der Halterner Schulleiter hat Recht - eigentlich nicht steigerbar ist). Und mein erster Gedanke war: Wenn sich jemand umbringen will, warum um Himmels willen macht er es nicht alleine??!!!!!
Das ist auch der Punkt, den ich nach wie vor nicht verstehen kann UND will.
Ich lehne es auch ab, mich überhaupt viel mit ihm (der Person des Co-Piloten) zu beschäftigen. Natürlich müssen die zuständigen Behörden und auch die Fluggesellschaften ermitteln und versuchen, Lehren daraus zu ziehen - aber ICH brauche das nicht! Ich hätte lieber seinen Namen nicht gewusst (er wollte den großen Abgang? - ich würde ihm lieber nicht den "Triumph" gönnen, das geschafft zu haben! Bei der Bemerkung von SPON, sie würden ab sofort seinen Namen ganz veröffentlichen, weil er zu einer Person der Zeitgeschichte geworden sei, schüttelt es mich!
). Mir wäre es auch SEHR viel wohler, wenn jetzt nicht JEDER (egal mit welchem Hintergrund und mit welchen kruden oder verblendeten Ideen im Kopf) alle Details über Cockpitbefehle, Cockpittüren wüsste (ja, ich weiß dass man sich diese Informationen sicherlich beschaffen kann, wenn man das möchte, aber diese massive Berichterstattung bringt so manches kranke Hirn vielleicht erst auf abartige Ideen).
Natürlich sehe ich, dass es auch bei ihm selber eine große persönliche Tragödie ist. Aber ehrlich gesagt - die 149 anderen, die leben WOLLTEN, die vielleicht mit ihrem Leben sehr zufrieden waren, die Pläne hatten, deren Eltern jetzt kinderlos und Kinder jetzt elternlos sind, die tun mir wirklich viel viel mehr leid!!!
Bei den Angehörigen mache ich keinen Unterschied, die Angehörigen und Freunde von allen 150 Menschen machen gerade die Hölle durch, und für die Eltern des Täters ist es sogar noch um eine weitere Dimension schlimmer.
Zum Suizid und das Wie und Wo: Ich habe da kürzlich im erweiterten/entfernteren Familienkreis das extremste Gegenbeispiel erlebt. Ein junger Mann, ebenfalls 27 Jahre alt, kam zu dem Entschluss - unbemerkt von seiner Umwelt -, dass er das Leben einfach nicht mehr aushalten könne. Er löste quasi sein ganzes Leben auf, kündigte seine Wohnung (unter dem Vorwand, umzuziehen), gab sein komplettes Hab und Gut weg und hinterlegte in seinem Elternhaus (in sicherer Abwesenheit der Eltern) einen kleinen Koffer mit allen nötigen Dokumenten und mit einem Abschiedsbrief. In diesem Abschiedsbrief erklärte er seine Gründe, bat um Entschuldigung, und er gab genaue Angaben dazu, wo man ihn finden würde (in einem einsamen Waldstück) und was die Rettungskräfte beachten müssten, um nicht selber in Gefahr zu geraten.
Das ist furchtbar traurig und für die Eltern und Geschwister natürlich eine schreckliche Tragödie.
Aber es betrifft EINEN Menschen. Und das macht DEN entscheidenden Unterschied.
Auch dieser junge Mann war verzweifelt. Warum sonst hätte er eine solche furchtbare Entscheidung getroffen. Aber er hat - Tunnelblick hin oder her - "innerhalb" seiner Entscheidung die maximale Rücksicht auf seine Mitmenschen genommen. Das ist also durchaus möglich!
Und der Betroffene hier in dieser Diskussion hätte diese Möglichkeit auch gehabt. Wenn er - aufgrund welcher Störung/Kränkung auch immer - unbedingt eine große Bühne brauchte, hätte er das auch anders machen können. Zum Beispiel einen Brief hinterlassen, in dem er mit der Möglichkeit spielt, einen vollbesetzten Flieger mit in den Tod zu nehmen, es dann aber doch nicht zu tun (und statt dessen einen kleinen Flieger, ob Segel- oder nicht, alleine in eine Felswand zu setzen). Das war jetzt nur ein Beispiel. Es hätte sicherlich noch unzählige andere Möglichkeiten gegeben.
Die Psychologen im Fernsehen haben mir bisher auch alle noch nicht schlüssig erklären können, unter welchen Umständen und in welchen Krankheitszuständen jemand überhaupt zu so etwas fähig ist. Dass normalerweise Depressionen keine Fremdaggression nach sich ziehen, ist ja offenkundig. Dass ein Mensch, der andere aus Hass tötet (wie z.B. ein Amokläufer) oder ideologisch total verblendet ist (wie z.B. ein Selbstmordattentäter), vorher in keiner Weise auffällig ist und ein sozial gut integriertes, anerkanntes Leben führt, kommt nach Aussage der im TV auftretenden Psychologen nicht vor.
War es also doch kriminelle Energie? Machtgeilheit? Rache (woran)?
Möglicherweise werden diese Fragen aber nie beantwortet werden.
Letztlich viel wichtiger finde ich aber auch, an die Angehörigen zu denken und sie langfristig (!) zu unterstützen (so gut man das eben kann). Dieses Gefühl "Für mich ist eine Welt zusammengebrochen, nichts ist mehr wie es war, ich habe keine Ahnung wie es weitergehen soll, und um mich herum gehen alle ihrem Tagesgeschäft nach als wäre nie was gewesen" muss grausam sein. Die Menschen im Umfeld dieser Betroffenen sind da natürlich in erster Linie wichtig, aber ich stelle mir vor, dass es auch gut tut, wenn in der Öffentlichkeit Respekt gezollt wird, der Getöteten gedacht wird, ein gutes Wort (in aller Hilflosigkeit) an die Angehörigen gerichtet wird. Und das eben nicht nur in den ersten paar Tagen der öffentlichen Anteilnahme-Welle, sondern auch langfristig. (Damit meine ich natürlich ausdrücklich nicht, dass über INDIVIDUEN (Getötete oder Angehörige) berichtet werden sollte, dass Fotos gezeigt werden sollten etc. - nein, natürlich nicht! Es geht mir um die GRUPPE der Betroffenen.)
So, das brannte mir jetzt schon lange auf den Nägeln, aber ich hatte irgendwie keinen Ort, wo ich das "abladen" konnte. Darum bin ich froh, dass ich diesen Strang gefunden habe.
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06.04.2015, 00:08Inaktiver User
AW: Flugzeugabsturz in Südfrankreich: Was wird uns da eigentlich verheimlicht?
Ich schließe mich deinem Beitrag voll und ganz an.
Da er keinen "Abschiedsbrief" hinterlassen hat wird man das Warum auch nie beantworten können.
Es ist schon schwer vorstellbar was einen Menschen dazu bringt seinem eigenen Leben ein Ende zu setzen, dass er 149 weiteren Menschen das Leben nimmt macht einen nur fassungslos. Krampfhaft sucht man nach Mitschuldigen weil es einem die Illusion gibt in Zukunft so ein Unglück verhindern zu können. Aber auch weitere Neuerungen und Änderungen werden es nicht verhindern können dass irgendwann wieder jemand eine ähnliche Tat ausheckt. Das Leben lässt sich eben nicht zu 100% sicher machen.
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06.04.2015, 00:11Inaktiver User



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