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    AW: Flugzeugabsturz in Südfrankreich: Was wird uns da eigentlich verheimlicht?

    das einzigste was ich seltsam finde, ist, dass die Auswertung des Browserverlaufs am Tablet nun 10 Tage gedauert hat..

    irgendwie auch fast schon zu "glatt": Behandlungsmöglichkeiten, dann Selbsttötung, dann Sicherheit der Tür....alles per Suche im Internet....
    Tablet daheim liegen lassen (also ich nehme meins immer mit...)..
    "Gefahr" dass der Partner den Browserverlauf nachsehen kann während des Zeitraums der Recherche (die haben ja zusammen gelebt)...hmm

    und die Aussage er habe nach Sicherheiten der Cockpittür gesucht..ich gehe davon aus, daß dies ein Pilot nicht extra ergoogeln muss..
    Geändert von clara_II (03.04.2015 um 06:08 Uhr)
    I believe everything happens for a reason! People change so you can learn to let go,things go wrong so that you can appreciate them when they're right,you believe lies so that you will eventually learn to trust no one but yourself,and sometimes, good things fall apart,so better things can fall together.

    (Marilyn Monroe)

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    AW: Flugzeugabsturz in Südfrankreich: Was wird uns da eigentlich verheimlicht?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Erzähle das mal den Hinterbliebenen.
    Das ist dann der Bereich, in dem Recht und Gerechtigkeit nichts miteianander zu tun haben. Damit kämpfen wohl alle Menschen, die einen Angehörigen durch eine Straftat verloren haben.

    Zudem ist es in diesem Einzelfall völlig irrelevant, über eine Schuldunfähigkeit zu spekulieren- das ist nur ein rechtlicher Begriff, der hier keine Bedeutung hat. Der Täter ist tot- gegen Tote wird ohnehin nicht ermittelt, zumindest im deutschen Recht. Deshalb ermittelt die deutsche Staatsanwalt auch in einer "Tötungssache gegen Unbekannt".

    Massenmörder ist ein Begriff, den das deutsche Strafrecht so auch nicht kennt. Es gibt Mord- in diesem Fall wäre es, wenn überhaupt, Mord in 149 Fällen. Wobei- hätte er überlebt, müsste man erstmal gucken, ob überhaupt ein Mord vorliegt. Das ist dann der Fall, wenn jemand:

    - aus Mordlust, zur Befriedigung des Geschlechtstriebs, aus Habgier oder sonst aus niedrigen Beweggründen,

    heimtückisch oder grausam oder mit gemeingefährlichen Mitteln oder

    um eine andere Straftat zu ermöglichen oder zu verdecken,

    einen Menschen tötet.

    Das einzige Mordmotiv wäre hier die Heimtücke- die 149 Opfer waren arg- und wehrlos. Aber die Erfüllung eines Mordmotivs reicht hier vermutlich nicht aus- in erster Linie galt der Tötungsversuch wohl dem Täter selbst, er hat den Tod der 149 Insassen "billigend in Kauf genommen". Also eher "vorsätzliche Tötung".

    Das Strafrecht ist in diesen Fällen alles andere als gerecht.....

    Ich denke, es ist ein menschliches Bedürfnis, eine Erklärung für das Unerklärliche zu finden- und so ein Verhalten fällt zumindest für mich unerklärlich.
    Es gibt- neben der "rechtlichen" - auch eine moralische Schuld. Die trägt Andreas L. ganz allein, niemand anders sonst. Nicht seine Eltern, seine Lebensgefährtin, auch nicht die Gesellschaft....er allein hat entschieden, so zu handeln, wie er eben gehandelt hat.

    Er hätte die Möglichkeit gehabt, sich wegen Suizidgedanken selbst einzuweisen- mit der Vorgeschichte hätte ihn jede Akutpsychiatrie sofort aufgenommen, egal, wie überfüllt sie gewesen wäre. Er hätte schlichtweg die AU abgeben können....

    Mitleid habe ich für ihn keinesfalls....ich kann mir gut vorstellen, dass es ihm sehr schlecht ging- das gibt ihm aber nicht das Recht zu so einer Tat.

    Das Schreckliche daran ist nur- wir werden solche Taten nie in letzter Konsequenz verhindern können. Eine Depression alleine wirds nicht gewesen sein, Depressive handeln nur in seltenen Fällen so extrem....da muß noch etwas anderes dazu gekommen sein. Es ist auch nicht richtig, Menschen, die in jungen Jahren eine "depressive Episode" hatten, die vollständig abgeklungen ist, lebenslang einzuschränken.
    Sollte tatsächliche eine Art "Wahn" vorgelegen haben, eine Psychose, was auch immer, von mir aus auch eine Persönlichkeitsstörung welcher Art auch immer- dann macht das das Erkennen auch nicht leichter.
    Psychosen kommen "plötzlich""- wie oft will man Piloten "testen", um diese frühzeitig zu erkennen? Monatlich, täglich...gar vor jedem Start?
    Bei Persönlichkeitsstörungen kommt hinzu, dass solche Menschen oft sehr intelligent sind, begnadete "Blender", die sehr schnell raushaben, was sie auf evtl. Fragen antworten müssen, wie sie in Testsituationen reagieren müssen, um sich "als gesund" zu verkaufen.....

    Im Endeffekt kann man nichts tun, um solche Vorfällen zu 100% auszuschließen. Selbst die Zwei-Personen-Regelung ist keine absolute Sicherheit- wer absolut entschlossen ist, der hätte vielleicht auch die zweite Person kurzerhand außer Gefecht gesetzt- gezielter Schlag gegen die Schläfe oder so, dann ist das Gegenüber zumindest eine Weile handlungsunfähig, und dafür brauchts nicht sehr viel Kraft.

  3. Inaktiver User

    AW: Flugzeugabsturz in Südfrankreich: Was wird uns da eigentlich verheimlicht?

    Zitat Zitat von clara_II Beitrag anzeigen

    und die Aussage er habe nach Sicherheiten der Cockpittür gesucht..ich gehe davon aus, daß dies ein Pilot nicht extra ergoogeln muss..

    Finde ich auch merkwürdig.

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    AW: Flugzeugabsturz in Südfrankreich: Was wird uns da eigentlich verheimlicht?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ... dann ist das für mich eine genau SO geplante Aktion und der Ausführende für mich unterm Strich nur eines:
    ... ein erbärmliches, riesiges Arschloch!
    Ja, so könnte man das auch sagen.

    Denn: wenn er denn unbedingt beim Fliegen sterben wollte, dann hätte er sich mit einem Segelflugzeug aus großer Höhe im Sturzflug in den Boden rammen können.
    Aber nein - es musste ein vollbesetztes Verkehrsflugzeug sein ...

    Wie ich schon schrieb: vermutlich handelt es sich hier auch um einen gezielten 'Racheakt' gegen seinen Arbeitgeber Lufthansa/Germanwings.
    Weitere Motive sind noch denkbar - wie etwa: Guckt mal alle her ... 'ihr' (alles) wollt mich nicht mehr fliegen lassen und das habt ihr nun davon ...

    Zitat Zitat von Sasapi Beitrag anzeigen
    Es gibt Mord- in diesem Fall wäre es, wenn überhaupt, Mord in 149 Fällen. Wobei- hätte er überlebt, müsste man erstmal gucken, ob überhaupt ein Mord vorliegt.
    Nun ja - eines war diese Tat auf jeden Fall:
    nämlich eine Flugzeugentführung.
    Und zwar genau ab dem Zeitpunkt, wo er die Zielhöhe umprogrammierte und den Kapitän aus dem Cockpit aussperrte.

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  5. Inaktiver User

    AW: Flugzeugabsturz in Südfrankreich: Was wird uns da eigentlich verheimlicht?

    Falls jemand es überlesen haben sollte: Staatsanwalt Brice Robin hat Anklage auf vorsätzlichen Totschlag erhoben.

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    AW: Flugzeugabsturz in Südfrankreich: Was wird uns da eigentlich verheimlicht?

    Eine Frage, die mich umtreibt: was bedeutet denn nun eigentlich "SIC"? HQking schreibt

    Zitat Zitat von HQking Beitrag anzeigen
    Wenn ich es recht mitbekommen habe hatte er aber einen "SIC" Vermerk (jedenfalls zu einem gewissen Zeitpunkt in seiner Akte) und das heisst "Second in Command", also Co-Pilot.
    und selbiges ergab auch meine Google Suche. SIC im Luftfahrt Kontext steht fuer "second in command". Nirgends finde ich Hinweise darauf, dass es, wie kolportiert "specific regular medical examination" bedeuten koennte. Wenn ich letzteren Term eingebe, erscheinen Artikel zum Germanwings Absturz, sonst aber nichts.

    Weiss jemand Genaueres darueber?

  7. Inaktiver User

    AW: Flugzeugabsturz in Südfrankreich: Was wird uns da eigentlich verheimlicht?

    Zitat Zitat von clara_II Beitrag anzeigen
    und die Aussage er habe nach Sicherheiten der Cockpittür gesucht..ich gehe davon aus, daß dies ein Pilot nicht extra ergoogeln muss..
    Das kam mir im ersten Moment auch etwas verwunderlich vor.
    Allerdings wissen wir ja nicht, wonach genau er gesucht hat...auf Standard.at habe ich einen interessanten Kommentar zu dieser Frage gefunden:Airbus-Absturz: Copilot informierte sich online über Mechanismus der Cockpittüren - Flugkatastrophen - derStandard.at

  8. Inaktiver User

    AW: Flugzeugabsturz in Südfrankreich: Was wird uns da eigentlich verheimlicht?

    das einzigste was ich seltsam finde, ist, dass die Auswertung des Browserverlaufs am Tablet nun 10 Tage gedauert hat..
    Das wird nicht solange gedauert haben. Man hat diese Infos nur nicht früher rausgegeben.

    irgendwie auch fast schon zu "glatt": Behandlungsmöglichkeiten, dann Selbsttötung, dann Sicherheit der Tür....alles per Suche im Internet....
    Tablet daheim liegen lassen (also ich nehme meins immer mit...)..
    "Gefahr" dass der Partner den Browserverlauf nachsehen kann während des Zeitraums der Recherche (die haben ja zusammen gelebt)...hmm
    Vielleicht die moderne Form eines "Abschiedsbriefes"?

    Er hat sich konkret damit beschäftigt. Für diesen Flug kann es aber nicht geplant gewesen sein, da er nicht wissen konnte das der Pilot das Cockpit verlassen würde. Deswegen vermute ich eine spontane Entscheidung, aus der Gelegenheit heraus. Insofern passt die Anklage des Staatsanwalts auf Totschlag, da Totschlag immer eine ungeplante, affektive Handlung ist.

  9. Inaktiver User

    AW: Flugzeugabsturz in Südfrankreich: Was wird uns da eigentlich verheimlicht?

    Zitat Zitat von clara_II Beitrag anzeigen
    das einzigste was ich seltsam finde, ist, dass die Auswertung des Browserverlaufs am Tablet nun 10 Tage gedauert hat..

    irgendwie auch fast schon zu "glatt": Behandlungsmöglichkeiten, dann Selbsttötung, dann Sicherheit der Tür....alles per Suche im Internet....
    Tablet daheim liegen lassen (also ich nehme meins immer mit...)..
    "Gefahr" dass der Partner den Browserverlauf nachsehen kann während des Zeitraums der Recherche (die haben ja zusammen gelebt)...hmm

    und die Aussage er habe nach Sicherheiten der Cockpittür gesucht..ich gehe davon aus, daß dies ein Pilot nicht extra ergoogeln muss..
    Du unterstellst damit, dass der Staatsanwalt lügt...von ihm kamen diese Informationen nämlich.

  10. Inaktiver User

    AW: Flugzeugabsturz in Südfrankreich: Was wird uns da eigentlich verheimlicht?

    Zitat Zitat von HQking Beitrag anzeigen
    Einiges deutet auch darauf hin dass der Andreas Lubitz es fuer sich nicht als moeglich ansah mit jemand ueber seine Gesamtsituation zu sprechen, darauf deutet auch die Zerreissung der gefundenen Krankschreibungen hin.
    Ich zum Beispiel habe die Angewohnheit, eine Rechnung oder ein Schreiben zu zerreißen, bevor ich sie in den Abfalleimer werfe. Ich mache es, weil es Platz im Abfalleimer spart und nicht, weil ich wütend auf die "raubtierkapitalistische Gesellschaftsform" bin. Es ist zu vermuten, dass der Copilot nicht wegen einer Krankschreibung zum Arzt ging, sondern weil er Medikamente haben wollte. Der Arzt gab ihm ein Rezept und schrieb ihn gleichzeitig krank. Die Krankschreibung brauchte es aber nicht. Er zerriss sie und warf sie weg. Was ist daran ungewöhnlich?

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