Da von den drei erwähnten bedeutenden Studienrichtungen so gut wie gar nichts in den ersten zwölf bis dreizehn Schuljahren vorkommt, würde ich das, was in der Zeit gelernt ist, nicht wirklich eine "breite Allgemeinbildung" lernen. Grundzüge von Medizin, von Recht und von was zusammenbauen sollten zur Allgemeinbildung gehören.
Der Mensch lernt. Das Gehirn ist lediglich das Organ, das Impulse via Nerven leitet.Das Gehirn lernt am besten durch Konnotationen, durch Verbindungen mit schon Gehörtem und Gesehenem.
Heutige Schule ist auf alle Fälle nicht sehr inspirierend.Wenn schon in der Schule fachspezifisch gelernt wird, ist die Gefahr groß, dass der Mensch mit Scheuklappen durch das Leben geht.
Ich nahm gestern an einem Gesellschaftsspiel teil. Es wurden verschiedene schulische Themen genannt, und die Leute konnten ein Thema wählen und erklärten in einer kurzen Rede, warum Thema wichtig ist, warum man es lernen soll. Es waren Themen wie Einmaleins lernen, ein Gedicht lernen, die Französische Revolution, die Liste der höchsten Berge, eine schöne Handschrift... also querbeet was in Schulen vorkommt.
Das ernüchternde Fazit war, dass die allermeisten - ca 90% - in ihrer Rede allerdings erklärten, warum sie eben dieses Fach, über das sie sprachen, NICHT zum Lernen empfehlen, sondern völlig überflüssig finden.
und ja, als junger Mensch lernt man sehr schnell - wenn man ncith dran gehindert wird. Schule, wie sie heute ist, ist aber eher geeignet, Menschen am Lernen zu hindern und es ihnen zu vergällen udn versauern, statt die Freude am Lernen zu fördern und beim Lernen zu helfen.
gruss, barbara
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27.02.2015, 22:02
AW: Was sollen SchülerInnen in unseren Schulen lernen?
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27.02.2015, 22:57
AW: Was sollen SchülerInnen in unseren Schulen lernen?
Bae, ich weiß nicht, aber ich kann mich gut daran erinnern, während meiner Schulzeit durchaus Dinge vorkamen, die in die Bereiche Medizin, Recht und etwas konstruieren fallen....
Konstruiert wurde schon recht früh, in Klasse 5 und 6 gabs Werken. Für alle Schüler, Junge oder Mädchen. Da habe ich einen hölzernen Briefbeschwerer zurecht gefelit und ein Gewürzbrot gezeichnet, gesägt und zusammen genagelt. Und festgestellt- ist nicht mein Geschmack
In Biologie gabs so Themen wie "Der menschliche Körper", mit Dinge wie Blutkreislauf, Organe....kennt jeder...später dann die Viren und Bakterien und noch später die Vererbungslehre.
In Sozialkunde - heißt bei meinen Töchtern Gemeinschaftskunde- kamen Dinge dran wie "Was ist ein Vertrag, Rechte und Pflichten der Vertragspartner, das Grundgesetz, Betriebsverfassungsgesetz"....
Wer dann im Laufe der Zeit gemerkt hat, dass ihn bestimmte Themen interessieren, konnte sich entweder schon ab Klasse an einer berufsbildenden Schule in die passende Richtung bewegen- es gibt die FOS Wirtschaft, Pflege und Soziales ( da kommt ne Menge Medizin drin vor...) Technik.....und das Ganze auch noch mal als Fachgymnasium, was nach dreijähriger Oberstufe mit der allgemeinen Hochschulreife abschließt...damit ist dann sogar ein Medizinstudium drin, selbst, wenn man sein Abitur an einem Fachgymnasium mit der Fachrichtung Technik gemacht hat
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27.02.2015, 23:32
AW: Was sollen SchülerInnen in unseren Schulen lernen?
Wenn du das Gewürzbrot gebacken hättest statt gezeichnet, gesägt und genagelt hätte es vielleicht besser geschmeckt.


Das ist nichts Medizinisches, sowas hatten wir auch, aber genau gar nichts zum Behandeln von Krankheiten. Nicht mal etwas in Bezug auf die simpelsten und häufigsten Krankheiten.In Biologie gabs so Themen wie "Der menschliche Körper", mit Dinge wie Blutkreislauf, Organe....kennt jeder...später dann die Viren und Bakterien und noch später die Vererbungslehre.
na das ist doch schon was, sowas kam in meiner ganzen Schulzeit nicht vorIn Sozialkunde - heißt bei meinen Töchtern Gemeinschaftskunde- kamen Dinge dran wie "Was ist ein Vertrag, Rechte und Pflichten der Vertragspartner, das Grundgesetz, Betriebsverfassungsgesetz"....
Aber auch so gilt immer noch: Schule behindert Lernen und fördert es nicht. Und das ist nicht gut so.
gruss, barbara
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01.03.2015, 10:24Inaktiver User
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01.03.2015, 10:37
AW: Was sollen SchülerInnen in unseren Schulen lernen?
doch, leider kann man es so pauschal sagen.
Auf die Frage "was kannst du besonders gut, wo liegen deine Talente?" hat bisher KEINER meiner inzwischen zahlreich unterrichteten Nachhilfeschüler eine Antwort geben können. übrigens ganz egal, aus welchem Land oder welchem Schulsystem er/sie kam, egal ob öffentlich oder privat, egal ob Grundstufe oder Gymnasium.
Irgendwann zeichnen sich eben durchaus gewisse Muster ab, die auffallen.
und ja, Lerntechnik kann auch keiner. Beziehungsweise, jene, die ein natürliches Talent dafür haben, die können es von selbst (aber dafür müssen sie nicht in die Schule), die andern haben eben Pech und wursteln sich durch, was in der Regel heisst, viel Zeit hinter die Schulbücher zu sitzen, aber ohne dass der Stoff tatsächlich angeeignet wird. Viel Mühe für wenig Resultat. und den Frust gibt's gratis oben drauf.
gruss, barbara
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01.03.2015, 13:29Inaktiver User
AW: Was sollen SchülerInnen in unseren Schulen lernen?
Schaffen wir die Schulen ab! Zurück ins 19.Jhdt. Kinder in die Fertigung - da lernen sie fürs Leben. Wenn sie denn die harmlosen Kinderkrankheiten überlebt haben.
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01.03.2015, 13:40Inaktiver User
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01.03.2015, 13:49Inaktiver User
AW: Was sollen SchülerInnen in unseren Schulen lernen?
Wenn du diesen Strang verfolgt hättest, wüsstest du, dass ich ihn initiiert habe. Ursprünglich ging es um die Frage, was Kinder in den Schulen lernen sollten - ein positiver Ansatz sozusagen. Von einer nicht näher zu bezeichnenden Userin wurde der Strang genutzt, Schulen zu verteufeln. Nun ja, da darf man dann hoffentlich auch mal sarkastisch werden.
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01.03.2015, 13:56Inaktiver User
AW: Was sollen SchülerInnen in unseren Schulen lernen?
Na klar. Ich hab's auch nicht böse gemeint.

Ich habe nicht alles verfolgt übrigens, und daß Du den Strang gestartet hast, war mir auch nicht klar. Und Deine Intention Deiner Bemerkung auch nicht.
Ich verstehe jetzt so, daß Du darüber etwas frustriert bist, wolltest eher gerne positive Ansätze haben?
Ich sehe es halt so, daß Probleme sehen, erkennen, der erste Schritt zur Lösung ist. Und welches überhaupt Probleme sind oder auch nicht, darüber muß man sich ja dann auch erstmal unterhalten.Geändert von Inaktiver User (01.03.2015 um 14:08 Uhr)
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01.03.2015, 14:39
AW: Was sollen SchülerInnen in unseren Schulen lernen?
Nehmen wir als Beispiel "Umgang mit Geld".
Das fließt im Mathematikunterricht immer wieder mit ein: Addieren, Subtrahieren, Multiplizieren und Dividieren. Einkaufsliste - wie viele Tafeln Schokolade darf sich Thorben-Hendrik noch kaufen? Wie viele Lakritzstangen bekommt jedes Geburtstagskind nach Abzug der Kinokarten und Getränke.
In den höheren Klasse geht es zum Beispiel auch um ausgaben, was wichtiger ist, z.B. Miete oder Luxus. Aber - hier kommen Schüler wie Eltern zu Wort: Die einen sagen, dass sie nicht wünsche, dass ihr Kind an überflüssige Ausgaben herangeführt wird und sie als Eltern wesentlich besser beibringen, wofür Geld ausgegeben wird. Die anderen sehen den Unterricht über Geldeinnahmen und Ausgaben als blanke Theorie und lächeln darüber.
Es reicht, wenn zwei Eltern Terror bei der Schulleitung und im Kultusministerium machen, was für einen Unsinn der Lehrer den armen Zehntklässlern beizubringen versucht. Der Lehrer sollte doch lieber Rechtschreibung üben anstatt Beschwerderiefe schreiben zu lassen.



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Es gibt nämlich nur die Wahl zwischen: Alles GENAU SO lassen wie es gerade ist. Oder aber: Zurück ins19. Jhdt.