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  1. Inaktiver User

    AW: Was sollen SchülerInnen in unseren Schulen lernen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Also, meines Wissens nach gibt es in vielen Schulen bereits Wahlfächer. Eine Stunde wöchentlich in denen Kinder zwischen Flötespielen, Trommeln, Basteln, Tanzen, Entspannungstraining und und und wählen können. In kleinen Gruppen von höchstens 10 Kindern. Es wird unheimlich viel an neuen Ideen umgesetzt. Gut finde ich das v.a. für die Kinder, deren Eltern nicht die finanziellen Mittel für Musikunterricht oder andere kreative Kurse haben.
    Aber, wo ist da jetzt der Unterschied?

    Du willst, dass es verpflichtend ist?
    Handwerken und Kochen, Handarbeiten - ja das versteh ich .

    Aber ein Intrsument lernen - das muss man wollen. Es sollte im Musikunterricht vorgestellt werden, das ist richtig.

  2. gesperrt

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    AW: Was sollen SchülerInnen in unseren Schulen lernen?

    Zitat Zitat von xanidae Beitrag anzeigen
    Da kann man dann schon mal aushalten, dass für 20 Minuten was gemacht wird, was man nicht mag.
    Wenn's denn nur 20 Minuten wären...

    ich hab mich mehr oder weniger während meiner ganzen Schulzeit gelangweilt, und das von acht Uhr morgens bis vier Uhr nachmittags, wenn aus war. Wenn ich allein hätte meine Dinge machen dürfen, ich hätte deutlich mehr gelernt, und nicht bloss die Fähigkeit perfektioniert. aus dem unendlich zähen Strom von blabla die ein, zwei wichtigen Infos pro Stunde rauszufiltern, und ansonsten mit offenen Augen zu schlafen und eine Aufmerksamkeit vorzutäuschen, die weder vorhanden noch nötig war. War das jetzt eine sinnvolle Vorbereitung aufs Leben? eindeutig nicht.

    Ich frag gelgentlich "warum ist es wichtig, dies oder das vom Schulstoff zu lernen?" - Antworten darauf krieg ich von Kindern so gut wie nie. ausser "öhhh" und "weiss nicht". Und oft muss ich ihnen recht geben: das, was sie lernen müssen, und die Art, wie sie es lernen müssen, ist hanebüchen. In der Erwachsenenbildung, wo Leute freiwillig hingehen und was lernen, und wo Leute auch NICHT mehr hingehen, wenn es ihnen nicht zusagt, würde man mit solchen Dingen nicht durchkommen.

    gruss, barbara

  3. Inaktiver User

    AW: Was sollen SchülerInnen in unseren Schulen lernen?

    Naja, als Kind weiß ich nicht, dass ich ohne Gleichungen und Ungleichungen keinen Studiengang mit Statsitiken belegen kann.

    Da verlangst du aber viel von Kindern. Dieses Wissen haben nicht mal viele Erwachsene.

  4. gesperrt

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    AW: Was sollen SchülerInnen in unseren Schulen lernen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Meiner Meinung nach wird (gerade in Grund-)Schulen viel zu viel "gespielt". Schule ist Lernen, kein "Spielen", dafür gibts Kindergarten und Freizeit.
    Lernen geschieht im Spiel am wirksamsten...

    gruss, barbara

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    AW: Was sollen SchülerInnen in unseren Schulen lernen?

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Das müssen sie ja eh ständig. Man muss aufstehen, rechtzeitig losfahren, regelmässige Körperpflege, an den meisten Orten keinen Lärm machen und nicht rumrennen, und so weiter und so weiter. Kinder müssen ständig irgendwelches Zeugs, entweder weil die Schule es will, oder weil der Stundenplan der Eltern es erfordert, oder die Hausordnung, oder die zahlreichen Gefahren im Verkehr.

    es ist eindeutig nicht so, dass das Leben des durchschnittlichen Kindes vor allem aus Spass bestünde, sodass man unbedingt Spass zurückschneiden muss. wirklich nicht.


    Was am besten dann klappt, wenn eine solide intrinsische Motivation vorhanden ist. Aber nicht, wenn man dazu dressiert wird, egal ob man will oder nicht.
    Es geht doch gar nicht um Dressur, sondern darum, dass Kinder auch auf den Weg gebracht werden müssen, eigene Entscheidungen zu treffen und -was noch wichtiger ist- erkennen zu können, welche Entscheidung für sie persönlich die optimale ist. Es funktioniert nicht alles nach Montessori.
    Wie soll ein Kind erkennen können, ob ein Unterrichtsstoff relevant ist oder nicht? Dazu muss es ihn erst einmal kennenlernen und das geht eben nur, wenn es damit konfrontiert wird. Besteht die Möglichkeit, sich bei einem Angebot nach Lust und Laune auszuklinken, kann es auch nicht wissen, ob seine Entscheidung nun konstruktiv war oder ob es etwas verpasst hat. Woher soll dann die von dir idealisierte intrinsische Motivation kommen?
    Warum sollte man Kinder zu bequemen Dünnbrettbohrern erziehen? Und die von dir aufgezählten Pflichten wie Zähneputzen, Hausordnung etc. sind Alltagsbanalitäten und in keinster Weise mit den intellektuellen Anforderungen zu vergleichen, denen sie sich jetzt und in ihrem späteren Leben als Erwachsene stellen müssen.

    Die Leute, die Dinge nur tun, wenn sie äusserlich Druck fühlen, sind dann eben jene Politikverdrossenen, die Gelangweilten, halt eben jene, die nichts aus eigenem Antrieb tun... weil sie nie gelernt haben, wie das ist, etwas aus eigenem Antrieb zu tun.
    Trotzdem sollten sie gelernt haben, mit diesen Dingen umzugehen, die sie eigentlich nicht tun möchten, weil eben dieser "Chicken Exit" nicht immer bei Bedarf zur Verfügung steht.
    Manches ist durchsichtiger als es scheint.
    Gewaltig ist der Unterschied zwischen x und u!
    Ein Piratenboot ist kein Kirchenschiff.
    Seize the Day, Heaven Can Wait
    If you could read my mind, love, what a tale my thoughts could tell....(Gordon Lightfood)
    Allegro con brio

  6. gesperrt

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    AW: Was sollen SchülerInnen in unseren Schulen lernen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Naja, als Kind weiß ich nicht, dass ich ohne Gleichungen und Ungleichungen keinen Studiengang mit Statsitiken belegen kann.

    Da verlangst du aber viel von Kindern. Dieses Wissen haben nicht mal viele Erwachsene.
    Ich unterhalte mich gelegentlich darüber, was man aus welchem Grund lernen muss oder soll. Das fängt an bei "das ist eine nützliche Fähigkeit, die man IMMER brauchen kann, ganz egal welchen Beruf du wählst" bis hin zu "jetzt machen wir das so und so, dann ist deine Lehrerin glücklich und du kriegst eine halbe Note mehr bei der nächsten Prüfung, wenn du das so machst. Aber sonst, vergiss es. " Halt je nachdem, was es ist.

    Und manchmal frag ich auch "was willst du machen, wenn du erwachsen bist?", und dann sagt das Kind etwas - einen Beruf, eine Weltreise, was auch immer - und dann erkläre ich die Schritte, die alle gemacht werden müssen, um dieses genannte Ziel zu erreichen, und auch, wo die Schwierigkeiten liegen. Wozu fast immer auch gehört, dass man irgend einen Blödsinn abliefern muss bei einer Autorität, der mit dem eigentlichen Ziel nichts zu tun hat, aber nötig ist, um ein bestimmtes Diplom zu kriegen, oder um Geld zu kriegen, oder sonst etwas, das man braucht, um überhaupt dorthin zu kommen.

    Einfach halt so ein bisschen die Realitäten des Erwachsenenlebens erklären, von denen sind Kinder ja grösstenteils abgeschirmt in der Schule. Die Fähigkeiten, die jemand zu einem erfolgreichen Schüler mit guten Noten machen, sind ganz andere Fähigkeiten als jene, die zB einen guten Arbeiter machen.

    gruss, barbara

  7. Inaktiver User

    AW: Was sollen SchülerInnen in unseren Schulen lernen?

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Wozu fast immer auch gehört, dass man irgend einen Blödsinn abliefern muss bei einer Autorität, der mit dem eigentlichen Ziel nichts zu tun hat, aber nötig ist, um ein bestimmtes Diplom zu kriegen, oder um Geld zu kriegen, oder sonst etwas, das man braucht, um überhaupt dorthin zu kommen.

    Einfach halt so ein bisschen die Realitäten des Erwachsenenlebens erklären, von denen sind Kinder ja grösstenteils abgeschirmt in der Schule. Die Fähigkeiten, die jemand zu einem erfolgreichen Schüler mit guten Noten machen, sind ganz andere Fähigkeiten als jene, die zB einen guten Arbeiter machen.

    gruss, barbara
    Du manipulierst ganz schön.

    Oder sehe dass nur ich so?

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    AW: Was sollen SchülerInnen in unseren Schulen lernen?

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Lernen geschieht im Spiel am wirksamsten...

    gruss, barbara
    Ab einer bestimmten Altersgruppe ist der Spielfaktor aber ausgereizt. Was schlägst du dann vor?
    Manches ist durchsichtiger als es scheint.
    Gewaltig ist der Unterschied zwischen x und u!
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  9. gesperrt

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    AW: Was sollen SchülerInnen in unseren Schulen lernen?

    Zitat Zitat von Septima Beitrag anzeigen
    Es geht doch gar nicht um Dressur, sondern darum, dass Kinder auch auf den Weg gebracht werden müssen, eigene Entscheidungen zu treffen und -was noch wichtiger ist- erkennen zu können, welche Entscheidung für sie persönlich die optimale ist.
    Entscheidungen treffen lernt man durch Entscheidungen treffen. Und mögliche Fallen und Probleme in diesem Prozess lernt man am besten dadurch, indem man gelegentlich Entscheidungen trifft, die man im Nachhinein als Fehler erachtet, und daraus lernt.

    Damit Kinder das lernen können, müssen sie aber Raum und Gelegenheit haben, um Entscheidungen zu treffen. Und zwar solche, die echte Folgen, Verpflichtungen und Einschränkungen mit sich bringen.

    Wer in der Schulküche für eine grössere Gruppe kocht und am Mittag nicht fertig ist, wird den Unmut der Hungrigen über sich ergehen lassen müssen, und das wird garantiert dafür sorgen, dass dem Zeitmanagement das nächste Mal mehr Beachtung geschenkt wird.

    Von den Eltern oder Lehrern hin- und hergescheucht zu werden, hat diesen Effekt nicht.


    Wie soll ein Kind erkennen können, ob ein Unterrichtsstoff relevant ist oder nicht?
    indem man mit ihm darüber rede? über seine Ziele, über seine Wünsche, über das, was es lernen will?

    Dem Kind den Stoff einfach vorzusetzen, weil der im Lehrplan so steht, wird auf alle Fälle auch nicht dem Kind helfen zu entscheiden, ob es relevant ist oder nicht, was es da grade tut.

    Besteht die Möglichkeit, sich bei einem Angebot nach Lust und Laune auszuklinken, kann es auch nicht wissen, ob seine Entscheidung nun konstruktiv war oder ob es etwas verpasst hat. Woher soll dann die von dir idealisierte intrinsische Motivation kommen?
    Wie ich sagte: von standardisierten nationalen oder internationalen Prüfungen und deren Stoffkataogen, die im Detail vorschreiben, was beherrscht werden muss, um die Prüfung zu bestehen.



    Warum sollte man Kinder zu bequemen Dünnbrettbohrern erziehen?
    ja, warum sollte man? Und warum wird das im heutigen Schulsystem so oft getan? - frag ich mich auch immer wieder mal.


    Und die von dir aufgezählten Pflichten wie Zähneputzen, Hausordnung etc. sind Alltagsbanalitäten und in keinster Weise mit den intellektuellen Anforderungen zu vergleichen, denen sie sich jetzt und in ihrem späteren Leben als Erwachsene stellen müssen.
    Das Leben der meisten Leute bringt reichlich wenig intellektuelle Anforderungen. Das hör ich auch immer wieder von Uniabgängern, die an ihren Arbeitsstellen dann banales Zeug erledigen müssen, das in keiner Weise ihrem so lang und mühsam geschulten Intellekt entspricht.

    Wer die Grundrechenarten beherrscht, Dreisatz und Prozentrechnung, wer lesen und schreiben kann, hat eigentlich schon alle intellektuelle Aussstattung, die es für ein gewöhnliches Leben braucht.

    Man muss natürlich teils noch berufsspezifische Dinge lernen, aber die haben sehr oft wenig mit Intellekt zu tun, und viel mit gewusst-wie, und auch viel mit sozialer Kompetenz, mit Entscheidungsfähigkeit, mit Flexibilität und Improvisationstalent wenn's mal schief läuft, mit dem Auswendig wissen und können von Verfahren und Regeln.... aber intellektuell müssen nur wenige sein, theoretische Physiker, zum Beispiel.


    Trotzdem sollten sie gelernt haben, mit diesen Dingen umzugehen, die sie eigentlich nicht tun möchten, weil eben dieser "Chicken Exit" nicht immer bei Bedarf zur Verfügung steht.
    Wie ich sagte: in einem ganz gewöhnlichen Kinderleben werden Kinder sowieso mit so vielen Dingen konfrontiert, die sie eigentlich nicht tun möchten, aber dennoch tun müssen, da muss man echt nicht noch eine Ladung zusätzlich drauf packen. Es gibt keinen Grund dafür.

    gruss, barbara

  10. gesperrt

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    AW: Was sollen SchülerInnen in unseren Schulen lernen?

    Zitat Zitat von Septima Beitrag anzeigen
    Ab einer bestimmten Altersgruppe ist der Spielfaktor aber ausgereizt. Was schlägst du dann vor?
    Ich bin jetzt schon seit längerem aus dem Alter für obligatorische Schule raus, der Spielfaktor ist in meinem eigenen Lernen noch längst nicht ausgereizt, ganz im Gegenteil. Der Vorrat an Spiel scheint mir unendlich gross zu sein, unendlich vielfältig, immer neu, immer anregend, und bringt mich immer wieder mal zu unerwarteten Ufern.

    gruss, barbara

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