Diese Geschichte aufzurollen, würde vermutlich zu weit greifen, jedenfalls war es nicht zwingend, alle, die nun drinnen sind, in den Euroraum aufzunehmen.
Na ja, ohne nun Schwachstellen der Syriza verteidigen zu wollen, was erstens die Troika zumindest teilweise falsch gemacht hat, lässt sich gut nachlesen, und wie eine Beamtenschaft, die sich hauptsächlich aus Anhängern alter Parteien rekrutiert, dazu gebracht werden kann, eine Trendumkehr in der Gleichbehandlung aller BürgerInnen einzuleiten, diese Frage stellt sich, glaube ich, den meisten griechischen Politikern, die versuchen, etwas zum Besseren zu wenden.
Doch, ich kann mir so manches vorstellen. Auch hier wurde häufig gefragt: "Brauchen Sie eine Rechnung?" Und das bestimmt nicht allein wegen des Papieraufwandes.
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07.07.2015, 16:51Inaktiver User
AW: Wahlsieg von Syriza in Griechenland
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07.07.2015, 16:54Inaktiver User
AW: Wahlsieg von Syriza in Griechenland
Ja genau das steht in dem von dir zitierten Post von mir.
Das Problem ist: Jobs schaffen.
Meinetwegen kannst du ja das berühmte Beispiel der Putzfrauen im Finanzministerium heranziehen. Troika sagte: Feuern.
Machte man, nur damit private Firmen putzen gingen, bei denen die meisten Putzfrauen illegal waren. Ausgaben blieben, Angestellte sanken, Steuern weniger. Sinnlos.
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07.07.2015, 17:03Inaktiver User
AW: Wahlsieg von Syriza in Griechenland
Ist leider ein Grundproblem des "Nation Building". Ist der Staat korrupt oder kaum existent, so versickern Hilfen, oder werden an die Bevölkerung verteilt, ohne einen selbsttragenden Staat aufzubauen.
Meine Antwort wäre, seitens der EU nur noch humanitäre Hilfen an Griechenland zu gewähren, und zu hoffen, dass der Nationalstolz der Griechen auch positive Dinge im Land bewirken kann.
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07.07.2015, 17:08Inaktiver User
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07.07.2015, 17:13Inaktiver User
AW: Wahlsieg von Syriza in Griechenland
Es funktionierte, weil der Staat nur so viel Geld ausgeben konnte, wie erwirtschaftet wurde. Seit 1981 kamen die EU-Subventionen dazu, gerade Bauern profitierten stark davon.
Der wirkliche Sündenfall fand mit dem Beitritt zum Euroraum statt, denn ab diesem Zeitpunkt kam Griechenland an große Kredite heran, die es vorher nie erhalten hätte. Das führte dazu, dass die Verwaltung aufgeblasen wurde und weit mehr Geld ausgegeben wurde, als der Staat einnahm.
Niemand. Deshalb bekam GR vor dem Eurobeitritt auch kaum Kredite.
Ich halte diese Geschichte aber für den Kern allen Übels. Die Einführung des Euro musste schnell gehen, zu schnell. GR wurde überigens erst 2001 aufgenommen, und Finanzminister Waigel war dagegen, hatte aber keine Chance gegen die Stimmen der anderen Länder.
Natürlich hat die Troika Vieles falsch gemacht, aber sie wäre auch lernfähig gewesen. Man braucht sich nur an die ersten Besuche von Tsipras in Brüssel zu erinnern, an das Wohlwollen, das ihm Juncker entgegen brachte. Wären Tsipras und Varoufakis konzilianter auftetreten, wäre das Ganze niemals so eskaliert. Aber sie provozierten und brüskierten ihre Partner permanent und ohne Not. Der "Terroristen"-Sager von Varoufakis war nur der letzte Höhepunkt.
Jemand, der tatsächlich eine Einigung mit seinen Gläubigern erzielen will, wählt normalerweise eine andere Taktik. Auch deswegen glaube ich mittlerweile, dass ihre Strategie darauf zielte, den Euroraum gezielt zu spalten. Sie wollten die Länder des Südens auf ihre Seite bringen und mit deren Hilfe die EU umkrempeln.
Das sehe ich auch so.
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07.07.2015, 17:14Inaktiver User
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07.07.2015, 17:18Inaktiver User
AW: Wahlsieg von Syriza in Griechenland
In Brüssel tagen derzeit die EU-Finanzminister, die Staats- und Regierungschefs treffen sich abends zu einem Sondergipfel.
Griechenland hat kein neues Angebot vorgelegt, Tspiras tut so, als ob ihn das alles nichts anginge.
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07.07.2015, 17:21Inaktiver User
AW: Wahlsieg von Syriza in Griechenland
Ich habe einen Artikel über die politische Haltung der Spanischen Regierung gefunden:
While Greece was forced to accept a series of bailouts amounting to €240bn, Spain drew on €41bn-worth of EU funds to rescue its banking sector and exited from the programme last year. The Spanish economy has seen seven quarters of economic growth, but inequality is rampant and the country’s unemployment rate remains stubbornly high, at 23.8%, the highest in the EU after Greece.
Spain’s finance minister, Luis de Guindos, said that although the no vote made the situation more complex, Spain was “absolutely not contemplating a Greek exit from the euro”.
Greece’s creditors had not handled the crisis perfectly, he said, but the onus was now on Greece to enact reforms. “I think there were mistakes on the part of the troika, but it is inevitable that Greece implements reforms because there have been nations that have done them and they are emerging from the crisis.”
The Spanish government is open to negotiations for a third rescue package, he said. “Given the circumstances, from the point of view of the markets, it is absolutely necessary.”
Spain's politicians distance themselves from euro crisis: 'This isn't Greece' | World news | The Guardian
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07.07.2015, 17:35
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07.07.2015, 17:37



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