Kürzlich gelesen: der durchschnittliche Spanier, also auch das Baby, der Greis, der Arbeitslose, und der pleite gegangene Bauunternehmer - jeder Spanier hängt in Griechenland mit (durchschnittlich) 600 Euro drin - insgesamt sind das um die 27 Milliarden Euro.
Dabei sind die spanischen Arbeitslosenraten kein bisschen besser als die griechischen, und die Spanier bräuchten das Geld wahrlich dringend für ihre eigenen Bedürfnisse.
Von daher liegt auf der Hand, dass die Spanier entweder wütend auf GR sind oder selbst auch nach finanziellen Erleichterungen fragen.
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07.07.2015, 16:24Inaktiver User
AW: Wahlsieg von Syriza in Griechenland
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07.07.2015, 16:24Inaktiver User
AW: Wahlsieg von Syriza in Griechenland
Und darum denke ich, dass Kontrolle durchaus möglich ist. Denn wird bei der Mehrwertsteuer deshalb nachgegeben, weil angeblich eine Erhöhung schwarze Geschäfte fördert, kann das Argument auch auf andere Steuern angewendet werden.
Registrierkassen und Stichproben von unbestechlichen Beamten müssten schon ein Stück weiterhelfen.
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07.07.2015, 16:28Inaktiver User
AW: Wahlsieg von Syriza in Griechenland
Die von dir als "Theoretiker" bezeichneten Europa-Politiker wissen das. Aber welche Möglichkeit haben sie denn sonst?? Wenn auch dieser Versuch scheitert, dann muss GR raus aus dem Euro, denn Europa kann nicht dauerhaft über die Steuerzahler anderer Länder den griechischen Staatshaushalt finanzieren.
An einem funktionierenden Steuersystem führt kein Weg vorbei. Und wenn man den Griechen mit einem an die Mehrwertsteuererhöhung gekoppelten dritten Hilfspaket eine vielleicht letzte Chance geben will doch noch die Kurve zu kriegen, dann hat das mit ahnungslosen Theoretikern nichts zu tun.
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07.07.2015, 16:29Inaktiver User
AW: Wahlsieg von Syriza in Griechenland
Korrekt. Es hängt mit der Einstellung zum Staate allgemein zusammen. Es hängt nicht von der einzelnen Steuer ab.
Das täte eine Kontrolle durch fliegende, lilafarbene Einhörner auch. Sie ist genauso wahrscheinlich.Registrierkassen und Stichproben von unbestechlichen Beamten müssten schon ein Stück weiterhelfen.
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07.07.2015, 16:30Inaktiver User
AW: Wahlsieg von Syriza in Griechenland
Der Euro war der Preis, den Frankreich für seine Zustimmung zur deutschen Wiedervereinigung verlangte. Mitterand befürchtete, ein wiedervereinigtes Deutschland mit der DM würde Frankreich ökonomisch abhängen. Im gemeinsamen Euroraum kann man sich gegenseitig besser kontrollieren (oder auch behindern).
Wäre die Wiedervereinigung wegen des Vetos einer der ehemaligen Besatzungsmächte nicht zustande gekommen, hätte Europa mit der DDR sofort einen Pleitestaat mitten im Kontinent gehabt.
Das siehst du so. Aber woher weisst du, dass Syriza das nicht im Ernst meint? Weil du persönlich dir das nicht vorstellen kannst?
Ausserdem hat GR anfangs ganz klar darauf spekuliert, Italien, Frankreich und Spanien auf seine Seite ziehen zu können. Deutschland wurde gezielt als Feindbild aufgebaut.
Syriza hat bisher noch keinen ernsthaften Versuch gemacht, die Vetternwirtschaft zu beenden. In drei Monaten wäre zumindest ein Anfang möglich gewesen. Griechenland hätte auch sofort Fachleute zur Sanierung der maroden Verwaltung aus den EU-Ländern bekommen können - solche "Ansinnen" werden aber seit Jahren abgelehnt. Sie seien unter der Würde der Griechen.
Ich erinnere mich an die Aussage eines griechischen Journalisten im ORF, der sich als Tsipras-Berater ausgab (wie sich später herausstellte, war er das in keiner Weise). Er sagte, er gehöre auch zu denen, die ihre Steuern nicht bezahlten. So, wie es derzeit in GR stünde, bringe das nichts.
Man muss also nur Steuern abführen, wenn einem die Arbeit der Regierung gefällt? Da würde ich schon seit Jahren keine mehr bezahlen.
Eben. Ich denke, in Mitteleuropa kann sich das einfach keiner vorstellen, während es in manchen Ländern eine Selbstverständlichkeit ist. Das "schwarze" Geld wird von den Leuten schon eingepreist, deswegen empfinden sie jeden Vorschlag, der dieses System verändern will, als Zumutung. Es bleibt ihnen dann weniger Geld.
Dass der Staat so nicht funktionieren kann - nun ja, darum sollen sich andere kümmern...Geändert von Inaktiver User (07.07.2015 um 16:40 Uhr)
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07.07.2015, 16:33Inaktiver User
AW: Wahlsieg von Syriza in Griechenland
Jobs, Jobs, Jobs...jemand der ein regelmässiges Einkommen hat, zahlt am Ende auch die Mehrwertsteuer.
Die kleinen Supermärkte werden aus Solidarität einfach denen, die keinen Job haben oder gekürzte Rente, die alltäglichen Sachen durch die Hintertür verkaufen. Großartig konsumiert wird in so einem wirtschaftlichen Klima eh nicht. Dann unbedingt die Konsumsteuer zu erhöhen ist doch unsinnig. Angleichen gern, denn die Griechen haben ja einen MWST. Salat. Aber generell auch noch erhöhen?
Wenn das ein großer Teil der Bevölkerung ist, dann sind die schönsten Steuererhöhungen einfach nur Theorie. Die Firmen zahlen ihn eh nicht. Und die die viel Geld haben, kaufen wo anderes.Geändert von Inaktiver User (07.07.2015 um 16:40 Uhr)
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07.07.2015, 16:38Inaktiver User
AW: Wahlsieg von Syriza in Griechenland
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07.07.2015, 16:40Inaktiver User
AW: Wahlsieg von Syriza in Griechenland
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07.07.2015, 16:42Inaktiver User
AW: Wahlsieg von Syriza in Griechenland
Nein, andersherum wird ein Schuh daraus: wer Geld hat, konsumiert, und wer konsumieren kann, soll (Mehrwert)steuer bezahlen. Ohnehin gelten für Lebensmittel ermäßigte Steuersätze.
Mit diesem Geld kann der Staat Investitionen finanzieren, Renten auszahlen, seine Finanzen sanieren.
Wer sollte in dieses Fass ohne Boden denn noch weiteres Geld werfen? Wer will in einem Land investieren, wo man Beamten Fakelaki übergeben muss, damit man Betriebsgenehmigungen bekommt? Und von dem überhaupt nicht klar ist, wann sie sich endgültig ruiniert haben und den Euro verlassen müssen?
Jobs wachsen nicht auf den Bäumen. Jobs entstehen da, wo investiert wird, und investiert wird dort, wo die wirtschaftlichen Aussichten positiv sind und die Infrastruktur stimmt.
Auch das stimmt.
Somit helfen mehr Jobs bei diesem Problem nicht.
Na ja, gut. Dann sollen sie es eben so machen. Und Tschüss (!)Die kleinen Supermärkte werden aus Solidarität einfach denen, die keinen Job haben oder gekürzte Rente, die alltäglichen Sachen durch die Hintertür verkaufen. Großartig konsumiert wird in so einem wirtschaftlichen Klima eh nicht.
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07.07.2015, 16:47Inaktiver User
AW: Wahlsieg von Syriza in Griechenland
Ja das System muss umgestellt werden. Dennoch helfen Jobs dabei, denn ohne diese kann man einen durchdeklinierten Staat haben, wenn keiner Geld hat um zu konsumieren, dann sind die Konsumsteuereintreiber Kugelschreiberschubser am Schreibtisch.
Auch Zustimmung, hast du einen Vorschlag wie man das macht, wenn du den Vorschlag Jobs zu schaffen für naiv hälst?
Wer soll die Steuern zahlen?



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