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  1. Inaktiver User

    AW: Wahlsieg von Syriza in Griechenland

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ich finde auch , genau das darf eben nicht passieren.wenn man keine lust auf etwas hat ,wird man belohnt und wer den harten weg brav geht ,um solidarisch zu sein ,ist der idiot?
    Kürzlich gelesen: der durchschnittliche Spanier, also auch das Baby, der Greis, der Arbeitslose, und der pleite gegangene Bauunternehmer - jeder Spanier hängt in Griechenland mit (durchschnittlich) 600 Euro drin - insgesamt sind das um die 27 Milliarden Euro.
    Dabei sind die spanischen Arbeitslosenraten kein bisschen besser als die griechischen, und die Spanier bräuchten das Geld wahrlich dringend für ihre eigenen Bedürfnisse.
    Von daher liegt auf der Hand, dass die Spanier entweder wütend auf GR sind oder selbst auch nach finanziellen Erleichterungen fragen.

  2. Inaktiver User

    AW: Wahlsieg von Syriza in Griechenland

    Zitat Zitat von Sintonia Beitrag anzeigen
    ....Der kleine Mann hier auf der Straße ist ziemlich sauer. Es wurden einige Reformen durchgeführt, hier auf den Kanaren (Zollfreihandelszone) wurde auch eine Mehrwertsteuer eingeführt. Zwar haben alle gemurrt, bezahlt wird trotzdem. Wenn nun Griechenland mit seinem Vorhaben durchkommt, fühlen sich die Leute hier verarscht.
    Und darum denke ich, dass Kontrolle durchaus möglich ist. Denn wird bei der Mehrwertsteuer deshalb nachgegeben, weil angeblich eine Erhöhung schwarze Geschäfte fördert, kann das Argument auch auf andere Steuern angewendet werden.
    Registrierkassen und Stichproben von unbestechlichen Beamten müssten schon ein Stück weiterhelfen.

  3. Inaktiver User

    AW: Wahlsieg von Syriza in Griechenland

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich habe mal in so einem Land gewohnt. Da wurde standardmässig gefragt, ob man eine Rechnung mit oder ohne MWST. wolle. Also so etwas wie legaler Schwarzmakrt. So etwas versteht man, denke ich erst, wenn man die Dynamiken vor Ort kennt. Ich habe auch geschaut wie ein frisch geschlüpftes Küken.

    Genau dieses Wissen fehlt den Theoretikern, die mit Zahlen um sich werfen, die für sich wohl stimmen mögen, aber nichts mit der konkreten Anwendung zu tun haben.
    Die von dir als "Theoretiker" bezeichneten Europa-Politiker wissen das. Aber welche Möglichkeit haben sie denn sonst?? Wenn auch dieser Versuch scheitert, dann muss GR raus aus dem Euro, denn Europa kann nicht dauerhaft über die Steuerzahler anderer Länder den griechischen Staatshaushalt finanzieren.
    An einem funktionierenden Steuersystem führt kein Weg vorbei. Und wenn man den Griechen mit einem an die Mehrwertsteuererhöhung gekoppelten dritten Hilfspaket eine vielleicht letzte Chance geben will doch noch die Kurve zu kriegen, dann hat das mit ahnungslosen Theoretikern nichts zu tun.

  4. Inaktiver User

    AW: Wahlsieg von Syriza in Griechenland

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und darum denke ich, dass Kontrolle durchaus möglich ist. Denn wird bei der Mehrwertsteuer deshalb nachgegeben, weil angeblich eine Erhöhung schwarze Geschäfte fördert, kann das Argument auch auf andere Steuern angewendet werden.[...]
    Korrekt. Es hängt mit der Einstellung zum Staate allgemein zusammen. Es hängt nicht von der einzelnen Steuer ab.

    Registrierkassen und Stichproben von unbestechlichen Beamten müssten schon ein Stück weiterhelfen.
    Das täte eine Kontrolle durch fliegende, lilafarbene Einhörner auch. Sie ist genauso wahrscheinlich.

  5. Inaktiver User

    AW: Wahlsieg von Syriza in Griechenland

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das eben wurde nicht gemacht. Es war von Beginn an klar, dass unterschiedliche Volkswirtschaften unmöglich unter eine gleiche Währung gebracht werden konnten, ohne größere Verwerfungen zu riskieren.
    Der Euro war der Preis, den Frankreich für seine Zustimmung zur deutschen Wiedervereinigung verlangte. Mitterand befürchtete, ein wiedervereinigtes Deutschland mit der DM würde Frankreich ökonomisch abhängen. Im gemeinsamen Euroraum kann man sich gegenseitig besser kontrollieren (oder auch behindern).
    Wäre die Wiedervereinigung wegen des Vetos einer der ehemaligen Besatzungsmächte nicht zustande gekommen, hätte Europa mit der DDR sofort einen Pleitestaat mitten im Kontinent gehabt.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Aber "Marxismus"... das ist ein leerer ideologischer Kampfbegriff.
    Das siehst du so. Aber woher weisst du, dass Syriza das nicht im Ernst meint? Weil du persönlich dir das nicht vorstellen kannst?

    Ausserdem hat GR anfangs ganz klar darauf spekuliert, Italien, Frankreich und Spanien auf seine Seite ziehen zu können. Deutschland wurde gezielt als Feindbild aufgebaut.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Jedenfalls war das Stillhalten in den vorigen Regierungen mit ihrer Vetternwirtschaft auch nicht das Gelbe vom Ei.
    Es sind ja die Folgen, die nun uns allen auf den Kopf fallen.
    Syriza hat bisher noch keinen ernsthaften Versuch gemacht, die Vetternwirtschaft zu beenden. In drei Monaten wäre zumindest ein Anfang möglich gewesen. Griechenland hätte auch sofort Fachleute zur Sanierung der maroden Verwaltung aus den EU-Ländern bekommen können - solche "Ansinnen" werden aber seit Jahren abgelehnt. Sie seien unter der Würde der Griechen.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ich finde auch , genau das darf eben nicht passieren.wenn man keine lust auf etwas hat ,wird man belohnt und wer den harten weg brav geht ,um solidarisch zu sein ,ist der idiot?
    Ich erinnere mich an die Aussage eines griechischen Journalisten im ORF, der sich als Tsipras-Berater ausgab (wie sich später herausstellte, war er das in keiner Weise). Er sagte, er gehöre auch zu denen, die ihre Steuern nicht bezahlten. So, wie es derzeit in GR stünde, bringe das nichts.
    Man muss also nur Steuern abführen, wenn einem die Arbeit der Regierung gefällt? Da würde ich schon seit Jahren keine mehr bezahlen.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich habe mal in so einem Land gewohnt. Da wurde standardmässig gefragt, ob man eine Rechnung mit oder ohne MWST. wolle. Also so etwas wie legaler Schwarzmakrt. So etwas versteht man, denke ich erst, wenn man die Dynamiken vor Ort kennt.
    Eben. Ich denke, in Mitteleuropa kann sich das einfach keiner vorstellen, während es in manchen Ländern eine Selbstverständlichkeit ist. Das "schwarze" Geld wird von den Leuten schon eingepreist, deswegen empfinden sie jeden Vorschlag, der dieses System verändern will, als Zumutung. Es bleibt ihnen dann weniger Geld.

    Dass der Staat so nicht funktionieren kann - nun ja, darum sollen sich andere kümmern...
    Geändert von Inaktiver User (07.07.2015 um 16:40 Uhr)

  6. Inaktiver User

    AW: Wahlsieg von Syriza in Griechenland

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Aber welche Möglichkeit haben sie denn sonst??

    Jobs, Jobs, Jobs...jemand der ein regelmässiges Einkommen hat, zahlt am Ende auch die Mehrwertsteuer.
    Die kleinen Supermärkte werden aus Solidarität einfach denen, die keinen Job haben oder gekürzte Rente, die alltäglichen Sachen durch die Hintertür verkaufen. Großartig konsumiert wird in so einem wirtschaftlichen Klima eh nicht. Dann unbedingt die Konsumsteuer zu erhöhen ist doch unsinnig. Angleichen gern, denn die Griechen haben ja einen MWST. Salat. Aber generell auch noch erhöhen?

    Wenn das ein großer Teil der Bevölkerung ist, dann sind die schönsten Steuererhöhungen einfach nur Theorie. Die Firmen zahlen ihn eh nicht. Und die die viel Geld haben, kaufen wo anderes.
    Geändert von Inaktiver User (07.07.2015 um 16:40 Uhr)

  7. Inaktiver User

    AW: Wahlsieg von Syriza in Griechenland

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ja mir fehlen die anderen Stimmen auch.
    Was denken denn Frankreich...
    Laut einer Internet-Umfrage des FIGARO wurde auf die Frage

    "soll noch mit Griechenland verhandelt werden ?"

    23 % mit ja
    77 % mit nein

    (69.646 Stimmen)
    geantwortet


    Im übrigen bin ich ganz bei Visualis, dem ich wirklich nichts hinzuzufügen habe.

  8. Inaktiver User

    AW: Wahlsieg von Syriza in Griechenland

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Jobs, Jobs, Jobs...jemand der ein regelmässiges Einkommen hat, zahlt am Ende auch die Mehrwertsteuer. [...]
    Halte ich für etwas naiv. Bis vor 7 Jahren hatten die Griechen Jobs. Sie zahlten jedoch nur sehr begrenzt Steuern.

    Ich glaube nicht, dass eine jegliche Wirtschaftspolitik ohne eine konstruktive Einstellung zum Staate wirklich funktionieren kann.

  9. Inaktiver User

    AW: Wahlsieg von Syriza in Griechenland

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Jobs, Jobs, Jobs...jemand der ein regelmässiges Einkommen hat, zahlt am Ende auch die Mehrwertsteuer.
    Nein, andersherum wird ein Schuh daraus: wer Geld hat, konsumiert, und wer konsumieren kann, soll (Mehrwert)steuer bezahlen. Ohnehin gelten für Lebensmittel ermäßigte Steuersätze.
    Mit diesem Geld kann der Staat Investitionen finanzieren, Renten auszahlen, seine Finanzen sanieren.

    Wer sollte in dieses Fass ohne Boden denn noch weiteres Geld werfen? Wer will in einem Land investieren, wo man Beamten Fakelaki übergeben muss, damit man Betriebsgenehmigungen bekommt? Und von dem überhaupt nicht klar ist, wann sie sich endgültig ruiniert haben und den Euro verlassen müssen?

    Jobs wachsen nicht auf den Bäumen. Jobs entstehen da, wo investiert wird, und investiert wird dort, wo die wirtschaftlichen Aussichten positiv sind und die Infrastruktur stimmt.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Halte ich für etwas naiv. Bis vor 7 Jahren hatten die Griechen Jobs. Sie zahlten jedoch nur sehr begrenzt Steuern.
    Auch das stimmt.
    Somit helfen mehr Jobs bei diesem Problem nicht.

    Die kleinen Supermärkte werden aus Solidarität einfach denen, die keinen Job haben oder gekürzte Rente, die alltäglichen Sachen durch die Hintertür verkaufen. Großartig konsumiert wird in so einem wirtschaftlichen Klima eh nicht.
    Na ja, gut. Dann sollen sie es eben so machen. Und Tschüss (!)

  10. Inaktiver User

    AW: Wahlsieg von Syriza in Griechenland

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Halte ich für etwas naiv. Bis vor 7 Jahren hatten die Griechen Jobs. Sie zahlten jedoch nur sehr begrenzt Steuern.
    Ja das System muss umgestellt werden. Dennoch helfen Jobs dabei, denn ohne diese kann man einen durchdeklinierten Staat haben, wenn keiner Geld hat um zu konsumieren, dann sind die Konsumsteuereintreiber Kugelschreiberschubser am Schreibtisch.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich glaube nicht, dass eine jegliche Wirtschaftspolitik ohne eine konstruktive Einstellung zum Staate wirklich funktionieren kann.
    Auch Zustimmung, hast du einen Vorschlag wie man das macht, wenn du den Vorschlag Jobs zu schaffen für naiv hälst?

    Wer soll die Steuern zahlen?

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