01.Juli 2015
Ich finde es gut, dass hier endlich mal Konsequenz an den Tag gelegt wird.
Den Weg, den Griechenland gehen will, das hat nichts mit europäischem Einheitsgedanken und einem konstruktiven Miteinander zu tun. Die Jungs denken nur an ihre nationalen Interessen und es fehlt ihnen die Idee und das Händchen dafür, wie sie für ihre Bürger eine Perspektive entwickeln können und sie dazu bringen können Europäer! zu werden. Europäer zahlen ihre Steuern. Europäer halten sich an Gesetze und Abmachungen. Europäer versuchen miteinander einen Weg zu finden, der die eigene Kultur beinhaltet, verstehen aber, dass man sich auch etwas zumuten muss, dass man bestimmte Dinge und die anderen auch aushalten muss. Dass wir ein friedliches Miteinander auch in den nächsten Jahrzehnten leben können.
Die nationale Krawallbürste ohne Ideen, die das eigene Volk in destruktivem Verhalten weiter belassen will, dafür im Aussen einen Schuldigen sucht, einer, der draussen was anderes redet als drinnen, der hat auf europäischer Ebene nix verloren. Tsipras und Varoufakis können vielleicht in einem Land an die Macht kommen, in dem die Bürger glauben, Sie wählen einen, der es richten soll und dann können sie weiter machen wie bisher, auf der politischen Bühne einen guten Weg für ihr Volk finden, DAS können sie nicht.
Und noch zwei Dinge zu den Zuständen:
1. Ich war vor wenigen Wochen auf Kreta. Da habe ich keinen einzigen gesehen, der irgendwie in prekären Lebensverhältnissen lebt. Vor dem Abflug zuhause (D) sind mir in 1,5 Std. zum Flughafen zwei ganz üble Abgestürzte und allerhand Runtergekommene begegnet. Sooo schlecht, wie Grieche lamentiert geht es denen gar nicht. Sonst hätten sie auch nicht binnen 2 Wochen 100!Milliarden € beseite schaffen können.
2. Angeblich sieht man jetzt die Folgen der Sparpolitik (gutes Haushalten nennt man das bei uns). Tatsächlich sieht man jetzt, was die Griechen hätten, würden Sie die europäische Währungsunion, in die sie sich reingelogen haben, nicht melken können.
Vielleicht fragt Tsipras einfach mal seine Griechen, ob sie Griechenland helfen wollen.
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01.07.2015, 13:08
AW: Wahlsieg von Syriza in Griechenland
Geändert von Maria_H (01.07.2015 um 13:13 Uhr)
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Eine gute Demokratie erbt man nicht. Die erarbeitet man sich mit Bildung.
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01.07.2015, 13:10Inaktiver User
AW: Wahlsieg von Syriza in Griechenland
Wohl kaum, denn für die Aufarbeitung von Steuerhinterziehung sind die Finanzverwaltung und Verwaltungsgerichte zuständig, und also weder andere Zweige der Gerichtsbarkeit noch die Riot Police (Bereitschaftspolizei).
Außerdem: gerade wenn die Reichen zur Kasse gebeten und vor Gericht gebracht werden, dürfte das im übrigen Teil der Bevölkerung, der unter den Sparmaßnahmen leidet, etwaige Gewaltbereitschaft eher dämpfen.
Deine Idee, weshalb die linke Syriza die Reichen ganz genauso schützt, wie es alle korrupten Vorgängerregierungen getan haben, ist also in keiner Weise nachvollziehbar.
Hier widersprichst du dich: wieso sollte sich die Troika daran eher stören als du dich an der Tatenlosigkeit der linken Syriza störst?Illegale Transaktionen auseinanderfieseln braucht Zeit, Geduld und loyale, korrekte Mitarbeiter. Also alles Dinge, die im Moment nicht unbedingt zur Verfügung stehen in Griechenland. Die haben jetzt grad wirklich andere Probleme.
und bis vor einem halben Jahr war es eben diese alte Garde an Politikern, die die höchsten Ämter besetzen, klar tun die nichts in diese Richtung. und DAS hätte die Troika stören sollen!
Sie könnte das nämlich genauso begründen wie du - mit dem Unterschied, dass realistischerweise wohl kaum zu erwarten war, dass die Vorgängerregierung sich den Ast selber absägt, auf dem sie es sich so bequem gemacht hat.
Von einer linken Regierung kann - und muss - man an dieser Stelle eine andere Einstellung und einen entsprechenden Fokus erwarten - zumal die Troika mit GR ja nach Einsparpotenzialen und zusätzlichen Einnahmequellen sucht. Soll es etwa eher an das Sozialsystem gehen als an das hinterzogene Vermögen der reichen Steuerhinterzieher? Was ist daran sozial oder links?
Ich fürchte, die Syriza ist genauso verrottet und korrupt wie der Rest der Politik. Diese neue Politikerriege stellt sich wohl vor, dass es so weitergehen soll, und Länder wie Slowakei, Litauen, Portugal, aber auch Frankreich, Deutschland und Finnland für die griechischen Haushaltslücken zur Kasse gebeten werden, während sich jetzt auch noch die Syriza-Leute die Taschen füllen und alle früheren und gegenwärtigen Steuerhinterzieher decken.
Diese Vorstellung fände ich in höchstem Maßen empörend. Hier ERWARTE ich ohne Wenn und Aber entsprechende Zeichen seitens der Syriza - und das mit höchster Priorität. Denn ein Großteil des griechischen Dilemma beruht darauf, dass die Leute einfach keinen Bock haben Steuern zu zahlen - und die Politik sie gewähren lässt.Geändert von Inaktiver User (01.07.2015 um 13:25 Uhr)
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01.07.2015, 13:23
AW: Wahlsieg von Syriza in Griechenland
Zeit hatte dieses Land genug.
Alles, was ihnen einfiel, war weitermachen wie bisher.
Die Leute müssen 1. es checken, dass das so nicht geht und 2. die Regierungen aus dem Amt zur Not prügeln, die ihnen schaden. Diese Veränderung muss von innen kommen. Das ist wie mit dem Schwimmen, letzten Endes muss das jeder selber lernen. Da sie Schwimmlehrer ablehnen und behaupten, der wolle sie ertränken, dann müssen sie halt jetzt kräftig strampeln. Ohne Muskelkater wird das nix. Aber ich denke mit der Drachme könnte es was werden in 1 bis 2 Generationen.
Und wir? Wir haben die DDR gewuppt. Da werden wir als Europäische Gemeinschaft auch die Griechen überstehen.----------------------------------------------------------------------
Eine gute Demokratie erbt man nicht. Die erarbeitet man sich mit Bildung.
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01.07.2015, 13:26
AW: Wahlsieg von Syriza in Griechenland
Aber wenn die Deutschen "wir sind Exportweltmeister" jubeln, dann sind sie gute Europäer? nä schon klar gelle.

Demokratie, also Volksherrschaft, geht grundsätzlich nicht davon aus, dass eine Obrigkeit als Nanny-Staat dafür verantwortlich ist, ihre Bürger und Bürgerinnen zu erziehen und sie zu "guten Europäern" oder "gehorsamen Christen" oder was auch immer zu machen. Meine ganze Sympathie gilt in der Tat jenen, die sich gegen den zentraleuropäischen Nanny-ismus wehren und die Freiheit, Selbstbestimmung und Selbstverantwortung anstreben.und es fehlt ihnen die Idee und das Händchen dafür, wie sie für ihre Bürger eine Perspektive entwickeln können und sie dazu bringen können Europäer! zu werden.
Ach wirklich. Wenn du das ernst meinst, wird es weltweit, sagen wir mal, vielleicht zwanzig Europäer geben. Oder auch dreiundzwanzig. Ist ja nicht so, als ob IRGENDWER in Europa zB die Maastricht-Kriterien ernst genommen hätte. Und das war ja wohl eine sehr wichtige, grundlegende Abmachung. Eigentlich.Europäer halten sich an Gesetze und Abmachungen.
ja, aber hungern und keine medizinische Versorgung haben, gehört nicht dazu. Aus der Wohnung fliegen, weil im Pensionalter die Rente nicht reicht, ebensowenig.Europäer versuchen miteinander einen Weg zu finden, der die eigene Kultur beinhaltet, verstehen aber, dass man sich auch etwas zumuten muss, dass man bestimmte Dinge und die anderen auch aushalten muss.
Ich würde gern mal lesen, was genau denn die Griechen vorschlagen, und was genau von der EU zurück kommt. Hast du da Belege?Die nationale Krawallbürste ohne Ideen, die das eigene Volk in destruktivem Verhalten weiter belassen will, dafür im Aussen einen Schuldigen sucht, einer, der draussen was anderes redet als drinnen, der hat auf europäischer Ebene nix verloren.
In den üblichen Medien wird leider so gar nichts über die Details der Verhandlungen bekannt gegeben.
Das Volk kann sich ja bald selbst äussern, dann werden die Dinge klarer sein nachher.Tsipras und Varoufakis können vielleicht in einem Land an die Macht kommen, in dem die Bürger glauben, Sie wählen einen, der es richten soll und dann können sie weiter machen wie bisher, auf der politischen Bühne einen guten Weg für ihr Volk finden, DAS können sie nicht.
Aber auf alle Fälle ist es sinnvoll, einen Schrecken ohne Ende abzubrechen, auch wenn's dafür ein Ende mit Schrecken braucht - und das dann auch abzufedern, sich aufzuraffen, und neu anzufangen. Wie auch immer das dann aussehen wird, mit oder ohne Euro, mit oder ohne EU.
Bei elf Millionen Einwohnern gibt das etwas weniger als 10'000 Euro pro Person. Vor allem, da da noch einiges dabei sein dürfte, das zum Zahlen laufender Rechungen vorhergesehen ist, und nicht Vermögen im Sinne von Gespartes, das man nicht vorhat anzurühren.Sonst hätten sie auch nicht binnen 2 Wochen 100!Milliarden € beseite schaffen können.
Ebenfalls fragt sich, wie viele richtig grosse Brocken drunter sind.
Tut er ja. Aber wenn er's tut, ist es auch wieder nicht recht...Vielleicht fragt Tsipras einfach mal seine Griechen, ob sie Greichenland helfen wollen.
gruss, barbara
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01.07.2015, 13:29Inaktiver User
AW: Wahlsieg von Syriza in Griechenland
Das ist nichts Neues: Schweizer haben kein Problem mit Steuerhinterziehung - im Gegenteil. Sie leben davon, wie Piraten von vorbeifahrenden Handelsschiffen leben.

Anders als die Schweiz hat GR aber keine Chance sich über Beihilfe zu Steuerhinterziehung und Geldwäsche zu finanzieren - so wie das offenbar über Jahrzehnte das Geschäftsmodell Schweizer Banken und eine wichtige Geldquelle des Schweizer Staates war.
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01.07.2015, 13:37
AW: Wahlsieg von Syriza in Griechenland
Wirklich? Auch die Schweiz treibt Steuern ein, und das im Grossen und Ganzen erfolgreich.
Und das Business mit dem Schwarzgeld ist tot in der Schweiz. Das war einmal vor langer langer Zeit, aber heute? vergiss es.
Griechenland hat andere Vorzüge, die die Schweiz nicht hat.Aber anders als die Schweiz hat Griechenland keine Chance sich mittels Beihilfe zu Steuerhinterziehung und Geldwäsche zu finanzieren - so wie das offenbar über Jahrzehnte das Geschäftsmodell Schweizer Banken war.
Und man darf nicht vergessen, vor ca 100 - 200 Jahren war die Schweiz ein mausarmes Land, da gab's nur Berge, etwas Käse, und sonst nicht viel. Aber es wurde ein robustes Staatswesen aufgebaut (ich glaube, die Schweizer Rappen-Münzen sind die ältesten noch im Umlauf befindlichen Münzen - Münzen mit Jahrgang 18irgendwas sind immer noch gültige Zahlungsmittel), Rechtssicherheit, ein gutes System von Checks and Balances - wenn die Schweiz etwas Glück hat, kann sie sich in Zukunft als sicherer Datenspeicher profilieren, statt als Geldspeicher.
Und die Griechen müssen, wenn sie aus dem Unglück raus wollen, erst mal verlässliche, nicht korrumpierbare staatliche Institutionen aufbauen und all den alten Gerümpel aufräumen. Was eine langfristige Knochenarbeit ist. Ich wünsche ihnen, dass sie das schaffen.
gruss, barbara
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01.07.2015, 13:37Inaktiver User
AW: Wahlsieg von Syriza in Griechenland
liebe bae,
ich kann und will dir gar nicht so ausführlich antworten ,einfach weil ich eine völlig andere meinung habe als du und allein schon deine begrifflichkeiten mich irgendwie an die linke erinnern, die wir hier zeitweise in berlin in der regierung haben oder hatten(ich bin gerade auch überfragt,wie da der neueste stand ist?) und die sich hier auch dann oft anders geoutet haben als vorher angedacht.
griechenland:
das staatswesen ist korrupt, die meisten bürger auch ,einzig die ,die nichts haben ,prangern an...
wie ändert man das ? wurde das je thematisiert , ich habe nichts davon gehört.
das die troika nicht ideal ist ,sehe ich auch ,dennoch glaube ich ohne ein rigides anpassen an ganz viele neue regeln kommt griechenland nicht herum,denn um dieses land hoch zu bekommen , ist es nicht mit lockerflockigkeit getan.allein vorbildlich gesprochen..
nur ein beispiel:
.ich war vor 3 wochen in griechenland und komme gerade aus der türkei...
dort werden die anbauflächen jedes jahr mehr und mehr ,die mir beim blossen vorbeifahren auffallen ,in griechenland (gleiche grundbedingung) habe ich nicht mal welche gesehen.
seit 5 jahren gibt es da kaum anstalten etwas mehr aus diesem land herauszuholen und wenn die reichen griechen ihre armen mitmenschen verhungern lassen ,spricht das genau dafür ,was ich vorher schrieb ,dass das sozialverhalten nicht sonderlich ausgeprägt ist bzw. nur dann ,wenn es andere länder finanzieren sollen.
die art und weise wie verhandelt wird ,ist einfach unfassbar. man geht ,nächsten tag schreibt man einen brief und so geht es doch schon die ganze zeit. man redet heute so ,morgen so ,um dann doch das durchziehen was man eigentlich vorhat ,nämlich europa die grenzen aufzuzeigen und auf höchstniveau zu pokern., allerdings ist das nun auch nicht deren job und dafür wurden sie auch nicht gewählt ,nehme ich mal an?
ich bin bestimmt nicht jemand ,der brüssel hochjubelt ,aber europa ist problemgeschüttelt und dazu noch nicht so alt ,da wird noch ganz viel passieren müssen, bis das einigermassen gut funktioniert ,aber das was griechenland durch syriza veranstaltet , braucht niemand und hilft auch niemanden sondern inszeniert sich nur selbst,kostet geld ,zeit und nerven und nimmt die energie für vielleicht wichtigeres.
es gibt ganz klare probleme und die sollten angegangen werden und dazu braucht es eigentlich keine dramen.
hören wir so etwas in der art von spanien und allen anderen staaten ,die auch zu kämpfen haben und deren bevölkerung auch nicht gerade rosige zeiten hat? die schein allerdings auch beschäftigt mit der problemlösung zu sein ,die ganz viel arbeit ist und wenig zu tun hat mit populistischen gebahren.
und da wären wir beim diskutieren und der anderen meinung,da hat alles seine zeit ,und wenn die hütte brennt muss man einfach machen und mal weniger diskutieren und meinung haben.
dieses ganze griechenland debakel hat auswirkungen auf so vieles am aktien und devisenmarkt ,verursacht manchen ländern wesentlich höhere rückzahlungkosten .sehe ich da nur einen deut sinn für andere probleme?
wenn ich in einer gemeinschaft bin , dann muss ich kompromisse machen,denn auch andere haben gewisse rechte und meinungen.Geändert von Inaktiver User (01.07.2015 um 13:55 Uhr)
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01.07.2015, 13:42Inaktiver User
AW: Wahlsieg von Syriza in Griechenland
Ach nee. Und ein paar Postings weiter entschuldigst du die Regierung, dass sie darauf jetzt nicht so den Fokus legen.
Wie gesagt reiht sich die Syriza anscheinend in die lange Reihe missbräuchlicher Regierungen ein. Denn anscheinend geht man eher an das Sozialsystem (oder an die Ersparnisse anderer EU-Bürger) als den griechischen Steuerhinterziehern an die hinterzogenen Millionen. Die griechische Regierung hat "anderes zu tun". Ja, was denn ???Und da hat sich die Troika mit ihren Forderungen, den Pensionären noch das Wenigste wegzunehmen, aber dafür die Bestellungen von deutschen und französischen Waffen aufrecht zu erhalten, keineswegs mit Ruhm bekleckert, sondern sie reiht sich ein in die lange Reihe missbräuchlicher Regierungen, die Griechenland seit schon viel zu langem hat.
Auch die Politiker streben nur ganz bescheiden danach, den Neffen einen sicheren Arbeitsplatz zu verschaffen. Ist das jetzt gut oder schlecht?Doch wenn die Bürger und Bürgerinnen wissen - oder zumindest plausibel ahnen - dass die oberen Zehntausend im Millionenbereich bescheissen, woher könnte ein Staat denn seine Legitimation haben, um von den normalen Bürgern und Bürgerinnen zu fordern, sich korrekt zu verhalten, wenwn es um ein paar Hunderter oder Tausender geht? Oder um einen sicheren Arbeitsplatz für den Neffen?
Der Fisch stinkt vom Kopf UND vom Schwanz. Woher sollen eigentlich die Selbstreinigungskräfte in der griechischen Gesellschaft kommen, wenn jeder so denkt wie du ?
Die Troika will aktuell eine Reduzierung des Militärbudgets auf 200 Mio. Euro - Syriza will 400 Mio. ausgeben.Ach. Es soll dafür sozial sein, die Ärmsten hungern und sterben zu lassen, und das vorhandene magere Budget für Waffenkäufe vorzusehen, wie es die Troika will?
Völlig richtig. Und die Griechen können gottfroh sein, dass die Tschechen, Portugiesen und Deutschen sich NICHT auf die Hinterbeine stellen dürfen, nicht abstimmen dürfen und nicht die Griechen zu Teufel jagen dürfen - was sie sicher sehr gern täten.Andere Staaten haben auch Regierungen mit dem Auftrag, die Interessen ihrer Bürger und Bürgerinnen zu vertreten. Sollen die eben auch auf die Hinterbeine stehen und nicht nur Ja und Amen zu allem sagen, was aus Brüssel kommt. Die Regierung Tispras ist die GRIECHISCHE Regierung und vertritt somit die Interessen GRIECHENLANDS. Die Interessen Tschechiens oder Portugals sind nicht ihr Bier.
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01.07.2015, 13:46Inaktiver User
AW: Wahlsieg von Syriza in Griechenland
Wieso zahle ich eigentlich meine Steuern?

Sollen sie doch so weiter machen !Als einziges Land in Europa hat Griechenland immer noch kein Kataster. Der frühere griechische Außenminister Dimitris Droutsas (auch ein Deutsch-Grieche) hatte in einem Interview gesagt, dass es mindestens 30 Jahre dauern würde, ein Kataster aufzubauen. Und warum ist das so? Na, weil in Griechenland alle Griechen sind.
Aber ohne uns und nicht auf unsere Kosten.
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01.07.2015, 13:55
AW: Wahlsieg von Syriza in Griechenland
ich bin Schweizerin und tendenziell eher Mitte-Rechts ausgerichtet. Liberal, aber nicht neoliberal, sondern individuell und
gesellschaftlich liberal. Was eine Grundausrichtung ist, die in der Schweiz seit 150 Jahren sehr gut funktioniert, stabil, verlässlich, Wohlstand bildend (und ja ich weiss die Schweiz ist nicht perfekt und hat ihre Probleme). Wer in der Regierung sitzt, ist für mich von mässigem Interesse - ich kann ja abstimmen gehen zu zahlreichen Sachfragen, sowohl solchen, die institutionell vorgesehen sind im obligatorischen Referndum, aber auch von Bürgern aufgeworfen werden, wie zB die Initiativen oder fakultativen Referenden.
von oben! Der Staat, die Behörden, die Insitutionen müssen mit gutem Beispiel vorangehen.wie ändert man das ?
Grundsätzlich einverstanden. Aber es müssen schon die richtigen neuen Regeln sein. Einfach "alles privatisieren und verkaufen", wie es die Troika verlangt, ist eindeutig nicht in den Interessen der Griechen, und trägt nicht dazu bei, ein besseres, stabileres, korrekteres Staatswesen aufzubauen.dennoch glaube ich ohne ein rigides anpassen an ganz viele neue regeln kommt griechenland nicht herum
Die Troika hatte nun wirklich mehrere Jahre Zeit, und sie hatte auch während mehreren Jahren willfährige griechische Regierungen, die Ja sagten zu allem - besser ist die Situation in Griechenland aber nicht geworden dadurch. Irgendwann kann man aber auch erkennen, dass "mehr vom selben" eben nur mehr vom selben Unglück bringt.
Das wundert dich ja hoffentlich nicht, nach ein paar Jahren Troika ist kein Geld vorhanden zum Investieren. Und zum Anbauen von irgendwas braucht man nun mal Geld zum Investieren: Saatgut, Treibstoff, Traktoren, Dünger, Löhne für Arbeiter....ich war vor 3 wochen in griechenland und komme geradeaus der türkei...
dort werden die anbauflächen jedes jahr mehr und mehr ,die mir beim blossen vorbeifahren auffallen ,in griechenland (gleiche grundbedingung) habe ich nicht mal welche gesehen.
Woher, bitte schön, sollte in Griechenland, in der aktuellen Situation, denn dieses Geld herkommen? Wenn die Griechen zaubern könnten, hätten sie es sicher schon längst getan!
Beleg bitte?seit 5 jahren gibt es da kaum anstalten etwas mehr aus diesem land herauszuholen und wenn die reichen griechen ihre armen mitmenschen verhungern lassen ,spricht das genau dafür ,was ich vorher schrieb ,dass das sozialverhalten nicht sonderlich ausgeprägt ist
nein, was die griechische Regierung vorhat, ist völlig klar: keine Kürzungen an Renten, keine Steuererhöhungen, und bitte ansonsten einen guten Plan ausarbeiten, der das Land wieder auf die Beine bringt. einen "Merkel-Plan" analog zum "Marshall-Plan" nach dem 2. WK.man redet heute so ,morgen so ,um dann doch das durchziehen was man eigentlich vorhat ,nämlich europa die grenzen aufzuzeigen und auf höchstniveau zu pokern.,
Genau darum wurde Tsipras vom griechischen Volk gewählt und genau das versucht er jetzt umzusetzen. Ihm nun vorzuwerfen, dass er hart verhandelt, dass er Vorteile nutzt, dass er gelegentlich was Überraschendes tut, um dieses sein Ziel zu erreichen, das er bisher konsistent und kompromisslos verfolgt... finde ich doch reichlich seltsam.
Dass die EU kein Interesse daran hat, dem Land auf die Beine zu helfen (oder es zumindest nicht dran hindern, selbst wieder auf die Beine zu kommen), ist unschön, tragisch, vielleicht sogar zynisch und menschenverachtend, aber dafür können die Griechen auch nichts.
Die Griechen können auch nichts dafür, dass die EU partout will, dass die Griechen drin bleiben, koste es, was es wolle.
Ich kann mir nichts Wichtigeres vorstellen, dass dass die Bürger und Bürgerinnen Europas genug zu essen haben, ein Dach über dem Kopf haben, und medizinische Hilfe erhalten, wenn sie sie benötigen.
aber das was griechenland durch syriza veranstaltet , braucht niemand und hilft auch niemanden sondern inszeniert sich nur selbst,kostet geld ,zeit und nerven und nimmt die energie für vielleicht wichtigeres.
Was ist denn wichtiger, deiner Meinung nach?
hören nicht. Was eher an den hiesigen Medien liegt, die nicht davon berichten. Auch in Spanien gehen die Menschen auf die Strasse und protestieren, auch dort liegen die Nerven blank.hören wir so etwas in der art von spanien und allen anderen staaten ,die auch zu kämpfen haben und deren bevölkerung auch nicht gerade rosige zeiten hat?
Tut ja Tsipras und sein Team :-)und da wären wir beim diskutieren und der anderen meinung,da hat alles seine zeit ,und wenn die hütte brennt muss man einfach machen und mal weniger diskutieren und meinung haben.
Ja. Ganz besonders haben alle Mesnchen das Recht auf Nahrung, Wohnung und medizinische Betreuung.dann muss ich kompromisse machen,denn auch andere haben gewisse rechte und meinungen.
gruss, barbara


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