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27.07.2015, 15:14Inaktiver User
AW: Wahlsieg von Syriza in Griechenland
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27.07.2015, 15:15Inaktiver User
AW: Wahlsieg von Syriza in Griechenland
Im Augenblick schießen die US-"Experten" aus allen Rohren. Es gibt viele gute Gründe sehr reserviert zu sein, wenn US-Amerikaner sich zur Euro-Krise und GR-Krise äußern.
Und ein Vergleich mit Indonesien hinkt natürlich beidbeinig, wie jeder Ökonom sehr gut weiß (Indonesien hat eine eigene Währung; Griechenland nicht; die Probleme sind auch gänzlich andere).
Aber Stiglitz sagt in diesem Artikel ein paar Dinge, die unsere Presse uns - schon wieder - vorenthält:
dass einige Akteure die griechische Situation für ihren eigenen Profit missbrauchen und durch die Erpressbarkeit der Griechen Forderungen durchsetzen, die sie anderweitig nicht durchkriegen würden (Beispiel Milch).
Des weiteren finde ich es zwar richtig, dass energischer versucht wird die Steuerzahler zum Zahlen von Steuern zu bewegen - aber hier geht man offenbar von einem Extrem ins andere: von jedem Unternehmen, einschließlich finanzschwache Familienbetriebe, verlangt die Troika, dass sie die Steuern am Jahresanfang im Voraus entrichten - aus Geld also, das noch gar nicht verdient worden ist.
Da bin ich doch etwas fassungslos.
Ich glaube, wir müssen verdammt aufpassen von unseren Medien durch bewusste Auslassungen ihrer im übrigen sehr ausführlichen Griechenland-Artikel nicht schon wieder manipuliert zu werden.Geändert von Inaktiver User (27.07.2015 um 15:29 Uhr)
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27.07.2015, 15:28Inaktiver User
AW: Wahlsieg von Syriza in Griechenland
@ koi ...das wird so eine art mehrwertsteuervorauszahlung sein ,orientiert am einkommen davor...das ist in deutschland auch so.
nur in griechenland hat die sowieso niemand bezahlt ,das habe ich mal gelesen ,dass da viele steuerschulden haben ,wahrscheinlich aus diesem grund?
klar gibt es immer leute ,die sich am elend anderer bereichern und nix finden....
das habe ich auch eben erst gesehen ,dass das die NY times war....also die sind aber auch wirklich sehr speziell, die amerikaner... ach ,egal ,weiß doch eh keiner hier ...so kommt das an...
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27.07.2015, 15:36Inaktiver User
AW: Wahlsieg von Syriza in Griechenland
Von mir (Freiberuflerin) verlangt das Finanzamt auch eine Steuervorauszahlung (vierteljährlich) - für Geld, das ich noch nicht verdient habe. Basis ist das Einkommen zwei oder drei Jahre zuvor. Das ist völlig normal und soll verhindern, dass man in Jahren, in denen es gut läuft, zu wenig auf die Seite legt und hinterher hohe Nachzahlungen hat.
Sobald man die Einkommensteuererkärung für das entsprechende Jahr abgegeben hat, wird gegengerechnet - entweder es passt, man hat eine Nachzahlung oder man bekommt einen Teil des Geldes wieder heraus.
Diese - überall in Europa übliche - Vorgehensweise jetzt als "besonders brutal" zu brandmarken, finde ich ausgesprochen tendenziös.
Übrigens sind die meisten Finanzämter auch bereit, ihren Kunden Ratenzahlungen zuzugestehen, wenn es knapp wird.
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27.07.2015, 15:36Inaktiver User
AW: Wahlsieg von Syriza in Griechenland
Du meinst, das bezieht sich nur auf die Mehrwertsteuer, nicht auch auf Einkommenssteuern?
Aber selbst wenn - in Deutschland sieht das ein bisschen anders aus:
Siehe wewewe.heckler-steuerkanzlei.de/steuerberater_muenchen/umsatzsteuervorauszahlung.htm
(kommerzielle Links im Forum verboten; also entsprechend selbst zur Internetadresse umwandeln)
In Deutschland werden Umsatzsteuer-Vorauszahlungen monatsweise oder quartalsweise verlangt. Wie kann ein griechisches Unternehmen in den heutigen turbulenten Zeiten ein ganzes Jahr im Voraus sagen, wieviel Umsatz es in dem Jahr machen wird? Und wie soll es das Geld so lange im Voraus aufbringen?
Ich finde das völlig unangemessen.
Wenn sich die Menschen gegen solche Regeln wehren, dann habe ich dafür volles Verständnis.
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27.07.2015, 15:43Inaktiver User
AW: Wahlsieg von Syriza in Griechenland
nö ,koi ,das ist hier nicht anders....bei den meisten kleinen betrieben ist mwst. viel mehr als einkommensteuer. die muss man auch erst ab einem bestimmten geschäftsvolumen bezahlen. mwst .ist ja auch ein darauf für den staat ,so wird es auch gerechnet .
wenn du zum beispiel eine reparaturrechnung hast ,steht da immer +mwst...auf der rechnung...
d.h. das plus gehört dem staat...
unangemessen ist das zu behalten und nicht abzuführen....
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27.07.2015, 15:48Inaktiver User
AW: Wahlsieg von Syriza in Griechenland
Aber doch nicht ein ganzes Jahr im Voraus

Das weiß ich, aber hier geht es nicht um das Abführen an sich, sondern um den Zeitpunkt.wenn du zum beispiel eine reparaturrechnung hast ,steht da immer +mwst...auf der rechnung...
d.h. das plus gehört dem staat...
unangemessen ist das zu behalten und nicht abzuführen....
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27.07.2015, 15:52Inaktiver User
AW: Wahlsieg von Syriza in Griechenland
was ist denn passiert ,wenn die das nicht gemacht haben ? gar nichts oder? also egal!
in deutschland kann man anträge stellen auf verschiebung oder auch ratenzahlung ...mir ist es das erste mal mit meiner modefirma noch ganz jung und unerfahren passiert ,da hatte meine steuerberaterin mich fast in den ruin getrieben,ich war 2 jahre lang auf ihre anträge hin befreit(nur wusste ich davon nichts!) und dann sollte ich 20000€ auf einen schlag zahlen...das hab ich dann abgezahlt...
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27.07.2015, 15:55Inaktiver User
AW: Wahlsieg von Syriza in Griechenland
Über halb- bzw. vierteljährige Zahlungen ließe sich bestimmt verhandeln.
Das Problem ist, wenn Firmen weder Steuern noch Sozialabgaben abführen. In Österreich - und vermutlich auch in D - schickt dich die Sozialversicherung in die Insolvenz, wenn du deine Sozialabgaben (und die der Angestellten) nicht abführst.
Ich fürchte, in GR wären viele kleine Firmen gar nicht überlebensfähig, würden sie nach den im Rest Europas üblichen Regeln behandelt. Deswegen sehe ich Joint ventures mit ausländischen Firmen nicht generell als schlecht an.
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27.07.2015, 16:28Inaktiver User
AW: Wahlsieg von Syriza in Griechenland
Es ist in jedem Falle eine deutlich härtere Regel als in Deutschland.
Derartig unnötig harte Regeln einzufordern ist etwas völlig anderes als notwendiger Reformdruck.
Wenn dies keine Einzelfälle sein sollten, könnte das ein Hinweis darauf sein, dass es tatsächlich eher darum geht Griechenland kaputt zu machen, statt ihm zu helfen sich zu reformieren und mittel- bis langfristig Euro-kompatibel zu machen.
Davon war bei Stiglitz nicht die Rede.Ich fürchte, in GR wären viele kleine Firmen gar nicht überlebensfähig, würden sie nach den im Rest Europas üblichen Regeln behandelt. Deswegen sehe ich Joint ventures mit ausländischen Firmen nicht generell als schlecht an.
Er spricht aber davon, dass die GR-Krise dazu benutzt wird den ohnehin schon viel zu stark auf Importe ausgerichteten Griechen nun auch noch irische und holländische Milch aufzudrängen.
Wenn das nur ein Beispiel für viele sein sollte, dann Gute Nacht.
Dann hat nämlich Uthoff doch Recht, wenn er von einer [Nationalität jetzt mal egal] Kolonie spricht.Geändert von Inaktiver User (27.07.2015 um 17:22 Uhr)



selbstgeißelung
trifft es ganz genau....
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