Doch ja. Hier musst du mir helfen:
Inwiefern hilft es griechischen Olivenproduzenten, griechischen Agrarsubventions-Verprassern und deren Landsleuten, wenn in Deutschland die Löhne in einer Industrie steigen, die in Griechenland nicht existiert? Es gibt keine Produkte, bei denen GR durch deutsche Lohnerhöhungen besser konkurrieren könnte.
Wenn in Griechenland etwas vielleicht ein bisschen hilft, dann allenfalls, wenn die Spanier ihre Löhne im Bereich der Olivenölproduktion so weit erhöhen, dass die Griechen ihr Olivenöl wieder selbst produzieren, statt es - zumindest teilweise - aus Spanien zu importieren.
Jetzt muss man nur noch die Spanier überzeugen, dass sie ihre Löhne erhöhen müssen, damit ihr Absatz sinkt, und dass das für sie von Vorteil sei.
Antworten
Ergebnis 2.041 bis 2.050 von 2204
-
24.07.2015, 14:42Inaktiver User
AW: Wahlsieg von Syriza in Griechenland
Geändert von Inaktiver User (24.07.2015 um 14:50 Uhr)
-
24.07.2015, 15:28Inaktiver User
-
24.07.2015, 15:46
AW: Wahlsieg von Syriza in Griechenland
LEBE LIEBER UNGEWÖHNLICH
-
24.07.2015, 16:14Inaktiver User
-
24.07.2015, 16:20Inaktiver User
AW: Wahlsieg von Syriza in Griechenland
Richtig. Aber warum akzeptiert das GER? Doch wohl nicht, weil es in irgend einer Weise lukrativ wäre?
Würde die EU wirklich auseinanderfallen, wenn GR den Euroraum verließe (die EU bräuchte es nicht zu verlassen).
Welche Rolle spielt Frankreich in diesem Spiel? Klar ist: Wenn Deutschland und Frankreich sich ernsthaft verkrachen würden, stünde die EU wirklich auf der Kippe.
Ein interessanter Artikel dazu aus der FAZ.
Auch die Leserkommentare sind interessant. In einem steht:
Frankreich exportierte in den Jahren 2001 bis 2013 für ca. 15,4 Mrd. Euro Waffen nach Griechenland. Da sind die 2,1 Mrd. Euro der Deutschen im selben Zeitraum geradezu vernachlässigbar.
Ja, wahrscheinlich kommen da mehrere Punkte zusammen. Auf jeden Fall ist es weit komplizierter, als die gängigen Verschwörungstheorien glauben machen wollen.
-
24.07.2015, 17:24
AW: Wahlsieg von Syriza in Griechenland
Die Rolle von Frankreich ist recht simpel, die wollen Geld drucken. Deren Schuldenstand ist ebenso ´wie Italien und die anderen üblichen Verdächtigen.
Eine Haushaltskonsolidierung würde die Franzosen ebenso treffen, wie die Italiener usw. Soziale Unruhen sind vorprogrammiert, also Geld drucken.
Im Grunde sind sich alle (außer Deutschland) einig.
-
24.07.2015, 17:45Inaktiver User
AW: Wahlsieg von Syriza in Griechenland
Das sehe ich auch so.
Aber es ist nicht ganz richtig, dass sich alle gegen Deutschland einig sind. Hinter Deutschland steht einer Reihe von Staaten, allerdings sind es eher die Kleineren.
Gerade auf ZON gefunden: Varoufakis hat ein Buch geschrieben, in dem er seiner Tochter die Wirtschaft erklärt. (Die Tochter ist im Teenageralter und lebt bei seiner Exfrau in Australien).
Am Schluss des Artikels lästert der Verfasser: Man bekommt bei der Lektüre des Buches eine Ahnung von den burlesk-bizarren Szenen, die sich während der Verhandlungen abgespielt haben dürften, als ein Romantiker der Seele gegen die Zahlenkolonnen der Pragmatiker antrat. Christine Lagarde vom Internationalen Währungsfonds wünschte sich dringend einen "Dialog mit Erwachsenen", Varoufakis dürfte sie belehrt haben wie eine Tochter.
-
24.07.2015, 18:04
AW: Wahlsieg von Syriza in Griechenland
Ja eben: Die EU ist ein undemokratischer Haufen, der Volksentscheidungen nicht respektiert. Das ist ja genau meine Kritik.
Es wurde aber nie versucht, war nie beabsichtigt und ist es immer noch nicht, das Friedensprojekt Europa gemäss dem Wunsch seiner Einwohner zu gestalten. Was ja eigentlich die natürlichste Sache der Welt wäre.
Und wenn mal abgestimmt wird - zB in F und NL zur EU-Verfassung - und es heisst vom Volk Nein, wird irgendwie gebastelt und gedreht, dass das, wozu das Volk nein sagte, dennoch eingeführt wird.
gruss, barbara
-
25.07.2015, 10:15
AW: Wahlsieg von Syriza in Griechenland
Ein Artikel von Markus Somm:
Im Tunnel, der nie mehr ans Licht führt - News Ausland: Europa - bazonline.ch
«Was mir am meisten auffällt: Kein Gesprächspartner ist so fantasielos, so unengagiert, so depressiv und blasiert zugleich wie die Leute, die ich in Europa treffe. Sie wollen nie zuhören, sie lassen sich auf keine andere Sicht der Dinge ein, sie wissen alles besser.»
Es sind nicht die Besten und Intelligentesten, die hier den Kontinent in den Abgrund führen, sondern es ist eine ängstliche, unbewegliche Elite, deren Zukunftsvorstellungen die Ideologien der Vergangenheit sind. Was Anfang der 90er-Jahre noch frisch gewesen sein mag, wirkt heute, zwanzig Jahre später, faul.
Ohne Euro, der dem Land viel zu tiefe, deutsche Zinsen gebracht hatte, wäre Griechenland nie derart im Schuldensumpf versunken. Das ist keine Entschuldigung, sondern es zeigt bloss, dass die Europäer unter einem Problem leiden, das sie selber geschaffen haben.
Es ist nicht der einzelne Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt, der das Problem ist - es sind die vielen vielen Tropfen, die das Fass gefüllt haben, die das Problem sind.
gruss, barbara
-
25.07.2015, 12:29Inaktiver User
AW: Wahlsieg von Syriza in Griechenland
Es geht mit großen Schritten in Richtung Transferunion.
Wie der SPIEGEL berichtet, wird an einer EU-Wirtschaftsregierung und einer eigenen Steuer für die Eurozone gebastelt.
Zitat ZON:
Schäuble ist nach einem Bericht des Spiegel bereit, erhebliche Finanzmittel aus dem deutschen Steueraufkommen für einen eigenständigen Etat der Währungsunion abzutreten. Über diesen Haushalt solle dann ein europäischer Finanzminister verfügen.
Der nun angedachte neue Finanztopf könnte aus dem Aufkommen der Mehrwert- oder Einkommensteuer gespeist werden.
Auch die EU-Kommission hält es für notwendig, einer künftigen Wirtschaftsregierung der Eurozone eigene Einnahmequellen zu erschließen. Eine Arbeitsgruppe unter Leitung von Italiens Ex-Ministerpräsident Mario Monti soll sich auf Bitten von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker Gedanken über Einnahmen für eine "fiskalische Kapazität" der Eurozone machen.
Macht doch Sinn: In den Ländern, in denen die Menschen Steuern zahlen, wird ein Teil gleich umgeleitet - in Länder, in denen die Bürger keine zu zahlen bereit sind und deren Regierung sich auch nicht die Mühe macht, welche einzuheben. Wenn das erst automatisch läuft, wird es auch keine Diskussionen mehr geben.



Zitieren
