Hätte es nicht den Kalten Krieg gegeben , dann hätte man vermutlich Westdeutschland zum Agrarland verkommen lassen und die Morgentau-Politik der Bestrafung beibehalten. Damals belebte die Konkurrenz der Systeme das Geschäft, was auch einfachen Leuten zugute kam. Jetzt muss man die Massen nicht mehr bestechen, denn der Kapitalismus ist ja alternativlos geworden.
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12.07.2015, 23:16
AW: Wahlsieg von Syriza in Griechenland
Geändert von maerz32 (13.07.2015 um 00:18 Uhr)
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12.07.2015, 23:21
AW: Wahlsieg von Syriza in Griechenland
Außerdem hat sich Deutschland wohlverhalten in der Angelegenheit, Griechenland eben nicht. Wäre Deutschland zum Faschismus zurückgekehrt, hätte es sicher keinen Schuldenerlass gegeben. Wenn Griechenland eine vernünftige Ausgabenpolitik betreibt und endlich Steuern erhebt und einzieht, dann wird man zur gegebenen Zeit auch darüber reden können, wenn es absehbar ist, dass die Schulden nicht abbezahlbar sind.
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13.07.2015, 00:16Inaktiver User
AW: Wahlsieg von Syriza in Griechenland
Wieso nicht? Ich stimme Maerz32 zu: der Kalte Krieg war der relevante Faktor; ob die Nato-Verbündeten Faschisten oder Demokraten waren, war egal:
So gibt es von Churchill die denkwürdige Aussage bezüglich Hitler/Stalin: "wir haben das falsche Schwein geschlachtet". Die Nato hatte im Kalten Krieg keine Probleme mit der griechischen Militärjunta. Und der CIA hatte mindestens Tausend Nazis auf der Gehaltsliste.
Außerdem nochmal: in der Vereinbarung von 1953 ging es um die Beendigung der Kriegsreparationen. Das ist etwas völlig anderes als ein Schuldenerlass, wie er im Falle Griechenlands diskutiert wird.Geändert von Inaktiver User (13.07.2015 um 00:24 Uhr)
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13.07.2015, 00:33Inaktiver User
AW: Wahlsieg von Syriza in Griechenland
Trotz Finanzkrise und drohendem Grexit soll Griechenland sich an die Nato-Zusagen halten: Generalsekretär Stoltenberg warnt die griechische Regierung davor, bei der Verteidigung zu sparen.
Nato-Generalsekretär Stoltenberg positionierte sich damit klar gegen Reformvorschläge für Griechenland, die auch eine Kürzung der Militärausgaben beinhalten.
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13.07.2015, 00:33Inaktiver User
AW: Wahlsieg von Syriza in Griechenland
Es hat niemals eine "Morgenthau-Politik der Bestrafung" gegeben. Der Morgenthau-Plan (es handelte sich lediglich um einen Entwurf) wurde kurz nach Bekanntwerden von Roosevelt verworfen, das war bereits 1944.
Nur die Nazis erweckten den Anschein, dass es sich hier um eine jüdische Verschwörung gegen Deutschland handelte, um so die kiregsmüde Bevölkerung zum Durchhalten zu bewegen .
Wie du darauf kommst, dass allein der Kalte Krieg dafür verantwortlich war, dass man Westdeutschland nicht zum "Agrarland verkommen ließ", ist mir nicht nachvollziehbar.
Die Alliierten hatten ein vitales Interesse daran, West- und Mitteleuropa zu stabilisieren, und besonders in den USA gab es nicht wenige professionelle Berater der Regierung, die klarmachten, dass dies nur durch fortschreitenden Wohlstand verwirklichbar war, ein kluger Gedanke, der daran erinnerte, wie gerade der Nationalsozialismus durch eine schwere Wirtschaftskrise Fuß fassen konnte.
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13.07.2015, 01:23
AW: Wahlsieg von Syriza in Griechenland
Sorry , aber Morgenthau-Plan der Bestrafung war die offizielle Strategie in der amerikanischen Besatzungszone bis 1947. Erst, als sich die einzig Alliierten endgültig zerstritten, was wohl damit zu tun hatte, dass die UdSSR die eigene Atombombe entwickelt hat, hat man den Plan der Teilung und der Westbindung der westlichen Besatzungszonen forciert.
Warum hatten allen voran die Amerikaner damals das Interesse , den Deutschen zum Wohlstand zu verhelfen? Einzig und allein um sie zu Verbündeten zu machen. Und Verbündete braucht man vor allem im Krieg, wenn auch in einem Kalten.
Oder glaubst du, die netten Onkels aus Übersee haben aus Nächstenliebe gehandelt? (Polemik)Geändert von maerz32 (13.07.2015 um 01:38 Uhr)
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13.07.2015, 01:36
AW: Wahlsieg von Syriza in Griechenland
Momentan Ist Schäuble der einzige, der verzweifelt versucht, den Lebensstandard der Deutschen zu verteidigen. Ich fürchte, er wird das nicht mehr lange tun können.
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13.07.2015, 04:58
AW: Wahlsieg von Syriza in Griechenland
Es ist schon interessant zu beobachten, wie der größte Geldgeber der EU, nämlich Deutschland, mit Schimpf und Schande überzogen wird, nur weil wir nach Jahrzehnten der Geduld das einfordern, was uns zusteht. Nämlich Haushaltsdisziplin und eine vernünftige Ordnung.
Diejenigen, denen aufgrund leerer Versprechen, Lügen und Betrügern rein gar nichts zusteht, wird die Hand gereicht und Mitgefühl zuteil.
Nachdem es den Griechen gelungen ist, innerhalb von 7 Tagen ein Referendum zu organisieren, ist es nicht zu viel verlangt, die seit Jahren verschleppten Gesetzesänderungen in 5 Tagen zu organisieren.
Was verbindet Griechen, Italiener und Franzosen. Richtig, der unbeugsame Wille gemeinsam auf Kosten der bösen Deutschen weiter mehr Geld auszugeben, als einzunehmen.
Ich bin etwas verwundert, das hatte ich von Schäuble nicht erwartet. Hoffentlich hat er noch rechtzeitig die Bremse gezogen.
Das, was nämlich in wenigen Monaten auf die EU zukommt, sind linke Regierungen nach der Fasson eines Herrn Tsipras, die einfach nur Geld ausgeben, ohne über die Einnahmen nachzudenken, unter dem Deckmantel der Gutmenschen und sozialen Moralapostel.
Alle schwafeln verdeckt und weniger verdeckt vom Sozialismus, obwohl sie nicht (oder noch nicht) darin leben müssen. Wenn der Sozialismus dann mal da ist und das Geld nichts mehr Wert ist, dann ist es denen auch nicht recht.
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13.07.2015, 06:58
AW: Wahlsieg von Syriza in Griechenland
Gestern in ard, in Titel Thesen Temperamente wurde die Allianz zwischen den Südeuropa undvden "führenden US -Ökonomen " beschworen , die für mehr Schulden und den weichen Euro stehen. Klar, die "netten Onkels aus Übersee " sind am starken Euro als einer möglichen Konkurrenz zum Dollar nicht interessiert.
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13.07.2015, 07:02Inaktiver User
AW: Wahlsieg von Syriza in Griechenland
Ich bin grundsätzlich nicht pro Schäuble, aber hier muss ich seine Arbeit und sein bisheriges Rückgrat loben. Wenn er allerdings allein gelassen wird, Merkel und Gabriel haben vor Stunden noch anders getönt, dann hat er keine Chance.
Wer ehrlich ist, ist und bleibt der Dumme.
Heute haben unsere Politiker Angst, ein wenig Geld zu verlieren und werfen gutes Geld in nicht vorstellbarer und noch nicht bezifferter Summe dem schlechten hinterher. Rette sich wer kann.
Wir bräuchten einen Thread: Überleben in der europäischen Schuldenfalle.


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