Wenn mans so sehen will, kann man natürlich auch fragen, wie viel Stalins Russland mit den Ideen von Marx zu tun haben soll, oder ob es je ein kommunistisches Land im eigentlichen Sinn des Wortes gab.
Fakt ist allerdings, die mächtigste Partei Chinas nennt sich "kommunistische Partei"
gruss, barbara
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09.07.2015, 15:22
AW: Wahlsieg von Syriza in Griechenland
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09.07.2015, 15:26
AW: Wahlsieg von Syriza in Griechenland
Ich weiß nicht, wie es in Deutschland ist, aber die "Spielregeln" kennt hier jeder, ob Unter- Mittel- oder Oberklasse. Im Grunde schwindelt irgendwie jeder, und auch wer gegen den Klientelismus ist, nutzt ihn trotzdem. Es gibt nur größere und kleinere Schwindeleien.
Wie gesagt, es gibt Zeichen der Hoffnung. Renzi weiß zumindest, dass es mit leeren Worten nicht getan ist und den Italienern ist bewusst, dass wir uns aufrappeln müssen, um nicht die Nächsten zu sein.
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09.07.2015, 15:28Inaktiver User
AW: Wahlsieg von Syriza in Griechenland
Das sehe ich auch so.
Die Politik Chinas ist eine seltsame Mischung aus Diktatur und Kapitalismus. Ich kann verstehen, warum das so gehandhabt wird - die Korruption wäre sonst noch viel schlimmer als sie es jetzt ist.
Was die Mentalität angeht, sehe ich in China mehr Geldgier und ellbogengesteuertes Streben nach Wohlstand als Hochhalten der Werte der Gemeinschaft. An Raubtierkapitalismus stehen die Chinesen den Amis in nichts nach.
Und die Art, wie sie ihre Kinder unter Leistungsdruck setzen, wünsche ich mir für Europa niemals.
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09.07.2015, 15:47Inaktiver User
AW: Wahlsieg von Syriza in Griechenland
Auch die Armut und Ausbeutung wäre größer. Dieses Regime handelt - bei allen menschlichen Unzulänglichkeiten - doch im Allgemeinen sehr verantwortungsbewusst.
Die Chinesen sind nach wie vor dem Konfuzianismus verhaftet (deshalb liegt ihnen ein solches autoritäres Regime, und deshalb funktioniert der "Kommunismus" bei ihnen auch viel besser als in anderen Ländern).Was die Mentalität angeht, sehe ich in China mehr Geldgier und ellbogengesteuertes Streben nach Wohlstand als Hochhalten der Werte der Gemeinschaft. An Raubtierkapitalismus stehen die Chinesen den Amis in nichts nach.
Und die Art, wie sie ihre Kinder unter Leistungsdruck setzen, wünsche ich mir für Europa niemals.
Sie sind außerdem außerordentlich materialistisch (was mir übrigens eher unsympathisch ist, aber viel zu ihrem Erfolg beiträgt).
Was mir gefällt: sie haben eine unaggressive und überlegte Außenpolitik - zumindest bisher.
Und: sie haben eine atemberaubende Entwicklung hingelegt. Vor allem der Vergleich mit Indien ist unbeschreiblich ...
Ich war vor ca. 20-25 Jahren in China und in Indien und war letztes Jahr wieder in diesen beiden Ländern (2 Monate). Es ist unfassbar, wie sehr Indien heruntergekommen ist, und was in der gleichen Zeit China aus sich gemacht hat.
Man muss es wahrscheinlich mit eigenen Augen gesehen haben, um es zu begreifen.
Irgendwie ist das off-Topic, und irgendwie auch nicht ... :
Letztlich liegt es an der Mentalität sowie an der Entschlossenheit eines gut funktionierenden und verantwortungsbewussten Staatswesens, was ein Land aus sich macht.
Griechenland wollte die Chance und bekam die Chance, hat sie aber nicht genutzt, sondern sich nur tiefer in sein korruptes System eingegraben. Jetzt stehen wir alle zusammen vor einem Scherbenhaufen, und Griechenland gibt uns dafür auch noch die Schuld.
Wenn jetzt jemand sagt, "es wird eben niemand gern erzogen", verweise ich auf Lernbereitschaft und Lernfähigkeit anderer Länder und begegne dieser Auffassung ansonsten mit ausdrücklichem Unverständnis.Geändert von Inaktiver User (09.07.2015 um 16:23 Uhr)
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09.07.2015, 15:57Inaktiver User
AW: Wahlsieg von Syriza in Griechenland
Mir auch. Gilt aber wohl für ganz Südostasien.
Da muss ich dir leider widersprechen: Sprich mal mit einem Vietnamesen. Der Norden Vietnams ist immer wieder von China brutal erobert und besetzt worden. Die Vietnamesen (ein 80 Millionenvolk wie die Deutschen) haben immer noch eine Heidenangst vor China, das sie als brutalen und unberechenbaren Nachbarn empfinden.
Auch das muss man mit eigenen Augen gesehen haben.
Was China im Moment auf den Spratly-Inseln treibt, geht auf keine Kuhhaut. Sie bauen auf Korallenbänken Landebahnen für Flugzeuge und wollen das ganze südchinesische Meer beherrschen.
Die Angst in Vietnam, den Philippinenen und Malaysia vor der Expansionspolitik Chinas ist riesig.
Und die Chinesen verachten Europa im Grunde: Wir haben nur zweitausend Jahre Kulturgeschichte, sie fünftausend Jahre.
Aber wir sind OT.
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09.07.2015, 15:57Inaktiver User
AW: Wahlsieg von Syriza in Griechenland
doppelt.
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09.07.2015, 16:03Inaktiver User
AW: Wahlsieg von Syriza in Griechenland
Bitte?
Halb Südostasien inkl. Indien (mit dem ständigen Grenzkonflikt) hat alle seine Gewehrläufe nach China gerichtet und anders herum.
Taiwan, Vietnam, Indonesien befürchten zudem alle von den Chinesen aufgekauft zu werden und der Konflikt um Rohstoffe & Öl ist schon lange nicht mehr nur ein diplomatischer.
Die Chinesen rasseln extrem mit den Säbeln.
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09.07.2015, 16:11Inaktiver User
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09.07.2015, 16:11Inaktiver User
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09.07.2015, 16:19Inaktiver User
AW: Wahlsieg von Syriza in Griechenland
Die Republik China (Taiwan), Vietnam und die Volksrepublik China erheben Anspruch auf die gesamte Inselgruppe, während Brunei, Malaysia und die Philippinen jeweils einen Teil der Inseln für sich beanspruchen. Alle diese Staaten mit Ausnahme Bruneis halten einige der Inseln besetzt, auf über 40 der ansonsten unbewohnten Inseln gibt es Militärgarnisonen. (Aus Wikipedia)
Es sind also 6 Nationen, die Anspruch auf diese Inselgruppe erheben. Vorsicht mit Bewertungen, die durch westliche Interessen gefärbt sind!
Die fünftausendjährige Geschichte spielt leider seit der Kulturrevolution nicht mehr sooo die Rolle im chinesischen Selbstverständnis, aber aus China ist zu hören:Und die Chinesen verachten Europa im Grunde: Wir haben nur zweitausend Jahre Kulturgeschichte, sie fünftausend Jahre.
"Das 19. Jahrhundert gehörte Europa, das 20. Jahrhundert gehörte den USA, und das 21. Jahrhundert gehört China."
Vor allem wenn man Shanghai gesehen hat, ist man geneigt ihnen zuzustimmen.



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