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  1. Inaktiver User

    AW: Wahlsieg von Syriza in Griechenland

    Zitat Zitat von Quirin Beitrag anzeigen
    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Beide Länder [Litauen, Slowakei] sind im Euroraum, beide Länder haften - spätestens bei einem Grexit.
    Deswegen sind deren Politiker auch so unsagbar wütend auf Tsirpas und Co. Die sind die Probleme angegangen und haben sie gelöst, und als Belohnung dafür sollen sie jetzt dem Tsirpas das Geld in den Hintern blasen.
    So ist es.

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    AW: Wahlsieg von Syriza in Griechenland

    Übertriebenen Nationalstolz brauchen wir nicht, aber ebenso wenig dieses übertriebene Zustimmen, wenn wir einen Tritt verpasst bekommen und das automatische Voraussetzen, dass wir an etwas schuld sein müssen und den Tritt deshalb verdient haben.
    Bei der Karikatur von Schäuble mit dem unterirdischen Seifenspruch kam mir die Galle hoch.
    Geändert von bertrande (09.07.2015 um 12:59 Uhr)

  3. Inaktiver User

    AW: Wahlsieg von Syriza in Griechenland

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Doch mir fallen da einige ein, wesentlich schlimmere Beispiele
    [für Länder die ihre nationalen Eigenheiten ausschließlich negativ sehen].
    Nämlich?
    Ich lese öfters Proteste gegen meine Feststellung, aber noch keiner konnte das dann auch belegen.

  4. Inaktiver User

    AW: Wahlsieg von Syriza in Griechenland

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Nämlich?
    Ich lese öfters Proteste gegen meine Feststellung, aber noch keiner konnte seine Gegendarstellung belegen.
    Frag mal in einem Entwicklungsstaat von Thailand bis Argentinien nach, was sie von ihrem Staat halten. Die jubeln für ihren Papst oder für ihre Strände, aber nicht für ihre Staatsleistung. An Wochenenden sitzen sie vor den Fernsehern und schauen Championsleague und jubeln für Bayern oder Barcelona.

    Mir fällt noch ein Land ein, bei dem man fragen kann auf was sie stolz sind, dann kommt lange nichts und dann sagen sie: 1976 war die Miss World aus unserem Land, ein anderes da kommt dann: Wir waren im Halbfinale gegen China im Tischtennis bei der Asiameisterschaft 2013.

    Bei ... Dänemark fällt mir auch nichts ein, wo die mit Nationalstolz auffallen, obwohl sie es sein könnten. Andere feiern ihre Könige oder Königskinder. Spanien seine Tapas oder eben den FC Barcelona. Wir die Weltmeisterschaft und unsere Autos.

    Ich finde die Wiedervereinigung spitze und das Grundgesetz ist mal megascharf, wenn man mal ein paar Gesetzgebungen in anderen Ländern gesehen hat.
    Was genau ist das Problem?

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    AW: Wahlsieg von Syriza in Griechenland

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    ... Vielleicht wär's jetzt tatsächlich ein guter Moment, mal eine Weile lang europäisch zu denken und nicht mehr nur national?...
    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ........schreibt ausgerechnet eine, die gern das (streng nationale, sich abschottende) System der Schweiz lobt....
    Genau das ging mir auch durch den Kopf. Die Schweiz hat mit allem nur soviel zu tun, dass dort die Schwarzgelder hingeschafft werden.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Es gibt eine Art von "Exotenbonus", der in Mitteleuropa vor allem gegenüber südlichen Ländern gepflegt wird. "Die sind eben so", lautet die herablassende Meinung.

    Dazu kommt in Deutschland eine bemerkenswerte Tendenz zur Selbstgeißelung und ein schlechtes Gewissen wegen der eigenen Vergangenheit. Ich habe wirklich Bauklötze gestaunt, wie die Deutschen die unglaubliche Verunglimpfung ihrer Politiker durch Syriza einfach hingenommen haben. Unvorstellbar, dass solche Plakate und Parolen in D über ausländische Politiker veröffentlicht würden. Aber bei den Griechen nimmt man es hin. Ist eben ein südländisches Volk, die sind temperamentvoller.
    ...[/URL]
    Ich würde es nicht als Exoten"bonus" sehen, sondern als realistische Einschätzung der Gegebenheiten. In Griechenland wird sich nie etwas ändern, solange das Volk seine Einstellung nicht ändert. Solange Korruption und Vetternwirtschaft als kleines Kavaliersdelikt (wenn überhaupt) gilt, hat die Wirtschaft keine Chance.

    Und was die Rede von Weber betrifft (die ich gestern im TV verfolgt habe) verstehe ich die Aufregung nicht. Im Vergleich zu dem was "die Griechen" über Deutsche, Merkel, Schäuble etc etc sagen, karrikieren, ist das für mich einfach eine Tatsachenfeststellung gewesen. Dass das einen wunden Punkt getroffen hat, ist klar.

    Eine kleine Ergänzung zum Thema
    "Die sind eben so", lautet die herablassende Meinung.
    Hier in Spanien (Kanaren) bemerke ich eine Veränderung. Aus dem altbekannten "mañana, mañana" ist ein "jetzt, sofort, so schnell wie möglich" geworden. Wir haben in der Zeit hier einige spanische Dienstleister in Anspruch genommen, oder große Käufe mit Lieferung getätigt. Sie haben alle ausnahmslos schnell, einwandfrei und zu vernünftigen Preisen gearbeitet. Klar sie freuen sich über jeden Auftrag, aber durch die Zuverlässigkeit versprechen sie sich auch Weiterempfehlung.
    Dieses Atribut konnten wir bisher leider nur einem einzigen deutschen Unternehmen hier auf der Insel zusprechen.
    Die Problemzone ist bei den meisten Menschen nicht der Bauch, die Beine oder der Po...
    sondern viel mehr der Kopf

  6. Inaktiver User

    AW: Wahlsieg von Syriza in Griechenland

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Frag mal in einem Entwicklungsstaat von Thailand bis Argentinien nach, was sie von ihrem Staat halten.
    Das ist eine sinnfreie Antwort. Außerdem verwechselst du Nation mit Staat und bürgerliche Unzufriedenheiten mit Zuschreibungen des Nationalcharakters.
    Was genau ist das Problem?
    Dass du das Problem nicht siehst.

    (Für die, die den Zusammenhang nicht mehr erinnerlich haben: es ist von der Formulierung "typisch deutsch" die Rede. Ich bin der Meinung, dass es kein anderes Land gibt, dessen Bürger analoge Formulierungen bezüglich ihrer eigenen Nationalität ausschließlich negativ konnotieren würden.)
    Geändert von Inaktiver User (09.07.2015 um 14:10 Uhr)

  7. User Info Menu

    AW: Wahlsieg von Syriza in Griechenland

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Doch mir fallen da einige ein, wesentlich schlimmere Beispiele. Jeder entscheidet doch selbst wie er "typisch deutsch" verwendet. Im Ausland ist das eine durchweg positive Konotierung.
    Ja.
    Zumal von so einigen Leuten die Formulierung 'typisch deutsch' durchaus auch (immer ein wenig) ironisch verwendet wird, insb. dann, wenn es um sie selbst geht.

    Ungefähr so:
    ich weiß, dass das jetzt übertrieben ist von mir, was ich grad mache,
    aber ich kann einfach nicht anders.

    VanDyck
    Es gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
    dann durchfluten sie mich wie Regen ...
    American Beauty
    Nothing in life is as important as you think it is, while you are thinking about it.
    Daniel Kahneman

  8. Inaktiver User

    AW: Wahlsieg von Syriza in Griechenland

    Nice story, aber gerade du gehörst zu den Leuten, die "typisch deutsch" völlig unreflektiert und ausschließlich negativ verwenden - außer in den Momenten, wenn du versuchst die diesbezügliche Kritik zu "widerlegen".

  9. Inaktiver User

    AW: Wahlsieg von Syriza in Griechenland

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Stimmt alles. Aber was wäre die Alternative? Radikale Parteien? Glaubst du im Ernst, die könnten es besser?
    Nicht alleine. Aber eine 20%-ige Linke könnte diesem neoliberalen Misthaufen mal ordentlich auf die Pfoten klopfen, nachdem von der Sozialdemokratie im ursprünglichen Sinne nach einem starken Anfang in der GroKo nun nicht mehr viel übrig bleibt.
    Frau Merkel sollte ruhig einmal anständig unter Druck gesetzt werden. Das Fräulein ist mir nämlich ein bißchen zu selbstgefällig in ihrem stillschweigenden Wirken.

    Wenn man sich jedoch anschaut, daß ausgerechnet die Gruppe von Menschen, die sich der Arbeiterklasse zurechnen sollte, immer wieder sturköpfig CDU wählt, weil ihnen eingetrichtert wurde "Wenn's der Wirtschaft gut geht, geht es auch dem Arbeiter und Angestellten gut", dann kann man den Deutschen fast nicht mehr helfen.
    Denn es ist falsch: Wenn es der Wirtschaft gut geht, geht es erstmal der Wirtschaft gut, dann den Banken, und unter ferner liefen dann irgendwann einmal dem Arbeiter.
    Sieht man an solchen grandiosen Auswüchsen wie dem jahrzehntelangen Lohndumping und dem Boom von Zeitarbeit. Ja, ich weiß, daß die SPD beteiligt oder sogar Urheber war. Aber ich weiß auch, wie von der Leyen genau dort weitergemacht hat.

    Es ist höchste Zeit, daß wir aus den "prekären" Arbeitsverhältnissen wieder herausfinden.
    Was spricht zum Beispiel dagegen, Zölle auf bestimmte Billigimporte aus China zu erheben? Damit wird Geld dort in die entsprechenden Kanäle gelenkt, um den dortigen Prekärsektor zu befreien (ob und wie China das macht, ist eine andere Frage), Stichwort z.B. FoxConn: Da haben sich Mitarbeiter unter entwürdigenden Umständen reihenweise umgebracht, und tun das viellciht auch noch heute, damit wir hier Billigst-Motherboards kaufen können und unsere heimische Halbleiterindustrie plattmachen.

    Im Umkehrschluß wird der Wettbewerbsdruck in EU geringer, diese Importe betreffend -> die Löhne hier könnten auch steigen.
    Frankreich hat beispielsweise seine Löhne der Inflation vorbildlich angepaßt ... wenn schon das nicht mehr gemacht werden darf, ist diesem gesamten System sowieso nicht mehr zu helfen. Dann ist die Aufweitung der Armutsschere programmatisch in ganz EU. Die Deutschen lassen sich das sowieso gefallen und sind auch noch stolz, Exportweltmeister zu sein. Oder sowas ähnliches. Total beknackt.

  10. Inaktiver User

    AW: Wahlsieg von Syriza in Griechenland

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Dass du das Problem nicht siehst.
    Ich habe einfach kein Problem mit "typisch deutsch", da hast du recht.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    (Für die, die den Zusammenhang nicht mehr erinnerlich haben: es ist von der Formulierung "typisch deutsch" die Rede. Ich bin der Meinung, dass es kein anderes Land gibt, dessen Bürger analoge Formulierungen bezüglich ihrer eigenen Nationalität ausschließlich negativ konnotieren würden.)
    Typisch deutsch heißt für mich und alle die das hier in meiner absolut untypisch deutschen Umgebung sagen würden:
    Pünktlich, genau, zuverlässig.

    Welche "negativen Konnotierungen" liest du denn da rein und von welchen Konnotierungen redest du?

    Edit: ist wohl OT und für mich entscheidet jeder selbst auf was er stolz ist, wenn jetzt einzelne Leute einr Nation wie Deutschland ankommen und über Minderwertigkeitskomplexe lammentieren, mit dem tausche ich gern mal meinen Arbeitsplatz in einem Schwellenland. Kann ich echt nicht ernst nehmen.
    Geändert von Inaktiver User (09.07.2015 um 14:25 Uhr)

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