Ob du die Großfamilie nicht zu positiv siehst?
Natürlich muss ein Fachkraft nicht besser sein als die Mutter. Aber es kann besser sein, wenn Kinder aus der häuslichen Umgebung in eine Welt kommen, in der sie sich mit Gleichaltrigen messen und zusammentun können. Ist dann noch eine gut ausgebildete erwachsene Person dabei, so sehe ich das nur als förderlich an, die Chancengleichheit der Kleinen soll ebenfalls nicht vergessen werden. Ganz zuletzt will ich noch jene Mütter anführen, die sich freuen, Kinder zu haben, aber gerne auch, wie der Vater, aus dem Haus kommen und ihr eigenes Geld verdienen.
Aber wir leben in Demokratien, unsere Länder sind nicht karg.
Diktaturen existieren nicht nur dort, wo Geld fließt.
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28.01.2015, 18:29Inaktiver User
AW: 1% der Weltbevölkerung besitzt mehr, als die restlichen 99%
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28.01.2015, 18:41
AW: 1% der Weltbevölkerung besitzt mehr, als die restlichen 99%
Alle Grossfamilien, die kenne, sind super cool.
Nachbarskinder im gleichen Alter tun's genauso, meine ich.Aber es kann besser sein, wenn Kinder aus der häuslichen Umgebung in eine Welt kommen, in der sie sich mit Gleichaltrigen messen und zusammentun können.
Was nicht toll ist, sind Kinder, die in einer Umgebung mit nur Erwachsenen leben.
Das ist jetzt sehr modern gedacht, aber womöglich nicht das, was jene Leute wollen und brauchen, die heute ungefähr so leben, wie unsere Vorfahren vor 200 Jahren gelebt haben. Wir brauchen nicht die ganze Welt mit unserem Lebensmodell zu beglücken.Ganz zuletzt will ich noch jene Mütter anführen, die sich freuen, Kinder zu haben, aber gerne auch, wie der Vater, aus dem Haus kommen und ihr eigenes Geld verdienen.
Die Schweiz ist ein Land, das arm ist an Bodenschätzen, das hat der Demokratie auf alle Fälle geholfen. Die USA dito, Leben für die Pioniere war hart und ging nur in einer loyalen Gruppe, die erfolgreich zusammenarbeitet, wo alle ihren Teil der gemeinsamen Last tragen.Aber wir leben in Demokratien, unsere Länder sind nicht karg.
gruss, barbara
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28.01.2015, 19:23Inaktiver User
AW: 1% der Weltbevölkerung besitzt mehr, als die restlichen 99%
Da haben wir aneinander vorbeigeschrieben. Verhältnisse, wie sie unsere VorfahrInnen hatten, meinte ich nicht.
Natürlich lässt sich unsere Art zu leben nicht auf andere Kulturen übertragen.
Nach meiner Auffassung hat karges, beschwerliches Dasein nichts mit Demokratie oder Demokratisierung zu tun.
Unsere Demokratien sind meines Wissens auch nicht dadurch entstanden, dass die Menschen aufeinander angewiesen waren, sondern durch Wirtschaftsaufschwung und Bildung.
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28.01.2015, 21:40
AW: 1% der Weltbevölkerung besitzt mehr, als die restlichen 99%
Die Tatsachen sprechen gegen deine Auffassung.
Bilden, produzieren und handeln tun nur solche Menschen, die nicht einfach alles kaufen können.Unsere Demokratien sind meines Wissens auch nicht dadurch entstanden, dass die Menschen aufeinander angewiesen waren, sondern durch Wirtschaftsaufschwung und Bildung.
gruss, barbara
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29.01.2015, 08:23Inaktiver User
AW: 1% der Weltbevölkerung besitzt mehr, als die restlichen 99%
Bezüglich Finanzmarkt, Regulierung, Risiken usw. hier ein Donnerwetter

„Wenn die EU Tsipras dämonisiert, fliegt uns der Euro um die Ohren“ | DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN
Ist was für's Herz in diesen - wie üblich seitens der Regierenden - sprachlosen Zeiten.
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29.01.2015, 10:09
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29.01.2015, 11:03
AW: 1% der Weltbevölkerung besitzt mehr, als die restlichen 99%
Ich habe auch noch was, das ist ja sowieso meine Lieblingsthese, hier mal sehr schön mit Zahlen unterlegt. Die Renten könnten nämlich sicher sein, wenn ...
(Quelle)Selbst wenn die Produktivitätssteigerung je Arbeitnehmer jährlich nur ein Prozent beträgt, könnte jeder Beschäftigte im Jahre 2060 dreißig Prozent Rentenbeitrag zahlen und gleichzeitig noch sein verbleibendes Einkommen um über vierzig Prozent steigern, nach Abzug der Preissteigerung. Vorausgesetzt ist allerdings, dass die erhöhte Produktivität auch ausgezahlt wird, die Verteilung zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber sich nicht zugunsten der Arbeitgeber ändert. Auch bei der Finanzierung der Renten ist das Hauptproblem also nicht die demographische Entwicklung. Die Umverteilung zugunsten der Unternehmer wirkt viel stärker.
Der Blick in die Vergangenheit macht das plausibel. Seit der Wiedervereinigung ist die wirtschaftliche Leistung Deutschlands nach Angaben des Statistischen Bundesamts um knapp 30 Prozent gestiegen. Nötig waren dazu vier Prozent weniger Arbeitsstunden. Und das alles innerhalb von 20 Jahren, bei vergleichsweise mäßiger Produktivitätsentwicklung, trotz Arbeitslosigkeit, trotz der Finanzkrise mit ihren fünf Prozent Minus beim Bruttosozialprodukt im Jahr 2009. Wenn diese 30 Prozent nicht im Portemonnaie angekommen sind, hat das offensichtlich nichts mit Demographie zu tun, sondern mit der Umverteilung zu Lasten der Arbeitnehmer.
Kreativität kommt von der Freiheit zu scheitern. Und die Freiheit zu scheitern kommt vom Experiment. (Peter Gabriel)
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29.01.2015, 11:11Inaktiver User
AW: 1% der Weltbevölkerung besitzt mehr, als die restlichen 99%
Hauptsächlich durch Kämpfe um Rechte, Abbau der Stände und Hierarchien. Für die Partizipation am gesellschaftlichen Leben. Freiwillig hat meines Wissens niemand etwas abgegeben.
Mal ein kleines für D. unbedeutenden Beispiel, das mir ein Engländer erzählt hat: Die Landschaften um Sheffield herum waren samt und sonders Privatbesitz mit hohen Mauern drumherum. Betreten verboten. Mit zunehmender Demokratisierung des Wohlstands (früher natürlich noch auf geringerem Niveau als heute) und etwas Freizeit besuchten die Städter am Wochenende die Landschaft, die sie dann nicht betreten durften. Sie forderten das Recht ein, die Landschaften für Wanderungen betreten zu dürfen etc. Am Ende gab es Grabenkämpfe, bis das Recht erkämpft wurde, Besitztümer ab einer bestimmten Größe für Wanderungen etc. zu öffnen.
Ich denke, so funktioniert Demokratie. Jeder hat das Recht und die zur Verfügung stehenden Mittel, etwas auf legalem Wege erreichen zu können. Und die sind natürlich landesspezifisch, wie man an der Schweiz sehen kann.
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29.01.2015, 11:22
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29.01.2015, 18:27Inaktiver User
AW: 1% der Weltbevölkerung besitzt mehr, als die restlichen 99%
Das widerspricht aber nicht meiner These. Die Menschen, die sich ihr Recht zum Betreten jener Grundstücke erkämpften, werden wohl gewusst haben (oder zumindest ein Teil von ihnen wusste es), wie sie vorgehen mussten, was sie zu erwarten bzw. zu befürchten hatten, wie die Gesetzeslage war.
Hingegen würden pakistanische Fabriksarbeiterinnen, die gegen mangelnde Sicherheitsvorkehrungen und schlechte Arbeitsbedingungen in ihrer Fabrik protestieren, mit großer Wahrscheinlichkeit den Job verlieren. Weder steht das Gesetz hinter ihnen, noch gibt es Kündigungsschutz, und es warten andere Arbeitswillige auf einen Job.



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