PS: Ich würde sogar noch einen Schritt weitergehen und behaupten, dass es niemals zu einer solchen Welle der Solidarität, niemals Millionen an Franzosen, die auf die Straße gehen, gegeben hätte, wenn nicht zuerst der tiefe Schock um den Verlust dieser hochrangigen und bekannten Cartoonisten-Riege, die auf unglaubliche, absurde Weise hingerichtet wurde, gewesen wäre.
Dieser Schock hat sich dann, im zweiten Schritt, in einen vitalen Elan des Auf_die_Straße_Gehens und des Bekenntnis für Meinungsfreiheit (sowie für Vernunft, Gleichheit, Brüderlichkeit, also für DIE Ideale der Französischen Revolution schlechthin, also für die Identität und Selbstverständnis der Franzosen) Luft gemacht.
Was ab den Außengrenzen Frankreichs dann noch übermittelt wird, ist vor allem der Aspekt "Verteidigung der Meinungs- und Pressefreiheit". Das stimmt natürlich auch, ist aber nur die halbe Wahrheit.
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13.01.2015, 00:50
AW: Islamistischer Terror in Frankreich
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13.01.2015, 00:53Inaktiver User
AW: Islamistischer Terror in Frankreich
Sie war weder die Organisatorin noch auch nur eine Teilnehmerin der gestrigen Trauer- und Protestveranstaltung, die Millionen Menschen in Paris zusammengeführt hatte. Sie war nur die Nutznießerin dieser Demonstration und hat sie als Spektakel für ihre Zwecke genutzt - wie die Herrschaften, die neben ihr standen, übrigens auch.
Sie alle haben die ehrlichen und aufrechten Gefühle und Gedanken der Menschen für ihre billigen Propagandaziele missbraucht und hatten noch nicht einmal den Anstand den Hinterbliebenen ihre Referenz zu erweisen.
dessen Vorgänger dafür gesorgt hat, dass ein Journalist gekündigt wurde, weil er ein Foto mit dessen Speckröllchen unretuschiert veröffentlicht hatte.Sie stand auch in der Mitte der Staatschefs. Daneben Hollande.
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13.01.2015, 00:54
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13.01.2015, 01:03Inaktiver User
AW: Islamistischer Terror in Frankreich
Das ist richtig. Aber die Ermordeten sind nun mal Franzosen. Wäre die ganze Tragödie in einem anderen Land passiert, wären keine vier Millionen Franzosen für die Pressefreiheit auf die Straßen gegangen. Dann wäre es eine andere Nation, die eine Trauerfeier für ihre Opfer organisiert hätte. Der Tochter ging es doch darum, dass die Opfer in Asien und Afrika auch gewürdigt werden sollten - genauso wie die Franzosen.
Oh ja!
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13.01.2015, 01:14Inaktiver User
AW: Islamistischer Terror in Frankreich
Sie stand jedenfalls an der Spitze des Trauermarsches. Als wäre sie, neben Hollande, die wichtigste Person. Ich fand sie da voll deplatziert. Ich hätte dort die Angehörigen oder die komplette französische Regierung erwartet. Und das huldvolle Winken war ... naja. Ich wunderte mich wirklich, denn sonst finde ich sie ziemlich stilsicher.
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13.01.2015, 01:17
AW: Islamistischer Terror in Frankreich
Das Cover der neuen Ausgabe Charlie Hebdo und eine
für Nigeria…
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13.01.2015, 01:22Inaktiver User
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13.01.2015, 01:45
AW: Islamistischer Terror in Frankreich
"I don't want to be part of a world where being kind is a weakness" - Keanu Reeves
Moderatorin in den Reiseforen und bei der Eifersucht, bei den Selbständigen, Arbeiten im Ausland und im Kunstforum.
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13.01.2015, 07:24
AW: Islamistischer Terror in Frankreich
Warum konnte sie nicht in Berlin teilnehmen? Da hätte sie hingehört, da hätte sie sich solidarisch mit den sich dort befindenen zeigen können - ausserdem wäre das (fast) zum Nulltarif möglich gewesen - (so ein Flug mit der Bereitschaft kostet ja nichts) - oder hat sie etwa Angst in Berlin auf die Strasse zu gehen?
Geändert von populonia (13.01.2015 um 07:30 Uhr)
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13.01.2015, 07:40
AW: Islamistischer Terror in Frankreich
Finde ich nicht, wenn ich mir dieses Foto ansehe.
Es gab nur einen Grund, warum die Terroristen von 9/11 nicht in die Freiheitsstatue reingeflogen sind:
da saßen nicht 3.000 Leute drauf rum!
Diesen Worten schließe ich mich an.
Manche Leute lassen eben keine Gelegenheit aus, um ihr Politiker-Bashing unters Volk zu bringen.
Korrekt - die Angehörigen gingen vor den Politikern.
Das kann man z.B. hier nachlesen:
In Paris beteiligten sich etwa anderthalb Millionen Menschen am zentralen Trauermarsch. An der Spitze gingen die Familien der 17 Opfer. Dahinter folgten die französische Regierung mit Staats- und Regierungschefs aus mehreren Ländern.
Und auch hier:
Die ganze Welt schaut nach Paris. Dorthin, wo am Sonntag rund 1,5 Millionen Menschen in einnem einzigartigartigen Trauermarsch der 17 Opfer des Terror-Trios gedachten. Vorneweg: Die Überlebenden des Anschlags auf die Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ und die Familien der Opfer. Sie weinten um ihre Freunde, ihre Angehörigen.
Hinter ihnen schritt der französische Staatspräsident François Hollande Arm in Arm mit mehr als 50 Staats- und Regierungschefs. Direkt an seiner Seite: Bundeskanzlerin Angela Merkel.
Und das es kaum/keine Bilder von den Angehörigen gibt, ist ja auch sehr verständlich.
VanDyckGeändert von VanDyck (13.01.2015 um 08:02 Uhr)
Es gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
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Nothing in life is as important as you think it is, while you are thinking about it.
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