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  1. Inaktiver User

    AW: Folterargumente

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    naiv. Die hören doch nicht auf.
    Ja ich weiß und leider schaut keiner so genau hin was jetzt auch wieder mit Russland passiert. Jedesmal das selbe Spiel, die selben Argumente, die selben Vorbereitungen. Ist echt zum Kotzen wenn man sieht, daß ein paar handvoll Arschlöcher unsere Geschicke lenken und das auch noch ungestraft tun dürfen.

  2. Inaktiver User

    AW: Folterargumente

    Zitat Zitat von Lukulla Beitrag anzeigen
    Und in Beitrag 2 wird von bedeutungslosen Hinterbänklern geredet, die sich zu dem Folterbericht äusserten.

    Abgesehen davon, dass ich diesen Begriff abwertende finde für eine Person, die nicht im ständigen Rampenlicht der medialen Bundestagsaufmerksamkeit steht, stellt sich die Frage, was denn nun wichtig ist.
    Die Formulierung mag abwertend sein, aber sie trifft leider den Nagel auf den Kopf.
    Wir können uns aber gerne der unangenehmen Frage widmen, warum die sogenannten Alphatiere und die sich dafür halten so ruhig sind.
    Wussten sie es schon lange? Haben sie nicht das Rückgrat?

    Und überhaupt, wundert sich jetzt ernsthaft jemand darüber?
    Seit Guantanamo sollte doch auch der naivste gemerkt haben, dass es den USA mit Menschenrechten wohl nicht so ganz ernst sein kann, wenn es um ihre eigenen Belange geht.

  3. Inaktiver User

    AW: Folterargumente

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Übrigens - habt ihr gewusst, dass sich Guantanamo auf KUBA befindet? ausgerechnet Kuba?
    Also ich schon Ist wohl als Marine Basis deklariert.
    Kuba ist ideal. Erstens kann man Rußland ärgern, zweitens Kuba, und drittens ist es von Florida aus nur 140 km oder Meilen, weiß grad nicht. D.h., außerhalb der USA, aber immer kontrollierbar. So wie es halt das Gesetz für die CIA verlangt. Und was Republikaner schamlos ausnutzen.
    Aber ich habe keine Ahnung, wie die Kubaner damit umgehen (können, müssen).

    @Farmelli, ich gehe davon aus, daß die Leute hier die Bush-Clique kennen. 1x Suchen reicht meist, und dann halt dranbleiben, die Geschichte ist lang.
    Deine vermutliche Intention, weshalb ich den Namen "Bush" unterschlagen haben könnte, ziehlt vermutlich darauf ab, daß Du glaubst, daß ich denke, daß auch unter Obama weitergefoltert wurde oder wird.
    Ja, das glaube ich.
    Zum anderen hatte ich es schon angedeutet: Ich wollte wissen, wann und wie oft das Argument in Medien oder Foren fällt, daß Nordamerikaner ja "immerhin" ihre Berichte veröffentlichen. Das Argument finde ich nicht ausreichend. War also nur als kleine Aufforderung gedacht, diesen Punkt bei dem Lesen der ersten Berichte in den MSM im Hinterkopf zu haben. Und um aufmerksam zu werden, ob außer diesem noch was anderes kommt.

    @Lukulla, WO man es nachliest, war mir eigentlich egal. Daß es bei der Tragweite überall in den Gazetten stehen würde, war klar. Den Ort des Originals hatte ich da noch gar nicht gefunden, sondern nur Auszüge in der newyorktimes.
    Ich selbst wollte hier auch gar nicht groß diskutieren, weil mir so schnell nichts einfällt,

    außer dem hier (von 2006):
    CIA-Geheimgefängnis in Deutschland | Telepolis
    und weiter
    Bundesanwalt vor BND-Ausschuss - "Die Müllabfuhr trägt auch orangefarbene Overalls" - Politik - Süddeutsche.de

    aber freue mich über die bisherigen Atworten und Argumente. Wenn jemand das Thema gerne in die Hand nimmt, hier oder in einem neuen Thread, sehr gut, ich kann das nicht so oft.

  4. Inaktiver User

    AW: Folterargumente

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Mir sind keine solchen "Überlegungen" bekannt, auch oder gerade nicht zum Fall Gäfgen. Es gibt zwar "immer wieder" ein paar Vollhonks, die das befürworten, wie es auch welche gibt, die die Todesstrafe befürworten oder die Sex mit Kindern legalisieren wollen.
    Ich weiß nicht ob man das alles in einen Topf werfen sollte.
    Im Fall Gäfgen muß ich zugeben das ich da zwiegespalten bin.
    Das es illegal ist steht ausser Frage.
    Trotzdem frage ich mich wie die öffentlich Diskussion ausgesehen hätte, wenn es man dadurch den Jungen hätte retten können. Steht das Recht über einem Menschenleben?
    Anders gefragt, hat man nicht gff. die moralische Verpflichtung alles zu tun um das Leben des Kindes zu retten?
    Wie sieht man das wohl als Angehörger?
    Andererseits ... ab wann darf man das Recht beugen und jemandem Schaden zufügen, um jemand anderen zu retten? Für mich lässt sich das z.B. in so einem Fall nur schwer beurteilen.

  5. Inaktiver User

    AW: Folterargumente

    Ich bin im Fall Gäfgen auch zwiegespalten.
    Man kann es so auslegen, daß im Fall Gäfgen ein Menschenleben direkt in das Verbrechen verwickelt war, im Fall der Guantanamo-Häftlinge potentiell und indirekt solche Verbrechen mehrere Menschenleben betreffen könnten.
    So ausgelegt, läge für mich die Folter im Falle Gäfgen näher. Allerdings wurde nicht gefoltert.

    Als deutscher Staatsbürger entzieht man sich solchen Fragen aber ohnehin, denn bei Guantanamo handelt es sich nach Auffassung unseres Staates lediglich um ein Jointventure zwischen einer Marinebasis und der Frankfurter Müllabfuhr.
    Ich bin sicher, derartige Jointventures werden auch im Rahmen des TTIP besprochen, verhandelt und erleichtert.

    Bsi dahin bleibt euch nichts anderes übrig, als bei Sichtkontakt einen Müllmann in Frankfurt sofort bei der Polizei zu melden; diese sorgt wie bei den Dagger-Spaziergängen dann sicher für eine unauffällige Überführung des Delinquenten zur US-Military-Police.
    Geändert von Inaktiver User (20.12.2014 um 01:19 Uhr)

  6. Inaktiver User

    AW: Folterargumente

    Dabei sollte man nicht vergessen, dass die Androhung von Folter auch schon Folter ist. Und BND und deutsche Behörden haben auch schon überlegt und für richtig befunden, dass man Informationen aus Usbekistan oder Syrien weiter verwenden kann, auch wenn sie offensichtlich durch Folter gewonnen wurden.
    Dass man aber diesen Folterinformationen nicht trauen darf weiß man schon seit Widerlegung des "Hexenhammers".

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    AW: Folterargumente

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ...
    Dass man aber diesen Folterinformationen nicht trauen darf weiß man schon seit Widerlegung des "Hexenhammers".
    So einfach ist es nicht. Es kommt darauf an, ob man sicher weiss, dass das Folteropfer die Information hat, die man im dann gewalttätig abpresst, wie im Fall des oben angesprochenen Kindermörders, Entführers und Erpressers. Oder ob man mit Gewalt überhaupt erst herausfinden möchte, ob das Folteropfer die Information besitzt.

  8. Inaktiver User

    AW: Folterargumente

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Dass man aber diesen Folterinformationen nicht trauen darf weiß man schon seit Widerlegung des "Hexenhammers".
    In dem US-Folterreport heißt es ausdrücklich, dass
    1. keine relevanten Informationen erlangt wurden und
    2. dass auch dann gefoltert wurde, wenn das Opfer aussagewillig und kooperationsbereit war.


    Zu 1.: Darüber bin ich einigermaßen zufrieden, denn es ist nicht anzunehmen, dass derartig verbrecherisches und menschenverachtendes Treiben jemals gestoppt werden würde, wenn es auch noch einen echten "Nutzen" hätte.

    Zu 2.: ein konkretes Beispiel findet sich in einem der im Forum verlinkten Spiegel-Artikel.
    Es zeigt, dass ein etwaiger aus Punkt 1. abzuleitender Optimismus vollkommen fehl am Platz wäre, man würde auf solche Menschenrechtsverbrechen künftig verzichten, da "nicht besonders nützlich" ...


    Nebenbei bemerkt finde ich die Seitendiskussion 'Folterandrohung Gaefgen' im Zusammenhang mit dem Strangthema ziemlich frivol und peinlich. Denn hier werden Dinge verglichen, die schlichtweg nicht vergleichbar sind, was die Verbrechen, um die es hier geht, zur Petitesse verniedlicht.
    Geändert von Inaktiver User (29.12.2014 um 04:30 Uhr)

  9. Inaktiver User

    AW: Folterargumente

    "This is not who we are," (...) "This is not how we operate," Obama said.
    But how do "we" exactly operate when the report was the outcome of 6 million documents? That is 6,000,000. There can no longer be a "few bad apples" argument made here, as the horrors of Abu Ghraib were once justified.
    (...)
    What is equally worrying to what the report has contained is the existing mindset in the US, among the ruling class and the media.



    "US sees a torturer in the mirror", Asia Times

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