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  1. Moderation

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    AW: Biermann und die Linken

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und ja das hat Lammert zumindest billigend in Kauf genommen, der ist zu intelligent für mich, daß das alles Zufall war!
    Und das ist die Sauerei an der Geschichte!
    Da ist was dran.

    Aber sonst: nix für ungut, aber wen interessiert denn Biermann noch? Das war eine Episode, an die jetzt schon niemand mehr denkt. Ernst genommen haben das sicher die wenigsten.
    *
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  2. Inaktiver User

    AW: Biermann und die Linken

    Zitat Zitat von VanDyck Beitrag anzeigen
    Überlegt man es sich genauer ... im Grunde unvorstellbar, wenn er es nicht getan hätte.
    Im Grunde das Gleiche, was Biermann selbst auch sagte. Es war also klar, daß er, wenn er singen soll, auch reden wird, und auch, was er so sagen wird ?

    Macht es aber keineswegs irgendwie besser.

  3. Inaktiver User

    AW: Biermann und die Linken

    Zitat Zitat von LucyAnn Beitrag anzeigen
    Wie fandet ihr die Äußerungen von Biermann? Ich fand's gut, dass er sich nicht den Mund verbieten ließ - und auch das, was er gesagt hat.
    Ich sage dazu: Viva Biermann!

    Gut gemacht!

  4. Inaktiver User

    AW: Biermann und die Linken

    Vergangenen Sonntag war Biermann bei Günther Jauch eingeladen zu einer Talkshow über Putin. Bei dieser Gelegenheit hätte er reden können was das Zeug hält. Aber nach einem Spiegel-Artikel war er wohl seltsam wortkarg:

    Da saß er nun also, mit dem notorisch treuherzigen Blick dessen, der die Welt kaum noch versteht und sich dennoch seinen Reim auf sie zu machen versucht, und es wurde tatsächlich eine respektable Veranstaltung. Das lag allerdings kaum am Gastgeber, der nicht immer so ganz bei der Sache zu sein schien, und noch weniger war es das Verdienst seines Gastes Biermann.

    Der mokierte sich zunächst über den aktuellen SPIEGEL-Titel, der irreführend sei, da Putin längst einen heißen Krieg führe, lobte die Kanzlerin, schimpfte natürlich auf den Kreml-Chef, wollte dessen System aber, genau wie die anderen in der Runde, auch nicht kollabieren sehen, da nach "Schlimmem noch Schlimmeres" folgen könne und fand die Sanktionen falsch, da sie eh nichts ausrichteten. Die meiste Zeit indes blieb er außer in seine Lederjacke in Schweigen gehüllt.



    Vielleicht macht ihm Reden ja nur dann wirklich Spaß, wenn es ihm verboten ist

  5. Inaktiver User

    AW: Biermann und die Linken

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Da liegst du nicht ganz falsch, aber er verneint nicht die SED-Vergangenheit, sondern als bezahlter IM gearbeitet zu haben.
    Bei seinem familiärem Hintergrund bin ich durchaus geneigt, ihm zu glauben.
    Die Stasi hat nicht jeden zur Mitarbeit rekrutiert und manche ließen sich auch nicht rekrutieren.
    Das er eine heiße Quelle war, das ist natürlich nicht zu bestreiten.
    Ach so, darum gehts.
    Da ist die Berichterstattung aber nicht immer eindeutig gewesen...
    Das macht die Sache natürlich um einiges schwieriger.
    Ich erinnere mich nur noch an die Flugmeilenaffäre, lange nach der Wende, die etliche Politiker den Posten gekostet hat, nicht aber Gysi, er war so raffiniert und hat damals den Parteivorsitz abgegeben, bevor in die Medien kam, dass auch er da nicht ganz so konsequent war. Von den anderen hört man nicht mehr viel, er aber ist immer noch da auf die eine oder andere Art.

    So gesehen wird er auch im anderen Fall einen Weg gehabt haben müssen, auf die eine oder andere Art an der Staatssicherheit vorbeizukommen, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass sie ihn ganz in Ruhe gelassen haben.

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    AW: Biermann und die Linken

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich teile deine Ansicht, dass die hier ein Theaterstück aufgeführt haben.

    Dennoch, wenn ich wo eingeladen bin, halte ich mich an die Regeln.

    Kammer hat die Regel.mitgeteilt und Biermann hat dazu gesagt, dass sie ihm egal.ist.

    Das ist nicht tolerierbar.
    Das ist ja gerade der Witz an der Sache. Aus meiner Sicht hatte Lammert keine Chance und wusste das auch. Biermann aus dem Bundestag zu werfen in dieser Situation wäre ja wohl ein noch größerer Eklat gewesen ...

    Biermann gefällt sich ja auch in der Rolle des "Stänkerers" und er hatte lange keine Gelegenheit mehr dazu. Das Problem an der westdeutschen bzw. heutigen Realität ist doch eher, dass zwar fast eder (fast) alles sagen kann, es aber in Wirklichkeit gar niemanden interessiert.

    In der DDR dagegen war Biermann ein gehörter und gefürchteter Oppositioneller -> gut für sein Ego.
    In der BRD interessiert sich kein Mensch ernsthaft für seine Kritik (außer vielleicht der eine oder andere Talkmaster) und selbst der Auftritt im Bundestag wird ganz schnell vergessen sein.
    Kreativität kommt von der Freiheit zu scheitern. Und die Freiheit zu scheitern kommt vom Experiment. (Peter Gabriel)

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