Da liegst du nicht ganz falsch, aber er verneint nicht die SED-Vergangenheit, sondern als bezahlter IM gearbeitet zu haben.
Bei seinem familiärem Hintergrund bin ich durchaus geneigt, ihm zu glauben.
Die Stasi hat nicht jeden zur Mitarbeit rekrutiert und manche ließen sich auch nicht rekrutieren.
Das er eine heiße Quelle war, das ist natürlich nicht zu bestreiten.
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Thema: Biermann und die Linken
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16.11.2014, 19:21Inaktiver User
AW: Biermann und die Linken
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16.11.2014, 19:47Inaktiver User
AW: Biermann und die Linken
Dann soll er die Personen benennen und nicht eine Gruppe diskreditieren. Da fehlt ihm aber die Schupse, damit er nicht rechtlich zu belangen ist oder sich komplett zum Affen macht.
Beim besten Willen, die Mitgliedschaft zu einer Partei kann doch nicht der elende Rest sein. Er verweigert einer linken Bewegung jegliche Entwicklungsmöglichkeit. Für ihn ist "links" tot, schön, ist seine Meinung, aber damit spricht er jeder zukünftigen linken Bewegung eine historische Existenzberechtigung ab.Geändert von Inaktiver User (16.11.2014 um 19:57 Uhr) Grund: So sollte es heißen
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16.11.2014, 20:21
AW: Biermann und die Linken
Wie ich schon schrieb:
gem. Auftritt im Bundestag ist für ihn offenbar die Linkspartei 'als solche' (also als 'Gruppe', bzw. Partei) der "elende Rest", nicht jedoch das Individuum, welches Mitglied der Linkspartei ist.
Kann man aus meiner Sicht nicht aus seinen Äußerungen im Bundestag ableiten.Er verweigert einer linken Bewegung jegliche Entwicklungsmöglichkeit. Für ihn ist "links" tot, schön, ist seine Meinung, aber damit spricht er jeder zukünftigen linken Bewegung eine historische Existenzberechtigung ab.
Doch selbst wenn es so wäre, dann wäre es mir egal.
Ich hab den Biermann immer als wichtigen 'Impulsgeber' zu einigen bedeutenden gesellschaftlichen und politischen Fragen begriffen - nicht mehr, aber auch nicht weniger.
VanDyckGeändert von VanDyck (17.11.2014 um 19:54 Uhr)
Es gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
dann durchfluten sie mich wie Regen ...
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Nothing in life is as important as you think it is, while you are thinking about it.
Daniel Kahneman
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17.11.2014, 22:53Inaktiver User
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18.11.2014, 08:44Inaktiver User
AW: Biermann und die Linken
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18.11.2014, 10:44
AW: Biermann und die Linken
Nöö, keinesfalls.
So einfach ist die Welt ja nicht.
Ich bewerte bspw. die CSU als Partei in und mit ihrer Funktion für diesen Staat auch anders, als deren einzelne Mitglieder - auch wenn es da durchaus einen gewissen Zusammenhang gibt.
Noch deutlicher wird es zum Beispiel, wenn ich einige große Konzerne durchaus als Schweinefirmen bezeichnen würde - gleichwohl bin ich nicht der Meinung, dass die übergroße Mehrheit der dort arbeitenden Leute alles Schweinebacken sind, und das, obwohl die da alle freiwillig arbeiten.
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18.11.2014, 13:35Inaktiver User
AW: Biermann und die Linken
Wobei Mitarbeiter seltener aus Überzeugung irgendwo arbeiten, manchmal sogar ganz ohne Interesse, als Parteimitglieder Mitglieder einer bestimmten Partei werden. Die Letzteren identifizieren sich sogar manchmal mit den Parteinhalten, habe ich gehört. Also einen gewissen Unterschied gibt es schon, ob ein bestimmter oder auch alle großen Konzerne addressiert werden, oder politische Parteien.
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18.11.2014, 20:24Inaktiver User
AW: Biermann und die Linken
Kann ich nachvollziehen. Dennoch mutet es seltsam an, daß jemand eingeladen wird, der eine Partei angreift, die demokratisch gewählt und damit legitimiert wurde für einen Teil der Bevölkerung zu sprechen.
Diese Arroganz, daß man meinen könnte wir wären alle gefeit dagegen so ein Verhalten an den Tag zu legen wie es teilweise in der DDR üblich war zeugt nur davon, daß keiner begriffen hat wie leicht Menschen sich ändern wenn man nur den Rahmen verändert.
Wir haben wahrlich andere Parteien, die seit Jahren den Sozialstaat kaputtgemacht haben und wo grösstes Unrecht geschieht aber da es nicht so offensichtlich ist wird darüber natürlich kein Wort verloren.
Dieser "elende Rest" den Biermann so pathetisch hervorgehoben hat hat zumindest den Schneid das zu machen was die eigentliche Oposition schon seit Jahren nicht mehr macht und wir täten alle gut daran auch die kritischen Stimmen zuzulassen ohne gleich wieder den alten SED oder Stasi Reflex rauszuholen, denn in der Sache tut der gar nichts zur akutellen Situation beitragen sondern dient nur der billigen Ablenke für die Parteien, die seit Jahren die Gesetze machen und an der Regierung sind.
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19.11.2014, 09:01Inaktiver User
AW: Biermann und die Linken
Geht es jetzt eigentlich um dich?
Mir scheint, dass du eine ganze Menge in diesen Herrn Biermann hineininterpretierst. Nachdem wir inzwischen festgestellt haben, wie dämlich sein Rundumschlag gegen eine Partei ist, in der ein Westgewerkschafter und eine junge Ostdeutsche die Parteiführung inne haben, betreibst du nun bezüglich seines Auftritts im Bundestag anscheinend das Spiel 'Freie Assoziationen'.
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19.11.2014, 10:23
AW: Biermann und die Linken
Okay, verstehe.
Ich sehs so: selbstverständlich kann man einer Partei verbal vors Schienbein treten, auch wenn sie demokratisch gewählt ist.
Wenn jedoch jemand in den Bundestag eingeladen wird, ganz vornehmlich aus dem Grund, einer ganz bestimmten Partei vors Schienbein zu treten, dann ist das aus meiner Sicht allerdings fragwürdig - ob das in diesem Fall so war ... schwer zu sagen, auf den ersten Blick spricht einiges dafür, das ist wohl wahr.
Aber eines noch dazu: jeder, der der Meinung ist, dass der Biermann im Bundestag der Linkspartei nicht hätte vors Schienbein hätte treten sollen/dürfen, sollte sich fragen, ob er nicht eine klammheimliche Freude empfinden würde, wenn ähnliches vielleicht irgendwann mal im deutschen Parlament bspw. einer rechtspopulistischen Partei passieren würde durch einen (anderen) Künstler.
Da will ich nicht widersprechen.Diese Arroganz, daß man meinen könnte wir wären alle gefeit dagegen so ein Verhalten an den Tag zu legen wie es teilweise in der DDR üblich war zeugt nur davon, daß keiner begriffen hat wie leicht Menschen sich ändern wenn man nur den Rahmen verändert.
Der Biermann sieht das übrigens ganz ähnlich, wie er mal in einem Interview erzählt hat: er sagte nämlich, dass es in gewisser Weise sein Glück gewesen sei, dass er in der DDR verboten worden ist. Wäre er nämlich nicht verboten gewesen, dann hätte er wahrscheinlich den Weg eines leicht kritischen, aber letztlich angepassten Künstlers genommen - dann wäre er nur son kleines bißchen frech gewesen und ansonsten hätte er sich durchgemogelt und ein recht angenehmes Leben gehabt in der DDR, wonach er eigentlich ursprünglich gestrebt hatte.
Oder anders gesagt: auch er ist der Meinung, dass er ganz vornehmlich durch die Verhältnisse zu dem geworden ist, was er heute ist.
Da will ich ebenfalls nicht widersprechen.Wir haben wahrlich andere Parteien, die seit Jahren den Sozialstaat kaputtgemacht haben und wo grösstes Unrecht geschieht aber da es nicht so offensichtlich ist wird darüber natürlich kein Wort verloren.
Da bin ich ganz deiner Meinung.Dieser "elende Rest" den Biermann so pathetisch hervorgehoben hat hat zumindest den Schneid das zu machen was die eigentliche Oposition schon seit Jahren nicht mehr macht und wir täten alle gut daran auch die kritischen Stimmen zuzulassen ohne gleich wieder den alten SED oder Stasi Reflex rauszuholen ...
Wie ich schon andeutete: weder bin ich der Auffassung, dass der Biermann die Weisheit mit Löffeln gefressen hat, noch halte ich die Linkspartei für so eine Art Fehlkonstruktion, die im Parteienspektrum und im Bundestag nichts zu suchen hätte - ganz im Gegenteil.
VanDyckGeändert von VanDyck (19.11.2014 um 11:03 Uhr)
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Nothing in life is as important as you think it is, while you are thinking about it.
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