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Thema: Biermann und die Linken
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13.11.2014, 20:47
AW: Biermann und die Linken
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13.11.2014, 20:52
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13.11.2014, 21:31
AW: Biermann und die Linken
Ich finde solche Äusserungen fatal und eines BP unwürdig. Nicht, dass er nicht Position beziehen sollte, aber diese Verharmlosung und gleichzeitig diese Ignoranz der Geschichte gegenüber ist für einen BP geradezu peinlich und lächerlich.
Mich beeindruckt so ein Gesülze nicht. Mich stösst es ab, weil es mir zeigt, dass der gute Gauck vieles nicht begriffen hat.Körperlich Distanz
Sozial zusammen
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Kari Bremnes
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13.11.2014, 22:32
AW: Biermann und die Linken
Siehste, und ich finde, "Spinner" ist auf den Punkt, wenn angezeigt werden soll, dass mit der Gründung und Unterstützung der NPD eine Ignoranz und Verharmlosung der Geschichte wirkt, die die vernünftigen Maßstäbe politischen Reflektierens und Handelns verlassen hat. "Spinner" dimensioniert diese groteske Geschichtsvergessenheit m.E. angemessen.
Lächerlich und peinlich wird's in meinem Empfinden, wenn der eitle Selbstzweck durchdrückt, mit dem ein Bundespräsident seine politischen Ausfallschritte setzt.
Gruß,
AenGeändert von Aen (13.11.2014 um 23:00 Uhr)
Eine Krise kann jeder Idiot haben. Was uns zu schaffen macht, ist der Alltag. -- A. Tschechow
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14.11.2014, 10:00Inaktiver User
AW: Biermann und die Linken
Soweit ich weiss, war er als junger Mensch von den Ideen des Kommunismus durchaus angetan und hat sich insofern auch bewusst für den Osten entschieden, war mal in einem Interview zu lesen.
Mit zunehmender Zeit wurde er aber vom dortigen Regime (weniger vom Kommunismus an sich) mehr und mehr enttäuscht nach seiner eigenen Aussage.
Zum Thema:
ehrlich gesagt, verstehe ich die Aufregung nicht so ganz.
Er wurde ja eingeladen. Dass er mit einigen Exponenten der Linken noch so einige Rechnungen offen hat, ist aufgrund seiner Biographie für mich mehr als nachvollziehbar und er war auch nie einer, der auf seinem Mund sitzen geblieben ist.
Dass sich in jener Partei wohl mehr Wendehälse befinden, als sie es offen zugeben würden, wird wohl so wahr sein wie es erst jetzt langsam durchsickert, dass in derf BRD die wichtigen Stellen mehrheitlich auch von den gleichen wie vorher besetzt waren.
Dass diese Herrschaften auf beiden Seiten sehr empfindlich reagieren, wenn man ihnen zu nahe rückt, ist wohl auch jedem klar.
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14.11.2014, 14:12Inaktiver User
AW: Biermann und die Linken
Ich habe mal gegoogelt, was er da überhaupt gesagt hat, und habe dies gefunden:
„Dass in der Mitte unseres Volkes ausgerechnet rechtsradikale Überzeugungen wieder Gehör finden - das finde ich so eklig.(...) Wir brauchen da Bürger, die auf die Straße gehen, die den Spinnern ihre Grenzen aufweisen und die sagen: bis hierher und nicht weiter!“ (in einer Diskussion mit Berliner Schülern am 29. August 2013)
http://www.noz.de/deutschland-welt/p...ery&0&0&519211
Das ist eine widersprüchliche Botschaft, die da 'rüberkommt. Von etwas "Ekligem" wendet man sich doch ab. Gleichzeitig fordert er (von anderen), sie sollen sich dem entgegenstellen, dem, was er "eklig" findet.
"Eklig" und "Spinner" sind auch meiner Meinung nach in keiner Weise die passenden Worte. Man braucht auch keine Schüler zu Gegendemos anhalten, die dann vielleicht in Straßenkämpfen enden. Wenn sie demonstrieren wollen, haben sie das Recht dazu, aber dazu braucht man sie nicht drängen, als wäre genau das ihre Aufgabe (weiß unser Bundespräsident nicht, daß diese Rechtsradikalen oft durchaus gewaltbereit sind?). Was wir brauchen ist politische Bildung, auch ein politischer Diskurs, der ein wenig über "ihh, wie eklig, diese Spinner" hinausgeht, um Neonazis den Boden zu entziehen. Politisch aufgeklärte, kenntnisreiche und wache Jugendliche werden sich nicht für irgendwelche Ideologien begeistern lassen, weil sie kritisches Hinterfragen gelernt haben.
Jedenfalls wäre das meiner Meinung nach der vor allem langfristig sinnvollere Weg. Diskussionen und Aufklärung, auch reine Wissensvermittlung, und das wäre m.E. vor allem Aufgabe der Schulen.
Ich habe im Fernsehen schon Interviews von Teenagern zu politischen und geschichtlichen Kenntnissen gesehen, da wurde Hitler für den Kanzler der ehem. DDR gehalten usw. - Da sollte man mal ansetzen. Viele junge Leute wissen doch scheinbar gar nicht mehr, worum es da überhaupt geht. Geschichte und Sozialkunde sind vielleicht doch ein bißchen wichtiger, als über verschiedene Formen der sexuellen Vielfalt aufzuklären. Oder mindestens genauso wichtig. Auch das Fach Deutsch ist wichtig, um Propaganda und solche Dinge überhaupt aufdecken zu können.Geändert von Inaktiver User (14.11.2014 um 14:40 Uhr)
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14.11.2014, 14:34
AW: Biermann und die Linken
Ich kann Deiner Argumentation durchaus folgen, aber ich halte diese Bezeichnung Spinner für die NPD und deren Wähler für absolut unangemessen. Die NPD will im Kern einen anderen Staat, einen anderen Rechtsstaat und eine komplett andere Menschenpolitik und sie speist ihre Vorstellungen mit den Macht-und Gedankenstrukturen aus dem dritten Reich.
Etliche aus den Kreisen der NPD und ihren Unterstützern sind gewaltbereit und gewalttätig bis hin zum Mord.
Das alles kann man nicht mit dem Begriff "Spinner" abtun.
Duden: Außenseiter , Außenseiterin , Eigenbrötler , Eigenbrötlerin , Narr , Närrin , Sonderling , Unikum
Was auch immer Gauck dazu antrieb, so etwas zu sagen: schon alleine die Äusserung: bis hierher und nicht weiter geht ja nun gänzlich an der Aufgabe, die NPD zu negieren oder anzugreifen völlig vorbei. Das bedeutet ja: ein bisschen dürfen die machen, dann ist aber Schluss.
Ich will Gauck zugute halten, dass er das alles positiv im Sinne einer Abwehr gemeint hat, es sind aber genau die falschen Worte. Und Schüler zu Demos aufzufordern ist natürlich auch der falsche Weg. Politische Bildung in der Schule, da bin ich ganz Deiner Meinung, ist das A und O.Körperlich Distanz
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14.11.2014, 14:35
AW: Biermann und die Linken
Aber wir sind mittlerweile sehr offtopic.
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14.11.2014, 15:57Inaktiver User
AW: Biermann und die Linken
Etwas off topic möchte ich in Bezug auf Gauck aber noch einmal bleiben

Gauck bekam ja ebenfalls viel Schelte, weil er sich ebenfalls gegen eher links und klar links auch als BP positionierte und das angestrebte Regierungsbündnis in Thüringen stark kritisierte.
Hierzu hat mir ein Kommentar des Herausgebers des stern, Andreas Petzold sehr gefallen:
Gut, dass Gauck sich einmischt
... so: [/off topic]
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14.11.2014, 16:36Inaktiver User
AW: Biermann und die Linken
Das ist richtig. Dazu gehört, die Gruppierungen erst einmal ernst zu nehmen und nicht immer nur den Hinweis zu liefern, das seien alles gewaltbereite Dumpfbacken (die es auch gibt, aber eben nicht nur). Dazu gehört auch, deren Ideen und rhetorische Mittel auseinander zu nehmen, die manchmal recht versteckt daher kommen und auch in angesehen Zeitungen erscheinen.
Da ist so ein bisschen Klampfe spielen, Liedchen singen und populistische BP-Aussagen nicht hilfreich. Die typische Verharmlosung.
Genau so.Ich habe im Fernsehen schon Interviews von Teenagern zu politischen und geschichtlichen Kenntnissen gesehen, da wurde Hitler für den Kanzler der ehem. DDR gehalten usw. - Da sollte man mal ansetzen. Viele junge Leute wissen doch scheinbar gar nicht mehr, worum es da überhaupt geht. Geschichte und Sozialkunde sind vielleicht doch ein bißchen wichtiger, als über verschiedene Formen der sexuellen Vielfalt aufzuklären. Oder mindestens genauso wichtig. Auch das Fach Deutsch ist wichtig, um Propaganda und solche Dinge überhaupt aufdecken zu können.



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