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  1. Inaktiver User

    AW: Biermann und die Linken

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Was da unter Trennung von Staat und Kirche verkauft wird ist quasi ein Verbot des Religionsunterrichts ausgerichtet durch Kirchliche Träger überhaupt (statt dessen staatlicher Unterricht der über Religionen informiert, ausgerichtet durch staatliche Stellen) und ...
    Bin weder links noch wähle ich die Linke: Den Standpunkt vertrete ich aber trotzdem auch.

    Für viele sehr Linke (hier nicht auf die Partei bezogen) ist Religion ein Feindbild, das darf ich als gläubiger Mensch kritisieren.
    Dann übersiehst du aber die Befreiungstheologie und den sogenannten linken Katholizismus, in den südlichen Ländern stärker ausgeprägt als hier.

  2. Inaktiver User

    AW: Biermann und die Linken

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das macht es doch nicht besser wenn Intoleranz aus verschiedenen Quellen einer oder SED-Erbe in der Linkspartei ausmacht.
    Die Rede ist nicht von 'besser' oder 'schlechter', sondern davon, ob die kritischere Haltung in der Linkspartei ein Erbe der DDR oder ein Erbe der bundesdeutschen Achtundsechziger ist.
    Man kann die kritische Haltung zur Religion wohl schlecht auf das DDR-Erbe schieben, wenn die Impulse hierfür aus einer völlig anderen Richtung kamen.

    Was da unter Trennung von Staat und Kirche verkauft wird ist quasi ein Verbot des Religionsunterrichts ausgerichtet durch Kirchliche Träger überhaupt (statt dessen staatlicher Unterricht der über Religionen informiert, ausgerichtet durch staatliche Stellen) und eine Aufhebung des Verbots , der "Schmähung von religiösen Bekenntnissen" kommt für mich einem Freibrief für eine beginnende Diskriminierung von Religionen nahe.
    Religiöse Menschen werden schnell schrill, wenn es darum geht, dass sich auch nur die Trägerschaft des Religionsunterrichts ändern soll. Schnell ist das Abendland in Gefahr, weil Religionsunterricht dem Ethikunterricht nachgeordnet werden soll oder dergleichen.

    Das Denken ist natürlich stark geprägt aus der Zeit der DDR ---- mir fehlt da die kritische Distanz
    Das war genau der Eindruck, den dein letztes Posting bei mir hinterlassen hat: nicht der Versuch der Verschleierung (wie auch, wenn du den Link selber einstellst), sondern die fehlende kritische Distanz und die fehlende ehrliche Aufarbeitung der SED-Zeit.
    Zur Not verbuchst du sogar die westdeutschesten Tendenzen unter 'SED' oder 'DDR', wenn sie dir nicht gefallen. Das Linke ist das Böse an sich.
    Solche Klischees sind das Gegenteil von kritischer Distanz.
    Geändert von Inaktiver User (11.11.2014 um 16:47 Uhr)

  3. Inaktiver User

    AW: Biermann und die Linken

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Dann übersiehst du aber die Befreiungstheologie und den sogenannten linken Katholizismus, in den südlichen Ländern stärker ausgeprägt als hier.
    Da hast Du recht - natürlich gibt es "linke" Christen - zum Glück! (wobei ich den Begriff 'links' einfach nicht mag).
    Aber es gibt eben eine starke Linke aus marxistisch-leninitischer Tradition, die Religion bekämpfen will.
    Und das ist die, die die DDR gepägt hat und auch heute noch deren Nachwehen prägt....

  4. User Info Menu

    AW: Biermann und die Linken

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Nur in der Art und Weise, wie die westdeutsche Denke auch die brauchbaren Entwicklungen in der DDR geschluckt hat, zeigt sich für mich das typisch kulturelle Überlegenheitsgefühl von Siegern gegenüber den Besiegten.
    Welche brauchbaren Entwicklungen meinst Du ganz konkret, die man von der DDR als Staat loslösen und ins heutige Deutschland hätte übernehmen können?

    Hans
    ----------------------------------------------------------------
    "Hören wir einfach auf, uns selbst und unser Land permanent unerträglich zu finden - denn das kam, gemessen an den Realitäten, schon immer einer Undankbarkeit von unappetitlichen Ausmaßen gleich." Juli Zeh.

  5. Inaktiver User

    AW: Biermann und die Linken

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das war genau der Eindruck, den dein letztes Posting bei mir hinterlassen hat: nicht der Versuch der Verschleierung (wie auch, wenn du den Link selber einstellst), sondern die fehlende kritische Distanz und die fehlende ehrliche Aufarbeitung der SED-Zeit.
    Zur Not verbuchst du sogar die westdeutschesten Tendenzen noch unter 'SED' oder 'DDR', wenn sie dir nicht gefallen.
    ? Das muss ich jetzt nicht verstehen, oder?

    Ich bin trotzdem erstaunt über Deine Einstellung zur Partei die Linken, hätte ich aus Deinen bisherigen Postings nicht so geschlossen.

  6. Inaktiver User

    AW: Biermann und die Linken

    Zitat Zitat von HansDampf Beitrag anzeigen
    In meinen Augen hat Biermann noch eine zweite Funktion: er verwendet klare Worte. Er nennt ein Schein ein Schwein, einen Verbrecher einen Verbrecher und die Stasi nennt er Stasi. Keine anbiedernde Political Correctness. Damit tappt er häufig daneben, das ist war. Aber den Mut erkenne ich an.
    Meine Güte. Was für ein verklärender Blick! Vielleicht war Biermann in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts mutig. Aber welchen Mutes bedarf es anno 2014, die Stasi 'Stasi' zu nennen oder die Linkspartei eine "Drachenbrut" zu nennen?

  7. Inaktiver User

    AW: Biermann und die Linken

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Nur in der Art und Weise, wie die westdeutsche Denke auch die brauchbaren Entwicklungen in der DDR geschluckt hat, zeigt sich für mich das typisch kulturelle Überlegenheitsgefühl von Siegern gegenüber den Besiegten.
    Ich wundere mich über den Gedanken, dass die BRD über die DDR gesiegt haben soll, noch mehr darüber, dass also Bundesdeutsche gegenüber Bürgern der DDR gesiegt haben sollen.

    Aus meiner Sicht war es so, dass Bürger der DDR gegen ein undemokratisches System aufgestanden sind und es in einer günstigen Stunde "besiegt" haben.

  8. Inaktiver User

    AW: Biermann und die Linken

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ? Das muss ich jetzt nicht verstehen, oder?
    Ich finde, du hängst Klischees nach, und Klischees passen nicht zur kritischen Aufarbeitung, die du forderst.
    Ich bin trotzdem erstaunt über Deine Einstellung zur Partei die Linken, hätte ich aus Deinen bisherigen Postings nicht so geschlossen.
    Was hättest du denn aus meinen bisherigen Postings geschlossen ??

  9. Inaktiver User

    AW: Biermann und die Linken

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich finde, du hängst Klischees nach, und Klischees passen nicht zur kritischen Aufarbeitung, die du forderst.
    Kritische Aufarbeitung muss auch wehtun dürfen, das weiß ich. Aber hier in der Bricom muss ich sie zum Glück nicht leisten.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Was hättest du denn aus meinen bisherigen Postings geschlossen ??
    Willst Du es wirklich wissen?
    Ich möchte nicht gerne Mutmassungen über Personen einstellen, eher hätte ich Dich aber im "bürgerlichen" Lager - weit gefasst - verortet.

    Ich finde Deine Kommentare oft durchaus auch lesenwert, auch wenn ich sicherlich nicht immer zustimme.

  10. Inaktiver User

    AW: Biermann und die Linken

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Kritische Aufarbeitung muss auch wehtun dürfen, das weiß ich.
    Kritische Aufarbeitung der DDR sollte sich mit der DDR befassen, und nicht politische Positionen der Achtundsechziger hineinmischen, weils grad so schön in die Klischees zu passen scheint.
    Im übrigen finde ich, dass wir genug kritische Aufarbeitung der DDR hatten. Vielleicht sollte man sich zur Abwechslung der Gegenwart zuwenden und uns beispielsweise fragen, was zum Teufel hier eigentlich vorgeht, wenn immer mehr Aufgaben und Befugnisse demokratischer Regierungen und Volksvertreter in die Hände von Lobbyorganisationen transferiert werden.

    Willst Du es wirklich wissen?
    Ich möchte nicht gerne Mutmassungen über Personen einstellen, eher hätte ich Dich aber im "bürgerlichen" Lager - weit gefasst - verortet.
    Völlig daneben. Ich war mindestens ein Jahrzehnt lang eine Stammwählerin der Grünen, die ich inzwischen jedoch nicht mal mehr mit der Beißzange anfassen würde.

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