@Colonna.
So habe ich das nicht gemeint, sondern: das BG bekommt doch jeder und zwar ohne zu arbeiten. Quasi bekommen Mann und Frau fürs Nichtstun dasselbe Geld.
@Ebayfan. Du gibst dir doch selbst die Antwort. Wenn Baggerfahren so viel Spaß macht- 8 Stunden, 6 Tage, bei jedem Wetter, würdest du es trotzdem nur für eine angemessene Bezahlung machen. Und ob es dann immernoch Spaß macht, wer weiß. Und welche Bezahlung angemessen ist, müsste auch noch herausgefunden werden.
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Thema: Arbeitslosigkeit
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06.12.2014, 19:38
AW: Arbeitslosigkeit
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06.12.2014, 19:41Inaktiver User
AW: Arbeitslosigkeit
Ih denk immer nur an die Reinigungskraft im Kaufhausklo...
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06.12.2014, 23:35Inaktiver User
AW: Arbeitslosigkeit
Wie viele Leute bekommen für sehr wenig tun sehr viel Geld. Kein Neid meinerseits, ich habe genug, ich bin zufrieden.
Aber wie stark der Gegenwind ist, wenn es um 1000 oder 800 Euro monatlich geht, wundert mich immer wieder, während doch Leute in manchen Vorstandsetagen 20, 30 oder 40 000 Euro (mehr führe ich gar nicht an) erhalten, ein Betrag, den sie selbst bei größtem Fleiß nicht erarbeiten können. Und wie steht es um Abfindungen, Betriebsrenten, etc., etc. ?
Sollen sie es haben, meinetwegen, aber von Bedeutung ist das Leben der NormalverbraucherInnen, sie sind die Masse, die vielleicht in Zukunft keinen Job finden wird, weil es zu wenige gibt.
Zu diesem wichtigen Thema, das uns alle betrifft oder betreffen wird, nur ein "gibt's nicht", "geht nicht" finde ich einfach schade. Unsere Lebensumstände, die Lebensumstände vieler Menschen ändern sich rasant, mit der rasanten Änderung der Wirtschaft, der Wissenschaft, der Informationstechnik.
Wir müssen neue Wege finden, damit alle sich ohne Angst vor dem Absturz den Veränderungen stellen können.
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07.12.2014, 00:00
AW: Arbeitslosigkeit
8 Stunden, 6 Tage die Woche mache ich das für kein Geld der Welt, aber 4 Stunden an 3 Tagen kann ich mir das vorstellen.
Es wäre auch durchaus vorstellbar, einen zweiten Job anzunehmen, der eine andere Seite meiner Fähigkeiten anspricht.
Wozu soll sich einer ohne Not 48 Stunden in der Woche immer demselben Zeug widmen? Warum sollte man überhaupt soviel arbeiten?
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07.12.2014, 07:15
AW: Arbeitslosigkeit
ohne Not sich demselben Zeug widmen, versteh ich auch nicht - tu ich auch nicht.
So viel arbeiten kann man natürlich, wenn man Freude daran hat. Es mag auch manchmal Arbeiten geben, wo es dazu gehört, dass innert kurzer Zeit sehr viel getan werden muss, und wenn man dies später durch entsprechende Phasen von Nichts-Tun kompensiert, geht das auch.
gruss, barbara
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07.12.2014, 09:38Inaktiver User
AW: Arbeitslosigkeit
Es gibt ausgebildete KrankenpflegerInnen, die die Bettschüsseln von PatientInnen entleeren und reinigen müssen.
Das ist das Leben. Dazu gehört alles, und wir können sehr wohl einmal zu jenen gehören, die hilflos so mancherlei Tätigkeit ausgeliefert sind. Oder zu jenen, die die Tätigkeit durchführen. Grade da wäre die Aufteilung von Arbeitsstunden sinnvoll.
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07.12.2014, 10:06
AW: Arbeitslosigkeit
Das bedingungslose Grundeinkommen hört sich für mich halt auch nicht anders an, als Grundsicherung. Nur, dass es halt "bedingungslos" ist.
Ich gehörte schon immer zu den Wenigverdienern (u.a. habe ich 10 Jahre in Vollzeit in einer geschlossenen Demenzstation gearbeitet, war also die, die auch Bettpfannen geleert hat) und wenn ich mehr wollte, musste ich mir noch einen Nebenjob suchen. War für mich schon immer so, dass Extras nur mit Extra Zuverdienst möglich war.
Was ich halt überlege, um mal beim Beispiel Baggerfahrer zu bleiben
- für welchen Stundenlohn würde jemand freiwillig diese Arbeit tun? Als Hilfskraft. Und immer aufpassen, dass ich keine Gasleitung freibaggere....So einfach ist diese Tätigkeit nämlich sicher nicht. Ich müsste erst eingelernt werden- andere lernen diesen Beruf.
Würde überhaupt noch jemand eine Ausbildung machen? Müsste ich von diesen 1000 Euro (die paar Taler gönne ich wirklich jedem) alles bestreiten? Also meine Miete plus Nebenkosten, Krankenversicherung, sonstige Fixkosten? Müssten die, die sich was dazuverdienen, dieses wieder versteuern oder dürfen sie es komplett behalten?
Das sind Fragen, die ich mir zu diesem Thema stelle.
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07.12.2014, 10:41
AW: Arbeitslosigkeit
Hilfskräfte schaufeln und pickeln. Hilfskräfte werden sicher nicht auf einen Bagger gelassen, der eine ruhige Hand, gutes 3D-Gefühl, und hohe Konzentration benötigt.
Klar. Es gibt ja viele Leute, die gern was Neues lernen, nicht wenige auch mit Vollzeit-Beruf und am Abend und Wochenende Schule.Würde überhaupt noch jemand eine Ausbildung machen?
Oft dürfte ein Grundeinkommen überhaupt erst die finanzielle Basis schaffen, dass man das überhaupt erst tun kann.
Ja, damit muss grundsätzlich der ganze Lebensunterhalt bestritten werden - es lohnt sich sicher, WG-Modelle anzuschauen und zu prüfen - gern auch auf dem Land, dann kann man sicher ganz gut leben, und muss ja nicht mehr jeden Tag in die Stadt pendeln - und wenn man einen Garten hat, kann man auch eigenes Essen anbauen, womöglich auch Tiere halten.Müsste ich von diesen 1000 Euro (die paar Taler gönne ich wirklich jedem) alles bestreiten? Also meine Miete plus Nebenkosten, Krankenversicherung, sonstige Fixkosten? Müssten die, die sich was dazuverdienen, dieses wieder versteuern oder dürfen sie es komplett behalten?
Krankenversicherung ist ein Thema, das wohl sowieso früher oder später neu geregelt werden muss, so wie die Kosten da aus dem Ruder laufen.
Man muss es halt herausfinden, es ist ja eine neue Sache. Und womöglich erst in kleinerem Rahmen experimentieren, und aus den Erfahrungen lernen.Das sind Fragen, die ich mir zu diesem Thema stelle.
gruss, barbara
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07.12.2014, 10:55
AW: Arbeitslosigkeit
Durch das Grundeinkommen wäre es möglich, besonders viele und interessante Ausbildungen zu machen. Genau das ware doch der größte Reiz an der Sache. Man könnte auch Dinge lernen, bei denen man im alten System keine Chance bekäme. Weil sie einem Arbeitgeber unwirtschaftlich erscheinen oder weil der Konkurrenzdruck zu hoch ist. Oder weil man meint, der Kandidat ist dafür schon zu alt.
Und dann ist da noch der Sport. Viele Sportler, die heute so gerade aus dem Förderungssystem herausgefallen sind, bekämen dadurch eine reelle Chance, weiter zu machen, anstatt aus wirtschaftlichen Zwängen eine Arbeit anzunehmen. Es wäre auch eine Chance für diejenigen, die etwas zu spät angefangen haben.
Es wäre eine Chance, seine Fähigkeiten wirklich auszureizen, anstatt sein Leben lang auf einem öden Job zu versauern, nur weil in der Jugend mal was schief gelaufen war. Und es wäre eine Chance, auch mal in einen ganz neuen Bereich zu wechseln.
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07.12.2014, 12:52Inaktiver User
AW: Arbeitslosigkeit
Umso bedeutender ist es, sich über die eigene Situation Gedanken zu machen. Wie hättest du in diesen 10 Jahren einer besonders schwierigen und anstrengenden Arbeit darauf reagiert, wäre dir der Vorschlag gemacht worden, dass du angenommen nur die halbe oder ein Viertel der Zeit dieser fordernden Tätigkeit widmest und mit dem Rest machst, was du gerne möchtest, bei der Sicherheit z.B. außer dem Betrag für die Pflegetätigkeit noch 800,-- zu erhalten, wovon bereits 200 Euro für Sozialversicherung abgezogen wären (eine Steuer fiele ohnehin weg).
Ich glaube nicht, dass Baggerfahrer wenig verdienen.
Ich denke, ja, es würden viele Menschen eine Ausbildung machen, zumal sie die Sicherheit hätten, auch wenn es nicht sofort Jobs regnet, monatlich 800 Euro zu bekommen.
Was dazu verdient wird, muss versteuert werden, wobei die Idee von Baumann ist, einen einheitlichen Satz einzuführen, der auch die Sozialversicherung beinhaltet und von einer Behörde verrechnet wird.
Einige Fragen sind mir dazu wieder eingefallen: es müsste sehr stark in die Zukunft projiziertt werden, sowohl, was die Finanzierbarkeit anlangt, die demographische Entwicklung, wie auch die Kosten und Preise für Dienstleistungen, die benötigt werden und sich daher vermutlich verteuern.



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