Nur, weil man als Jugendlicher auf der Straße angesprochen wird und einem eine deutsche Ausgabe des Koran in die Hand gedrückt wird, wird man nicht gleich zum Extrem-Islamisten. Man könnte diese Verteilerei verbieten ( wenns nicht schon geschehen ist, ich weiß nur, dass es diese Stände in etlichen Innenstädten mal gab...), aber das bringt erstmal nichts.
Viel interessanter für "die jungen Menschen" sind die Videos im Internet. Und dagegen können deutsche Behörden wenig tun, da tunlichst irgendwelche Server benutzt werden, die in "weit-weit-weg" stehen und wo das deutsche Recht nicht gilt.
Diese "Werbevideos" sind recht teuer gemacht, unsere 14jährige zeigte mir neulich eines, ich dachte im ersten Moment, das ist der Trailer für einen neuen Actionfilm. Also nix mit "wackerer Hobbyfilmer stellt ein Video bei Youtube ein..."
Sie hatte das Video übrigens von einem Kumpel, der Moslem ist- und die Salafisten, IS und Co. aufs schärfste verurteilt. Das wären keine Moslems, die handeln nicht im Namen Allahs, sondern im Namen des Teufels.
So etwas zieht bei Teenagern vermutlich mehr als alles Verbot- die Einschätzung eines Freundes, von dem sie wissen- gut, der kennt den Glauben besser als ich.
Wir dürfen nämlich nicht vergessen, das geht in der allgemeinen Berichterstattung gerne unter- die extremen Gruppen haben großen Zulauf von Deutschen ohne jeglichen Migrationshintergrund.
Menschen, die STraftaten begehen und keinen deutschen Pass haben, die können ausgewiesen werden und das passiert im Regelfall auch. Aber mit den Extremisten, die "bio-deutschen" Ursprungs, mit denen müssen wir irgendwie leben und fertig werden.
"Raus mit der ganzen Mischpoke" ist daher weder durchführbar noch hilfreich.
Mich erinnert das übrigens an das gezischte "Dann geh doch nach drüben, wenns Dir hier nicht passt", was ich als Jugendliche zu hören bekam, wenn ich mich über gewisse Dinge in der Politik der damaligen Bundesrepublik aufregte. Das war in den frühen 80gern, da stand die Mauer bekanntlich noch.
Und was Material etc. angeht- die Führungselite des IS wird kaum selbst bei den Herstellern wie Rheinmetall oder so aufgetaucht sein mit der Frage: "Guten Tag, wir benötigen diverse Panzer und anderes Gerät. Was können Sie mir da empfehlen?"
"Militärisches Gerät und Ausrüstung" unterliegt ohnehin schon großen Ausfuhrauflagen. Folglich werden sich "Mittelsmänner" etc. gesucht, die unauffällig genug sind.
Geld spielt da keine Rolle, daon hat die IS bekanntlich genug.
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Thema: Salafisten
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29.11.2014, 07:56
AW: Salafisten
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29.11.2014, 08:17Inaktiver User
AW: Salafisten
Nun, man kann deutsche Staatsangehörige durchaus ausbürgern, seit dem Dritten Reich sind die Behörde im Umgang damit nur sehr zurückhaltend.
Aber damit ist meiner Meinung nach nichts gemacht, dann gehen sie ins Ausland und machen dort weiter.
Ich würd versuchen den Hebel am anderen Ende anzusetzen.
Wird mir ein Koran angeboten, kann ich ihn ja entweder nicht annehmen, oder aber sogar lesen, wenn es mich interessiert, aber das heisst noch lange nicht, dass ich zu den IS gehen muss.
Solange sie aber warum auch immer sogar nichtmuslimische Anhänger bekommen, sind die Probleme meiner Ansicht nach woanders als im Vorhandensein der deutschen Staatsanghörigkeit.
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29.11.2014, 09:06
AW: Salafisten
Nein , das Grundgesetz verbietet eine Ausbürgerung.
Aufgrund der Erfahrungen der NS-Zeit ist gemäß Art. 16 Abs. 1 S. 1 GG die Ausbürgerung in der Bundesrepublik Deutschland grundsätzlich verboten. Die deutsche Staatsangehörigkeit darf demnach nur auf Grund eines Gesetzes entzogen werden und zudem gegen den Willen des Betroffenen nur dann erfolgen, wenn er dadurch nicht staatenlos wird.
Deutsche Staatsbürger, egal welcher ethnischen Zugehörigkeit, dürfen nicht ausgewiesen werden und auch nicht ausgeliefert werden. Es sei dass mit dem antragstellenden Land ein Auslieferungsabkommen besteht. Gegen eine Auslieferung kann der volle Klageweg beschritten werden.Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
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30.11.2014, 11:40Inaktiver User
AW: Salafisten
Sehr empfehlenwert:
Das ARD radiofeature - 30.11.2014: Neue Heimat Salafismus
Von Paul Elmar Jöris und Irene Geuer
Plötzlich trägt sie Kopftuch, muss nicht mehr selbst über ihre Zukunft entscheiden. Auch die jungen Männer finden, was ihnen ansonsten in Deutschland fehlt: Ein festes Ziel! Kämpfen für den Glauben – im Irak, in Syrien und anderswo.
Das Feature wird auf radio.ARD.de zum Download angeboten.
http://www.wdr5.de/sendungen/dok5/ne...fismus100.html
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30.11.2014, 19:49
AW: Salafisten
Danke. Hier der Direktlink: Neue Heimat Salafismus
Körperlich Distanz
Sozial zusammen
You'd have to be here
I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
It's northerly facing and close to an open fjord
The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
Calling so slowly from summer's before
Kari Bremnes
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30.11.2014, 21:48Inaktiver User
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30.11.2014, 22:54
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01.12.2014, 21:34



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