Danke, aber ich wusste schon vorher, dass die Verpflichtung die GEZ-Gebühren zu bezahlen, nicht mit der Verpflichtung verbunden ist tatsächlich TV zu schauen.
Aber das war es nicht, was Libentia und ich angesprochen hatten.
Das Thema war: was gibt es in unserem Fernsehprogramm? Und was sollte es geben.
Und darauf ist deine Antwort keine Antwort.
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Thema: Der neue Kalte Krieg
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27.10.2014, 15:06Inaktiver User
AW: Der neue Kalte Krieg
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27.10.2014, 15:07Inaktiver User
AW: Der neue Kalte Krieg
Geändert von Inaktiver User (27.10.2014 um 15:17 Uhr)
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27.10.2014, 23:41Inaktiver User
AW: Der neue Kalte Krieg
Klar. Aber unsere Kultur ist schon sehr an Amerika orientiert.
Das ist doch eigentlich unzweifelhaft, beginnend von der Sprache, die zur internationalen Verständigungssprache geworden ist.
Alles andere muss man sich schon die Mühe machen und es irgendwie raussuchen.
Das muss ja auch gar nicht schlimm sein, aber man darf es sich ruhig mal bewusst machen.
Und in manchen Bereichen sind die USA archaischer als viele andere Länder, zum Beispiel Thema Waffenbesitz oder Todesstrafe.
Hat man sich aber dran "gewoehnt"...
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28.10.2014, 11:42Inaktiver User
AW: Der neue Kalte Krieg
Es ist ja nicht nur das.
Es fängt beim breiten Genre der Serien an: US-Serien brachten uns eine bestimmte flach-dämliche Art miteinander umzugehen. Solche Produktionen drehen sich um egozentrische Leute, um Sex, um ebenso bösartige wie flache Intrigen, um Konsum und Mode oder um ... nichts.
Flacher, dämlicher, oberflächlicher, konsumorientierter, geistig beschränkter geht es nicht, und in manchen Produktionen wird sogar im Off vorgelacht, damit man weiß, was man lustig finden soll.
Die Produzenten anderer Länder haben sich den Erfolg solchen TV-Hundefutters so zu Herzen genommen, dass inzwischen fast alle die gleiche Scheiße produzieren und sich gegenseitig zu übertrumpfen suchen in der Erfindung noch nervtötenderen Mülls (z.B. Brasilien - Telenovela).
Solche Produktionen verdummen die Menschen. Sie stellen die überwältigende Mehrheit aller Produktionen.
Es geht weiter bei den Krimis, und da wird es wirklich kriminell:
Ein Staatsanwalt, der Beweise sehen will, bevor er Haftbefehle oder Durchsuchungsbefehle ausstellt, wird in US-Krimis grundsätzlich, d.h. von extrem seltenen Ausnahmen abgesehen, als dummer verknöcherter Büroheini dargestellt, der von nichts ne Ahnung hat, Leistungsverweigerung betreibt oder korrupt ist.
Der Polizistenheld verstößt gegen so ziemlich alle Gesetze, die es in der Strafverfolgung gibt - er bedroht, prügelt, schießt, er dringt unbefugt in Wohnungen ein, zwingt mit Gewalt zu einer Zeugenaussage, etc. etc. und das ist alles sowas von richtig, wird so gut wie nie reflektiert oder gar infrage gestellt.
In den großen Filmproduktionen geht es oft auch um die Rettung der Welt (Actionfilme). Der US-Amerikaner als solcher rettet ununterbrochen die Welt vor Bedrohungen aller Art - sind es nicht Außerirdische, dann sind es Russen, Araber, böse Deutschen/Franzosen, oder auch mal kriminelle Geheimdienstler aus dem eigenen Stall.
Es ist völlig normal, dass der Weltretter dabei durch die ganze Welt jettet und sich um lokale Gesetze, Polizeibehörden etc. einen Dreck schert. Da wird durchaus in fremden Ländern herumgeballert. Da verletzen Kampfflugzeuge aus den heersten Motiven heraus Landesgrenzen und betonköpfige Abwehrjäger sind zu doof zu verstehen, dass das zu ihrem Besten geschieht. Da wird eingebrochen, da wird zerstört, ja für die gute Sache wird auch gern gefoltert. Alles zur besten Sendezeit oder gegen gutes Geld im Kino.
Ich halte es für ausgeschlossen, dass solche politischen Einstellungen, wieder und wieder mundgerecht als unterhaltsame Häppchen serviert, die Psyche und das Denken der Menschen unbeeinflusst lassen.
Nun könnten die üblichen Schlaumeier antworten, dass ja niemand gezwungen sei sich diese Filme anzusehen. - In der Tat: bekanntlich wird man nicht vor dem TV-Gerät, im Kino oder vom Videoverleih dazu gezwungen, sich sowas anzuschauen. Aber kaum jemand reflektiert kühl, was sich da eigentlich auf dem Bildschirm oder auf der Leinwand abspielt, was er sich als Zuschauer damit antut und welche politische Botschaften solche Filme aussenden. Kaum jemand distanziert sich von der Botschaft solcher "Unterhaltungsfilme" - die meisten Leute erkennen ja nicht einmal, DASS sie eine Botschaft enthalten.
Außerdem können TV-Anstalten nicht etwa einzelne Filme herausgepicken und einkaufen. Stattdessen müssen Pakete gekauft werden, und in denen befindet sich neben den gewünschten Filmen noch jede Menge Dreck, der gleichwohl gesendet wird, weil man ihn ja gekauft hat bzw. kaufen musste.
Wir wissen doch, wie es in der Realität aussieht: man sucht sich keineswegs alles, was man sich anschaut, wirklich bewusst aus. Oft sitzt man abends müde oder gelangweilt oder auch mit einer fetten Erkältung auf der Couch, hat keinen Bock auf Buch oder Zeitung, man zappt durchs Programm und bleibt an irgendeiner spannenden Szene hängen.
Langer Rede kurzer Sinn: es spielt eine gewaltige Rolle, was für ein Programm in den TV-Anstalten (egal, ob ÖR oder "private") gemacht wird. Das beeinflusst die Kultur, das Denken, den Lebensstil und letztlich sogar die Politik weit mehr, als sich die allermeisten Menschen vorstellen können.Geändert von Inaktiver User (28.10.2014 um 12:50 Uhr)
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28.10.2014, 12:12
AW: Der neue Kalte Krieg
Nun ja. Dass amerikanische Serien tonnenweise eingekauft und gesendet werden, ist nicht neu. Genauso verkaufen die deutschen Sender ihre Produktionen auch paketweise an ausländische Sender. Tatort wird in fast jedes Land der Welt exportiert, z.T. synchronisiert, z.T nur mit Untertitel, in Polen mit einer Off-Stimme, die alles Gesprochene übersetzt, der Originalton bleibt.
Ich mag so gut wie keine amerikanische Filme, also gucke ich sie mir auch nicht an, ganz im Gegensatz zu meinen Kindern. Die schwärmen davon. Was soll ich machen? Es ihnen verbieten?Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
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28.10.2014, 12:55Inaktiver User
AW: Der neue Kalte Krieg
Das habe ich weder behauptet, noch macht es die Situation besser.
Das wäre nun allerdings neu.Genauso verkaufen die deutschen
Die deutsche Filmproduktion ist international ein Zwerg gegen die US-Filmindustrie.
Im übrigen kenne ich keine Tatort-Produktionen, die solche Botschaften transportieren; ich wüsste also wirklich nicht, was an einem Export bzw. an einem Konsum auszusetzen wäre.
Deine Kinder sind sicher längst erwachsen, schätze ich.Ich mag so gut wie keine amerikanische Filme, also gucke ich sie mir auch nicht an, ganz im Gegensatz zu meinen Kindern. Die schwärmen davon. Was soll ich machen? Es ihnen verbieten?
Es geht auch nicht um ein Verbot, sondern darum, als Zuschauer bewusster auszuwählen, was man sich anschaut.
Vor allem aber geht es darum die Botschaften zu entlarven und sich von ihnen zu distanzieren. Das wirkt nämlich wie Gegengift, wie ich aus eigener Erfahrung weiß.
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28.10.2014, 13:19
AW: Der neue Kalte Krieg
weiß ich. Ich denke nach Hollywood soll Bollywood der zweitgrößte Filmproduzent sein. Filme von dort sind sehr selten bei uns im Fernsehen.Die deutsche Filmproduktion ist international ein Zwerg gegen die US-Filmindustrie.
Ja, es wäre sehr wünschenswert, wenn Zuschauer wirklich bewusster wählen würden. Aber es wird zumindest bei den großen Öffentlichen und Privaten fast nur auf die Quote gezielt. Wenigstens die Öffentlichen haben Spartenprogramme, die für Minderheiten da sind. Bin da recht häufig zu Gast.Es geht auch nicht um ein Verbot, sondern darum, als Zuschauer bewusster auszuwählen, was man sich anschaut.
Vor allem aber geht es darum die Botschaften zu entlarven und sich von ihnen zu distanzieren. Das wirkt nämlich wie Gegengift, wie ich aus eigener Erfahrung weiß.
Entlarven tun nur wenige - und wenn auch ungehört.
Ich selbst war einmal Fan von Western, fand ich einfach toll - und es gibt bis heute ein paar davon, die man unter Klassikern einstuft (muss man gesehen haben!). Dann gab es die Ulknummern dazu = Italowestern, fand ich auch toll. Und danach war das für mich durch.
Mich stört etwas anderes an amerikanischen Filmen . Es herrscht eine recht ordinäre Sprache vor, es wird ständig über f.... und mastur... gesprochen. Zu sehen ist nie was. Und frühere einsame Held aus den Western ist dem einsamen Held im Kampf gegen irgendetwas Bösem gewichen. Schlicht langweilig.
Einschub: Ganz schlimm finde ich die immer wieder neuen Remakes von international erfolgreichen Filmen. Sie sind nur bunter und krawalliger. Hollywood scheinen neue Ideen und Drehbücher abhanden gekommen zu sein.
Zur Zeit begeistern mich Filme aus Skandinavien und England, Krimis und anderes. Irgendwann finde auch das nicht mehr unterhaltsam.Geändert von Opelius (28.10.2014 um 13:44 Uhr) Grund: Einschub
Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
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28.10.2014, 13:47
AW: Der neue Kalte Krieg
Wallander Krimis (die könnten viel viel öfter kommen!) , Mr. Bean (weiß nicht warum mir der als zweites einfällt), Harry Potter, die ganze britische Satire, die extrem erfolgreiche britische Serie "The Hour" (über Journalismus im kalten Krieg
), die ganzen Französischen Schnulzen, die Italienischen Komödien der letzen Jahre (von italienisch für Anfänger bis Brot Tulpen) natürlich die komplette Garde des italienischen Kinos von früher...und natürlich nicht zu vergessen das Dänische Kino mit den ganzen Lars von Trier Schinken...
Dass die US Platzhirsch sind bei Unterhaltungsfilmen stimmt wohl. Allerdings muss ich sagen dass einige HBO Serien wirklich sehr sehr gut sind (im Gegensatz zu dem 80er Jahre Trash von Bonanza bis A-Team bis Baywatch und Alf*). Durch den Erfolg der anspruchsvollen HBO Serien, die eben nicht nur über das Programmfernsehen liefen, sondern schon immer gleichzeitig über DVD und über alle Steamingseiten vertieben wurden hat das ÖR in D. leider nichts gelernt. Mit einer Ausnahme: arte, das inzwischen ähnlich anspruchsvolle Serien produziert und damit auch sehr großen Erfolg hat.
... Die Dänischen und schwedischen Thriller müssen leider spät laufen, weil sie zu grausam und zu gut sind…aber meinetwegen gern gern mehr davon...
UND natürlich!!!! Gran Budapest Hotel eine britisch-deutsche Produktion, war DER Kinohit 2014*.
Ich finde allerdings überraschender Weise, dass gerade bei den Oscars seit 2009 mehr Ausländische als US Amerikaner gewinnen, sowohl bei bester Film als auch bei bester Darsteller. Ich hätte eher gedacht Cannes würde irgendwann wichtiger als dass die Oscars an ausländische Produktionen vergeben werden… Bei der Berlinale hat glaube ich keine einzige reine US Amerikanische Produktion gewonnen.
Ich will dir nicht auf die Füße treten Koi, aber ganz ehrlich, du suchst nicht richtig.
Und der Trend geht nach meinem Empfinden in die richtige Richtung, nämlich mehr internationale Produktionen.
Bei der Kritik der Quote stimm ich überein, aber das Angebot der dritten Programme ist da und es ist divers, ebenso das Angebot alle typischen "spät Nachts Filme, Dokus und Serien" 24/7 für 7 Tage lang in den Mediatheken zu schauen.
Hab mir auch gestern einen der russischen angeschaut der hier verlinkt ist von 3 Sat. Ich fand den ganz gut und ja, Tatort läuft überall auf der ganzen Welt. Und in den USA laufen viele der Südamerikanischen Sitcoms.
*die ich natürlich für ihr Trashdasein auch geliebt habe !Geändert von _Farmelli (28.10.2014 um 15:07 Uhr) Grund: *falsche erinnerung gehabt und ergänzungen gemacht
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28.10.2014, 15:11
AW: Der neue Kalte Krieg
Für die Fans russischer Produktionen, diese Serie wird wohl gerade gedreht
"Mata Hari": Russische Miniserie mit John Malkovich - Rutger Hauer und Christopher Lambert ebenfalls dabei / wunschliste.de
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28.10.2014, 15:21
AW: Der neue Kalte Krieg
Mir fällt noch ein Kassenschlager ein: James Bond, GB...der letzte war mehr als selbstkritisch (was mich sehr positiv überrascht hat)
so jetzt halt ich die klappe



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